Wehrdienst/Zivildienst Pflicht zurück?

Das Geld spielt weniger eine Rolle als die (Arbeits)bedingungen.

Jedes Geld der Welt nützt einem nicht viel, wenn die (Arbeits)bedingungen nicht gut sind und man sich langfristig psychisch wie auch physisch kaputt macht.

Wenn man von der Attraktivität eines Berufes spricht, ist damit nicht nur das Geld gemeint.

Per Zwang einem Berufszweig Personal zuzuführen, weil die aktuellen Bedingungen nicht attraktiv genug sind, halte ich deshalb weder für sinnvoll noch für nachhaltig und für reine Symptombekämpfung.

Wie es in der Pflege abläuft, sollte am Besten allgemein bekannt sein. Arbeitszeit, Personalschlüssel, emotionale Belastung usw.
 
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Vigilant schrieb:
Wollen wir uns jetzt also spalten (lassen), oder zusammen den Hintern hoch bekommen, um gemeinsam die Dinge anpacken?
Auf Generationen bezogen nicht, aber jemand sprach hier zuvor die Rolle der Superreichen an. Da würde ich eine klare Spaltung begrüßen, bei der nicht mehr so viele Leute den Märchen der Reichen auf den Leim gehen. Da ist auch die Wurzel vielen Übels zu finden. Und genau da ist auch die Kohle zu finden, die wir als Gesellschaft brauchen. Gebt den Bürgergeld-Empfängern und Geringverdienern mehr Geld (höherer Mindestlohn), die geben das sofort aus und kurbeln die Wirtschaft an. Aber was passiert, wenn du milliardenschwere multinationale Konzerne entlastest? Die hauen trotzdem den nächsten Stellenabbau raus, zahlen den Vorständen fette Boni aus, welche dann für immer auf irgendwelchen Konten verschwinden und dem Wirtschaftskreislauf entzogen werden.

Mehr Gegenwind für solche Kollegen halte ich für dringend notwendig. Friede den Hütten, Krieg den Palästen.
 
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OdinHades schrieb:
Geringverdienern mehr Geld (höherer Mindestlohn)
Meines Erachtens nach auch nicht die Lösung. Dann kickt wieder die Lohn-Preis-Spirale und am ende des Tages ist keinem geholfen. Die Sozial Abgaben und Steuern müssen gesenkt werden und die resultierenden Löcher mit Geld aus der obersten Schicht gefüllt werden.
 
@OdinHades
Jup, das "Verteilungsproblem" ist eines gravierendsten Probleme unserer Zeit. Dagegen sind die Themen "Generationenvertrag" und Wehrdienst, um den es in diesem Thread primär geht, ein Fliegenschiss.

Zeigt aber auch vielleicht, wie komplex und verwoben die Herausforderungen dieser Zeit sind. Ein Fressen für Agitatoren, die wie Rattenfänger mit einfachen Lösungen und Parolen locken.
 
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Warum klappt es dann in Südkorea so gut?

Ich möchte mal sehen was die ganzen Wehrpflichtgegner hier machen, wenn der V-Fall eintritt und Deutschland mit seiner kleinen aktiven Armee überrannt wird. Dann sind wir froh um jeden der auch nur eine 6 monatige Grundausbildung gemacht hat.
 
1. Zwischen Deutschland und Russland gibt es noch Land, welches seitens Russland überquert werden muss.

2. Würde die NATO garantiert keine Däumchen drehen, wenn Deutschland von Russland angegriffen wird. Alleine alle direkten Nachbarn Deutschlands, die potentiell die nächsten Opfer wären.

Die russische Armee wird dann doch ein bisschen überbewertet.
 
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Skaiy schrieb:
1. Zwischen Deutschland und Russland gibt es noch Land, welches seitens Russland überquert werden muss.
Deutschland soll sich als ausruhen, andere Länder dürfen erstmal als Puffer herhalten? Die freuen sich sehr über diese Einstellung.

Skaiy schrieb:
2. Würde die NATO garantiert keine Däumchen drehen, wenn Deutschland von Russland angegriffen wird. Alleine alle direkten Nachbarn Deutschlands, die potentiell die nächsten Opfer wären.

alle Bündnisse haben eins gemeinsam, ihr Wert zeigt sich erst in der Zukunft.
Ist die Unterstützung der USA sicher, vor allem wenn sich die USA auf den Pazifik konzentrieren wird?

Welche Bündnisse kann es im 3. Weltkrieg auf Seiten Russlands geben? Wie lange kann europa und die europäische Rüstungsindustrie sich sich behaupten, wenn die Rohstoffe international nicht mehr gehandelt werden können?
 
Rote Rose schrieb:
Warum klappt es dann in Südkorea so gut?
Südkorea befindet sich im Krieg. Leicht andere Bedingungen.
Ergänzung ()

Rote Rose schrieb:
Die freuen sich sehr über diese Einstellung.
Die wissen das ganz genau. Ist halt nunmal geografische Realität. Und Deutschland dreht nicht Däumchen, Deutschland würde, mit der Berufsarmee natürlich unter stützen. Bzw tun es bereits.
 
Rote Rose schrieb:
Deutschland soll sich als ausruhen, andere Länder dürfen erstmal als Puffer herhalten? Die freuen sich sehr über diese Einstellung.
Strohmann.

Deutschland und die NATO hätten mehrere Tage/Monate Zeit, um auf einen potentiellen Angriff auf Deutschland zu reagieren. Wenn Putin genauso "erfolgreich" ist wie in der Ukraine, auch Jahre.

Zudem würde man es vorher beispielsweise mit Satellitenbilder erkennen, wenn Putin vor Estland, Lettland oder in Belarus vor Polen mobil machen würde. So wie es auch bei der Ukraine war.

Der Unterschied wäre, dass man diesmal wohl nicht davon ausgeht, dass Putin nicht angreift.

Gerade nach dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die Ukraine sind alle Augen auf Russland/Putin gerichtet.
 
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whtjimbo schrieb:
Es ist aber auch nicht so einfach, die schwarze Null hat heute aber etwas gutes für die junge Generation: das Land kann sich noch verschulden, ohne völlig pleite zu gehen.
Ah da ist wieder der Glaube mit, führt man ein Staat wie ein Unternehmen ist alles gut - nichts da.
All die Ökonomen darauf schwören, wollen nicht erkennen dass das für staatliche Ausgaben nicht funktioniert. Staatliche Investitionen gehen auch wieder an den Staat zurück, rbeitnehmer werden beschäftigt und man erhält Steuern. Die Rückführung passiert nicht schnell aber passiert. Gerade Japan zeigt, laut den Ökonomen hätte Japan schon längst zusammenbrechen müssen.

Wenn ein Staat nicht investiert sondern spart, dann kommt einiges ins Stocken.
Für die jungen Leute hat der schwarze Null Fetisch nichts gebracht. Der Grundgedanke dessen ist ja nicht verkehrt aber Geschenke für Klientel als auch unsinnige Bauprojekte hat das nicht gestoppt - im Gegenteil weil man solche fragwürdige Dinge unbedingt wollte, hat die schwarze Null wichtige Investitionen an anderer Stelle blockiert - siehe am Besten unsere Bahninfrastruktur.
Die wie manch andere Posaunen, mitnichten gabs so eine regelmäßige Unpünktlichkeit vor 20-30 Jahren!

Würde unseren Parteien einfach mal Probleme anpacken und deren Fraktion- und Wählergünsterei weglassen und auch unbequeme Dinge anpacken zugunsten der Allgemeinheit und des sozialen Gefüges, dann würde es auch besser werden aber das ist undenkbar.

Der AfD freuts und wir bauen eine super Infrastruktur auf für deren fragwürdiges Weltbild, Wehrpflicht, Chatzugriff, noch mehr Befugnisse für Überwachung und Polizei - ohja bereitet alles auf einen Silbertablett vor wenn eine rechte Partei früher oder später die Regierung stellen wird.
 
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Busfahrer werden auch immer gesucht!!! :D
 
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OdinHades schrieb:
Mehr Gegenwind für solche Kollegen halte ich für dringend notwendig. Friede den Hütten, Krieg den Palästen.
An dieser Stelle muß man indes auch ein wenig aufpassen.

Bei dem Ansatz, die Superreichen und Multikonzerne in die gesellschaftliche Pflicht zu nehmen, bin ich zu 110% bei dir.

Allein; solche Ansätze gehen in den Diskussionen schnell in die Richtung, 'die Reichen' oder 'die Besserverdiener' zur Kasse zu bitten - und das sind in der persönlichen Sicht vieler Menschen 'alle, die mehr haben als ich'.

Was sehr schnell recht unlustig werden kann.
 
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Absolut, wobei ich gerne bei Gewaltfreiheit in allen Belangen bleiben würde. "Krieg den Palästen" ist da wenig hilfreich.
OdinHades schrieb:
Friede den Hütten, Krieg den Palästen.

Relak schrieb:
Busfahrer werden auch immer gesucht!!!
Noch, bis zum autonomen ÖVP. Aber bis dahin ist ja noch etwas hin... wahrscheinlich...
 
knoxxi schrieb:
Ganz ehrlich? So voellig abwegig finde ich das nicht.
Unter gewissen Vorraussetzungen natuerlich:

  • Es muss fuer alle gelten
  • Betriebe muessen, mehr noch als Ausbildungsbetriebe, geprueft und ausgewaehlt sein
  • Es muss vernuenftig entlohnt werden (Wobei Bezahlungen die an die Bezahlungen von Fachkraeften heranreichen natuerlich unsinn sind)
  • Ein Betrieb der soeinen "Zivi" haben will muss verpflichtet sein - so er denn im Anschluss eine Ausbildung machen will - ihn als Azubi zu uebernehmen.
  • Die Dienstzeit wird auf eine Ausbildungsdauer angerechnet, auch wenn der Betrieb gewechselt wird.

Das ist was mir aus dem Stehgreif einfaellt, es gibt aber sicherlich ein paar mehr Punkte zu praezisieren.

Manche Menschen muss man zu ihrem Glueck zwingen, sozusagen. Oft wird die Moeglichkeit einen Ausbildungsberuf anzufangen voellig ignoriert, weil das heere Ziel des Studiums fuer viele das Mass aller Dinge ist.

Kenns ja selber. Ich hab zwei Jahre im Studium verschwendet. Ich habe mich aus dem familiaren Umfeld dazu breitschlagen lassen, dass man ja studieren geht. Und war dann alleine, als eh schon introvertierter Einzelgaenger mit Veranlagung zu ADHS in einem hochtheoretischen Hochschulstudium, was volle Kanne in die Hose gegangen ist.
 
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Ich werfe mal mal in die Runde das eine Frau in Deutschland 1,35 mal schwanger wird.
Üblicherweise unterliegt eine deutsche Frau, im Gegensatz zum Wehrpflichtigen, dabei keinem Zwang.
Manche Menschen muss man zu ihrem Glueck zwingen, sozusagen.
Und irgendwer entscheidet dann, was dieses Glück zu sein hat?
Ich hab zwei Jahre im Studium verschwendet....was volle Kanne in die Hose gegangen ist.
Da scheint mir das Problem eher darin zu liegen, dass das Scheitern eines Versuches überbewertet wird. Dein nächster Versuch war für dich passend, was interessiert es da noch, dass der erste gescheitert ist?
 
Capet schrieb:
Üblicherweise unterliegt eine deutsche Frau, im Gegensatz zum Wehrpflichtigen, dabei keinem Zwang.
Bis zu dieser Regelung war es in Deutschland aber ein langer Weg von 1956 (Wehrpflicht) über 1968 (GG-Ergänzung - "Kein Dienst von Frauen an der Waffe") und wurde erst fast ein halbes Jahrhundert nach Einführung der Wehrpflicht über den Rechtsweg in 2000 (EuGH) erstritten, nach dem sich auch Frauen freiwillig für den Dienst an der Waffe verpflichten können.

Heute lässt sich die übrigens nur "ruhende" Wehrpflicht nicht mehr einfach reaktivieren, weil sie sich mit den aktuellen und etablierten Grundsätzen für Gleichstellung und Teilhabe nicht mehr vereinbaren lässt.
 
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foofoobar schrieb:
Wenn die dafür Aufträge für gemeinnützige Einrichtungen für lau durchführen.
Hahahahaha 🤣🤣
Ergänzung ()

Ranayna schrieb:
Es muss vernuenftig entlohnt werden (Wobei Bezahlungen die an die Bezahlungen von Fachkraeften heranreichen natuerlich unsinn sind)
Die Entlohnung muss sich, meiner Meinung nach, an den 2600 Brutto orientieren, den ich bei der BW erhalte.
 
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