Wehrdienst/Zivildienst Pflicht zurück?

xexex schrieb:
Nö! Beim Land was die meisten Kriege der Neuzeit auf dem Konto hat gibt es keine Wehrpflicht. Scheinbar bekommt man auch so genug Soldaten zusammen, obwohl dort häufiger Kriegseinsätze und das eigene Leben auf dem Spiel stehen.
Das liegt einfach daran, dass es dort für viele Menschen keine wirtschaftliche oder bildungstechnische Zukunft gibt. Nicht, weil die US Army so toll ist. Ajo, und die tgl Propaganda nicht zu vergessen

Kein erstrebenswertes Szenario mmn
 
xexex schrieb:
Freiheit kannst du hingegen überall auf der Welt haben, wieso gehst du nicht nach Australien, dort hast du wirkliche Freiheit ...

Na damit es hier so schön bleibt, braucht es Leute die nicht einfach nur Stolz auf ihre Geburt sind ;)
 
Corto schrieb:
braucht es Leute die nicht einfach nur Stolz auf ihre Geburt sind
Wie kommst du darauf, dass man hier geboren sein muss um sich mit dem Land zu identifizieren?
 
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Du hast doch "Stolz deutscher zu sein" als Grund genannt.

Wenn du damit die Staatsbürgerschaft und damit im Grunde die von mir genannten Punkte meinst, dann kannst du das aber nicht mit "nationalstolz wie z.b. Polen" vergleichen. Da musst du dich entscheiden.
 
Corto schrieb:
Wenn du damit die Staatsbürgerschaft und damit im Grunde die von mir genannten Punkte meinst,
Deutscher Staatsbürger wird man mit einem Antrag und einem Test, sofern der Wunsch dazu besteht. Umgekehrt werden in Deutschland jedes Jahr viele "Deutsche" auf die Welt kommen, die nicht einmal die deutsche Sprache als Muttersprache erlernen.

"Deutsch" zu sein und für Deutschland einzugestehen ist eine Mentalität und keine Geburtssache. Wenn man keinen Bezug zu Deutschland hat, wie sollte man da bereit sein Leben dafür aufs Spiel zu setzen? Die Wehrpflicht bekämpft doch nur die Symptome, einer fehlenden Identifizierung mit dem Land in dem man lebt.
 
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xexex schrieb:
Nö! Beim Land was die meisten Kriege der Neuzeit auf dem Konto hat gibt es keine Wehrpflicht. Scheinbar bekommt man auch so genug Soldaten zusammen, obwohl dort häufiger Kriegseinsätze und das eigene Leben auf dem Spiel stehen.

Die USA hatten noch bis kurz nach Vietnam Wehrpflicht. Und wie die meisten Länder besteht diese rein rechtlich noch und kann im Krisenfall aktiviert werden (ähnliich wie in Deutschland)

Man muss aber sagen das hier die Einberufung früher über eine Lotterie erfolgte.

Aber auch die USA fängt an Männer nun wieder zu erfassen
https://www.focus.de/politik/auslan...sst_ee13f1ad-cf0c-407a-b1a1-2b8f4490196b.html

Sollte es wirklich zu einem WK3 kommen, würde die USA sicher auch wieder die Wehrpflicht einführen, minds. um wieder Reserven zu haben, nach dem die Reservisten eingezogen werden.

Das ist eigentlich der Sinn einer Wehrpflicht, das man Reservisten bekommt, den Erstaufschlag werden immer die aktiven Soldaten machen (eben die beruflich oder zeitlich freiwillige Komponenten)

Generell haben die USA (bisher) keine Problem Soldaten zu finden. Der Beruf dort ist relativ gut bezahlt, für manche auch ein Weg zur Staatsbürgerschaft, Army or Jail usw. Und für viele staatliche Stellen ist es gut ein paar Jahre gdient zu haben. Daher ist eine unehrenhafte Entlassung dort z.B. quasi ein für immer ein Riegel für jegliche staatliche oder regierungsnahe jobs.

Zudem bekommt man dort man als in D. an Unterstützung im Sinne von Unterkunft PX usw.
 
Stovi schrieb:
Diktaturalltag in Nordkorea:
Nicht genug Trauer oder Demuth gegenüber der Führung gezeigt.
Man wird hingerichtet indem man von Hunden zerfleischt oder vor eine Kanone gestellt wird.

Eingeschlafen während der große Führer eine Rede hält.
Zum Bsp. Kinder dürfen an dir ausprobieren, wie es ist einen Menschen zu erschießen.
Kannst du für diese Behauptungen auch Quellen liefern, oder sind das Geschichten vom Stammtisch im Paulanergarten?
 
Früher gab es noch eine Wehrpflicht und jeder in der Bundesrepublik war sich bewusst, dass es jederzeit zu einem Angriff der UDSSR kommen konnte und wir haben uns gegen die ganzen Proteste die nukleare Teilhabe durchgesetzt womit wir schon einen riesigen Beitrag zum Frieden beigetragen haben.

Da finde ich es daneben hier noch zu fragen, ob wir im Alter noch dienen würden.
 
Alphanerd schrieb:
Ajo, und die tgl Propaganda nicht zu vergessen
Die verganmgenen Leistungen deutscher Armeen zu glorifizieren hat einfach einen sehr seltsamen Beigeschmack.
Da haben die USA und sogar Russland deutlich bessere Karten ... auch weil russische und amerikanische Armeen geholfen haben, deutsche Armeen zu schlagen.

Propaganda pro Militär kannst du in Deutschland vergessen ... das triggert hier eher einen Shitstorm im Netz, als einen Sturm auf die Rekkrutierungsstellen (auch starker Andrang zur Armee wird hier kritisch gesehen ... Kriegsbegeisterung sowieso).
Ausserdem würde solche Prpopaganda in Deutschland definitiv die Falschen anlocken.
Da versucht man's lieber mit seichter Fernsehunterhaltung ... aber ich glaube, dass das auch nicht so zieht.
 
Rote Rose schrieb:
Da finde ich es daneben hier noch zu fragen, ob wir im Alter noch dienen würden.
Du hast dein land noch nie im krieg verteidigt, erzählst das blaue vom Himmel, erwartest, dass andere ggf. Auch für deine Freiheit in den Krieg ziehen, aber findest es vermessen, wenn man findet, dass du genauso bei der Landesverteidigung eingesetzt gehörst wie jeder andere? Zumal du bereits ein friedliches erfülltes leben hattest im Gegensatz zum 20 Jährigen wehrpflichtigen?

Doppelmoral vom feinsten
 
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Die Bundeswehr legt schon gut, insbesondere mit tollen ergreifenden Dokus auf YouTube und Kurzvideos auf TikTok.

Auch der gamescom stand ist positiv hervorzuheben. Ich würde mir da mehr Innovationen wünschen.

Zum Beispiel ähnlich wie Americas Army Werbung durch ein Computerspiel. Dann eben Fokus auf Drohnenaufklärung oder ähnlich. Mit einem Ego-Shooter lockt man heute niemanden mehr hervor, anders als in den 2000ern.
 
DerOlf schrieb:
Propaganda pro Militär kannst du in Deutschland vergessen ...
Es ist ja nicht nur die Propaganda pro Militär.

Es gibt mwn nach nicht viele Länder auf der Welt (demokratische noch weniger), wo man morgens die KInder einen Eid auf die Flagge schwören lässt. Ist eher so ein Nordkorea Ding. Und ein amerikanisches.
 
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Löschknecht schrieb:
Sollte es wirklich zu einem WK3 kommen, würde die USA sicher auch wieder die Wehrpflicht einführen
Sollte es zu einem Weltkrieg kommen, werden die Menschen auf diesem Planeten schneller ausgelöscht sein, als jemand bemustert werden kann.

Löschknecht schrieb:
Der Beruf dort ist relativ gut bezahlt, für manche auch ein Weg zur Staatsbürgerschaft, Army or Jail usw. Und für viele staatliche Stellen ist es gut ein paar Jahre gdient zu haben. Daher ist eine unehrenhafte Entlassung dort z.B. quasi ein für immer ein Riegel für jegliche staatliche oder regierungsnahe jobs. Zudem bekommt man dort man als in D. an Unterstützung im Sinne von Unterkunft PX usw.
Ist mir bekannt und deshalb habe ich es auch angemerkt, wir haben erst vor 5 Jahren geschafft den Soldaten kostenlose Bahntickets zu spendieren. Wenn man mehr Menschen haben möchte die den Beruf ausüben, sollte man entsprechende Benefits verteilen.

Kostenloser Führerschein für alle die möchten - würde den Bund praktisch nichts kosten, den Soldaten aber schlappe 3000-4000€ in jungen Jahren ersparen.

Wohnungsberechtigungsschein für alle Soldaten - würde ebenfalls kaum Kosten verursachen und allen einen einfacheren Einstieg ins selbständige Leben ermöglichen.

Medizinische Versorgung - zumindest zu meiner Dienstzeit waren dort Zahnarztbesuche immer kostenlos und es wurden sämtliche Kosten gedeckt und nicht nur ein geringer Prozentsatz.

Karrieremöglichkeiten nach dem Dienst - zumindest bei den öffentlichen Stellen sollte man Soldaten bevorzugt behandeln oder gar Quoten für späteren Dienst bei der Polizei, BND oder ähnlichen Stellen einführen.

Rentenzuschläge wären genauso ein Thema, wie die Streichung der Pflegeversicherung für Soldaten die dem Land gedient haben. Da könnte sich da jeder überlegen ob er lieber ein paar Jahre zur Bundeswehr geht und dort dem Staat dient oder das ganze Berufsleben hinweg für eine Pflegeversicherung zahlt.

In der freien Wirtschaft wirst du heute mit Benefits zugeschüttet und damit muss die Bundeswehr konkurrieren, für viele ist es nun mal nur ein Job. Da ist in meinen Augen noch viel Luft nach oben ohne Menschen zwangsrekrutieren zu müssen. Statt drei Jahre bei der Bundeswehr zu verbringen, kannst du auch in der Zeit Berufserfahrung sammeln und stehst im späteren Leben mit einem anderen Gehalt da.
 
xexex schrieb:
wir haben erst vor 5 Jahren geschafft den Soldaten kostenlose Bahntickets zu spendieren
Komisch, als ich vor 30+ Jahren gedient habe, durgfte ich die Bahn kostenlos nutzen.....
xexex schrieb:
Kostenloser Führerschein für alle die möchten
Hast du beim Bund aufgrund deines Tätigkeit einen Bundeswehrführerschein brauchtest, hast du ihn für umsonst gemacht und darfst diesen, gegen eine kleine Unkostenpauschale, auf Zivilrecht/Führerschein umschreiben lassen. Das ist mehr, als die Wirtschaft leistet, die könnte auch jede Menge Führerscheine bezahlen. Dort fordert es aber keiner und findet keiner schlimm, dass einfach alle Bwerber ohne abgelehnt werden, Skandal?
xexex schrieb:
Wohnungsberechtigungsschein für alle Soldaten
Wenn du beim Bund weniger verdienst, als dieser Berechtigungsschein als Gehaltsobergrenze vorsieht, kannst du ihn beantragen. Ansonsten kostenlose Unterkunft gibt es beim Bund auch.
xexex schrieb:
Medizinische Versorgung
An der freien Heilsfürsorge wurde nichts geändert, soweit mir bekannt. Also sind ALLE Leistungen der BW in Gesundheitsfragen umsonst.
xexex schrieb:
Du bekommst die Sozialrente nach deinem Verdienst angerechnet bzw, zahlt der Bund nach dem Dienst die Beträge für die Rente nach. Ja, aufgrund des niedrigen Bruttos wäre eine Anpassung/Erhöhung sinnvoll. Andererseits wurden wir darüber informiert, dass man doch bitte die Rentenlücke aufgrund des hohen Nettos aus privaten Mitteln schließen sollte.
xexex schrieb:
Statt drei Jahre bei der Bundeswehr zu verbringen, kannst du auch in der Zeit Berufserfahrung sammeln
Die Dienstjahre mussten bei mir mit in die Praxiserfahrung, da mein Einsatz Berufsnah erfolgte und daher als Praxis gezählt wurde. Ich habe dadurch aber nie mehr Gehalt bekommen, da die Firma Tarifgebunden bezahlt hat. Und in dem Bereich zählt die allgemeine Berufspraxis nicht mehr viel.
 
Erkekjetter schrieb:
Du hast dein land noch nie im krieg verteidigt,
Das es dazu zum Glück nicht gekommen ist ein kollektiver Verdienst einer ganzen Generation über mehrere Länder hinweg, die gemeinsam durch die MAD-Doktrin einen dritten Weltkrieg maßgeblich verhindert haben.
 
Ich habe in den 90ern den "Kriegsdienst" verweigert. In Anfuehrungszeichen, denn Dienst ist es nur, wenn man dient und der Soldat dient niemandem. Im Gegensatz zu vielen Kumpels habe ich aus Überzeugung verweigert. Soll hier gar nicht weiter erörtert werden.
Ich sehe die zunehmende Werbung der Bundeswehr kritisch, es wird Action und Abenteuer angepriesen und suggeriert, Soldat ist ein Beruf wie jeder andere. Muss ich nicht ausfuehren, ist es nicht. Soldaten müssen auf Befehl töten. Und kommt mir nicht mit technischen Berufen, internationalen Hilfseinsaetzen oder guten Studienmöglichkeiten beim Bund. Das ist alles schön und gut, aber Kerngeschäft der Armee ist der Krieg, das bedeutet definierte Feinde gewaltsamm und brutal physisch zu zerstören zu versuchen. Sollten Menschen sowas tun?

Ja mir ist klar, Pazifismus ist in dieser Welt keine pragmatische Haltung. Andererseits, wenn sich trotz dieser Erkenntnis der ueberwiegende Teil der Menschen zu dieser Haltung entschließen könnte, wäre die Welt vielleicht eine andere. Der Spruch "Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin" ist naiv, aber das Gedankenexperiment funktioniert. Wenn niemand eine Waffe in die Hand nimmt, weil das einfach ein Tabu ist, dann wird auch niemand erschossen. Am Ende ist es eine individuelle Entscheidung. Und ja, ich bin auch froh, dass mein Pazifismus noch nicht auf die Probe gestellt wurde.
 
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Samurai76 schrieb:
Komisch, als ich vor 30+ Jahren gedient habe, durgfte ich die Bahn kostenlos nutzen.....
Seltsam, denn es wurde erst Ende 2020 eingeführt.
https://www.bundeswehr.de/de/meldungen/freie-bahnfahrt-soldatinnen-soldaten-regional-3045024

Samurai76 schrieb:
Hast du beim Bund aufgrund deines Tätigkeit einen Bundeswehrführerschein brauchtest,
Wurden dafür Menschen vorgezogen die schon einen Führerschein hatten. Es geht um grundsätzliche Benefits und nicht was wäre wenn, du dich für einen speziellen Truppenteil bewirbst.

Samurai76 schrieb:
Wenn du beim Bund weniger verdienst, als dieser Berechtigungsschein als Gehaltsobergrenze vorsieht, kannst du ihn beantragen. Ansonsten kostenlose Unterkunft gibt es beim Bund auch.
Genau! Du kannst doch umsonst in einem Viererzimmer in der Kaserne wohnen, da reißt man sich doch als Jugendlicher bestimmt drum oder?
 
DerOlf schrieb:
Kriegsbegeisterung sowieso
Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, dass die Allierten uns damals die "Kriegbegeisterung" gehoerig rausgepruegelt haben.
Und uns dann auch nicht wie eine heisse Kartoffel fallengelassen haben, wie es die Amis seit dem zweiten Weltkrieg leider vermehrt anderswo gemacht haben.

xexex schrieb:
Seltsam, denn es wurde erst Ende 2020 eingeführt.
War ja selber nicht beim Bund und habe Zivildienst gemacht, Anfang der 2000er.
Gabs damals nicht eine Regelung fuer Nachhausefahrten am Wochenende, wo man zumindest ein paarmal im Jahr kostenlos die Bahn nutzen durfte? Mir liegt da was an dass damals ein paar Kumpel diese Regelung genutzt haben.
Fuer Zivis die weiter weg von Zuhause waren gabs da auch was wenn ich es noch richtig im Kopf habe.
 
Ranayna schrieb:
Gabs damals nicht eine Regelung fuer Nachhausefahrten am Wochenende, wo man zumindest ein paarmal im Jahr kostenlos die Bahn nutzen durfte?
Im Detail ist mir das nicht bekannt, zu meiner Wehrdienstzeit musste ich mit dem Auto pendeln. Google sagt, als SAZ bekam man vor der Reform zumindest eine Bahncard 25 geschenkt, juhuuuu. Ist aber letztlich Geschichte, diesen Benefit hat man als Soldat jetzt, auch wenn es "nur" für Fahrten in Uniform gilt.
 
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