WD-MyBook-, HDD arbeitet nicht mehr

sgrund

Ensign
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Hallo,
ich habe zwei externe 3,5Zoll Festplatten von WD My Book. Die eine hat 12 TB und "läuft" nicht mehr an wenn ich sie an den PC oder anschließe. Windows piept zwar, so wenn ein zusätzliches Laufwerk erkannt wird, aber da sich die HD nicht bewegt wird die auch nicht bei Windows angezeigt.
Habe schon das Netzteil der anderen WD-HD benutzt, auch das Verbindungskabel getauscht. Hat alles nicht funktioniert.
Habe keine Updates oder sonst was gemacht. Sie hat bisher gut funktioniert und hat etwas mehr als 1000 Betriebsstunden. Sie wurde als Datenträger verwendet und zur zeitweise angeschlossen.
Sind die Daten verloren bzw kennt ihr Möglichkeiten zu prüfen ob noch was zu machen ist ?
 
Daten sollten noch da sein ein Dienstleister kann die mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederherstellen, falls du nicht weiter kommst.
Wenn sich gar nix tut und man auch kein anlaufen hört könnte man noch versuchen die HDD aus dem Gehäuse auszubauen und in ein Pc oder anderes HDD Gehäuse probieren.
 
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Das geht, ausbauen und in ein anderes Gehäuse einbauen ? Bevor ich zum Dienstleister gehe würde ich das erstmal versuchen wollen. Kannst du ein brauchbares Leergehäuse empfehlen ?
 
Sind wichtige Daten drauf und keine Backups? Dann nicht experimentieren.
Ansonsten kannst du die auch direkt im Rechner anschließen wenn Standard SATA Anschlüsse vorhanden sind.
 
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Hi...

sgrund schrieb:
[...] ich sie an den PC oder anschließe.
Was ist denn damit gemeint - ein stationäres oder ein mobiles Rechnersystem?
Man könnte bspw. mithilfe eines Linux-basierten (Live-)Systems versuchen, ob noch Zugriff möglich ist, ansonsten je nach eigener Befähigung entweder den Datenträger aus dem Externgehäuse ausbauen und versuchen mittels direkter Komponentenverbindung innerhalb eines Rechnersystems Zugriff zu bekommen oder aber eher einen Profi für "Data-Recovery" beauftragen.
Grundsätzlich sind solche Datenträger durchaus defektanfällig und halten nicht unbegrenzt, so dass man Ausfall einkalkulieren und ein zweckdienliches Datensicherungskonzept, gern bspw. nach der sog. 3-2-1-Regel, haben sollte.​
 
Ich würde es erstmal komplett ohne Gehäuse probieren um unnötige extra Controller zu vermeiden.
 
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Versuch die Platte erstmal auszubauen, damit du erstmal weißt, womit du es zu tun hast. Leider sind da heutzutage oftmals keine normalen Festplatten drin, sondern Platten, wo der USB Anschluss schon fest dran gelötet ist. Und/Oder die sind hardwareseitig verschlüsselt und funktionieren nur mit diesem einen Gehäuse, mit keinem anderen.

Aber vielleicht hast du Glück, und es ist eine normale SATA, dann kannst du die am besten einfach in einen PC einbauen.
 
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sgrund schrieb:
Das geht, ausbauen und in ein anderes Gehäuse einbauen ?
Bei den 3,5" HDD meist ja, wenn man weiss, was man tut und garantiert niemals am PC etwas falsches klickt, falls danach irgendwelche "unbekannten" Meldungen kommen.

Ich würde sie deshalb auch nicht in den PC zum Testen einbauen sondern nur in ein anderes ext. Gehäuse. Muss aber jeder selber wissen. Und nein, ich kenne kein gehäuse, ich habe hier für sowas einige >10 Jahre alte Gehäuse rumfliegen.

sgrund schrieb:
Bevor ich zum Dienstleister gehe würde ich das erstmal versuchen wollen.
Der Versuch kann theoretisch auch mehr kaputt machen.

Smily schrieb:
Aber vielleicht hast du Glück, und es ist eine normale SATA, dann kannst du die am besten einfach in einen PC einbauen.
Und dann bleibt die zwar äußerst geringe, aber durchaus gegebene Gefahr, dass die Stromversorgung der HDD einen Kurzschluss hat, daher die Versorgungsplantine im ext. Gehäuse kaputt ist und die HDD dies auf den PC nochmal so macht.

Smily schrieb:
Und/Oder die sind hardwareseitig verschlüsselt und funktionieren nur mit diesem einen Gehäuse, mit keinem anderen.
Nach WD Seite gilt das wohl bei der MyBook nur, wenn man die WD Software dafür nutzt. Aber das sieht man dann ja, wenn sie im ext. Gehäuse erkannt wird aber keine Daten sichtbar sind.

Mit Pech arbeitet das Gehäuse auch mit 512 Byte je Sektor und das nächste mit 4096 Byte. Schon läuft theortisch alles, die Daten werden aber trotzdem nicht gefunden.
 
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Gab mal eine Zeit, da waren externe HDD günstiger als Interne. Hatte mir damals auch eine Externe gekauft, geöffnet und die HDD dann in den PC eingebaut. War günstiger und in das Gehäuse habe ich eine andere HDD eingebaut :daumen:
 
Ja, ist Risiko, da muss man entscheiden, wie wichtig die Daten wirklich sind.
Wenn sie wichtig sind, ist gerade bei 12 TB (kommt drauf an wie viel drauf ist), wirds aber sehr schnell sehr teuer.
Hier kostet die Diagnose alleine 250 €, für die Rettung kannst du vielleicht ne Null dran hängen, schwer zu sagen. Kannst du aber mal anrufen.
 
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Mit einem geeigneten Tool, genannt sei Acronis True Image 2025 Perpetual, die vorgeblich defekte HDD auf ein Laufwerk identischer Größe klonen und den Klon für Datenrettungsversuche verwenden.

Niemals das Originallaufwerk für Datenrettungsversuche verwenden!
 
Kein Programm der Welt kann eine Festplatte klonen, die nicht startet.

@sgrund schau mal in die Datenträgerverwaltung, ob da auch nichts erscheint.
 
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Jacek Pavlovski schrieb:
Mit einem geeigneten Tool, genannt sei Acronis True Image 2025 Perpetual, die vorgeblich defekte HDD auf ein Laufwerk identischer Größe klonen und den Klon für Datenrettungsversuche verwenden.
Wenn die Daten wirklich wichtig sind auf sowas besser verzichten, das könnt schlimmstenfalls die HDD endgültig killen wenn die nochmal so gestresst wird.
Ansonsten Ontrack anrufen, die holen kostenlos ab und die Analyse kostet erstmal nichts!
https://www.ontrack.com/de-de/blog/datenrettung-kosten
 
Sind die My Books nicht verschluesselt?
Sollte dass der Fall sein, wird beim Ausbau und Direktanschluss der Platte nichts lesbar sein.
 
Habe auch einige WD Elements und eine WD Book.
Die WD Book wollte auch immer extra Treiber installieren.
Was ich ablehnte. Sie funktionierte trotzdem normal.

So eine verhalten (läuft nicht an) kenne ich bisher nur von den alten Elements.
Die hatten am Stromport innen so einen Metallbügel der manchmal abrutsche und die Platte lief nicht an!
Ob die neuen Elements/Book auch den Bügel haben weis ich noch nicht.

Ich habe schon viele Elements entkernt und benutze eine ICY Box
 
Das mit der Verschlüsselung ist bei WD so‘n Ding.
Die Matrix hier sagt einem, ob man bei seinem Modell auch ohne Gehäuse noch Zugriff auf seine Platte kriegt:
https://support-de.wd.com/app/answers/detailweb/a_id/23971/related/1

Er hier hat ein ganz ähnliches Problem und führt den Ausbau vor.
(Ich nehm immer Handyreparaturwerkzeug aus Plastik oder zerschnittene alte Kreditkartenstücke zum Öffnen - beschädigt das Gehäuse nicht)

Noch ein letzter möglicher Fallstrick - Falls Du die Platte direkt am Netzteil Deines PCs betreiben willst: Es kann sein, dass eine WD White drin ist (rein weißes Label auf der Platte) und es kann sein, dass diese bei älteren Netzteilen nicht anspringt. Dann muss man einen Pin abkleben.

(Mit meinen BeQuiet-Netzteilen musste ich das aber noch nie!)
 
Dem Support duerften die Daten aber egal sein.
Wenn die Daten wichtig sind, bleibt nur noch der Weg ueber einen Datenretter.
 
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sgrund schrieb:
Sind die Daten verloren bzw kennt ihr Möglichkeiten zu prüfen ob noch was zu machen ist ?
Du lernst gerade auf die harte Tour, wozu Backups notwendig sind.
Und: Warum man im Volksmund von "Datengräbern" spricht.

Anyway:
Du könntest(!) jetzt mit höchstwahrscheinlich gut gemeinten Basteltipps, die hier schon angekommen sind, eine Datenrettung versuchen. Aber: Wenn was schief läuft wird keiner dafür gerade stehen - und ein guter Anteil von Usern das darauf folgende "Mimimi! Jetzt ist alles kaputt!" bestenfalls mit einem Achselzucken bewerten.

Wenn Du bisher gar keine Erfahrung darin hast, dann wende Dich besser an einen Experten / spezialisierte Firma - bevor sich bei einem Fehler die Situation verschlimmert.

Vielleicht hast Du Glück und es ist nur die USB-Elektronik des Gerätes betroffen.
Vielleicht hast Du Pech und die HDD selbst ist übern Jordan.
Ob und welche Daten gerettet werden können, kann dir niemand sagen. Aber Deine Chancen verbessern sich, wenn Du Profis ran lässt.

Wie gesagt: Es wird nicht umsonst seit über einem Vierteljahrhundert das Thema Backups immer und immer wieder durchgekaut.
 
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