Wehrdienst/Zivildienst Pflicht zurück?

h00bi schrieb:
Also nicht dass ein Soldat was gegen Hochwasser per se ausrichtigen kann
Warum sollte ein Soldat keine Sandsäcke schleppen können, weil alle jetzt einen 5kg Schein haben und nichts mehr heben dürfen? Erkläre dich bitte, wie du zu dieser Meinung kommst. Bezüglich Hochwaser hat die BW annähernd die gleichen Vorraussetzungen wie das THW....
h00bi schrieb:
ich glaube die aktuelle Bundeswehr könnte den Einsatz von 2002 nicht wiederholen
Und warum dies nicht? Waren dort mehr wie 200000 Soldaten im Einsatz, die wir aktuell nicht mehr haben oder warum deine Meinung?
h00bi schrieb:
Wikipedia spricht von 45.000.
Ah, ok, die Mannstärke hat die BW aktuell, also noch dringender die Frage, was fehlt der BW JETZT zur Hilfssituation 2002 konkret?
 
Samurai76 schrieb:
Warum sollte ein Soldat keine Sandsäcke schleppen können, weil alle jetzt einen 5kg Schein haben und nichts mehr heben dürfen? Erkläre dich bitte, wie du zu dieser Meinung komms
Die Wirkung gegen das Hochwasser hat der Sandsack, nicht der Soldat. Wer den Sandsack trägt ist dem Sack und dem Hochwasser egal. Es muss halt irgendjemand machen und mit mehr verfügbaren Soldaten hast du mehr Sandsackträger.
Ich wollte nur Kommentaren zuvorkommen ala "der Soldat kann ja nicht einfach das wasser abdrehen".

Samurai76 schrieb:
die Mannstärke hat die BW aktuel
Deswegen schrieb ich auch Mannstärke und nicht Soldaten.
Die einsatzbereite Truppe ist ja weit weit weit unter der Mannstärke und bei 180k Mannstärke weit unter der einsatzbereite Truppen bei 180k Mannstärke als nur die prozentuale Differenz.
 
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h00bi schrieb:
Die einsatzbereite Truppe
Bei Hochwasser brauchen wir keine Einsatzbereite Truppe, denn Waffen (Panzer, Haubitzen, Kampfflugzeuge, Kampfhubschrauber) werden bei Hochwasser selten benötigt. Und mir wäre nicht bekannt, dass sich die einsetzbare Truppe deswegen reduziert, dass Soldaten nichts mehr tragen dürfen. Verstehe deinen Einwand und die Logik dahinter also immer noch nicht, du schreibst in Rätseln.
 
@Samurai76
Also eigentlich ist es echt nicht so schwer zu verstehen was @h00bi schreibt und vollkommen logisch und korrekt ist es auch noch. Folgendes war die Aussage:
h00bi schrieb:
Aktuell sind es laut Statista 180k Personal gegen 280k in 2002.
Personal ungleich Soldaten. Die Bürokraft aus der Gehaltsbuchhaltung wird keine Säcke schleppen.

Darum ist es vollkommen logisch, dass man aktuell deutlich weniger Sandsackschlepper hat als 2002 als das Personal noch 100k mehr Menschen waren.

Was diese Strohmänner mit irgendwelchem Kampfequipment sollen ist mir allerdings schleierhaft und hat mit dem was @h00bi schreibt null zu tun. Rätsel gibt mir eher auf, was daran jetzt so schwer war zu verstehen.
 
Also viel BlaBla, aber die Ursprungsfrage bleibt immer noch offen, warum
h00bi schrieb:
glaube die aktuelle Bundeswehr könnte den Einsatz von 2002 nicht wiederholen
sollte das so sein, obwohl deutlich über 45k Soldaten aktiv sind und der Einsatz KEINE Waffen beinhaltet, sondern nur Menschen braucht? Das wurde bislang nicht geklärt, warum das so sein sollte. Ich glaube das übrigens nicht, und sehe die BW durchaus in der Lage, auch 3 parallele Hochwasser in der Größenordnung von 2002 durchführen kann. Genug Material dafür ist ja vorhanden (180k gegen 135k benötigte...).

DAS verstehe ich nicht, woran das liegen soll.
Ergänzung ()

FrankenDoM schrieb:
dass man aktuell deutlich weniger Sandsackschlepper hat als 2002
Es sind aber trotzdem noch deutlich über den 45k Soldaten damals jetzt in der Armee. Warum sollte so ein Einsatz also nicht mehr gehen/funktionieren?
 
Ein Grund könnte sein, dass nicht jeder der jetzt im Sold stehenden Soldaten körperlich dazu in der Lage oder auf seinem Platz entbehrlich ist. Soldaten sind doch nicht universal überall und jederzeit einsetzbar.
 
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Ja, selbstverständlich hat die BW auch ständige Aufgaben. Aber in jeder Kaserne gibt es >5 Kompanien + min. eine Versorgungs~/Stabskompanie. Mehr wie 2 werden für die Bewachung auf Dauer nicht benötigt, rechnen wir also von 180k 2/5 als unabkömmlich, bleiben trotzdem 108k. Mehr wie 2x der Einsatz 2002. Argumente nicht stichhaltig.

Ihr argumentiert, als wenn die BW gar nichts kann aktuell und eigentlich auch abgeschafft werden könnte, da nutzlos. Dafür habe ich bislang keine stichhaltigen Argumente gelesen, und Litauen ist z.B. sehr froh und dankbar, dass auch die deutsche Luftwaffe zur Sicherheit des Luftraumes beiträgt.
 
Wen meinst Du mit 'Ihr'? Ich habe nur angemerkt, dass Menschen keine Materialposten sind, die man einfach so zählen kann, wie Sandsäcke.
 
Incanus schrieb:
dass Menschen keine Materialposten sind
Das ist richtig, ich sprach auch explizit @h00bi an, es ist/war seine These, dass die BW solche Einsaätze nicht mehr durchführen können soll, denn die These ist m.M.n. nicht haltbar, aus den von mir oben ausgeführten Gründen. Aber ich vermute, dass war kein Diskussionsbeitrag, sondern nur eine einfacher Ausdruck von Meinung, ohne Fakten dafür zu haben, also ein Bauchgefühl. Dass eine solche Meinungskundgebung ohne Fakten/Gründe im PubG nicht gewünscht ist, weiß ja jeder Diskutierende.
 
Samurai76 schrieb:
Genug Material dafür ist ja vorhanden (180k gegen 135k benötigte...).
Und wieder werden Soldaten mit Personal verglichen...
Samurai76 schrieb:
Ihr argumentiert, als wenn die BW gar nichts kann aktuell und eigentlich auch abgeschafft werden könnte, da nutzlos.
Das hat hier niemand getan, auch @h00bi nicht und Du schreibst sogar noch von "ihr", also Mehrzahl.
Und bevor Du mir jetzt jemanden vor Wochen zitierst, der es vielleicht doch getan hat, es geht um die aktuelle Diskussion.
Samurai76 schrieb:
sondern nur eine einfacher Ausdruck von Meinung
Und all das was Du an Gründen aufführst sind Fakten? Ich glaube nicht, sondern genauso nur Deine Meinung, wie auch die Meinung von @h00bi, dass er glaubt, dass sie so einen Einsatz nicht mehr ohne weiteres durchführen können.
 
um mal zurück zum Thema zu kommen, Wehrpflicht/Zivildienst ja oder nein?
Ich bin da hin und hergerissen. In erster Linie müssen wir verteidigungsfähig sein. Ich denke aber auch, dass die Stärke einer Armee in 2026+ sich nicht allein über Mannstärke definiert, sondern in Zeiten von Drohnen und Robotik anders geführt wird. Das kann man positiv wie negativ sehen (positiv, wenigstens sterben keine Menschen im Kampf vs. negativ ggf. sterben Menschen im Kampf gegen Technik (Zivilisten, oder arme Soldaten, die von ihrer militärischen Führung in aussichtslose Kämpfe geführt werden)). M.E. wäre es aber wichtiger, die technische Weiterentwicklung voranzutreiben. Dazu sind Ressourcen und Knowhow wichtig und bei beiden habe ich Fragezeichen, ob wir uns darauf vorbereiten. Das zeigt mir die Debatte, dass wir meinen unsere Armee durch Aufstockung der Mannstärke stärken zu wollen.

Andererseits wäre es nicht verkehrt, wenn die Jugend verpflichtet wäre, einen Dienst für die Gesellschaft zu bringen. Wenn man den GenZ zuhört, glaubt man, das alles ein Wunschkonzert sei. Pflicht, irgendetwas zu tun, das kennen sie gar nicht. Als hätte man die Wehrpflichtigen/Zivildienstleistenden vor 20 Jahren gefragt, ob sie "Bock haben". "Spaß" hat das damals kaum jemandem gemacht.
 
Smartin schrieb:
Wenn man den GenZ zuhört, glaubt man, das alles ein Wunschkonzert sei. Pflicht, irgendetwas zu tun, das kennen sie gar nicht.
Witzig, genau das Gleiche hat man über meine Generation vor (hier beliebigen Zeitraum eintragen) Jahren gesagt. :p
 
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Es ist einfach ein ganz normales Phänomen, dass die "Alten" sagen, dass früher alles besser war und die Jugend nichts taugt. Das Gleiche wird auch die GenZ irgendwann tun.
Natürlich tun das nicht alle "Alten", aber diese Sprüche werden sich nie mehr ändern.

Ich gebe da gar nichts drauf. Es gibt Dinge die waren früher besser, Dinge die waren schlechter und Dinge die waren einfach anders. Die Welt dreht sich weiter...
 
FrankenDoM schrieb:
Die Welt dreht sich weiter...
Das ist der Punkt. Die Vergangenheit gibt es nicht mehr, übrig geblieben sind Erfahrungen und Prägungen, welche die Gegenwart und möglicherweise die Zukunft prägen.

"Früher war alles besser" ist der gespielte Witz, "früher waren ein paar Sachen besser" träfe es schon eher. Differenzierung ist das Zauberwort.

Viel wichtiger ist die Auseinandersetzung mit dem Hier und Jetzt, mit der Gegenwart, was es für eine mögliche Zukunft bedeutet und wie man sich darauf einstellt und sich orientiert.

Rückwärtsgewandheit im Sinne "alte Zustände wieder herstellen" ist dabei nicht hilfreich. Es sei denn, diese alten Zustände sind objektiv betrachtet auch ein guter Weg für Gegenwart und Zukunft. Aber da gibt es leider auch ein paar unschöne politische Auffassungen, welche die Gegenwart aktuell prägen.
 
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Buttkiss schrieb:
Witzig, genau das Gleiche hat man über meine Generation vor (hier beliebigen Zeitraum eintragen) Jahren gesagt. :p

FrankenDoM schrieb:
Es ist einfach ein ganz normales Phänomen, dass die "Alten" sagen, dass früher alles besser war und die Jugend nichts taugt. Das Gleiche wird auch die GenZ irgendwann tun.
Natürlich tun das nicht alle "Alten", aber diese Sprüche werden sich nie mehr ändern.

Ich gebe da gar nichts drauf. Es gibt Dinge die waren früher besser, Dinge die waren schlechter und Dinge die waren einfach anders. Die Welt dreht sich weiter...
Ich habe nicht gesagt, dass GenZ scheiße ist. Ich habe nur gesagt, dass es der Generation nicht schaden würde, wenn sie auch einen Dienst machen müssten. Das hat nichts mit früher war alles besser oder der "Generationenkonflikt" zu tun, sondern ist eine Frage von Realitätsgewinnung und Identifikation mit dem Land und seinen Aufgaben. Und die sind aktuell viel größer als vor 20 Jahren und ähnlich groß wie vor 40 Jahren. Einerseits hinsichtlich der Bedrohunglagen, andererseits hinsichtlich der Lage in Pflegeeinrichtungen. Man würde wahrscheinlich auch viel mehr Leute dafür gewinnen, wenn sie zB im Rahmen des Zivildienst einen Eindruck vom Job bekommen. Heute hat man den Eindruck, dass Jobwunsch eins Influencer ist. Und ich will das gar nicht bewerten, Träume und Flausen hatten wir auch im Kopf. Nur hat das wenig mit Realität zu tun. Mir geht es aber i.e.L. darum, dass jeder einen Dienst an der Gesellschaft geleistet haben sollte.
 
Hallo

Smartin schrieb:
Ich habe nur gesagt, dass es der Generation nicht schaden würde, wenn sie auch einen Dienst machen müssten.
Es würde dem Dienst aber einen schlechten Dienst erweisen, Freiwillige sind immer besser als Gezwungene (Egal bei/für was).

Smartin schrieb:
andererseits hinsichtlich der Lage in Pflegeeinrichtungen. Man würde wahrscheinlich auch viel mehr Leute dafür gewinnen, wenn sie zB im Rahmen des Zivildienst einen Eindruck vom Job bekommen.
Im Gegenteil, ich erlebe so viele Praktikanten bei uns im Krankenhaus die nach dem Praktikum sagen: "Jetzt wo ich das erlebt habe - Nein Danke".
Zivildienst haben auch nur die wenigsten freiwillig gemacht, für die meisten war es das kleinere Übel im Vergleich zum Dienst bei der Bundeswehr.

Smartin schrieb:
Heute hat man den Eindruck, dass Jobwunsch eins Influencer ist.
Ja und ? In den 90er/00er Jahren war der Jobwunsch Nummer 1 irgend etwas mit Computern, die Pflege war/ist/wird zu keiner Zeit der Traumjob Nummer 1.

Smartin schrieb:
Mir geht es aber i.e.L. darum, dass jeder einen Dienst an der Gesellschaft geleistet haben sollte.
Wieso, weil du das gemacht hast müssen es alle anderen (nach dir) auch machen ?
Steuern zahlen muss reichen, den Rest soll der Staat regeln, inkl. den Beruf des Soldaten attraktiver machen damit sich mehr freiwillig melden.
Solange Soldaten in unserer Gesellschaft so schlecht angesehen sind und sich für ihre Uniform fast schon schämen müssen wird das nichts.
Wenn ich Merz und Söder schon höre "Wir müssen mehr arbeiten", die Politiker sollen endlich vernünftig arbeiten sonst wird das nichts.

Smartin schrieb:
Träume und Flausen hatten wir auch im Kopf. Nur hat das wenig mit Realität zu tun.
Und wieso gestehst du der GenZ nicht genau das gleiche zu ?

Smartin schrieb:
Ich habe nicht gesagt, dass GenZ scheiße ist.
Das Problem ist nicht GenZ, das Problem sind die Alten die ihren Kindern Jahrzehntelang eingetrichtert haben: "Du mußt studieren wenn du was werden willst"
Kein Wunder das GenZ keine Lust darauf hat körperlich im Handwerk zu arbeiten und sich kaputt zu machen, so wie wir Alten es denen madig gemacht haben.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Du mußt studieren wenn du was werden willst
Ich mit Ü40 gerade noch so ein millenial und auch wir haben das gehört, Ausbildung im Handwerk = Versager.
Smartin schrieb:
Als hätte man die Wehrpflichtigen/Zivildienstleistenden vor 20 Jahren gefragt, ob sie "Bock haben". "Spaß" hat das damals kaum jemandem gemacht.
An mir ist das zum glück vorbeigegangen andere haben da zähneknirschend ihre 8 Monate abgesessen und sind heute in einem Kriegsfall genauso nutzlos wie jemand der nie einen Dienst abgeleistet hat.

Das wünsche ich keinem wenn die BW ein Personalproblem hat dann muss eine lösung ohne zwang her.
 
Smartin schrieb:
Wenn man den GenZ zuhört, glaubt man, das alles ein Wunschkonzert sei. Pflicht, irgendetwas zu tun, das kennen sie gar nicht. Als hätte man die Wehrpflichtigen/Zivildienstleistenden vor 20 Jahren gefragt, ob sie "Bock haben". "Spaß" hat das damals kaum jemandem gemacht.
Hmm, der Post war eigentlich gar nicht verkehrt und du hast gut gezeigt, wie zerrissen man über das Thema sein kann. Aber dann hast du alles mit diesem einen Abschnitt versaut. Komplett.

Smartin schrieb:
Heute hat man den Eindruck, dass Jobwunsch eins Influencer ist. Und ich will das gar nicht bewerten
Ach, c'mon. Du bewertest es doch. Und zwar negativ. Es ist klar ersichtlich, dass du derlei Tätigkeiten nicht als echten Job ansiehst. Warum auch immer.
 
@Smartin Vergiss es, gegen die paar Idealsten hier kommst Du mit Fakten nicht an, die GenZ ist die beste der Welt und Schuld sind immer die anderen...
 
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