@Ranayna @knoxxi Ups, da habe ich mich tatsächlich verlesen. Danke für die Richtigstellung.
Ist dann aber an sich irgendwie schon ein krasser Eingriff, jemandem (es kann ja auch jemand sein, der sich nicht einfach drücken möchte, sondern wirklich ernsthaft im falschen Geschlecht fühlt) dieses Recht temporär zu entziehen. Man stelle sich mal vor, wie schlimm es für einen biologischen Mann, der sich als Frau fühlt und das auch ausleben möchte, sein muss, mit einem Haufen anderer (sich eher übertrieben maskulin verhaltender) Männer in einer Kompanie etc. zu sein.
Das ist einfach alles höchst widersprüchlich und inkonsequent. Ich würde nach wie vor annehmen, dass man da bestimmt rechtlich ganz gute Chancen haben dürfte, das anzufechten.
Naja, am Ende muss man wohl doch ins Exil. Wir liefern ja nicht mal Kriegsdienstverweigerer an die Ukraine aus. Ich denke, wenn man sich da frühzeitig absetzt, dürfte man ganz gute Karten haben in vielen Ländern.
Erkekjetter schrieb:
In Butscha wurde in Abwesenheit der ukrainischen Armee eine ethnische Säuberung vorgenommen. Deine Annahme, kein Krieg, keine toten Zivilisten hat im 2.WK nicht gestimmt, stimmte nicht im Kosovo, stimmt nicht in Gaza.
Glaubst du ernsthaft, hätte die Ukraine sich vorher ergeben, hätte es die Massaker trotzdem gegeben? Glaubst du auch, die USA wären in Vietnam damals so grausam vorgegangen, hätte sich der Gegner gleich zu Beginn ergeben? Ich will nicht sagen, dass man sich immer einfach ergeben sollte, aber deine Argumente taugen halt auch nicht, die These, dass eine Kapitulation zu keinen oder erheblich weniger Kriegsverbrechen führt, zu erschüttern.
Kriegsverbrechen entstehen oft aus Dynamiken, die sich aus dem kriegerischen Handeln, aus dem, was die Soldaten erleben, in welchem psychischen Zustand sie sind, ergeben. Man muss hier zwischen geplanten und ungeplanten Kriegsverbrechen sicher unterscheiden. Die Nazis hatten damals eine klare Ideologie, die andere als Untermenschen auswies und klar die Auslöschung der Juden sowie anders als unwert angesehen Lebens zum Gegenstand hatte.
So etwas existiert im Russland-Ukraine-Krieg nicht. Auch hier kommt es zu Kriegsverbrechen, so wie in fast jedem Krieg. Das ist trotzdem nicht die Regel und damit kann man trotzdem nicht begründen, besser in Guerilla-Manier bis zum Tod zu kämpfen, statt sich einfach zu ergeben oder besser noch (wenn möglich) zu flüchten, wenn kein militärischer Schutz durch die eigene Armee mehr besteht.
Erkekjetter schrieb:
Gut, das zeigt ja nun recht eindeuig wessen Geistes Kind du bist.
Dito:
Erkekjetter schrieb:
Deine Annahme, kein Krieg, keine toten Zivilisten hat im 2.WK nicht gestimmt, stimmte nicht im Kosovo, stimmt nicht in Gaza.
Die Hamas hat nicht unmittelbar kapituliert und die Geiseln freigelassen. Sie haben kein ernsthaftes Interesse gezeigt, den Kriegszustand zu beenden, haben stattdessen ihre eigene Bevölkerung teilweise als Schutzschild missbraucht. Hätten sie unmittelbar die Waffen niedergelegt und die Geiseln freigelassen, hätte es keine toten Zivilisten im Gaza-Streifen gegeben. So einfach ist es.
Des Weiteren sterben in jedem modernen Krieg auch Zivilisten, das ist leider in der Natur der Sache. Es sind auch etliche Zivilisten gestorben, als die Alliierten im 2WK Deutschland bombardiert haben. In Gaza hast du eine Bevölkerung, die mindestens so antisemitisch denkt wie die Bevölkerung in Deutschland damals und die kriegerische Handlungen gegen Israel mit überwiegender Mehrheit unterstützt. Also ganz schlechter Vergleich mMn.
Und mal noch so zum Abschluss (weil mir das jetzt hier auch zu viel Zeit frisst und ich denke, dass die Positionen eh verhärtet sind): Wer wirklich glaubt, der Russe stünde hier bald vor der Tür, der ist mMn auf nem ganz schrägen Trip.