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Doch. Tesla ist z.B. mit Ryzen bestückt.Chrissssss schrieb:Hat hier rein gar nichts mit AMD zutun, weil es hier um eine Produktsparte geht, die AMD gar nicht im Portfolio hat.
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Doch. Tesla ist z.B. mit Ryzen bestückt.Chrissssss schrieb:Hat hier rein gar nichts mit AMD zutun, weil es hier um eine Produktsparte geht, die AMD gar nicht im Portfolio hat.
Sind Rackscale-Lösungen aus einem Haus denn automatisch so viel besser im Vergleich zu Produkten, die ein Unternehmen einen Schritt weiter in der Wertschöpfungskette mit Intel-CPUs aufbaut?stefan92x schrieb:Angesichts von Intels Problemen mit GPUs würde ein Verkauf der Netzwerksparte bedeuten, dass Intel nur noch CPUs anbieten könnte. Man wäre aus dem Markt als Systemanbieter komplett raus und würde endgültig nur noch Nischen beliefern können (denn "ich verkaufe CPUs" wird eine Nische werden im Datacenter).
Bei uns gibt es im Konzern eine "Restrukturierung" nach der nächsten. Bevor ein Programm überhaupt abgeschlossen ist, folgt schon das nächste. Oft wird mit Abfindungen geworben, die aber immer nur die "Indianer" annehmen (also die am unteren Glied der Nahrungskette, vor allem in der Entwicklungsabteilung), weil die Abfindungssumme nach oben gedeckelt ist und das mittlere Management diese Summe als zu niedrig erachtet, um zu gehen. Am Ende steigt die Arbeitsverdichtung der Indianer und das Verhältnis von Indianer pro Häuptling sinkt immer mehr ins Ungesunde (von früher 10 oder mehr Mitarbeitern für einen Teamleiter oder Minimum 30 Mitarbeitern für einen Abteilungsleiter auf nunmehr drei bis fünf pro Teamleiter und nur noch 15 pro Abteilung. Die Führungskräfte beschäftigen sich dann nur noch mit sich selbst, statt wirklich zu führen.stefan92x schrieb:Das ist das gleiche? Auch die Entwicklungsabteilung hat ein mittleres Management, was man bei Intel anscheinened reduzieren könnte![]()
Kaufmannsladen schrieb:Das wird der Grund für die Schließung sein.![]()
BMW hatte Intel CPUs in der Head Unit. War aber auch der einzige, soweit ich weiß. Alle Anderen hatten ARM oder MIPS, die damals aber deutlich langsamer waren (vor gut 10 Jahren).Cool Master schrieb:Wusste gar nicht, dass Intel auch Automotive macht und das als jemand der beim Daimler in der Entwicklung war. Aber gut bei der Motorenentwicklung kommt in der Regel alles von Delphi, Bosch oder Conti.
Ja!Cr4y schrieb:Klar nvidia verdient damit gerade eine goldene Nase, aber liegt das an "alles aus einer Hand" oder daran, dass nvidia in allen der Teilbereiche die besten Produkte hat und/oder weil sie die ersten im AI-Markt waren?
Das stimmt. Wäre aber ein dramatisch schlechtes Zeichen.Cr4y schrieb:Wenn Intel keine Hoffnung darin hat, das Teilprodukt besser als der Markt hinzubekommen, wäre es ja ok zu verkaufen und die Teilprodukte zuzukaufen oder sich nur als Zulieferer aufzustellen.
Aber man hat ja als einziger Anbieter (vlt liege hier ja auch falsch) eigene Fabs. Könnte ja also vlt auch günstig sein. Ja Marge ist niedrig aber das Volumen doch hoch.Cool Master schrieb:Alles wo ich sage dafür gibt es schon Lösungen. Zwar nicht unbedingt besser weil besser im Automotive bedeutet günstiger und nicht zwingend besser in der Leistung.
Richtig. Deswegen wurde doch auch jetzt in vielen Tech-Unternehmen da angesetzt, oder?Weyoun schrieb:Overhead gibt es im mittleren Management, nicht in der Entwicklungsabteilung!
Die produzieren aber zu teuer. Intels Produktionskosten sind so hoch, dass sie sich nur durch hochpreisige Produkte refinanzieren lassen würden. Gerade der umkämpfte Automobilmarkt lässt solche Preise aber nicht zu. Konkurrenzfähige Preise wären also nur mit Fremdfertigung möglich, und dann entfällt der Vorteil der eigenen Fabs wieder.Alphanerd schrieb:Aber man ja als einziger Anbieter (vlt liege hier ja auch falsch) eigene Fabs.
Nein. Es gibt ja Mitarbeiter die definitiv diese Rolle erfüllen. Nur ist es sehr naiv zu glauben, dass in einem so großen Unternehmen wirklich alle Mitarbeiter maßgeblich sind.supertramp schrieb:Also sind für dich Mitarbeiter, die am Erfolg der Firma mitverantwortlich waren oder sind, nun einfach nur Ballast?
Jup. Entweder du kannst etwas im Arbeitsmarkt bieten oder nicht. Wenn du für Intel wichtig bist, wirst du wohl kaum gefeuert werden. Wenn du eine sehr gute Vita hast und trotzdem gefeuert wirst, findest du bestimmt etwas anderes.supertramp schrieb:Das da Existenzen kaputt gehen, ist dir anscheinend egal.
Danke. Ich tue alles dafür dass ich mich unabdingbar mache und Alleinstellungsmerkmale besitze.supertramp schrieb:Hoffe für dich, dass du auch nicht irgendwann nur als Ballast angesehen wirst und auf der Straße landest.
Richtig. Es ist eine Arbeitsbeziehung. Mehr nicht. Wenn mich das Unternehmen nicht mehr braucht suche ich mir halt ein anderes das es tut. Da bin ich ziemlich unemotional.supertramp schrieb:Wenn es passieren sollte, darfst du es dann nicht so eng sehen, schließlich muss sich die Firma dann auf die wesentlichen Fähigkeiten konzentrieren.
Wusste ich nicht. Valides Argument.stefan92x schrieb:Die produzieren aber zu teuer
Das ist natürlich ein sehr schlechtes Beispiel für eine Restrukturierung und wird auf Dauer nicht funktionieren. Andersherum ist es in Deutschland leider sehr teuer Management-Kräfte loszuwerden. Nicht umsonst werden CEOs die Unternehmen vor die Wand fahren trotzdem Millionenabfindungen gezahlt. Der Rechtsweg wäre noch teurer...Weyoun schrieb:Am Ende steigt die Arbeitsverdichtung der Indianer und das Verhältnis von Indianer pro Häuptling sinkt immer mehr ins Ungesunde (von früher 10 oder mehr Mitarbeitern für einen Teamleiter oder Minimum 30 Mitarbeitern für einen Abteilungsleiter auf nunmehr drei bis fünf pro Teamleiter und nur noch 15 pro Abteilung.
Alphanerd schrieb:Aber man hat ja als einziger Anbieter (vlt liege hier ja auch falsch) eigene Fabs.
Alphanerd schrieb:Könnte ja also vlt auch günstig sein.
Weyoun schrieb:War deren Automotive-Sparte wirklich so derart grottig, dass kein Konkurrent der Automotive-Zulieferindustrie Interesse an einer Übernahme hatte (wie z.B. bei der Modemsparte)?
Wie sollte das also funktionieren ohne Intel?Hier wurden primär Lösungen entwickelt, die auf einer ähnlichen Basis wie PC-Chips beruhen und sich auch eben für den Automotive-Markt eignen.
Wobei man da aber auch sagen muss: Es ist kein Unterschied zwischen Intel/AMD und ARM. Die meisten Produkte, die diese beiden für Automotive anbieten, haben ARM-Cores (wie eben Intels aktuelles Flaggschiff für den Markt, die ACU U310 mit 3x Cortex-R52 oder bei AMD die diversen Chips aus der Xilinx-Abstammung). Ryzen Embedded versucht AMD in der Tat auch zu verkaufen, und da ist wohl wirklich nur Tesla an Bord, aber da sieht es mit den Stückzahlen ja auch wieder so aus, dass diese Chips nicht nur für Automotive verkauft werden.Cool Master schrieb:Wie @Oberst08 schon schrieb hatte wohl nur BMW die Chips in der HUU alle anderen setzen wie schon geschrieben eher auf ARM. Glaube nur Tesla setzt noch auf x86 mit AMD.
Wenn Gigaset das in Deutschland macht, warum nicht auch ein ähnliches Konzept in den USA "funktionieren" sollte ist mir nicht klar.Alphanerd schrieb:Es wird nie jemals ein Phone in den USA geschraubt werden.
Nicht wirklich. Intels Werke produzieren in veralteten Verfahren. Die Folgen sind nicht konkurrenzfähige Chips, kein Interesse von Drittkunden und damit eine geringe Auslastung bei hohen Fixkosten.stefan92x schrieb:Die produzieren aber zu teuer.
Ich wette dagegen. Mit den Milliarden für die Fertigung ist auch eine moderne Produktion möglich. Das Argument Arbeitskräfte ist auch nur vorgeschoben. Selbst in Hochlohnländern wie Deutschland wird die Anschaffung einer entsprechenden Maschine so weit wie möglich vermieden. Der Job von meinem Bruder geht jetzt nach Ungarn und dort arbeiten die noch immer manuell. Foxconn und Co sind ebenfalls weit vom technischen Maximum entfernt. Der Rest ist einfach Logistik im Centbereich wie bei jeder Fabrik.Alphanerd schrieb:Es wird nie jemals ein Phone in den USA geschraubt werden. Macht ja auch logistisch null Sinn. Erst alle Teile aus Taiwan und China in die USA Schiffen, um sie dort in nicht vorhanden Fabriken zusammen zu schrauben.
Bei Daimler hat man das vor einigen Jahren mal rigoros gemacht (müsste eine der letzten Entscheidungen von Zetsche gewesen sein): Eine komplette Management-Ebene wurde abgeschafft. Das hat Daimler viel Geld gekostet, war aber wohl am Ende recht ertragreich. Bei uns scheut man leider solche Entscheidungen bisher, weshalb bei sinkender Mitarbeiterzahl das Management prozentual immer mehr aufgebläht wird.LikeHike schrieb:Richtig. Deswegen wurde doch auch jetzt in vielen Tech-Unternehmen da angesetzt, oder?