Wehrdienst/Zivildienst Pflicht zurück?

OdinHades schrieb:
Und ist ein "Zurückgeben zur Gesellschaft" per se und immer gut, ob unter Zwang oder nicht?
Solange der Zwang nicht unverhältnismäßig stark ist, begrüße ich eine Gesellschaft in der weniger Ellenbogen und mehr Zusammenhalt herrscht.

Löschknecht schrieb:
Disziplin ergibt scih von selbst weil es anders nicht funktioniert.
Womit erklärst du dir dann den aktuellen Zustand in Deutschland? Industrie, PISA Ergebnisse und so weiter?

Löschknecht schrieb:
Verantwortungesfühl braucht man nicht da alles befohlen wird.
Verantwortung heißt auch Befehle zu befolgen, deren Sinn sich einen nicht erschließt und die erst im ganzen einen Sinn ergeben.
Löschknecht schrieb:
Soldaten sind ganz normale Menschen und keine überdisziplinierten die das 24/7 leben.
Spricht nicht gegen eine Wehrpflicht.
 
Ich bezweifle stark, dass etwas wie Zusammenhalt verordnet werden kann.
 
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Rote Rose schrieb:
Industrie, PISA Ergebnisse und so weiter?
Schlechte politische Führung?
  • Lehrermangel
  • Digitalisierung verpennt
  • Bürokratiemonster
  • Investitionen in Infrastruktur ausgeblieben
  • Hohe Energiepreise, durch Abhängigkeit von Putin

Muss ich noch mehr aufzählen?
 
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Rote Rose schrieb:
Spricht nicht gegen eine Wehrpflicht.

Braucht es auch nicht, da wir bereits eine Wehrpflicht haben.

Verantwortung heißt auch Befehle zu befolgen, deren Sinn sich einen nicht erschließt und die erst im ganzen einen Sinn ergeben.
Im Gegenteil es gibt Befehle die befolgt werden dürfen und Befehle nach denen man sich beschweren kann.


Wie gesagt das ganze Zeug mit "Dispzliin" usw. kommt meist von Leuten die von der Bw keine Ahnung haben.
Die meisten gehen aus ganz pragmatischen Gründen zur Bw:

  • sicherer Job für Zeitraum X
  • Unterkunft und Essen inkluive (in der Regel bis 25)
  • einigermaßen guter Verdienst (vor allem in der Mannschaftslaufbahn für ungelernte)
  • Berufliche Weiterentwicklung im Fachdienst
  • Körperliche Herrausforderung usw.

Mit dem Soldatenberuf an sich wird sich kaum beschäftigt, das war bis zum Krieg in der Ukraine vor allem der Auslandsinsatz und die heimatferne Verwendung. Heute ist es nur noch letzters mit dem man auskommen muss da die Auslandseinsätze weniger werden (die Ostflanke in Litauen ist kein Einsatz im eigentlichen Sinne)

Hätte die Bw auch gerne anders aber so ist es nun mal.


Den Freiwilligen Wehrdienst (den es früher auch schon gab) nutzen schon heute Menschen die scih die Bw mal anchauen wollen oder zur Überbrückung (Ausbildung, Studium oder ähnliches)

Der Anteil "Ich tu was für mein Land" ist sehr gering, zudem muss man da heute aufpassen das man da nicht gleich in die blaue Ecke gestellt wird.
Meist sind das auch solche die dann schon jenseits des Kasernenzauns beim ersten Marsch zussammenbrechen.

Alle anderen werden in der Grundausbildung eben soweit erzogen und ausgebildet
 
Hallo

Rote Rose schrieb:
Verantwortung heißt auch Befehle zu befolgen, deren Sinn sich einen nicht erschließt und die erst im ganzen einen Sinn ergeben.
Falsch, es ist genau anders herum, Befehle befolgen (vor allem die deren Sinn man nicht erkennt) erfordert Unterwürfigkeit und Gehorsam.
Verantwortung muss derjenige übernehmen der die Befehle gibt und zwar die Verantwortung für seine Befehle und für die denen er befiehlt.
Die geringste Verantwortung hat der der in der Hierarchie unten steht und die größte Verantwortung hat der der in der Hierarchie oben steht.

Rote Rose schrieb:
Womit erklärst du dir dann den aktuellen Zustand in Deutschland?
Mit schlechter Führung bzw. schlechten Entscheidungen und nicht mit mangelnder Disziplin, man kann diszipliniert auch etwas falsch machen.
Etwas diszipliniert zu machen bedeutet nicht zwangsweise das man etwas richtig macht, Disziplin ist kein Garant dafür etwas richtig zu machen.

Grüße Tomi
 
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OdinHades schrieb:
Zusammenhalt verordnet werden kann
Soldatengesetz: Pflicht zur Kameradschaft.

Bezüglich Disziplin: mMn wird dies selbstverständlich bei der BW vermittelt und gelebt. Musst halt antreten und xy machen auf Befehl zu für den "Normalo" wohl eher unethischen Frühzeiten:D
Spindordnung, Sauberkeit etc.

Daheim kannst diese Sachen mal chilliger angehen....im Zug werden du und auch deine Kameraden dafür "bluten". Die ein oder andere extra Schicht/Runde ist gewiss;)

MfG, R++
 
R++ schrieb:
Soldatengesetz: Pflicht zur Kameradschaft.
Ich konnte den scheiß zu meiner Zeit nich mehr hören. Das Wort "Kameradenschwein" wurde da inflationär in den Raum geworfen und das vor allem von Leuten, die besonders negativ hinsichtlich Nazi-Brauchtum oder Sauforgien auffielen.

Ich war bei der BW zum ersten Mal in meinem Leben massiv mit (Möchtegern-)Nazis konfrontiert, die, wenn man nicht mitzog, mit "Kameradenschwein" argumentierten. Da ich nicht weiter auffallen und anecken wollte, hab ich das mit "deal with it" ertragen, aber mitgemacht hab ich da nirgends (dann war ich halt ein "Kameradenschwein"). Mit 18 ist man halt noch nicht in allen Bereichen seiner Identität gefestigt und ich konnte mit so einer Situation gar nicht richtig umgehen. Politik ging mir zu der Zeit eigentlich komplett am Arsch vorbei. Sowas gabs auch zu DDR-Zeiten im öffentlichen Raum und auch später nach der Wende bei uns am Gymnasium einfach nicht. Und dann stehst du da in der Stube mit lauter Leuten, die dir erzählen wollen, dass alle Ausländer Kanacken sind und zusammen mit den Juden gefälligst verbrannt oder vergast gehören, und das auch noch schön musikalisch mit entsprechender Mucke untermalt :<.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist wieder Märchenstunde? Sowas löst man mit einer Meldung an den Kompaniechef. der informiert die zivilen Behörden und den MAD und dann hat sich das Spielchen ganz schnell ausgespielt. Hat auch nichts mit Petzen zu tun sondern ist auch eine Pflicht aus dem SG.
Wenn der Chef nix macht, geht man eben eine Ebene höher. Hier rmuss zwingend ermittelt werden und meist kommt dann einiges ans Licht weil die meist schon öfter aufgefallen sind.

Das dies funktioniert und geehandet wird liest man regelmäßig im Wehrbeauftrageten Bericht. Die Bw duldet vllt eniges, aber bei sowas was gegen die freiheitliche demokratiscche Grundordnung geht wird man ganz schnell aus dem Dienstverhältnis entfernt.
Mein damaliger Chef verstand da null Spaß. Der hat einen Zeitsoldat im 2. Dienstjahr entfernen lassen, weil dieser einen gewissen Bart eines Herren aus Österreich angedeutet hat.

Kam dann richtig gut für denjenigen. Job weg von jetzt auf gleich, soweit ich weiß wurde er dann sogar obdachlos weil er komplett abgestürzt ist.

Und wer sich nicht in die Gemienschaft einfügen will oder solche mit diesen Äußerungen nicht meldet, macht es nicht besser als diese.
Kameradschaft heißt auch für andere einstehen und zussammenarbeiten auch wenn man sich vllt nicht mag. (jetzt von Nazis abgesehen)

Ansonsten ist an dem Wort Kamerad nicht viel dran, das war früher einfach mal ein Zimmergenosse. Leider wird es eben auch von Rechten Gruppen missbraucht, die kein ernsthafter BW Soldat nur ansatzweise als Kamerad bezeichen würde.

Das ganze ist sowieso kein Problem der BW. Schlimmeres habe ich bei Feuerwehrn gesehen oder bei Polizisten.
Generell ziehen Uniformen, Waffen usw. eben solche an.
 
Ich war 97-98 für 9 Monate beim Wehrdienst, etwas südlich von Potsdam (Brück). Von Nazitum, rechtem Gehabe und großen Sauforgien kann ich aus der Zeit auch nicht berichten.
 
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Löschknecht schrieb:
Sowas löst man mit einer Meldung an den Kompaniechef.
Der war doch selber ein verkappter "Reichsbürger". Das erste, was der von uns verlangte, war, dass wir entgegen der Dienstvorschrift die Grundstellung ändern sollten, so wie man das wahrscheinlich in der Wehrmacht oder bei den Preußen gemacht hat. Und klar, als junger Wehrpflichtiger, der kein Plan von nix hat, legst du dich gleich mal mit dem halben Zug an. Mit Märchenstunde hat das nix zu tun, oder glaubst du, ich hab mir das eingebildet?
 
Während meiner 9-monatigen Bundeswehrzeit Anfang der 2000er Jahre war ich in der Burgwaldkaserne in Frankenberg (Eder) stationiert. Wenn ich daran zurückdenke, kann ich mich (glücklicherweise) nicht daran erinnern, dass dort (mehrere) Menschen mit einer rechten Gesinnung gewesen sind. Muss aber nix heißen.

Die allgemeine Wehrpflicht (für Männer und Frauen) bzw. einen Ersatzdienst (für Männer und Frauen) würde ich mir auch zurückwünschen. Leider merkt man, dass die Generation Z viele Dinge als gegeben ansehen, die durch vorherige Generationen durch Fleiß und Verantwortungsbewusstsein erst überhaupt möglich gemacht wurden. Ein wenig mehr Disziplin und die Erkenntnis, dass nicht immer alles selbstverständlich ist, würde der Generation Z ganz gut tun. Dafür finde ich die Wehrpflicht bzw. ein Ersatzdienst ganz sinnvoll.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Falsch, es ist genau anders herum, Befehle befolgen (vor allem die deren Sinn man nicht erkennt) erfordert Unterwürfigkeit und Gehorsam.
Verantwortung muss derjenige übernehmen der die Befehle gibt und zwar die Verantwortung für seine Befehle und für die denen er befiehlt.
Die geringste Verantwortung hat der der in der Hierarchie unten steht und die größte Verantwortung hat der der in der Hierarchie oben steht.
bei manchen Sachen verstehe ich Dich, aber hier merke ich dass Du doch in einer gewissen Blase steckst, und auch nicht beim Bund warst

nein, Befehle befolgt man weil man an etwas glaubt, das verteidigt werden muss
Deine Heimat, Deine Kameraden und auch Dein Vorgesetzter glauben auch an Dich, dass Du sie nicht in Stich lässt, das hat nichts mit Unterwürfigkeit zu tun
 
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Bei uns gab es damals auch keine Nazi-Probleme. Gesoffen wurde aber viel.

Befehle verweigern ist erlaubt, wenn man bei Befehlsausübung eine Straftat begehen würde. Alles blind befolgen soll und muss man als Soldat nicht.
 
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Wie gesagt, die Bw ist/war ein Spiegelbild der Gesellschaft und da gibt/gab es dann eben auch sowas. Aber geduldet wird/wurde es nie.
qiller schrieb:
Der war doch selber ein verkappter "Reichsbürger". Das erste, was der von uns verlangte, war, dass wir entgegen der Dienstvorschrift die Grundstellung ändern sollten,

Dann meldet man das dem nächst höheren Vorgesetzen. Aber deine Märchenstunde wird immer besser. Erst ist der halbe Zug ein Nazi nun der Chef ein Reichsbürger.

Auch der Chef hat einen Vorgesetzen, es gibt vorgeschriebene Dienstaufsicht durch den Kommandeur usw.
Und man kann annyom eine Eingabe an den Wehrbeauftragten machen.

Wenn man das nicht meldet macht man sich genauso mit schuldig. Man kann auch den MAD vertraulich anrufen usw.

Die Bw ist sehr sensibel was das Thema Rechtsextremismus angeht. Keiner der was auf sich hält wird seine Karriere aufs Spiel setzen und das irgendwie dulden oder vertuschen. Einzelfälle gibt es wieder aber wohl kaum einen halben Zug.

In unserer Nachbarkompanie musste der Chef gehen weil im Zuge der "Wehrmachtsdevontailen bei der Bw" Aktion ein Bild von GFM Rommel in seinem Büro hing. Das Rommel im Widerstand war spielte da keine Rolle.


Befehle verweigern ist erlaubt, wenn man bei Befehlsausübung eine Straftat begehen würde. Alles blind befolgen soll und muss man als Soldat nicht.

Das ist nicht ganz richtig. Es gibt Befehle die erst mal verbindlich Sinn obwohl man da auch gegen etas verstößt, diese sind zu befolgen und man kann sich im Nachhinein beschweren.
Beispiel ist z.B. der Fahrlehrer der befiehlt schneller zu fahren. . Oder man befiehlt eine Ordnungswidrrigkeit
Das müsste man erst mal befolgen und sich im Nachinhein beschwern.

Das alles ist nicht ganz so einfach. Klar sind natürlich so Sachen wie Kriegsgefangene erschießen, Diebstahl usw.

Sonst eigentlich ganz einfach. Befehle müssen immer einen Dienstlichen Zweck haben, zumutbar sein und nicht gegen die Menschenwürde verstoßen.

Grob kann man sagen was kein dienstlicher Zweck ist muss ausgeführt werden mit anschließender Beschwerde.

Alles was gegen die Menschenwürde oder Gesetze verstößt muss in der Regel verweigert werden.

Ganz so einfach ist das immer nicht. I
 
Orcon schrieb:
War es ein Paulaner zu viel im Garten, oder gibt es auch Belege für diese Behauptungen aus deiner Dienstzeit? I

Wie gesagt ich gehe ja bei vielen mit. Aber ein angeblicher ganzer Zug aus N... und Dienstgrade bis hoch zum Chef die das dulden, erscheint mir sehr unglaubwürdig.

Wie schon erwähnt reicht da eine einzige Meldung und dann sind die "Kameraden" schneller draußen (am besten noch mit Zivilen Ärger) als Sie schauen können..
Das geht wirklich innerhalb von 1 bis 2 TAgen in so einem Fall gerade in der Wehrpflicht.
 
Hallo

whtjimbo schrieb:
bei manchen Sachen verstehe ich Dich, aber hier merke ich dass Du doch in einer gewissen Blase steckst, und auch nicht beim Bund warst
Das ist richtig, wir stecken alle in einer gewissen Blase und ich war nicht bei der deutschen Bundeswehr.

whtjimbo schrieb:
Ich war in meiner Heimat in der Armee.

whtjimbo schrieb:
nein, Befehle befolgt man weil man an etwas glaubt, das verteidigt werden muss
Das gilt für viele die freiwillig in der Armee sind, das gilt aber nur für wenige Wehrpflichtige.
Und genau deswegen bin ich gegen eine Wehrpflicht und für eine Armee von Freiwilligen.

Grüße Tomi
 
Tomislav2007 schrieb:
Ich war in meiner Heimat in der Armee.
weisst Du, das stimmt mich wirklich traurig, Du bist doch jemand der in DE doch gerne und schon lange lebt, gut vom System DE profitiert, und dennoch betrachtest Du Deutschland also nicht als Deine Heimat, wirklich schade
 
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Orcon schrieb:
oder gibt es auch Belege für diese Behauptungen aus deiner Dienstzeit?
Klar, ich hab vor 30 Jahren bei der Ansprache des Kompanieführers beim morgendlichen Apell natürlich ein verstecktes Aufnahmegerät in der Hosentasche gehabt und natürlich digitalisiert hier jetzt parat. /ironie

Sry, aber was sollen solche dümmlichen Fragen? Aber ich muss mich hier nicht rechtfertigen. Mein Standpunkt zur Dienstpflicht hatte ich ja schon weiter vorn ausgeführt.
 
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qiller schrieb:
Sry, aber was sollen solche dümmlichen Fragen? Aber ich muss mich hier nicht rechtfertigen. Mein Standpunkt zur Dienstpflicht hatte ich ja schon weiter vorn ausgeführt.

Dann lass solche Räuberpistolen einfach wenn du diese nicht beweisen kannst. Und wenn sie wahr sein sollten, bist durch dein nichtstun auch nicht besser gewesen. Darrüber sollte es auch Unterricht gegeben haben.

Deine "Erlebnisse" sind einfach dermaßen unglaubwürdig, das dies nie so stattgefunden haben können.
 
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