Welcher RAID Verbund für einen Klein-Server

Sunny_77

Cadet 1st Year
Registriert
Mai 2011
Beiträge
15
Hallo zusammen,

ich wäre sehr dankbar, wenn der ein oder andere mit SERVER ERFAHRUNG hier mal ein kurzes Statement abgibt.

Auf den Server mit Consumer Hardware (AMDx6, 16GB non ECC, ASUS Board, 2xgleiche HD) greifen ca 10 Clienten zu. Aber die Zugriffe beschräneknen sich auf gemeinsam abgelegte Daten auf dem Server und einem Server Programm, wo Personalverwaltung drauf läuft.

Die Frage ist nun:

Welcher Raid Verbund ich nehmen soll.
Folgendes ist möglich
AMD SB850 controller :
5 x SATA 6Gb/s port(s), white
Support Raid 0, 1, 5, 10, JBOD

Ich glaube 1 wäre doch am sinnvollsten? Oder macht es Sinn 4xHDD´s zu verbauen für Raid 10?

Soll nur ein Sicherheitsaspekt sein, da dass Teil 18/7 läuft. Backup läuft extern via NAS
Gruss Sunny
 
Raid1 ersetzt keine Datensicherung => extra Backup per NAS ist gut und schon lobenswert.
Besser : Raid5 + Backupprogramm

Raid0: auf alle Platten verteilt => Hohe Geschwindigkeit ; Totalverlust bei Plattenausfall
Raid1:Spiegelung
JBOD:wie eine große Festplatte; bei Defekt geht nur die 'defekte' Platte verloren
Raid5: auf Platten verteilt + Parität ; bei Ausfall stehen alle Infos noch zur Verfügung; ist etwas rechnerintensiver
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn möglich, würde ich eher einen Hardware Raid Controller wählen.
Ansonsten kommt es auch darauf an. Sinnvoll sind in der Konstellation Raid 1, 5 oder 10. Ich tu mich über 4 Festplatten etwas schwer, ein Raid 5 zu nehmen. Bei einem nicht vorhandenen Raid 6 wäre ein Raid 5 + Hotspare u.U. die beste Wahl.
Und immens wichtig auch die Datensicherung.
 
Sunny_77 schrieb:
...........
Auf den Server mit Consumer Hardware (AMDx6, 16GB non ECC, ASUS Board, 2xgleiche HD) greifen ca 10 Clienten zu. Aber die Zugriffe beschräneknen sich auf gemeinsam abgelegte Daten auf dem Server und einem Server Programm, wo Personalverwaltung drauf läuft.
.................

Bei sowas nimmt man ECC RAM und keine Consumer HW

seit wann belädst du deinen privaten PKW mit 32t Ladung für eine Lieferung?

außerdem würde ich immer einen HW RAID Controller verbauen und was sucht ein AMD X6 CPU in einem Server da reicht auch ein X2 zu

EDIT: so viel kostet ein HP Proliant nun auch nicht das den sich eine Firma nicht leisten kann
 
Zuletzt bearbeitet:
@derChemnitzer

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! ;-)
 
kalude schrieb:
@derChemnitzer

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! ;-)

zu den Thema Server Marke Eigenbau gibt es genug Beiträge

Ich bin vom Fach und dann versuche ich auch nicht einen Motor zu bauen

Schuster bleib bei deinen Leisten
 
Na das geht doch auch was freundlicher. Auf der Firma eines bekannten laeuft seit vielen (!) Jahren ein Einkerner mit 2GB Ram und intern 2x500MB Raid1 mit Datensicherung ueber eine USB Platte und einen USB Stick, mit 6 Clients.
Es kommt doch immer auf den Einsatzzweck an, und wie verheerend ein Ausfall fuer ein paar Tage waere.

Der Vergleich mit dem PKW ist in meinen Augen eine schlechte Analogie.

Du hast sicher Recht, aber den Ton finde ich nicht OK.

Zum Thema: Wenn das Backup zuverlaessig laeuft und Ersatzplatten oder Mainboard gut beschaffbar sind, finde ich, es spricht nichts gegen ein Raid5 mit 4 Platten.
Da solltest du allerdings zuvor die Geschwindigkeit des onboard Controllers testen, gerade bei verteilten Schreib- und Lesezugriffen.
Wenn das nicht flott genug geht, wuerde ich Raid10 nutzen.

edit: Das ist natuerlich die Empfehlung, falls du wirklich bei der vorhandenen Hardware bleiben willst. Selbstverstaendlich waere ein ordentlicher Server mit HW Controller oder mdadm Raid die bessere Loesung.
 
Raid1 ersetzt keine Datensicherung => extra Backup per NAS ist gut und schon lobenswert.
Besser : Raid5 + Backupprogramm

fatale Aussage!
RAID1 spiegelt die Daten, d.h. es werden auf allen Disks die Bits synchronisiert.
Man kann ein RAID1 auch über 3 oder 4 Disks betreiben.

RAID5 hingegen zerlegt die Daten und verteilt sie dann blöckchen-/scheibchenweise mit den XOR Bits (reguliert vom Algorithmus des RAID Controllers) dazwischen über alle Datenträger, wenn also mehr als eine Platte crasht: Hallelujah! Preise für RAID5 Datenrettung ab >€3000. ;)
Das Selbe gilt für die NAS System, die schreiben dann obendrein mit ext, XFS oder propriäteren Dateisystemen weill ein Mini Linux drauf läuft. Wenn da was crasht kostet das mehr. Vorallem sollte das Ding dann auch jemand warten, ist schließlich kein Selbstläufer.

Klar ersetzt RAID1 keine Datensicherung aber bietet i.d.R. von allen RAID Varianten die beste Sicherheit zum geringsten Preis. Auf Band will ja heute (privat) echt niemand mehr sichern.

JBOD: wenn die Disk mit dem MFT crasht kannst Du Dich von allen Daten verabschieden. Auch nicht die beste Idee.
Raid0: auf alle Platten verteilt => Hohe Geschwindigkeit ; Totalverlust bei Plattenausfall
Raid1:Spiegelung
JBOD:wie eine große Festplatte; bei Defekt geht nur die 'defekte' Platte verloren
Raid5: auf Platten verteilt + Parität ; bei Ausfall stehen alle Infos noch zur Verfügung; ist etwas rechnerintensiver

RAID5 nimmt man wenn man mehr Leistung braucht. Ich hatte aber auch schon mal einen Kunden (ein Filmstudio), die haben RAID0 über 13 Datenträger eingesetzt weil sie die Geschwindigkeit zum Rendern gebraucht haben und ein RAID6 damals unerschwinglich war.
Am sichersten sind natürlich immer noch RAID Cluster, also Server die sich gegenseitig spiegeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
obendrein würde ich in einer Firma NIEMALS ein Fakeraid aufbauen. weder 0,1,5, oder was auch immer.

JBOD ist absoluter Blödsinn und ein 5er kannste onboard auch knicken. Wenn dann überhaupt nur das 1er oder 10er.

@derChemnitzer

auch wenn Du inhaltlich prinzipiellRecht hast, sind deine Sprüche sehr anmaßend. Gottseidank muß nicht immer alles 100% laufen....
 
@Nitewing
bin seit Jahren Servicetechniker und habe öfters mit solchen Eigenbau Servern zu tun

wenn was ist dann ist das Geschrei immer groß und danach wird erst in ordentliche Technik investiert
 
Danke für die vielen schnellen Antworten.
Und ich danke auch die jenigen, die mich gerade an den Pranger gestellt haben. Seit 8 Jahren lief ein Consumer Server ohne Probleme. Das wird jetzt der neue auch können. So groß ist die Firma nicht und ein Totalausfall ist für 2-3 Tage verkraftbar. Selbst wenn dann ein neuer her müsste.

Zum Thema zurück, danke.

Raid 1 werde ich wohl dann nehmen mit meinen 2 Platten. Wie gesagt, Backup läuft extern auf NAS und hier nochmal gespiegelt auf 2 optischen HD´s

CPU:
Wieso nicht 6 Kerner? Die Sever CPU´s gehen ja bis 12 Kerne hoch ... Oder irre ich jetzt. Das Teil ist noch nicht gekauft, daher kann das ein oder andere noch geändert werden.

ECC Ram:
Was kann der ECC Ram mehr? Ist dieser Ram auch mit normalo-Boards betreibbar?

Das Budget ist nicht ausreichend für Server Hardware und bei 10 Clients die ab und an mal auf auf den Server zugreifen (auf die Personalsoftware greifen eh nur 3 Clienten zu) ist ein Consumer PC völlig ausreichend.

HDD:
Sata2 6GB reicht doch oder?

RAID Controller:
Was kann der gegenüber den Raid Lösungen die onboard sind denn mehr?
 
Tue dir selbst einen Gefallen und setze bei Verfügbarkeit nur auf RAID1. Da ist es selbst ohne extra Hardware-Controller am einfachsten mit der Datenwiederherstellung. Ob es effizient in Sachen Speicherplatz ist, muss jeder selbst wissen!

Ich dennoch würde immer auf ein RAID1 setzen. Schlimm, falls einem bei einem RAID5/6 der Controller abraucht. Auch wenn es bei guten (Hardware-) Controllern bzw. von mir aus auch bei den ICH8/9/10-Controller von Intel (AMD weiß ich nicht) funktioniert, dass das RAID5/6 auf einem neuen/anderen baugleichen Controller übernommen werden kann, so ist es dennoch mit Arbeit und Stress verbunden. Eine Platte die in einem RAID1-Verbund hing, kann kann in jedem PC mit passendem Anschluss weiterbenutzt werden, egal ob oder welcher Controller dort verbaut ist.
 
RAID Controller:
Was kann der gegenüber den Raid Lösungen die onboard sind denn mehr?

Der übernimmt das Datenverteilungs-Management hardwareseitig, belastet also nicht CPU und RAM und meldet wenn eine Disk defekt ist. Das soll ein guter RAID Controller können.

Ich hab es bei mir so:
2x ST31500341AS an Intel Storage Matrix
davon:
je 150GB zusammengefasst zu RAID0 (OS)
je 1,2 TB im RAID1 Verbund

Wenn eine Disk crasht hab ich immer noch die gespiegelten Daten vom RAID1
+ 150 GB für das wiederhergestellte OS Backup (liegt am RAID1 ; )
 
Zuletzt bearbeitet:
sunny_77 schrieb:
cpu:
Wieso nicht 6 kerner? Die sever cpu´s gehen ja bis 12 kerne hoch ... Oder irre ich jetzt. Das teil ist noch nicht gekauft, daher kann das ein oder andere noch geändert werden.

Ecc ram:
Was kann der ecc ram mehr? Ist dieser ram auch mit normalo-boards betreibbar?

die info findest du u.a. In der wikipedia :)


das budget ist nicht ausreichend für server hardware und bei 10 clients die ab und an mal auf auf den server zugreifen (auf die personalsoftware greifen eh nur 3 clienten zu) ist ein consumer pc völlig ausreichend.

das sehe ich auch so, gerade weil du sagst, ein ausfall von 2-3 tagen ist verkraftbar. In der zeit ist jedes backup (ich betone nochmal, wenn das zuverlaessig laeuft!) zurueckgespielt und ein ersatzpc besorgt.



hdd:
Sata2 6gb reicht doch oder?

klar.


raid controller:
Was kann der gegenüber den raid lösungen die onboard sind denn mehr?

das ist wohl die frage der fragen.. Wurde aber schon oft durchgekaut. Insbesondere die wiederbeschaffbarkeit oder die kompatibilitaet mit folgeprodukten ist hier in der regel besser, als bei onboard-chipsaetzen. Das heisst: Wie gut kannst du ein vorhandenes raid auf ein neues mainboard migrieren? Ist es mit dem neuen chipsatz kompatible? Oder musst du ein neues aufbauen?
In deine fall wuerdest du wahrscheinlich das letztere machen und einfach ein backup zurueckspielen.
Ausserdem spielt die geschwindigkeit hier eine rolle, gerade bei raid5,6, etc. Der hostcontroller belastet hiermit die cpu, der hw controller hat dazu einen eigenen prozessor.
Ich kann mir nach wie vor vorstellen, dass eine consumer loesung fuer dich reicht.

a
 
Ich weiß nicht, wie Highpoint heutzutage ist, damals waren die Dinger nicht zu gebrauchen. Schmissen wahllos Festplatten aus dem Raid.
Schade, dass 3Ware von LSI übernommen wurde.
 
Wie gesagt,

Hardware Ausfall ist nicht so tragisch. 2-3 Tage können überbrückt werden. Und Speicherplatz wird nicht benötigt. Es läuft dort lediglich ein Verwaltungsprogramm drauf und ca. 10GB Speicher für den Gemeinsamen Ordner wo alle drauf Zugriff haben. Mehr nicht, auch nicht in Zukunft.

RAID 1 mit der onboard Lösung oder einen extra Controller?
Wenn extra Controller, welche Platten sollen denn dann mit drauf?

CPU: Da reicht also auch eine 4x CPU?
Ergänzung ()

Aber Super Forum hier, sau schnell und kompetent, danke euch
 
Im Zweifelsfall könntest Du auch ein Software-Raid einrichten. Würde ich dem Onboard-Raid auf jeden Fall vorziehen. Die aktuellen NAS laufen ja auch mit einem Linux-OS und die Festplatten des Raids lassen sich auch an einem Linux-PC anschließen. Zumindest wird es von QNAP beworben.
Geschwindigkeitstechnisch hast Du den größten Vorteil beim Raid 5 und 6 mit einem Hardware-Raid Controller, aufgrund der eigenen XOR-Einheit. Bei den anderen Modi wirste davon vermutlich nichts spüren.
Und so groß dimensioniert muss der Prozessor eigentlich auch nicht sein.
 
Klar reicht ein Vierkerner, auch ein Zweikerner reicht bestimmt.
Hast du mal mit dem Gedanken gespielt, die Daten (es scheint ja wirklich nicht viel zu sein) auf 2 SSDs zu spiegeln? Gerade bei Datenbanken und verteilten Zugriffen ist das sicher ne tolle Sache.
Du koenntest zum Beispiel ne 40er SSD fuers Betriebssystem nehmen, die woechentlich sichern (da sollte sich ja nicht viel tun), und dann die Dataen auf zwei 80er Platten spiegeln.

Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie sich ein Onboard Controller da verhaelt, ob man eine der gespiegelten Platten einfach abnehmen und an einem anderne PC lesen kann, oder ob da in die ersten Zylinder irgend etwas reingeschrieben wird. Wenn ersteres ohne Problem geht, finde ich, es wuerde nichts gegen das RAID1 mit den Onboard Controller sprechen.

Einen teuren Controller, gefolgt womoeglich von teueren Raid Platten (hier liegt oft der Hase begraben, wenn es um Rausschmiss aus dem Array geht, Stichwort z.B. TLER bei WD Platten), koennte fast schon ueberdimensioniert sein.

Edit: Ja, der Vorposter hat recht, auch Software RAID (gerade 1) geht natuerlich auch gut, sogar mit Windows. Hier ist es auf jeden Fall so, dass man dann auch eine einzelne Platte an einen fremden Rechner stecken und auslesen kann.
Unter Linux ist das natuerlich alles noch mal besser, aber es klang hier doch arg nach Windows, oder?
 
Zurück
Oben