Idon schrieb:
Dann sind die Eltern das Problem
Herzlichen Glückwunsch ... damit hast du die Waschmaschine (für 100 Gummipunkte) schon fast zusammen.
Natürlich sind die Eltern das Problem.
Zum Beispiel diese Eltern, die zu doof waren, Berufe zu erlernen, mit denen man dann auch mit nur einem Einkommen angenehm leben kann (wie hat sich der Arbeitsmarkt eigentlich in diese Richtung entwickelt?).
Zum Beispiel die Eltern, die nach 8 Stunden Arbeit (und zwei Stunden Arbeitsweg) einfach mal eine Stunde Ruhe haben wollen ... und ihre Kinder dann vor Fernseher und Konsole parken ... oder noch besser ... die eine Stunde für sich selbst eben dringend davor hocken wollen.
Oder die Eltern, die sich auf dem Nachhauseweg von der Arbeit dringend ne Flasche Jägi und ein paar Bier reinziehen müssen, um erstmal runter zu kommen ... ich kann zwar nur Spekulieren, aber wahrscheinlich saufen die, um auf ihre beschissenes Leben besser klar zu kommen. Ich saufe nicht und habe auch keine Kinder, also kann ich das nicht beurteilen.
Kinder machen Arbeit und die haben leider keinen "Aus"-Knopf.
Genau das wird in der modernen Kleinstfamilie (Elternteil(e) + 1 Kind) eben etwas kompliziert.
In einer Mehrgenerationenfamilie (wohlmöglich mit mehreren Kindern) ist das kein Problem ... da findet man auch als Kind immer jemanden der gerade ein bisschen Zeit hat.
In der modernen Kleinstfamilie müsste den Kindern irgendwer beibringen, wie sie sich selbst beschäftigen ... aber wer soll das machen, wenn schon die Eltern das nicht so recht wissen?
Dazu kommt noch eine unglaubliche Angst vor all den pösen Dingen, die das Leben für Kinder bereit hält (z.B. Autofahrer, die nur auf den Autoverkehr achten), oder die Perversen, die an jedem Spielplatz lauern ... oder "Kopftuchmädchen und Messertürken" ... die gibts ja in Deutschland an jeder Ecke (was ist an Kopftuchmädchen eigentlich so gefährlich, dass man in der AfD vor denen Angst hat?).
Was sollen Eltern tun, die zwar ihre Ruhe vor den Kindern haben wollen, aber auch Angst haben, sie unbeaufsichtigt zu lassen. Da gibts im Grunde nur eine praktzikable Lösung, und die wird genutzt ... leider hat sie negatve Effekte für die Entwicklung von Kreativität und Eingeninitiative.
Es ist tatsächlich etwas komplizierter, als du dir das vorstellst. Denn die Eltern bedienen mit ihrem Verhalten nur einen Markt ... der sich im Gegenzug über die mangelnde Qualität bei seinen Zulieferern beschwert, die er durch die Forderungen an die Eltern eigentlich selbst erst möglich macht.
Auch die Unternehmen bedienen nur einen Markt.
Einzelne "Schuldige" auszumachen, ist wie so oft ziemlich utopisch und eigentlich nur durch Kurzsicht zu erreichen.
Am ehesten kommt da noch unser Marktfetisch in Frage.