Welche Festplatte zum Archivieren/Backup erstellen?

TossExecutor

Ensign
Registriert
Juli 2021
Beiträge
176
Hi, welche Festplatte eignet sich gut um Backups zu erstellen? Ich bezweifle stark, dass ich in absehbarer Zeit >2TB voll kriege, also reichen 2-3 TB locker aus.
Am besten hole ich mir vielleicht gleich 3 Stück, dann kann ich k.A. 1x im Monat ein Backup auf 2 Festplatten machen und k.A. 1x im Jahr würde ich die 3. Festplatte, die wo anders lagert dann mit einer der anderen beiden tauschen und vorher die Daten angleichen.

Also gut wäre eine die möglichst lange lebt und kein Problem hat auch mal mehrere Monate/jahre nicht angeschlossen zu werden.
 
Die mit dem besten Preis/Leistung Verhältnis, also die billigste ab 2 TB.
 
TossExecutor schrieb:
Also gut wäre eine die möglichst lange lebt und kein Problem hat auch mal mehrere Monate/jahre nicht angeschlossen zu werden.
Da wäre ich vorsichtig, sehr vorsichtig... - HDDs mögen es nicht längere Zeit "alleine gelassen" zu werden.
Einige Monate sind kein Problem, aber wenn es in Richtung >6 geht wird keiner die Funktion garantieren.
 
Die muss ja nichts können, also nimm was günstiges. Wie lange die leben ist am Ende mehr Glück. Ab und zu sollten die aber mal gestartet werden um die Mechanik etwas laufen zu lassen und die Konsistenz zu prüfen.
Statt mit drei HDDs zu hantieren kann man auch über eine (verschlüsselte) Kopie in der Cloud nachdenken.
Das 1TB Onedrive was bei Microsoft 365 dabei ist eine Option. Alternativ wäre Backblaze B2 eine günstige Variante. 2 TB kosten dort 10 $ (rund 8,5 Euro) im Monat (Abrechnung auf den GB genau) .
 
TossExecutor schrieb:
hat auch mal mehrere Monate/jahre nicht angeschlossen zu werden.
HDD sind nicht dafür Gedacht, über viele Monate nicht im Betrieb zu sein. Ich glaube es war irgendwo im Bereich von einem halben bis 3/4 Jahr in dem es für Festplatten aus allen Preis und Leistungsklassen kritisch werden kann.
Viele Platten können das zwar ab, aber es tut ihnen nicht gut und sie müssen "es" nicht überleben (es gibt keinerlei Garantie dafür, dass sie weiterhin funktionieren).
 
TossExecutor schrieb:
Am besten hole ich mir vielleicht gleich 3 Stück, dann kann ich k.A. 1x im Monat ein Backup auf 2 Festplatten machen und k.A. 1x im Jahr würde ich die 3. Festplatte,
3 unterschiedliche. Keine Green Serie.
Mindestens 1x WD, 1x Seagate und 1x Lotto.

Schau das die platten 1x im monat strom bekommen (nicht super tragisch wenn sie was laenger keinen bekommen, und Ausfaelle sind selten, aber man solllte es sagen), und wenn sie laufen, lass sie durchlaufen und nicht dauernd den LeseSchreibkopf parken. Dann leben sie laenger
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: cartridge_case
Korrekt. Das ist nur auf all die Stromspar / öko Bauhreihen bezogen.
 
ok und was ist dann eine sichere Art meine Daten nicht zu verlieren? Das ich jeden Monat die Festplatte anschmeiße die wo anders lagert, darauf habe ich echt kein bock. Gibts da keine andere Möglichkeit außer Cloud Services?
 
TossExecutor schrieb:
Das ich jeden Monat die Festplatte anschmeiße die wo anders lagert, darauf habe ich echt kein bock. Gibts da keine andere Möglichkeit außer Cloud Services?
Ja, nein und vielleicht.

Offline/getrennte Datenhaltung macht ja Sinn damit ein potentieller Virus/Malware/Ransomware/etc. nicht auch die Backups vernichtet.
Aufbewahrung an einem anderen Ort macht auch Sinn damit ein Einbruch, Blitzeinschlag, Feuer, Wasser, Missgeschick im Haushalt, usw. usf. nicht auch die Backups vernichtet.

Die günstigste Möglichkeit kennst du ja schon: Externe HDDs mit den genannten Einschränkungen und dem manuellen Aufwand. Jede Lösung, die diesen Aufwand minimiert wird höhere Kosten verursachen.

Wichtig bei $Cloudspeicher: Je nach Angebot und Produkt sollte hier eine Versionierung, Backup o.ä. inklusive sein ODER du solltest $Cloudspeicher nicht dauerhaft verbunden haben sonst ist das nix anderes wie eine externe HDD nur eben, dass diese irgendwo im Internet liegt statt neben dem PC. Erzeugt halt laufende Kosten.

Oder ein NAS und $Cloudspeicher. Backups zuerst aufs NAS und von da aus in die Wolke. Also ganz grob gesagt ohne jetzt in Details zu gehen die in gefühlt jedem "Backup"-Thread hier und in anderen Foren steht^^
Erzeugt Investitionskosten und laufende Kosten.

Oder ein NAS und noch ein zweites NAS. Das zweite NAS sollte dann an einem anderen Ort stehen ($Verwandtschaft, bester Freund/-in, etc.). Backups gehen zuerst aufs lokale NAS und von da aus auf das andere NAS. Erzeugt höhere Investitionskosten und geringe laufende Kosten anteilig für Strom und Internetzugang und die technischen Voraussetzungen müssen natürlich dafür stimmen, sprich Konnektivität zwischen den beiden NAS.

Oder ein NAS und externe HDDs. Backups zuerst aufs NAS und von da aus wiederum manuell regelmäßig auf externe HDDs. Investitionskosten und manueller Aufwand.
 
ok egal, ich kauf jetzt 3x 2 TB die WD Blue und werde dann alle 2-3 Monate das die Platte die liegt austauschen. Denke das ist die beste Lösung für mich. Die Wahrscheinlichkeit das ich meine Daten verliere ist zwar nicht 0, aber sehr viel sicherer als ich es jetzt gerade habe.

Vielen Dank für die ganzen TIpps!
 
kauf unterschiedliche platten.. wirklich
kommen die 3 vom selben shop hast du gute chancen, dass sie direkt nacheinander / im selben batch produziert wurden.

Hats an der palette gewackelt, gehen im zweifelsfall alle 3 kurz nacheinander kaputt.

Kommen 3 zusammen per DHL und jemand laesst unterwegs das paket fallen -> alle 3 u.u nicht sehr langlebig

hast du bei der bestellten serie einen serienfehler -> im zweifelsfall doof

Seagate hatte mal eine Serie, bei der du weit mehr als 100% Annual Failure Rate hattest
 
TossExecutor schrieb:
ok und was ist dann eine sichere Art meine Daten nicht zu verlieren?
In >90% der Fälle ist der Anwender Schuld. Egal, ob er (oder sein Haustier) die ext. latte vom Tisch wirft, die Daten löscht/überschreibt oder die HDD an einen PC/Laptop anschließt, auf dem ein Trojaner aktiv ist.

Für den Rest hilft Redundanz, bei Angst vor Brand/Überflutung/Diebstahl ext. gelagert.

TossExecutor schrieb:
Das ich jeden Monat die Festplatte anschmeiße die wo anders lagert, darauf habe ich echt kein bock. Gibts da keine andere Möglichkeit außer Cloud Services?
Meine ext. gelagerten Archive laufen meist 1 Jahr lang nicht und haben es schon locker 6-10 Jahre durchgehalten. Sind ja keine dementen SSDs. Kaputt gehen kann jeder HW zu jeder Zeit, auch eine HDD, die man korrekt behandelt und jede Woche mal anschließt.

Aber ein wenig Logik sagt Dir doch schon, dass alles, was zu Hause gelagert wird, bei einem Brand/Überflutung zusammen mit den aktuellen Daten weg sein kann. Und ext. bleibt dann nur das Turnschuh-Backup oder die Übertragung per Internet (egal ob in eine private oder eine public Cloud).

TossExecutor schrieb:
Und die willst Du dann alle in einen PC einbauen? Oder ohne ext. Gehäuse (je eins pro HDD) durchrotieren.
 
gymfan schrieb:
Und die willst Du dann alle in einen PC einbauen? Oder ohne ext. Gehäuse (je eins pro HDD) durchrotieren.

Hab ein 2 Schacht Dockingstation und werde dann in regelmäßigen Abständen ein Backup auf 2 von 3 Platte ziehen und die dritte Platte liegt dann wo anders. Sobald ich dann die Person wieder mal besuche nehme ich eine von den beiden aktuellen Backup Platten mit und tausche sie aus mit der die dort lagert. Am Ende wird das alte Backup aktualisiert, und so weiter halt ... zu diesem Zweck habe ich mir ein paar von den Hüllen hier bestellt.
Ergänzung ()

cyberpirate schrieb:
Also Ich habe echt viele Platten. Wenn die mindestens ein oder zwei mal im Jahr richtig warm laufen scheint alles gut zu sein. Ausfälle kommen immer aus dem nichts. Da ist es egal ob die PLatte 2 Stnden oder 75000 Std auf dem Buckel hat.
ja ich kann das auch nur zum Teil nachvollziehen. Wir haben bei der Arbeit ein ganzes Archiv mit Festplatten aller Art (bestimmt so 1000 und mehr), die zum Teil schon seit 2003 dort liegen. Die Daten sind auch alle auf unseren Servern, aber von uns würde niemand auf die Idee kommen die alten Platten mal wieder anzuschließen, um sicherzustellen das sie nicht kaputt gehen. Ich hatte erst vor ein paar Monaten in einen der Kästen eine Festplatte von 2011 gesucht, weil wir die nicht auf dem Server gefunden haben, die gingen alle noch.
 
Zuletzt bearbeitet:
catch 22 schrieb:
HDD sind nicht dafür Gedacht, über viele Monate nicht im Betrieb zu sein.
Warum eigentlich nicht? (Verharzt dann Schmiermittel in den Lagern? Oder verziehen sich irgendwelche Metallteile?)

Bisher habe ich immer nur gelesen, dass die Einschaltvorgänge die Lebensdauer drücken.

Edit: Google sagt Schmierstoffe können aushärten. Vor allem bei kühler Lagerung.

Purche schrieb:
Die WD Green Serie gibt es doch seit Jahren nicht mehr bei HDDs. Nur noch SSDs unter der Bezeichnung..
Die WDgreen wurde nicht abgeschafft, sondern zur WDblue umgelabelt. Streng genommen wurde also die WDblue abgeschafft... Das ist natürlich heute total egal, da wir schon paar Generationen weiter sind. Die WDblues und heute haben also weder etwas mit den Greens noch mit den Blues von "damals" zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
TossExecutor schrieb:
Hab ein 2 Schacht Dockingstation und werde dann in regelmäßigen Abständen ein Backup auf 2 von 3 Platte ziehen und die dritte Platte liegt dann wo anders.
Ich hätte mit solchem Vorgehen bedeutend mehr Angst, dass mir die SATA Anschlüsse an der Platte kaputt gehen wie das die HDDs wegen zu langer Lagerung nicht mehr anlaufen.

SATA-Steckecker sind halt nicht zum dauernden An- und Abstecken gedacht (im Gegensatz zu eSATA). Offiziell sind sie nur für mind. 50 Steckzyklen spezifiziert:
https://de.wikipedia.org/wiki/Serial_ATA
https://www.heise.de/ct/hotline/Lebensdauer-von-Festplatten-Anschluessen-2182108.html
Klar halten sie in der Regel mehr aus. Gehen sie aber kaputt nützt einem auch ein noch so toll laufender Motor nichts.

Bevor ich mir Hüllen für 5€/Stück kaufe, würde ich eher auf USB3-Gehäuse setzen und beim Transport etwas aufpassen. Da kann man auch viel schwere die Elektronik durch statische Aufladung zerstören.
 
sry aber langsam wirds lächerlich. Bei den ganzen Dingen die ihr aufzählt gibt es keine Möglichkeit Daten sicher zu sichern, da kann ich auch gleich mein Kopf in den Sand stecken und überhaupt keine Backups machen. Nur 50 Steckzyklen? Nie im Leben!

Das hängt von der individuell verwendeten Festplatte, der Qualität des Steckverbinders im Wechselrahmen und der Nutzungsweise ab. Die Serial-ATA-Steckverbinder interner Laufwerke sind laut der Firma WD für lediglich 50 Steckzyklen ausgelegt – fest eingebaute Festplatten werden eben selten ausgetauscht. In der Praxis vertragen pfleglich behandelte SATA-Verbinder aber viel mehr Kontaktierungen – schätzungsweise mehrere hundert. Andererseits hören wir ab und zu von c’t-Lesern, dass Verschleiß von Steckverbindern in SATA-Wechselrahmen oder an Festplatten zu Problemen führt. Wann das auftritt beziehungsweise wie häufig es sicher klappt, lässt sich nicht vorhersagen.

1. ist da keine Quelle angegeben bzgl. der 50 Steckzyklen
2. "schätzungsweise mehrere hundert" & "Andererseits hören wir ab und zu von c’t-Lesern" lassen mich doch stark an der Qualität dieser Aussage zweifeln. Mit so einer Wischiwaschi Aussagen, ohne Quelleangabe kann ich überhaupt nix anfangen. Und bei Herstellerangaben, falls diese überhaupt stimmen, geht es immer auch um rechtliche Absicherung und Garantiefälle.

Der Anschluss sieht nach meinen Dafürhalten ziemlich robust aus und wenn man die behutsam einlegt und nicht wie ein bekloppter reinhämmert, wird das wohl vollkommen ausreichen.
 
Zurück
Oben