News Weitere Entlassungen: Intel schließt seine eigene Automotive-Sparte

Botcruscher schrieb:
TSMC ist nämlich alles außer günstig.
Was mitunter darin liegt dass sie den Early Adopter Aufschlag von ASML für die modernsten Maschinen zahlen und den Aufwand nicht scheuen diese auch richtig nutzbar zu machen, wo andere sich ggf. das wissen darum dann nur noch vergleichsweise wohl günstiger einkaufen einige Jahre später.

Ja TSMC Druckt quasi Geld. Aber ich denke auch sie haben eben genug dafür getan in die Lage zu kommen.
Und realistisch betrachtet, werden sie an ihrer grösse irgendwann auch wieder scheitern & schrumpfen. Passiert ja eigentlich fast immer bei Innovations-abhängigen Konzernen. Hätte vor 10 Jahren auch niemand gedacht, dass Intel nochmal SO ins hintertreffen gerät. Dass es ihnen noch immer so "gut" geht liegt vermeintlich auch nur an teilweise sehr zähen (und vermutlich auch nicht ganz legal induzierten) Abhängigkeiten und Änderungsprozessen und limitiertem Alternativangebot.
 
markox schrieb:
Wie sollte das also funktionieren ohne Intel?
Da wird kein Automobilzulieferer mit klarkommen und die Produkte einfach sehr technisch mit Intel verflochten sein.
Das hat Apple aber damals nicht davon abgehalten, die Modem-Sparte von Intel zu kaufen.
 
7hyrael schrieb:
Wenn Gigaset das in Deutschland macht
Das insolvente und übernommene Gigaset? Da würden ca die Hälfte der phones in China gefertigt.
7hyrael schrieb:
Die Dinger werden in jedem Fall veralteter Tand sein, die zu vermutende Kundschaft damit trotzdem abgeholt, mehr als Truth Social und X müssen ja nicht drauf laufen um sich die einflüsterungen der Obrigkeit reinzuziehen.
Hier stimme ich dir zu.
 
Weyoun schrieb:
Bei uns scheut man leider solche Entscheidungen bisher, weshalb bei sinkender Mitarbeiterzahl das Management prozentual immer mehr aufgebläht wird.
Auch so eine Phänomen... beobachtet man noch viel. Aber liegt vermutlich an der Betriebsblindheit und fehlender Selbstreflexionsfähigkeit des "höheren" Managements selbst.

Gutes Management fördert die Produktivität derer die unter dem Management arbeiten.
Aber wenn die Arbeiter fehlen kannst du soviel Management drauf klatschen wie du willst, da kommt nix mehr bei raus.
Ergänzung ()

Alphanerd schrieb:
Das insolvente und übernommene Gigaset? Da würden ca die Hälfte der phones in China gefertigt.
naja, die machen OEM für so einige unternehmen. Inwiefern die aktuell noch wirklich insolvenzbetroffen sind weiss ich nicht.
 
Weyoun schrieb:
Schließen klingt schlimmer als verkaufen. War deren Automotive-Sparte wirklich so derart grottig, dass kein Konkurrent der Automotive-Zulieferindustrie Interesse an einer Übernahme hatte (wie z.B. bei der Modemsparte)? Das klingt echt hart.
Das sind X86 Chips. Wenn Intel die Sparte verkaufen wollte müsste es Intel eine X86 Lizenz dazu packen.

MobilEye verwendet AFAIK Arm Kerne und vom Geschäftsfeld passt es nicht wirklich dazu.
 
Cool Master schrieb:
Bosch hat es mittlerweile auch. Wie es bei Delphi und Conti aussieht kann ich nicht sagen.
Bosch produziert in Reutlingen seine ASICs und Chips seit den 70-ern und davor bereits seit 1958 seine Leistungshalbleiter (Dioden). ;)
 
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Botcruscher schrieb:
Nicht wirklich. Intels Werke produzieren in veralteten Verfahren. Die Folgen sind nicht konkurrenzfähige Chips, kein Interesse von Drittkunden und damit eine geringe Auslastung bei hohen Fixkosten.
Bei vernünftiger 3nm Fertigung würde die Kundschaft Intel die Bude einrennen. TSMC ist nämlich alles außer günstig.
das kommt aber auch echt drauf an was du für den automobielsektor produzierst...das meiste zeug muss da nicht auf 3nm gefertigt werden, in den meisten fällen wird alte grobe technik verwendet...
einfach weil die ausgereift und billig ist im gegensatz zu dem "neumodischem kram" der sonst überall eingebaut wird...
macht das einen unterschied ob der bordcomputer durch ne kleinere fertigung 2W weniger braucht wenn du zur selben zeit 10kW für den elektromotor verbrätst der dich bewegt?

zahlst du dann extra weil der parksensor jetzt extra klein ist und jetzt ringsrum in der stoßstange noch paar milimete extra luft sind? oder du jetzt nen besonders tollen temperatursensor in der ölwanne hast der dir die temperatur auf 3 nachkommastellen ausgeben kann?
 
Weyoun schrieb:
Overhead gibt es im mittleren Management, nicht in der Entwicklungsabteilung!
Wenn die Entwicklungsabteilung die falschen Produkte entwickelt wird sie auch ganz schnell zum Overhead.
 
Dasher schrieb:
Über Jahre schön den Markt abgefarmt, weil AMD keine Gefahr war, und bloß nichts Neues gewagt – Hauptsache die Marge stimmt. Und jetzt, wo AMD wirklich abliefert, will man plötzlich mit derselben Denkweise wieder raus aus der Misere.
Kann aber funktionieren. Kommt darauf an, welche Schlüsse daraus gezogen werden. Intel hat lange ein "weiter so" gefahren, bis klar wurde, dass mit "weiter so" eben nicht mehr die bewährten Margen erreicht werden können. Dann muss man zwangsläufig etwas neues wagen, um wieder auf brauchbare Margen zu kommen. Genau dieses Denken hat AMD zu Chiplets gebracht als Konzept, womit AMD massiv Marktanteile gewinnen konnten, mit günstigeren Produkten mit besseren Margen als die Konkurrenz von Intel.
Dasher schrieb:
Innovationsfähigkeit? Tot.
Auch hier wieder: Es kommt darauf an. Die richtig fette Kohle steckt in disruptiven Entwicklungen (ich sag nur: Nvida und AI). Mit konservativen Trippelschritten kommt Intel nicht mehr auf Produkte mit 50% Bruttomarge, solange das Management das versteht, ist auch Innovationsfähigkeit gegeben.

Botcruscher schrieb:
damit eine geringe Auslastung bei hohen Fixkosten.
Was doch genau mein Punkt ist? Die Fertigung ist zu teuer. Du beschreibst ganz schön, warum sie das ist, aber wir widersprechen uns doch gar nicht?
 
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Alphanerd schrieb:
Aber Trump nimmt ja schon das 3fache, für ein Phone, was es 1:1 für 169$ auf Amazon gibt,
Glaub du musst dazusagen das du das trump-phone meinst was seine Familie vertreibt .....und wo sich rausgestellt hat das da gar nichts aus den US of a kommt :) und Mal wieder eine Lug und Betrug Nummer ist wie alles
 
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Nighteye schrieb:
Man hat manchmal bei Posts hier den Eindruck bei Intel geht es eher im CPU Kerngeschäft Bergauf wenn sie Randsparten entlassen.
Ich sehe da keinen Zusammenhang.
Das Thema kann ich dir so nicht beantworten, da ich die wirtschaftlichen Kennzahlen der automotive Sparte nicht kenne, diese stehen auch nicht im Artikel. Es ist aber einfach so, wenn diese Sparte unwirtschaftlich ist, also mehr kostet als sie einnimmt, dann macht es Sinn diese aktuell zu schließen. Früher war das egal, da Quersubventionen aus der CPU Sparte das locker eingefahren haben. Der Plan war vermutlich, das so lange zu betreiben, bis die automotive Sparte selbst "überlebensfähig" war bzw. gewesen wäre.
Das muss aber natürlich nicht immer sein, AMD und Intel haben ja eine Weile versuche Handy-CPU zu entwickeln und ARM Konkurrenz zu machen. Das haben beide Firmen auch eine Weile quersubventioniert...

Aber natürlich macht es nur wenig Sinn eine Sparte zu schließen, wenn diese äußerst wirtschaftlich läuft. Daher kann ich mir das im konkreten Fall nicht so recht vorstellen.

Ist ja häufig in Unternehmen, dass neue Sparten anfangs aus gut laufenden Sparten quersubventioniert werden, bis diese selbst gewinn abwerfen.
 
Alphanerd schrieb:
Sonst hätte Intel ja noch viele weitere Jahre den immer gleichen 4 Kerner in 14nm+++++plusplusplus für 350€ verkaufen können. Für immer
Was so nicht stimmt wenn man Mal über den Tellerrand schaut hatte Intel 2014 auch schon 6 Kerne + zb der i7 5930k damals noch als hedt Platform aber auch nicht wesentlich teurer ..... Und vor allem leistungsstark

Hier Mal ein ki Gedöns

Die ersten brauchbaren AMD Prozessoren mit mehr als 4 Kernen waren die AMD FX-Serie, die im Jahr 2011 mit Modellen wie dem FX-8120 und FX-8150 auf den Markt kamen. Diese Prozessoren basierten auf der Bulldozer-Architektur und boten bis zu 8 Kerne. Allerdings waren sie nicht so leistungsfähig wie die Konkurrenzmodelle von Intel in Bezug auf die Einzelkernleistung und wurden von vielen als nicht besonders "brauchbar" für anspruchsvolle Anwendungen angesehen.

Die eigentliche Wende kam mit der Ryzen-Serie, die 2017 auf den Markt kam und auf der Zen-Architektur basierte. Die ersten Ryzen-Prozessoren, wie der Ryzen 7 1700, boten 8 Kerne und eine deutlich verbesserte Leistung gegenüber den FX-Prozessoren, insbesondere in Bezug auf die Single-Core-Leistung und Energieeffizienz. Diese Prozessoren wurden schnell als "brauchbar" für Spiele und andere anspruchsvolle Anwendungen angesehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die ersten brauchbaren AMD Prozessoren mit mehr als 4 Kernen die AMD FX-Serie waren, die 2011 auf den Markt kam. Die Ryzen-Serie ab 2017 mit der Zen-Architektur brachte dann die wirklich brauchbaren Prozessoren mit 8 oder mehr Kernen.
 
Weyoun schrieb:
@ETI1120 Und wenn man sie abbaut, wird man künftig nie wieder irgendwelche Produkte entwickeln...
Im Kontext von Intel: Es gibt sehr viele Entwicklungsabteilungen.

Wenn die einzige Entwicklungsabteilung eines Unternehmens keine Konkurrenzfähigen Produkte entwickelt, ändert es am Zustand keine Konkurrenzfähigen Produkte zu haben auch nichts mehr. Man hätte das Problem rechtzeitig angehen müssen. Und das ist das eigentliche Problem. Rechtzeitig in die Entwicklung investieren, gezielt Know How aufbauen, offen für neue Trends sein. Neue Chance erkennen und gezielt angehen. Nicht das was die Konkurrenz vor 10 Jahren gemacht hat, jetzt auch machen.
 
scryed schrieb:
Was so nicht stimmt wenn man Mal über den Tellerrand schaut hatte Intel 2014 auch schon 6 Kerne + zb der i7 5930k damals noch als hedt Platform aber auch nicht wesentlich teurer ..... Und vor allem leistungsstark
Die hedt 6 Kerne kannte ich auch. Aber ohne nachzuschauen behaupte ich einfach, dass es die 4c i7 waren, die ja jahrelang mit +5% aufgelegt wurden, die den Honig gemacht haben.
 
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scryed schrieb:
Was so nicht stimmt wenn man Mal über den Tellerrand schaut hatte Intel 2014 auch schon 6 Kerne + zb der i7 5930k damals noch als hedt Platform aber auch nicht wesentlich teurer ..... Und vor allem leistungsstark
Es geht nicht um HEDT, es geht nicht um AMD.

Intel hat den Stammmarkt Embedded nicht mehr mit neuen Chips bedient und nur noch Reste aus dem PC Markt hier verwertet.

Während dessen hat sich Arm den Markt gekrallt und Intel nur ein paar Nischen gelassen.

Und da nun Intel das Geld ausgeht, werden nun harte Entscheidungen gefällt. Und Intel hat beschlossen eine dieser Nischen aufzugeben.

Alle Geschäftsfelder, die keinen ausreichenden Ertrag erwirtschaften, stehen zur Disposition.

Auf der anderen Seite muss Intel von der Struktur her neu aufgebaut werden. Das bedeutet aber nicht dass man ein paar Leute entlässt und alles ist gut.
 
Automotiv sind Intel, AMD als auch NV tätig, wie groß diese dort sind kann ich allerdings nicht sagen ...

Tesla nutzte fürs Infortainment System anfangs Intel und ist dann auf AMD gewechselt, was aktuell verbaut wird weiß ich nicht, kann sein das sie mit der Weile auch zu NV gewechselt sind.

https://teslabs.de/en/blogs/tesla-must-knows-en/tesla-mcu-the-infotainment-computer

Scheinbar sind sie immernoch bei AMD, gestartet mit einem NV, danach Intel Atom und nun AMD.

Ob es allerdings weitere KFZ-Hersteller gibt kann ich nicht sagen und vorallem ob die CPU/APU nicht einfach durch die normale Custom Abteilung mit abgedeckt wird bzw werden kann, kp ob es sowas bei Intel überhaupt gibt, bei AMD weiß ich es nur wegen XBOX, PS und SteamDeck ...
 
EL-Xatrix schrieb:
das kommt aber auch echt drauf an was du für den automobielsektor produzierst...das meiste zeug muss da nicht auf 3nm gefertigt werden, in den meisten fällen wird alte grobe technik verwendet...
Um die Parksensoren geht es aber bei Intel nicht. Intel ist bei den Prozessoren für die Multimedia und Steuersysteme von AMD und ARM(Snapdragon etc.) rausgedrängt wurden.

stefan92x schrieb:
Was doch genau mein Punkt ist? Die Fertigung ist zu teuer. Du beschreibst ganz schön, warum sie das ist, aber wir widersprechen uns doch gar nicht?
Jain, bei anderen Ursachen sind auch andere Schlüsse zu ziehen. Für Intel ist die Nicht-Fertigung teuer und das Problem. Zwischen teuren aber aktuellen 3/5nm Produkten und günstigen aber uralten 14nm++++++++++++(oder 10nm zur Tarnung) ist ein himmelweiter Unterschied beim möglichen Endkunden. Letzteres ist schlicht nicht konkurrenzfähig. Eine günstigere Fertigung von Produkten die keiner will hilft Intel nicht. Korrekt wäre also veraltet und daher nicht wirtschaftlich.
 
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FrAGgi schrieb:
Da hat man sich wohl intern zu lange auf der Marktführerschaft ausgeruht
Innovativ war man da eine Dekade lang hauptsächlich bei der Ausgestalltung von Maßnahmen die Konkurenz aus dem Markt zu drücken.
 
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