Was soll ich machen? Ist mein Onkel süchtig?

Vielleicht solltest du ihn mal drauf ansprechen ?
Erfahrungen damit hatte ich noch nicht, aber das wäre, was ich machen würde.
es gibt doch auch so Suchtberatngsstellen, frag da doch eifach mal nach.
 
Hm, ein schwieriges Thema. Menschen, die in der Vergangenheit Suchtverhalten gezeigt haben, sind leider ziemlich empfänglich für neue, alternative Arten der Sucht. Dazu gehören leider oftmals auch Analgetika (Schmerzmittel wie Aspirin, Paracetamol, Ibuprofen etc.), die in großem Mengen über längere Zeit eingenommen zu schweren körperlichen Schäden wie Magenblutungen, Nieren- und Leberversagen führen können. Leider fühlen sich viele Menschen ertappt, wenn man sie auf eine solche Problematik anspricht und reagieren entweder abweisend und gereizt oder spielen die ganze Sache runter.

Wird Dein Onkel denn medikamentös behandelt wegen seiner ehemaligen Alkoholsucht oder ist er von alleine "clean" geworden? Wenn es vorwiegend Schmerzmittel sind, die Du bei ihm gesehen hast: hat er denn Probleme in dieser Hinsicht?
Ich würde schon versuchen, ihn darauf anzusprechen. Allerdings nicht offen fragen, ob er evtl. Tablettenabhängig ist, sondern warum er soviele Schmerzmittel einnimmt. Kann ja auch sein, dass er dauernd Schmerzen hat, wofür die Ursache gefunden werden müsste.

Ich kenne leider aus dem täglichen Berufsalltag viele Fälle, wo sich Menschen freiverkäufliche Arzneimittel in Mengen besorgen, die wirklich bedenklich sind. Und diesen Leuten ist sehr schwer beizukommen. Die meisten streiten ab, dass sie zuviel davon einnehmen oder behaupten, sich die Packungen innerhalb der Familie zu teilen.

Hast Du denn mal mit Deiner Oma darüber gesprochen? Ich weiss nicht, wer von Euch den besseren "Draht" zu Deinem Onkel hat.

Liebe Grüße, mmic29
 
Vorsicht!
"Süchtige" (nicht böse gemeint) können oft sehr agressiv werden wenn man sie auf soetwas anspricht. Sie denken dann das Du ihnen was böses willst. Ich hab's damals bei meinem Vater gemerkt ;)

Red mit deiner Oma drüber sie hat wahrscheinlich mehr Erfahrung wie sie mit solchen Sachen umgeht!

MfG
 
Sorry, aber gerade jemand mit professionellem Fachwissen wird sich hüten darauf zu antworten. Weil darauf pauschal nicht geantwortet werden kann. Es ist so niemals eine seriöse Hilfestellung möglich. Alle Infos sind durch dich gefiltert, niemals vollständig, nicht weitgehend objektiv und durch dich interpretiert.
 
er sollte lieber dem alkohol frönen, bevor er zu tabletten greift, selbst aspirin kann bei täglicher einnahme tödlich enden

solange er bei 5%bier und nicht zum schnaps übergeht, wäre das die beste möglichkeit

biete ihm doch mal ein bier an

die nächste sache, welche medikamente kriegt er verordnet.

den rest des stoffs würde ich vernichten.

vielleicht sollte man gegebenfalls ernsthaft über eine entmündung dieser person nachdenken

edit

welche hobbies hat er denn (positive)

ist er noch unberührt (noch nie Beischlaf, küsse, etc.) manchmal leiden die menschen extrem darunter und müssen dies wie dein onkel mit anderen mitteln verdrängen

versuch ihn zu verkuppeln, was natürlich bei dieser person sehr aussichtslos sein
wird

überrede ihn aber mal in ein bordell zu gehen (ein versuch)

klingt einwenig übertrieben was ich da schreibe, aber wie beschrieben du könntest ihm damit mehr als nur helfen und seine probleme sind weg und die der angehörigen selbstverständlich ebenfalls
 
Zuletzt bearbeitet:
slow1 schrieb:
er sollte lieber dem alkohol frönen, bevor er zu tabletten greift, selbst aspirin kann bei täglicher einnahme tödlich enden

solange er bei 5%bier und nicht zum schnaps übergeht, wäre das die beste möglichkeit

biete ihm doch mal ein bier an

die nächste sache, welche medikamente kriegt er verordnet.

den rest des stoffs würde ich vernichten.

vielleicht sollte man gegebenfalls ernsthaft über eine entmündung dieser person nachdenken

Das ist der GRÖßTE SCHWACHSINN den ich zu diesem Thema jemals gehört habe.

JUNGE der man ist Alk-Abhängig hier besteht ein gestörtes Suchtverhalten, bereits der GESCHMACK von Bier oder Alk kann einen Rückfall auslösen.
Die Toxische Dosis bei Aspirin ist in etwa bei 10-12g Wirkstoff und die normale Aspirin hat 500mg, also sollte dein Onkel schon relativ viel Aspirin einwerfen um hier an einer Überdosis zu sterben.....
Paracetamol ist weitaus gefährlicher und eine Überdosierung kann hier ernste Schäden haben.

Ob dein Onkel Süchtig ist oder nicht, das wirst du durch Fragen nicht klären können,ist er süchtig wird er es bestreiten, ist er es nicht dann sowieso.
Was DU brauchst ist eine Möglichkeit das Thema mit jemanden zu klären der in solchen Sachen weit mehr Sachverstand hat als jemand der einem trockenen Alkoholiker zu Bier raten tut (Hier sollte man einfach mal die Fresse halten wenn man sich nicht auskennt)

Einige Suchthilfen für Angehörige sind:

http://www.suchthilfe-werne.de/angehoerige.htm
http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell...ie/familienwegweiser/suchtberatung/start.html (Gibt es in jeder größeren Stadt)

Auch solltest du mit dem Arzt deines Onkels reden, dieser hat am ehesten die Möglichkeit etwas zu bewirken (Durch die Schweigepflicht solltest du auch relativ aussen vor stehen und nicht zum Streitpunkt werden) Blutwerte deines Onkels könnten auch auf eine mögliche Schädigung durch die Tabletten auskunft geben, dies kann aber nur der Arzt veranlassen.

Einweisen oder Endmündigen kann man hier mal GARNICHT, warum auch? Weil jemand Schmerzmittel nimmt die ein relativ geringes Suchtpotential haben und auch nur geringe bis keine berauschende Wirkung aufweisen? Sorry, aber da müßte man halb Deutschland endmündigen......

Wende dich an einen Arzt oder Psychologen und erkläre Ihm deine Ängste, vermeide SELBST die Konfrontation du würdest hier wenig erreichen und evtl. mehr Ärger verursachen als dir lieb ist. Du unterstellst deinem Onkel ja das er süchtig ist und das obwohl er ja den Alkohol so widersteht (So in der Art könnte es auf dich zurück fallen)



Hier noch etwas zum Thema Nierenschäden:

In verschiedenen Fallstudien wurde ein Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von schmerzstillenden Medikamenten und einem erhöhten Risiko für Nierenschäden vermutet. Daten aus umfassenden Langzeitstudien fehlten bislang jedoch. Nun publizierte im Journal der American Medical Association ein Team von amerikanischen Forschern die Auswertung einer zwischen 1982 und 1995 mit öffentlichen Mitteln durchgeführten Untersuchung, die den Zusammenhang von Schmerzmittelgebrauch und Nierenfunktionsstörungen zum Gegenstand hatte. Im Verlauf dieser 14 Jahre wurden die Daten von rund 11.000 Männern erfasst, die über den gesamten Zeitraum schmerzstillende Medikamente in unterschiedlichster Dosierung zu sich genommen hatten.

Schmerzmittel schaden den Nieren nicht

Gemessen wurde der Kreatinin-Spiegel im Blut der – anfangs gesunden – Patienten, dessen Erhöhung auf eine Störung der Filterfunktion der Nieren hinweist; die Ergebnisse wurden in Relation zu anderen Gesundheitsdaten sowie zu den Angaben zum Schmerzmittelgebrauch ausgewertet. Die Forscher fanden keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Einnahme von gebräuchlichen Schmerzmitteln – genannt werden Aspirin, Paracetamol und Ibuprofen – und im Lauf der Jahre aufgetretenen Nierenschäden. Nur bei 460 Männern, das sind gut vier Prozent der untersuchten Patienten, wurde ein überdurchschnittlich erhöhter Kreatinin-Spiegel festgestellt.

Das relative Risiko einer Nierenerkrankung erwies sich in allen Gruppen als gleich hoch, ob schmerzstillende Medikamente nun in hoher Menge eingenommen wurden oder gar nicht. Der durchschnittliche Kreatinin-Spiegel war bei Männern, die keine Schmerzmittel einnahmen, gleich oft zu finden wie bei jenen, die im Untersuchungszeitraum bis zu 2.500 oder mehr Schmerztabletten geschluckt hatten.

Vor allem für chronische Nierenfunktionsstörungen können damit Schmerzmittel als Ursache praktisch ausgeschlossen werden, sagen die Experten.

Medikamente nur wenn sie notwendig sind

Das heißt aber nicht, dass die gebräuchlichen Schmerzmittel völlig risikolos sind. Relativ bedenkenlos werden schmerzstillende und entzündungshemmende Pillen im Alltag eingesetzt. Besonders Tabletten mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure gelten als gut wirksame und sichere Schmerzmittel, die gegen Kopfweh und Zahnschmerzen, Entzündungen und Fieber genommen werden. Erwiesen ist, dass sich durch ihre Einnahme generell die Blutungsneigung erhöht. Bei längerer Medikation, beispielsweise als – wissenschaftlich nicht eindeutig belegte – Vorbeugung gegen Herzinfarkt und Schlaganfall, erhöht sich unabhängig von der Dosierung das Risiko von Schleimhautschäden, Magengeschwüren sowie von Magen- und Darmblutungen.

Wie in der vorliegenden Studie betont wird, handelt es sich bei der untersuchten Gruppe um anfangs gesunde Personen. Bei Patienten mit Nierenproblemen kann sich der Gebrauch von schmerzstillenden Medikamenten negativ auswirken. Vor allem der regelmäßige Gebrauch von Schmerztabletten sollte daher unbedingt unter medizinischer Kontrolle erfolgen.
 
Zuletzt bearbeitet: (Zum Thema Nierenschäden durch Schmerzmittel:)
Du hast mich falsch verstanden, du sollst SCHON etwas machen, nur mußt du hier erst mal mit jemanden reden der die Sache überblicken kann. Wenn du mit deiner Mutter über die Sache sprichst dann ist das schon mal ein guter Schritt, doch oft sind Angehörige von Süchtigen (Besonders wenn bereits einmal erfolgreich Entgiftung und Entzug stattgefunden haben) sehr gerne Co-Süchtig und bestreiten das es wieder Probleme gibt. Der Arzt deines Onkels könnte die Sache relativ objektiv angehen und wenn du mit Ihm über die Sache redest, dann ist dieser sicher der Letzte der deine Ängste ignoriert.

Nochmal zu dem oben genannten Tip mit dem Bier:
Kannst du dir vorstellen was passieren würde wenn DU deinen Onkel zum Alk verleiten würdest? Sollte dann deine Stellung in der Familie etwas verändern.....(Mußte ich noch loswerden, weil solche Ratschläge von Leuten die null Ahnung haben mich einfach tierisch aufregen)
 
Lass die Mutter aus dem Spiel und suche eine Unterhaltung mit deinem Onkel, sag ihm ganz offen wie es sich für dich anfühlt. Dein Onkel hat sich mit dem problem Sucht ausseinandergesetzt und ist sich dessen bewußt. Ich Denke er wird sich darüber ganz offen und ehrlich mit dir Unterhalten, bitte keine Vorwürfe deinerseits, sondern Schildere ihm deine gefühle wie du dich in der Sache fühlst.
 
Ich habe beruflich und leider auch familiär mit solchen Suchtproblemen zu tun und eins kann ich garantieren, wenn jemand süchtig ist, dann wird er sich nicht dessen bewußt sein was er tut. Die Mutter dürfte in diesem Fall ja dann die Schwester des Onkels sein, rein familiär würde es eher klappen das hier offen gesprochen wird. Du selbst hast wenig Chancen und kannst durch unüberlegtes Handeln hier einiges kaputt machen. Angenommen der Fall das der Onkel dann auf konfrontation geht und der Mutter" (Schwester von sich) dann erklärt das Ihr Junge solche Behauptungen aufstellt?! Erste Frage würde dann wohl auch von seiner Mutter sein, warum er nicht erst zu IHR gegangen ist.

Süchtige niemals unterschätzen, wenn der Typ sich in die Enge gedrückt fühlt dann kann passieren das er gegen den vorgeht der Ihn dort hindrückt. Mit gezielten Aussagen kann er dich unglaubwürdig machen und dich dann auch noch vor der ganzen Familie als Sündenbock hinstellen........

Arzt oder deine Mutter sind Personen die einen anderen Stand haben, ergo müssen auch diese die Sache in die Hand nehmen. Du kannst die Leute informieren, aber mein guter Rat ist es das du dich etwas im Hintergrund bewegst (Hatte ein Familienmitglied ebenfalls "beschuldigt" und sogar handfeste Beweiße......8 Monate hat kein Schwein mehr mit meih geredet weil ich ja den armen Kerl nur ohne Grund beschuldigt habe, nach der einlieferung auf Intensiv und späterer Entgiftung im Koma hat man auch langsam wieder mit mir geredet, jetzt mußte man mir ja glauben.....ähnliche Fälle kenne ich genügend und auch bei dir wird es ähnlich ablaufen.)
 
Ich habe auch beruflich in einer Suchtklinik gearbeitet und in der Forensik, natürlich ist er sich seiner Sucht bewußt, er war in einer Klinik und ist zur Zeit clean. Wenn er jetzt ohne ein offenes Gespräch mit dem Onkel geführt zu haben, zuerst nach dessen Mutter rennt und ihn somit übergeht, fühlt sich der Onkel hintergangen und somit ist die ganze Sache zum Scheitern verurteilt. Der Onkel braucht keinen Babysitter und auch keine dummen Sprüche aus seinem Umfeld, man sollte sich wie du schon sagst so etwas genau überlegen.
 
Er soll zu SEINER Mutter gehen (Die ja die Schwester des Onkels sein dürfte) - die kann als Schwester anders mit dem Onkel reden als ER selbst. Würdest du dir vom Sohn deiner Schwester solcher Vorwürfe gefallen lassen wenn sie nicht wahr sind (Und das setht ja noch nicht fest!) bzw. wenn sie wahr sind dann hätte er auch keine Chance etwas zu unternehmen. Wenn er jedoch mit Arzt/SEINER Mutter spricht kann er seine befürchtungen äussern und dann kann man überlegen was man macht. Jeglicher Alleingang wird aber zu einer Isolation von IHM führen----bei tatsächlicher Sucht wird die Schwester/Mutter ihm die Frage stellen warum er nicht was gesagt hat bei falschem Alarm wird er sowieso der Dumme sein, egal was passiert, sobald ER mit dem Onkel spricht ist er der Verlierer.

Die anderen Personen haben bereits mit Ihm die Sucht durchgemacht und wissen dann auch eher seine Reaktionen. Er ist als Sohn der Schwester kein "direktes" Familienmitglied welches die selben Möglichkeiten hat wie Schwester oder Mutter. Alles ander als diese zu informieren würde familiären "Selbstmord" bedeuten.
 
Weißt du das? Ich möchte mich hier jetzt nicht rumärgern, du dolltest es eigentlich besser Wissen nach dem Motto viele Köche verderben den Brei. Das ist deine meinung und du versuchst deine Meinung und Wissen, auf dein Umfeld zu übertragen. Wenn überhaupt hat sein Onkel schon viel erreicht das er vom Alc weg ist, du unterstellst dem Onkel das er zum Handeln nicht mehr fähig ist und das ist absolut falsch, er ist kein Kleinkind.
 
Tja, die Methode von mir ist sicher etwas aus dem eigenen Umfeld geprägt. Ich habe diese ganze Familien-Scheiße selbst mitgemacht und bei 2 Kumpels bin ich live mit drin gewesen. Bei den 2 Kumpels hat übrigens ein Psychologe ähnlich wie du die beiden dazu gedrängt ein offenes Gespräch zu suchen.......
Er kann nur verlieren, egal wie die Sache ausgeht---warum soll er das Problem des Onkels zu seinem Problem machen und den Onkel schützen indem er die Sache verscheigt vor seiner Mutter? Kurzes Gespräch mit der eigenen Mutter: "Mami ich finde der Onkel schluckt ganz schön viel Pillen, habt Ihr da nicht Angst das er wieder in eine Sucht verfällt?" Und schon kann die Schwester des Mannes dann entscheiden wie man weiter vorgeht......

Aber dine Methode einen 16 JÄHRIGEN den Onkel auf seine Sucht hinzuweisen ist sicher auch recht spaßig, gesetz dem Fall der Onkel ist so um die 40 dann wird er wohl gerne das Gespräch mit einem 16 jährigen suchen um seine Suchtproblematik zu erörtern.....

Sorry, aber ich halte es etwas viel einem 16 Jährigen diese Verantwortung aufzubürden, besonders wenn er sich nicht sicher ist. Aber andererseits macht sowas natürlich auch hart und trägt zur weiteren Entwicklung bei wenn man mit 16 mal eben als Buhmann der Familie dasteht......
 
Er soll doch nur über sein empfinden was seinen Onkel betrifft, offen mit ihm darüber reden, ich traue einem 16 Jährigen schon zu mit seiner Verwandschaft über eigene ängste, oder der Liebe und derartige Sachen die Ihn bedrücken zu reden, das hat nichts mit dem alter zu tun. Ich mache den Job auch nur weil ich zehn Jahre lang mir die Nase gepudert habe und wegen Drogen und Alkohol ganze elf Freunde zu Grabe getragen habe, gerade aus diesem Grund kann ich auch mitreden, im Gegensatz zu Sozialpädagogen/ Psychologen, ich bin halt einer vom Fach und meine Meinung wird von allen immer Geschätzt.
 
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