Wehrdienst/Zivildienst Pflicht zurück?

areiland schrieb:
Bei der Bundeswehr, die ich kenne, ging es nämlich niemals zu wie in Fullmetalljacket - sondern immer human und voller Respekt gegenüber den Soldaten.
Schonmal in den Sinn gekommen, dass "Die Bundeswehr" und die Grundausbildung auch nicht komplett homogen waren? Ich kann mir schon vorstellen, dass das von Standort zu Standort auch variiert hat und sehr personenabhängig war, welche die Grundausbildung geleitet haben.
Insofern würde ich nicht die Erfahrungen von @Incanus als grundsätzlich falsch oder gar gelogen darstellen, nur weil es bei dir anders war.

DerOlf schrieb:
Wer in der DDR schon erwachsen war, der sollte das vom Gefühl her noch kennen ... denn viele von denen hatten ebenfalls Angst vorm MFS und der Ungewissheit, wer so alles als IM für die arbeitet.
Schreib doch bitte die Begriffe aus anstatt vieles abzukürzen. Ich z.B. kann mit MFS und IM leider garnichts anfangen und kann somit den kompletten Satz erstmal ergooglen, was du damit meinst.

Buttkiss schrieb:
Wie die Natomitglider im Bündnisfall reagieren ist aber äußerst schwamming formuliert. Das kann vom dem Aussenden von Kampftruppen bis zum Schicken von 5000 Helmen praktisch alles beinhalten. Es wäre jedenfalls mal spannend wie die Mitglieder dann tatsächlich reagieren würden, aber besser wir finden es nicht heraus
Also meiner Ansicht nach MUSS die Nato hier definitiv auch stark antworten und nicht nur bisschen Munition, Helme und gute Worte schicken. Es ist die Frage, welches Signal man damit nach außen sendet und wie ernst zunehmend die Nato ist.
Wenn man den "Gegnern" signalisiert, dass eh kein Nato-Land wirklich etwas tun wird, kann man die Sache auch einfach direkt lassen.
Und das muss schon bei so kleinen Mitgliedern wie dem Baltikum stattfinden und nicht erst, wenn die Kernmitglieder rund um DE, Frankreich usw. angegriffen werden würden. Die Nato ist im Grunde doch eine Art von nuklearer Abschreckung, (nur ohne eigene Nuklearwaffen) um Gegner schon direkt vor einem Angriff abzuschrecken.
Oder um es mal für die Nerds zu übersetzen: Wenn Gondor ruft, muss Rohan antworten! :D
 
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Meine Meinung zum Thema Wehrpflicht ist zwiespältig. Das liegt an meinen eigenen Erfahrungen. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass junge Menschen insbesondere dann herangezogen werden, wenn sie ohne familäre Verpflichtungen sind und keinerlei Tätigkeit nachgehen, also weder zur Schule/Uni gehen, ein(e) Berufsausbildung/-praktikum machen oder jenseits von Minijobs arbeiten.

Allerdings stört mich bei der ganzen Debatte nach wie vor, dass Frauen grundsätzlich von einer Pflicht zum Wehr-/Zivildienst ausgenommen sind. Im Zuge von Gleichberechtigung und Gleichstellung heiße ich es nicht gut, dass hier gewollt eine Ungleichbehandlung stattfindet.
 
@Iron Plague Wie schon gesagt, eine Wehrpflicht für Frauen gibt das Grundgesetz nicht her. Dafür müsste es geändert werden, dafür braucht man aber wiederum andere Mehrheiten.
 
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Khaotik schrieb:
Also meiner Ansicht nach MUSS die Nato hier definitiv auch stark antworten und nicht nur bisschen Munition, Helme und gute Worte schicken. Es ist die Frage, welches Signal man damit nach außen sendet und wie ernst zunehmend die Nato ist.
Absolut. Aber glaubst Du das die USA in den Krieg ziehen nur weil Russland in ein Land einfällt das Trump erst einmal auf einer Karte suchen müsste?
Der aktuelle Ukraine Konflikt zeigt doch ganz schön das vor allem die Europäer erstmal abwarten was die anderen denn so machen, Bündnisfall hin und her.
 
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Buttkiss schrieb:
Absolut. Aber glaubst Du das die USA in den Krieg ziehen nur weil Russland in ein Land einfällt das Trump erst einmal auf einer Karte suchen müsste?
Der aktuelle Ukraine Konflikt zeigt doch ganz schön das vor allem die Europäer erstmal abwarten was die anderen denn so machen, Bündnisfall hin und her.
Eben, dazu muss man doch mal das genau Wording des "Friedensplans" lesen.

Die USA stellt sich im Wording doch schon raus aus der NATO

4. Die Vereinigten Staaten werden zwischen Russland und der NATO vermitteln, um alle Sicherheitsfragen zu klären und Bedingungen für eine Deeskalation zu schaffen, um die globale Sicherheit zu gewährleisten und die Möglichkeiten für Zusammenarbeit und künftige wirtschaftliche Entwicklung zu verbessern.

10. Die Garantie der USA:
- Warum nicht "Die Garantie der NATO"

Dann noch einem ganzen Staatenbund diktieren zu wollen, 100 Milliarden ausgeben zu müssen... das machen "Partner" ja auf jeden Fall :D
 
@iron Plaque
Es wird doch nach den bisherigen Plänen gar keine Wehrpflicht mit zwangsweisem Wehrdienst geben! Denn das einzige was derzeit verpflichtend geplant ist, das ist die Wehrerfassung und Musterung. Der Aufwuchs der Truppe setzt auch weiterhin auf Freiwillige, die sich ohne jeden Zwang dafür entscheiden können. Nur wenn der Aufwuchs der Truppe um 80.000 Soldaten nicht durch Freiwillige möglich ist, könnte es einen Pflichtdienst geben.

Es wird also laut Planungen gar keiner aus seinem vorgeplanten Lebensweg gerissen und in Handfesseln in die Kasernen verfrachtet, sondern auch die erfassten und gemusterten Männer haben die Entscheidungsfreiheit für sich. Frauen können ebenfalls jederzeit freiwillig zur Truppe gehen.

Von daher ist das eine elende Scheindiskussion, die man schon aus den sozialen Netzwerken kennt, in denen selbsternannte Bessermenschen ihr Viertelwissen zum Thema breit treten und "Ich geb meine Kinder nicht" propagieren. Hier wie dort wird dann mit Schauermärchen zur Bundeswehr aufgewartet, bei der man schon immer geschliffen, gebrochen, drangsaliert, zwangsweise in Auslandseinsätze gepresst und verheizt wird. Das ganze wird mit angeblichen eigenen Erfahrungen garniert, die sich nicht mit dem decken, was andere mit wesentlich mehr Erfahrung bei der Bundeswehr erlebt haben. Nicht mal Daten, Einheiten und Fakten werden genannt, sondern einfach nur was in den Raum gestellt.

Und nichts von dem hat jemals zugetroffen! Verpflichtend eingezogen wird man, Stand jetzt und nach den Plänen der Bundesregierung nur dann, wenn die Bundesrepublik Deutschland in ihren Grenzen angegriffen wird. Nur dann ist es verfassungsrechtlich möglich, Wehrpflichtige überhaupt in den Einsatz zu schicken.

Aber wenn man diesem Halbwissen hier entgegen tritt, dann ist man der böse und bezichtigt andere der Lüge!
 
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areiland schrieb:
dann ist man der böse und bezichtigt andere der Lüge!
Tust Du hier ja gerade wieder:
areiland schrieb:
Das ganze wird mit angeblichen eigenen Erfahrungen garniert,
areiland schrieb:
Und nichts von dem hat jemals zugetroffen!
Dazu noch Beleidigungen:
areiland schrieb:
in denen selbsternannte Bessermenschen
Komm mal aus Deiner eigenen Erfahrungsblase heraus und schau Dich etwas um.
 
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Relak schrieb:
Rohe Leber essen und so...
Das gabs aber immer nur in einzelnen Einheiten, die sich als extrem elitär empfunden haben, war aber nie Usus in der gesamten Bundeswehr, zumeist betrifft das sogar nur Teileinheiten - also auf Kompanieebene!

Unser "Aufnahmeritual" für neu zu uns gestossene Soldaten bestand darin, dass wir einen netten und durchaus feuchten Abend genossen und uns kennenlernten. Dabei gabs keine entwürdigenden "Rituale". Die zu uns gestossenen Soldaten mussten nicht mal den Abend finanzieren - denn selbst das wurde von allen (Unteroffizieren und Mannschaften) gemeinsam getragen und geteilt. Sogar aufgeräumt haben wir danach immer gemeinsam.

Das praktizierten wir schon Anfang der achtziger Jahre so, als die Bundeswehr noch eine Wehrpflichtarmee mit vergleichweise wenigen Zeit- und Berufssoldaten war. Unsere Kameraden aus den Reihen der Wehrpflichtigen waren bei uns auch keine minderwertigen Soldaten, sondern völlig gleichwertig und bekamen auch ihre Aufgaben nach Eignung und nicht nach der Unterscheidung "Wehrpflichtiger" oder "Zeitsoldat". Auch aus den Reihen der Kameraden, die zu meiner Zeit, früher oder später, als Wehrpflichtige, SaZ oder Berufssoldaten gedient haben, kenne ich keinerlei Berichte, die darauf schliessen lassen, dass man bei der Bundeswehr irgendwann mal systematisch erniedrigt, geschliffen oder zum Kadavergehorsam erzogen wurde.
Ergänzung ()

Incanus schrieb:
Komm mal aus Deiner eigenen Erfahrungsblase heraus und schau Dich etwas um.
Komm eher Du mal aus Deiner eigenen Blase heraus und lern endlich lesen!

Incanus schrieb:
Tust Du hier ja gerade wieder:
Denn Du pikierst Dich schon wieder über angebliche Dich betreffende Aussagen.

Dabei nehme ich Bezug auf sämtliche Nutzer, die alles immer mit Schauergeschichten garnieren müssen, um jede Diskussion in ihrem Sinne beinflussen zu können. Sobald man irgendwas sagt, das man nicht so gut findet, kommt irgend eine Schauergeschichte. Jedesmal und je politischer das Thema, umso schauerlicher die angeblichen Erfahrungen. Das kann man auch in allen Deinen Posts nachvollziehen!

Schlimm sind immer nur die anderen, die niemals Deinen persönlichen Ansichten einer besseren Welt gefolgt sind.

Und prompt wird man hier wieder als Lügner hingestellt, damit die eingesessene CB Elite ihren überaus elitären Anspruch auf die einzig wahre Wahrheit weiterhin in Anspruch nehmen kann. Wie immer halt!
 
Zuletzt bearbeitet:
Du akzeptierst doch offensichtlich nichts außerhalb Deiner eigenen Erfahrung. Keiner, der hier 'Schauergeschichten' erzählt hat gesagt, dass es überall so sei oder Deine Erlebnisse nicht stimmen. Du bist derjenige, der allen anderen ihre Erfahrungen aberkennt. Merkst Du das wirklich nicht?
 
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Khaotik schrieb:
kann mit MFS und IM leider garnichts anfangen
Oh ... entschuldigung.
Die Abkürzungen "MFS" (Ministerium für Staatssicherheit ... "StaSi" hättest du wahrscheinlich besser einordnen können) und "IM" (inoffizieller Mitarbeiter) sind nach der Wiedervereinigung so dermaßen oft durch die Medien gegangen, dass ich davon ausging, dass das jeder versteht.

Vielleicht doch schon zu lange her ... das nächste mal schreibe ich sowas dann wohl lieber aus.
 
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Khaotik schrieb:
Schreib doch bitte die Begriffe aus anstatt vieles abzukürzen. Ich z.B. kann mit MFS und IM leider garnichts anfangen und kann somit den kompletten Satz erstmal ergooglen, was du damit meinst.
Bei den Bundeswehrabkürzungen kann ich das verstehen, habe ich auch Probleme mit. Aber MFS und IM? Das taucht doch in jedem Geschichtsbuch auf.
 
@Erkekjetter
Ich WAR betroffen und MUSSTE durch den damals 13monatigen Ersatzdienst eine Lücke von satten 2 Jahren in meinen Lebenslauf reißen lassen, die ich seitdem in jedem verfickten Bewerbungsgespräch erklären muss.
Ich bin auf jeden Fall gegen eine Dienstverpflichtung ... das Losverfahren ist eh ein Witz.
Warum ich dagegen bin, habe ich oben weiter ausführlich erklärt.

Bringt den Laden in Ordnung, und es werden sich auch wieder mehr Freiwillige für die Bundeswehr finden lassen.

Als mein Vater bei der Bundeswehr war, gab es da noch nicht diese Probleme ... das war anfang der 1960er Jahre. Ich schrieb weiter oben, dass eine Verweigerung damals schwieriger gewesen sei ... aber das ist nur die halbe Wahrheit ... es gab auch deutlich weniger Verweigerungen, als in meiner Generation. Irgendwie hatten die Prä-Hippies noch Bock auf Bund.
Mein Vater hat mir auch nie erzählt, dass er irgendwie lange auf Ersatzteile für einen Hubschrauber warten musste (der war Mechaniker bei den Heeresfliegern). Wenn, dann war da mal einer kurzzeitig nicht flugfähig ... und nicht einer kurzzeitig flugfähig.

Ich habe 1993 verweigert (dass ich das machen würde, war mir aber mit 8 Jahren, also 1981, eigentlich schon klar) und dann von Anfang Oktober 1995 bis Ende Oktober 1997 Zivi gemacht (als sie mich gemustert und dann gezogen haben, war ich in der 12. Klasse und hatte noch 2 Jahre bis zum Abi)... und den Semesterstart 1997 habe ich dadurch um genau einen Monat verpasst ... 11 Monate leerlauf, weil man sich als Zivi nicht in einen Studienplatz einschreiben darf.
Schönen Schrank auch, liebes Kreiswehrersatzamt.

Ich bin strikt dagegen, denen wieder ganze Generationen junger Männer zur Verfügung zu stellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
pseudopseudonym schrieb:
Bei den Bundeswehrabkürzungen kann ich das verstehen, habe ich auch Probleme mit. Aber MFS und IM? Das taucht doch in jedem Geschichtsbuch auf.
Tut mir leid, mein letztes Geschichtsbuch hatte ich wohl aktiv vor 10 Jahren in der Hand und da ich zur Wende noch nicht mal geboren war, ist das auch nichts, was in meine grundsätzliche Lebenszeit gefallen ist.
Ich kann die Begriffe natürlich suchen und rausfinden, finde es aber für den Lesefluss nicht so schön.
 
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Oh, das eine ist fachspezifisch auf das Themengebiet von Compuberbase bezogen, das andere nicht. Eigenartig. Hinkt der Vergleich dann etwa? 🤔
 
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Araska schrieb:
Einerseits schreiben die Leuts hier im Forun, daß bei BL4 anstelle von FSR mit FMF besser DLSS-Q ohne MFG eingestellt wird, um die fps bei PT hochzuhalten... und dann gibbet entsetzte Aufschreie ob der Abkürzungen wie MfS.

LOL.
Wäre mir neu, dass das hier ein Forum für DDR-Kunde ist und hier die meisten Hobby-Historiker sind. Außerdem war es eine bitte, solche Dinge eben auszuschreiben bei einmaliger Nennung. Das halte ich nicht gerade für einen Aufschrei.
Und bitte: Schreib doch "Lol" für die Leute aus, die es nicht wissen ;) Manch einer hat das auch schon mit "lots of love" übersetzt.

Ansonsten können wir hier grundsätzlich alles abkürzen und davon ausgehen, dass man sichs im Kontext schon zusammen reimen wird.
Halte ich für eine flüssige Diskussion bzw. Aufnahme der Informationen für eher hinderlich.
Häufig fallende Begriffe im Kontext des Threads können sicherlich abgekürzt werden. Erstmalig oder selten verwendete Begriffe sollten aber eben doch ausführlich genannt werden.
 
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Khaotik schrieb:
Tut mir leid, mein letztes Geschichtsbuch hatte ich wohl aktiv vor 10 Jahren in der Hand und da ich zur Wende noch nicht mal geboren war, ist das auch nichts, was in meine grundsätzliche Lebenszeit gefallen ist.
Dann sind wir relativ ähnlich alt.
 
MAYvonBlei schrieb:
@Iron Plague Wie schon gesagt, eine Wehrpflicht für Frauen gibt das Grundgesetz nicht her. Dafür müsste es geändert werden, dafür braucht man aber wiederum andere Mehrheiten.

Mir ist hierzu ein Gedanke gekommen. Da wir ja - super liberal - jetzt ganz einfach das Geschlecht jedes Jahr wechseln können, wäre doch auch eine gesetzliche Pflicht möglich, die Geschlechtseintragung für 1 Jahr auf "männlich" zu wechseln, damit die Frauen ebenfalls zur Bundeswehr mit eingezogen werden können. (für dieses Jahr dann als Männer deklariert)

Was ihr dazu?
 
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Sind wir jetzt beim Gaslighting gelandet? Warum jemand bestimmte Abkürzungen nicht kennt, ist vollkommen egal. Fakt ist, sie sind/waren Khaotik nicht geläufig, es wurde nachgehakt und DerOlf hat netterweise geliefert.

Idealerweise schreibt man Abkürzungen, die im Kontext von Computerbase nicht geläufig sind und im allgemeinen Sprachgebrauch nicht zu den alltäglichen gehören, wenigstens einmal aus und gut :)
 
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