Technisch gesehen muss man hier aber differenzieren. Ich möchte auch Recht und Ordnung innerhalb eines Staates haben und würde trotzdem nie auf die Idee kommen mir Bürgerwehrpflicht für Deutschland zu wünschen. Dafür haben wir hier einen ganzes Apparat aus Juristen und Polizisten, die diesen Aufgaben weitegehend auch gewachsen sind._killy_ schrieb:Das ist das "Not in my Backyard" Problem. Man möchte Frieden - man möchte aber nicht als Soldat zur Verfügung stehen um den Frieden zu sichern. (ist man militärisch stark - wird man nicht überfallen ...)
Wenn wir der Meinung sind wird müssten mehr für die Sicherheit unseres Landes tun, sollten wir den Job interessant machen und gut entlohnen. Das ist die gleiche Diskussion wie mit der Pflege, wir werden immer älter, brauchen im Alter oft Unterstützung, aber bezahlen wollen wir diese Jobs nicht entsprechend.
Die Frage an dieser Stelle ist, wie würde es hierzulande aussehen? Glaubst du wenn Österreich sich Bayern holen wollte, würden plötzlich alle Deutschen auf die Straße gehen, sich eine Mistgabel schnappen und in den Krieg ziehen? Wir leben nicht mehr im Mittelalter, die meisten Menschen wollen zwar Frieden, aber welcher Dickkopf da oben sitzt dürfte ihnen egal sein.Buttkiss schrieb:Selbst in der Ukraine, die ja tatsächlich um ihr Existenz fürchten muss, entziehen sich viele Menschen der Landesverteidigung.
Bei der Ukraine kommt es noch hinzu, dass ein großer Anteil der dort lebenden Menschen noch in der UdSSR aufgewachsen sein dürften. Für viele ist der jetzige Krieg mehr einem Bürgerkrieg gleichzusetzen, vor allem wenn es um die Gebiete geht die Russland zurück haben möchte.
Es sollte jedem frei überlassen sein ob er glaubt mit Gewehr und Blut ein Stückchen Erde verteidigen will oder sich lieber auf eine andere Regierung einlässt. Erzwungener "Patriotismus" bringt am Ende niemandem was, mir wäre ein Putin an der Macht jedenfalls auch lieber als eine Kugel im Kopf.
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