Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Idon schrieb:
Pass halt in der Schule auf, nutze Bücher, schau YouTube-Videos an, frag die Streber zwei Klassen über dir oder den Nachbarn.
Youtube hat mir im Studium sehr geholfen, ich war in der Schule in Mathe keine Leuchte. Youtube half mir da wunderbar. Waren alles kostenfreie Angebote.
Idon schrieb:
Abitur ist halt nicht für jeden was. Dafür muss etwas getan werden. Eines davon: Der Schritt selbständig Lösungen für Probleme zu finden.
Eben, nicht jeder kann den höchsten Bildungsstand erreichen. Daran ist auch nichts schlimmes, wie auch nicht jeder trotz ordentlich Training Spitzensportler werden kann.
PeterPlan schrieb:
Meine ganze Schulklasse von der 9. bis zum Abitur war erbärmlich schlecht in Mathe. Da hatte keiner von uns eine echte Chance! Tja, Pech gehabt, oder wie?
Nicht jeder kann in Mathe eine Leuchte sein. Lag es vllt. aber auch an dir?
Idon schrieb:
Was ihr hier vorbringt sind AUSREDEN. Faule Ausreden, damit ja keine Eigenleistung stattfinden muss. Ohhhh, die Bücher kosten Geld, deshalb kann der Bub nicht in die Schule gehen. Oooooh, die Eltern können etwas nicht, deshalb kann niemand auf diesem Planeten dem Mädel Mathe beibringen.
Solche Ausreden kenne ich sonst nur von Leuten, die im Leben nicht so viel erreicht haben. Weil sie nie etwas hatten - außer immer Ausreden!
Dem gibt es nichts hinzuzufügen!
Ergänzung ()

PeterPlan schrieb:
Ein Kind, das von den Eltern nur vor der Konsole oder dem Fernseher geparkt wird, kann niemals Eigeninitiative entwickeln. Das sind keine Ausreden, das ist die traurige Realität!
Und was ändern mehr kostenlose Bildungsangebote daran?
 
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@Toyota Corolla
Und das hat jetzt was genau mit Bildungsgerechtigkeit zu tun?

Die Basics sind für alle gleich - also genau das, was doch gefordert wird! Extras wie Nachhilfe sind „persönlicher Spaß“.

Man sollte auch nicht Bildung mit Intelligenz verwechseln. Klar, heute ist jedes Kind „hochbegabt“ - egal ob das nur 2% der Bevölkerung betrifft. Das lässt sich dann aber auch nur bedingt durch Geld kompensieren.

Wenn man als Eltern „nur“ einen Hauptschulabschluss hat, kann man trotzdem für die Kids da sein und muss eben ggf woanders sparen, um Nachhilfe zu ermöglichen, wenn die Probleme wirklich daran liegen 😉

Warum sollte das die Allgemeinheit finanzieren? Warum motiviert man die Kids nicht, selbst zu lernen und sich realistische Ziele zu stecken? 98% der Kids sind nunmal nicht hochbegabt, 50% sogar unterdurchschnittlich intelligent. Und nun?

Wir sollten schauen, was die einzelnen Schüler können statt krampfhaft versuchen, alle gleich zu machen, was sie nicht sind.

Der Tenor scheint ja zu sein: da können sich manche mehr leisten! Das ist doof! Ich will das auch und zwar ohne was dafür zu tun!

Super Idee. Welche Motivation hätte man denn dann, was zu leisten? Man würde ja bestraft werden, weil man zufällig in ein „besseres“ Elternhaus geboren wurde bzw. als „reiches“ Elternpaar ein Kind bekommen hat.

Hilfen gibt es ohne Ende in DE.
Aber wie man sehr schön sieht: für manche ist es nie genug. Es wird immer noch mehr verlangt. Nur etwas tun möchte man nicht. Rechte ja, Pflichten nein. Und alles im Namen der - doch recht einseitig gefärbten - „Gerechtigkeit“.
 
@PeterPlan

Dann sind die Eltern das Problem - und nicht der Staat, die Schule, das Kind oder Bücherbudgets. Elternführerschein und gut ist.

Mein Lebenslauf ist auch nicht geradlinig. Eben weil ich in der Schule weder unterstützt noch gefördert wurde; im Gegenteil. Und daheim? lol.


Ich mache es mir nicht einfach. Ich hatte es nie einfach. Aber hey - auch ich habe jahrelang die Schuld bei anderen gesucht. Und gefunden. Und irgendwann festgestellt: Egal wer Schuld hat, meine Situation ändern kann nur ich.


Unter anderem deshalb helfe ich jetzt auch Schülern und Studenten. For free. Genau so wie Erwachsenen. Und warum hänge ich hier hauptsächlich im Wirtschafts- und Rechtsunterforum ab? Auch dort sind viele, die's nicht schaffen wollen. Sich verarschen lassen.
Ist das aber die Schuld Dritter? Nö.



In Deutschland kann jeder alles erreichen. Manche müssen dafür mehr tun, manche weniger - das hat mit dem Elternhaus zu tun, aber natürlich auch mit dem Umfeld. Und ganz stark mit der Person selbst.
Dafür die Gesellschaft verantwortlich zu machen oder gar Gleichmacherei zu fordern ist Humbug, denn das Ziel - selbstständige und starke Individuen - wird so nicht erreicht.
 
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Dass unser Bildungssystem für sozial Schwächere also so undurchlässig ist, liegt dann (wie immer) an deren besonderer Faulheit und Dummheit.

Wäre ja dann auch auch geklärt...
 
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Idon schrieb:
Was ihr hier vorbringt sind AUSREDEN. Faule Ausreden, damit ja keine Eigenleistung stattfinden muss. Ohhhh, die Bücher kosten Geld, deshalb kann der Bub nicht in die Schule gehen. Oooooh, die Eltern können etwas nicht, deshalb kann niemand auf diesem Planeten dem Mädel Mathe beibringen.
Solche Ausreden kenne ich sonst nur von Leuten, die im Leben nicht so viel erreicht haben. Weil sie nie etwas hatten - außer immer Ausreden!
Wer etwas will, sucht Wege
Wer etwas nicht will, sucht Gründe

Passt immer wieder, gerade bei einem bestimmten Klientel, das meist selbst in einer eigenen Blase lebt, die nicht weiter von Realität und Vernunft entfernt sein könnte.

Aber es ist menschlich 🤷🏼‍♂️
Warum selbst was tun, wenn man auf „die anderenInnen“ zeigen und fordern kann? Der Mensch ist nunmal bequem und sucht sich den einfachsten Weg.

Dies wiederum ermöglichen ihm diejenigen Menschen, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, etwas tun wollen - und es auch durchziehen.
 
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Tinkerton schrieb:
Der Tenor scheint ja zu sein: da können sich manche mehr leisten! Das ist doof! Ich will das auch und zwar ohne was dafür zu tun!

Wenn du das tatsächlich glaubst, dann hast du von den letzten zwei Seiten absolut gar nichts verstanden.

Tinkerton schrieb:
Wer etwas will, sucht Wege
Wer etwas nicht will, sucht Gründe

Mit Kalendersprüchen retten wir die Welt.
 
@Bennomatico
Hat niemand behauptet...
In meiner Schulklasse waren die Kinder von Arbeitslosen, Normal- und Besserverdienenden.
Alle wurden vom selben Lehrer unterrichtet. Es wurde sich auch gegenseitig geholfen.
Alle hatten sie selben Chancen unabhängig vom Elternhaus.

Und da ist auch der größte Knackpunkt. Das Elternhaus. Wenn von dort nicht die richtigen Signale kommen, wird das nichts. Und nur weil die Eltern keine Akademiker sind und "einfache" Berufe ausüben, ist das Kind nicht benachteiligt. Diese Eltern können sich genauso gut um ihre Kinder kümmern.
Ab einem gewissen Alter haben wir uns in der Schule gegenseitig geholfen. Es gab sogar Eltern, die sich gegenseitig untersützt haben, mit Hilfe der Lehrer, kostenlos...
Idon schrieb:
Ich mache es mir nicht einfach. Ich hatte es nie einfach. Aber hey - auch ich habe jahrelang die Schuld bei anderen gesucht. Und gefunden. Und irgendwann festgestellt: Egal wer Schuld hat, meine Situation ändern kann nur ich.
Das begreifen leider nur wenige.
 
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DerHechtangler schrieb:
Und was ändern mehr kostenlose Bildungsangebote daran?
Deswegen brauchen wir in Deutschland einheitliche kostenlose Ganztagesschulen, wo jedes Kind Ganztagsbetreuung hat und die Schule am Ende mit einem Abschluss (welchen auch immer) verlassen kann. Das nennt man Chancengleichheit für alle Kinder.
 
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PeterPlan schrieb:
Wenn du das tatsächlich glaubst, dann hast du von den letzten zwei Seiten absolut gar nichts verstanden.

Nun es ist schon eindeutig welche 3 Mitglieder des Forums hier so ein Zeug schreiben, die fallen auch sonst mit eher stark rechtskonservativen Thesen auf. ;) Ich muss mir nur die Signatur von einigen ansehen und mir ist klar, mit dem würde ich kein Bierchen trinken wollen.
 
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Discovery_1 schrieb:
Deswegen brauchen wir in Deutschland einheitliche kostenlose Ganztagesschulen, wo jedes Kind Ganztagsbetreuung hat und die Schule am Ende mit einem Abschluss (welchen auch immer) verlassen kann. Das nennt man Chancengleichheit für alle Kinder.
Es gibt doch die Schulpflicht. Und die Eltern können am Nachmittag ihre Kinder abholen. Währenddessen sind die Kinder in der Betruung und können ihre Hausaufgaben erledigen. Nannte sich Hort bei mir. Oder was meinst du damit?
 
Tinkerton schrieb:
Wer etwas will, sucht Wege
Wer etwas nicht will, sucht Gründe

Es ist weiterhin verwunderlich, mit welcher Kraft, Willkührlichkeiten verteidigt werden.

Ich würde es als durchaus erstrebenswert erachten, wenn die Schule ein Ort wäre, an dem die willkührlichen Ungleichheiten ausgeblendet werden könnten.
 
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Andy8891 schrieb:
Es ist weiterhin verwunderlich, mit welcher Kraft, Willkührlichkeiten verteidigt werden.

Ich würde es als durchaus erstrebenswert erachten, wenn die Schule ein Ort wäre, an dem die willkührlichen Ungleichheiten ausgeblendet werden könnten.
Welche Willkürlichkeiten? welche Ungleichheiten?
 
DerHechtangler schrieb:
Oder was meinst du damit?
Es geht in diesen Ganztagesschulen auch darum, das die Kinder aus allen sozialen Schichten zusammenkommen. Nur so lernt man richtiges Sozialverhalten.
 
DerHechtangler schrieb:
Und da ist auch der größte Knackpunkt. Das Elternhaus. Wenn von dort nicht die richtigen Signale kommen, wird das nichts. Und nur weil die Eltern keine Akademiker sind und "einfache" Berufe ausüben, ist das Kind nicht benachteiligt.

Der Widerspruch in deiner Aussage ist dir schon bewusst, oder?
 
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Discovery_1 schrieb:
Es geht in diesen Ganztagesschulen auch darum, das die Kinder aus allen sozialen Schichten zusammenkommen. Nur so lernt man richtiges Sozialverhalten.
Ja richtig, in welchen Schulen, außer Privatschulen ist das denn nicht so?
Ich zitiere mich selbst:
"In meiner Schulklasse waren die Kinder von Arbeitslosen, Normal- und Besserverdienenden. Alle wurden vom selben Lehrer unterrichtet. Es wurde sich auch gegenseitig geholfen.
Alle hatten sie selben Chancen unabhängig vom Elternhaus." Ganz normale Realschule.
PeterPlan schrieb:
Der Widerspruch in deiner Aussage ist dir schon bewusst, oder?
Erkläre es mir bitte.
 
Bennomatico schrieb:
Dass unser Bildungssystem für sozial Schwächere also so undurchlässig ist, liegt dann (wie immer) an deren besonderer Faulheit und Dummheit.

Wäre ja dann auch auch geklärt...

Gehe auf meine einzelnen Punkte ein oder spar's dir halt.

@Discovery_1

Die Chancengleichheit gibt es. Es gibt aber zum Glück keine Ergebnisgleichheit, wobei sich lächerliche Abis á la Berlin und immer "bessere" Uni-Noten dem annähern.
 
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Idon schrieb:
Dafür die Gesellschaft verantwortlich zu machen oder gar Gleichmacherei zu fordern ist Humbug
Wieso? Es ist bequem 😉
„Die anderen“ müssen, man selbst darf. Andere geben, man selbst nimmt. Und wenn man selbst nichts auf die Kette kriegt, ist auch irgendein anderer Schuld, denn man selbst ist per se Opfer und gehört gehätschelt.

Ich tippe als Ursache für diese egozentrische Denkweise auf ein entsprechend motiviertes Elternhaus, wo das nun so denkende Kind für alles mögliche überschwänglich gelobt wurde und es dadurch nun als Erwachsener der festen Meinung ist, dass es alles kann, darf und verdient und dafür nur lange genug „verlangen“ muss - notfalls mit Argumenten, die keiner Nachfrage standhalten 🤷🏼‍♂️
 
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Ganz abgesehen von der Bildungsungerechtigkeit, mit der arme/nicht muttersprachler benachteiligt sind, kommt ja noch der massive Einfluss von Vitamin B dazu.

Deshalb wird sich auch nie was ändern. Die die es irgendwie geschafft haben, wollen das ihren Kindern eben auch ermöglichen. Egal ob sie Links oder Rechts der Gaußschen Glockenkurve sind.
 
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