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NewsKI-Kennzeichnungspflicht: Was Nutzer von den KI-Labels erwarten können
Ab dem 2. August tritt die Kennzeichnungspflicht des „AI Act“ in Kraft. Dann muss markiert werden, ob veröffentlichte Texte, Bilder und Videos mit Assistenten wie ChatGPT, Claude, Gemini und Co. erstellt oder bearbeitet worden sind. Es existieren aber diverse Ausnahmen.
Wie sieht dann die Startseite von Nachrichtenseiten aus? zB hier?
Wo ist eigentlich die Grenze? Wenn man mit einem modernen Smartphone ein Foto macht, ist immer KI im Spiel.
Fragen über Fragen.
Könnte nochmal ein richtiger Schlag gegen das WWW werden, wenn dann nach dem Cookiebanner noch die KI-Hinweisbanner kommen.
Als Podcastliebhaber kräuseln sich mir schon die Fußnägel.
Generell spielt es für mich bei vielen (nicht allen) Punkten oft keine Rolle ob das jetzt von einer KI kommt oder von einem Menschen. Wenn die Infos korrekt sind, der Beitrag hilft, das Bild unterhält, das von der KI generierte Spiel Spaß macht oder was auch immer, dann erfüllt der Inhalt seinen Zweck und für mich ist alles fein.
Wenn bewusst getäuscht oder Fehlinformationen verbreitet werden, ist das was anderes. Aber genau da wird man diese Labels ja sowieso nicht finden.
Da werden sich so einige YouTuber oder Insta Dudes den Kopf dran einrennen. Freue mich schon darauf. Und wer sich vermutlich noch mehr freut, ist Kollege Solmeke
Super Sache! Bis zu dem Punkt, wo Leute ihre Inhalte nicht kennzeichnen und Leute gelernt haben, sich darauf zu verlassen. Man kann ja inzwischen kaum noch Artwork browsen. AI Filter ist schon an und es gibt immer noch Künstler, die ihre Werke nicht deklarieren. Das ist jetzt wenig bösartig. Aber wenn Leute dann den Inhalten, die kein Label tragen, mehr Vertrauen schenken und sie dann trotzdem KI generiert sind, kann das durchaus böse werden. Wird also interessant, wie gut sich das durchsetzt und wann der erste Vorfall passiert.
Freut mich aber, dass alles mögliche dann die die AI Generated Logos tragen müssen, damit man die Werke angemessen shamen kann.
Wobei man wohl auch in Zukunft gar nicht mehr daran vorbei kommt. Warten wir mal ab, wie sich die Medien entwickeln und wie viel Slop wir in Zukunft bekommen werden. Das Logo wird sowieso zum Default. So wie Fertigmischungen für die Bäckerei und Eisdiele.
Das wird ja sowas von nicht funktionieren. Bei der Menge an digitalem Abfall die da erstellt wird, das ist als ob jemand versucht Insekten eine Flugverbotszone zu erklären.
Nach der Definition müsste jedes Werbebild gelabelt werden 😅
Im Kern finde ich es aber gut, ein Wasserzeichen für alle Bilder/Videos die mit KI wesentlich verändert oder vollständig erstellt wurden, finde dieses "Sternchen" auch nicht störend.
So, wie ich das jetzt verstehe, wird hier zwischen zwei Arten der generierten Inhalte unterschieden: Einmal vollständig automatisiert, anhand von einem "Basis-Prompt", und ob man KI als Werkzeug benutzt, was an der Stelle auch bedeuten kann, dass man den Text im ganzen "inhaltlich" selbst schreibt, die KI aber zum ausformulieren nutzt und hier ist die Grenze leider wirklich sehr schnell fließend.
Selbst ein komplett mit ChatGPT generierter Text muss nicht gekennzeichnet werden, wenn am Ende eine redaktionelle Kontrolle stattfindet und eine Person für den Inhalt verantwortlich ist.
Redaktionelle Kontrolle heißt dann dass es irgendein Prakti einfach einmal durchliest bevor es veröffentlich wird, egal ob das korrekt ist was da drin steht weil man hat ja nicht die Zeit und auch nicht die Lust das alles nachzurecherchieren.
Und wer, wenn nicht KI, wird es perfekt fälschen können?
Es zeigt sich mehr und mehr, dass Schulen dringend schwerpunktmäßig Medienkompetenz unterrichten müssen. Ich werde auch immer unsicherer bei der eigenen.
Darum geht es doch nicht. Du kannst auch deinen Ausweis fälschen oder andere Straftaten begehen. Aber bislang war es ja überhaupt nicht rechtlich geregelt, DAS dieser Hinweis angezeigt werden muss. Ein Gesetzt bedeutet logischerweise nicht automatisch, dass es nicht gebrochen werden kann.
Redaktionelle Kontrolle heißt dann dass es irgendein Prakti einfach einmal durchliest bevor es veröffentlich wird, egal ob das korrekt ist was da drin steht weil man hat ja nicht die Zeit und auch nicht die Lust das alles nachzurecherchieren.
Du siehst das falsch. Du hast das KI-Label, wenn es automatisiert erstellt wird, und der Nutzer weiß dann, dass KI auch diverse Fehler / Halluzinationen machen kann.
Sobald das KI-Label fehlt, übernimmt ein Mensch oder eine Redaktion die Verantwortung für den Text. Heißt, wenn der Praktikant den Text abgesegnet und der Chef das so angeordnet hat, dann kannst du durchaus Ansprüche als Leser stellen.
Sagt dir ein LLM, es ist rechtlich okay, wenn du XYZ machst, dann bleibst du verantwortlich. Wenn dir das ein Rechtsanwalt sagt, egal, woher er die Info hat, dann ist der Rechtsanwalt dafür verantwortlich.
Ergänzung ()
Zertruemmerdog schrieb:
@Azeron du lässt noch 2 andere kis die redaktionelle kontrolle machen und dann geht der prakti rüber und sagt nach einfachem googlen "joo passt"
Ist ja auch vollkommen in Ordnung so. Aber das gilt ja auch so oder so - unabhängig ob man kI nutzt oder nicht bzw. wofür ist dann die Kennzeichnungspflicht? Mit der Kennzeichnung sag ich dann "Ja stand ja ist von KI ich bin nicht haftbar?"
Darum geht es doch nicht. Du kannst auch deinen Ausweis fälschen oder andere Straftaten begehen. Aber bislang war es ja überhaupt nicht rechtlich geregelt, DAS dieser Hinweis angezeigt werden muss. Ein Gesetzt bedeutet logischerweise nicht automatisch, dass es nicht gebrochen werden kann.
Das habe ich schon verstanden und ich finde es gut und richtig aber es kann natürlich nur ein Anfang und die Ausgangsbasis sein, sonst wird es wie bei so vielen Dingen wieder nur ein "wäre nett, wenn sich jemand daran hält".
Vor der Verantwortung kann man sich auch mit KI-Label nicht "schützen". Auch mit Kennzeichnung trägst du die Veranwortung für das was du veröffentlichst.
Sobald das KI-Label fehlt, übernimmt ein Mensch oder eine Redaktion die Verantwortung für den Text. Heißt, wenn der Praktikant den Text abgesegnet und der Chef das so angeordnet hat, dann kannst du durchaus Ansprüche als Leser stellen.
Klar, aber sein wir mal ehrlich, wo wird das groß so gehandhabt dass man sich da wirklich Mühe gibt? In der Realität will man schnell Artikel veröffentlichen, da wird das mit KI erstellt, einer liest drüber und segnet das somit ab dass man das KI-Label nicht braucht und fertig ist der Lachs. Da spielen die Ansprüche der Leser doch überhaupt keine Rolle.
Schau dir doch mal Gamestar an, oder die Giga-Seite. Da werden schon seit Jahren qualitativ minderwertige Artikel veröffentlicht und man schert sich dort überhaupt nicht auf die Ansprüche der Leser. Mit KI und einmal drüberlesen kann man nur noch mehr minderwertige Scheisse rausballern und dann auch noch ohne KI-Label weil ja jemand "drübergelesen und es abgesegnet" hat.
Ayo34 schrieb:
Sagt dir ein LLM, es ist rechtlich okay, wenn du XYZ machst, dann bleibst du verantwortlich. Wenn dir das ein Rechtsanwalt sagt, egal, woher er die Info hat, dann ist der Rechtsanwalt dafür verantwortlich.
Auch ohne KI kommt es immer wieder mal zu inhaltlichen Fehlern weil man da bereits nicht in der Lage war ordentlich zu recherchieren und auch da hat der Artikelschreiber die Verantwortung für übernommen.
Es ändert sich also im Grunde nichts außer dass die Texte jetzt eben die KI verfasst und man dann kein Label braucht weil wer drübergelesen hat und somit die Verantwortung übernimmt. Das selbe wie immer schon nur dass die Texte diesmal nicht vom Menschen sind und man somit noch mehr Müll veröffentlichen bzw. noch mehr Redakteure und damit Geld sparen kann.
Solange die Medienkompetenz mancher Erdenbewohner – vor allem der männlichen Fraktion – ungefähr auf Höhe des Nullmeridians dümpelt, bringt auch die beste KI-Kennzeichnung wenig bis gar nichts.
Erst kürzlich wieder ein offensichtlich KI-generiertes Video gesehen: Eine Blondine zieht sich einen imaginären Slip herunter, dazu der provokante Satz: „Traut sich wohl keiner, seine Telefonnummer in die Kommentare zu schreiben.“
Schnitt.
Darunter reihenweise Kommentare von Männern – inklusive ihrer Mobilfunknummern.
Aber klar, das eigentliche Problem ist natürlich die fehlende Kennzeichnung.
Ich hab mich auch schon gefragt, wie das CB selbst handhaben wird. Im Artikel wird ja erstmal grundsätzlich darauf eingegangen. Schon mal danke dafür @Andy.
Nur wie geht jetzt CB damit um? Schließlich wird hier auch immer wieder KI-Generierte Bilder z.B. genutzt (Beispiel 1, Beispiel 2). Wenn ein neuer Planet entdeckt wird, gibt es auch oft Bilder. Die werden dann oft als künstlerische Darstellung oder Symbolbild markiert, um zu vermeiden, dass es als echt angesehen wird. Hier wird der Urheber angegeben. Sieht also auf den ersten Blick wie ein menschliches Werk von der Kennzeichnung her aus, ist aber AI. Müsste man es Kennzeichnen? Ich denke eher nein, aber sollte man vielleicht dennoch?