Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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@PeterPlan

Du wirfst hier einfach einen Link rein. Was soll das bringen?


@folivora

"Vitamin B" ist genau so eine Ausrede. Es ist eben praktisch die Schuld auf einen externen Faktor zu schieben-.
 
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Tinkerton schrieb:
Wenn man als Eltern „nur“ einen Hauptschulabschluss hat, kann man trotzdem für die Kids da sein und muss eben ggf woanders sparen, um Nachhilfe zu ermöglichen, wenn die Probleme wirklich daran liegen 😉

Das klappt besonders gut bei Heizung und Strom, das ist übrigens bereits millionenfache Realität. Glaubst Du ernsthaft da bleibt noch Geld für Nachhilfe übrig? Wenn diese Menschen Glück haben, haben sie einen guten Mitschüler, der sich Zeit nimmt und gut erklären kann. Ansonsten ist da nichts zum sparen.

Tinkerton schrieb:
Passt immer wieder, gerade bei einem bestimmten Klientel, das meist selbst in einer eigenen Blase lebt, die nicht weiter von Realität und Vernunft entfernt sein könnte.

So wie Du? S.o.

Tinkerton schrieb:
Wir sollten schauen, was die einzelnen Schüler können statt krampfhaft versuchen, alle gleich zu machen, was sie nicht sind.

Da bin ich komplett bei Dir.

Tinkerton schrieb:
Super Idee. Welche Motivation hätte man denn dann, was zu leisten?

Definiere Leistung. Das scheitert schon daran, dass Menschen die hart arbeiten bescheiden entlohnt werden und die, die Papier beschmutzen, in der Regel signifikant besser fahren. Erstaunlicherweise wären dann also die Niedriglöhner, über die so gerne (auch hier) verächtlich hergezogen wird, die Leistungsträger.

Die Papierbeschmutzer schaffen es sogar noch ganz viele weitere Stellen zu schaffen die darauf ausgelegt sind, noch mehr Papier zu beschmutzen. Man ist halt unter sich.

DerHechtangler schrieb:
In meiner Schulklasse waren die Kinder von Arbeitslosen, Normal- und Besserverdienenden.
Alle wurden vom selben Lehrer unterrichtet. Es wurde sich auch gegenseitig geholfen.
Alle hatten sie selben Chancen unabhängig vom Elternhaus.

Das kann ich zumindest für die Oberstufe bestätigen, nur liegt meine Schulzeit leider schon ein wenig zurück. Was heutzutage stellenweise für ein Lärmpegel in den Klassen herrscht, da besteht kaum noch die Möglichkeit für Lehrkräfte Wissen zu vermitteln und für interessierte Schüler selten die Möglichkeit überhaupt etwas mitzunehmen. Entweder man lernt schnell, oder wird abgehängt und wer bereits früh abgehängt wurde, dem fehlt i.d.R. auch jegliche Motivation.

@PeterPlan

Danke!
 
Idon schrieb:
@PeterPlan

Du wirfst hier einfach einen Link rein. Was soll das bringen?

Das ist die Faktenlage. Aber damit habt ihr's nicht so, oder?

Ich könnte dir alternativ auch die Bücher von diversen Wissenschaftlern empfehlen, aber würdest du sie lesen?
 
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Okay, es gibt da einen Unterschied, nennt sich Veranlagung. Nicht jeder kann Olympiasportler werden. Ist das auch ungerecht? Führe ich als Nichtakademiker ein schlechtes Leben? Muss jeder Akademiker werden?

Diese Frage sollte man sich mal stellen, bevor man wieder mit dem Finger auf andere zeigt.
Discovery_1 schrieb:
Deswegen bin ich auch gegen Privatschulen im Kindesalter.
Das sind aber nur ein eher geringer Teil der Kinder, die eine Privatschule besuchen...
 
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@Der Paule

Einen guten Mitschüler zu haben, der hilft, ist kein "Glück", sondern das Ergebnis eigener Tätigkeit: Nach Hilfe fragen.


@PeterPlan

Das hier ist eine Diskussion. Da geht es um das Einbringen eigener Beiträge.

Warum gehst du nicht substantiiert auf meine obigen Aussagen ein?
Weil's dir an Sachargumenten fehlt. Deshalb flüchtest du dich in die vermeintliche Autoritäts-Schlagkraft der Aussage Dritter und schiebst diese vor. Das geht natürlich fehl.
 
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Idon schrieb:
Du wirfst hier einfach einen Link rein. Was soll das bringen?
Nicht jeder kann Akademiker werden. Aber dafür braucht niemand eine Studie, sowas erklärt sich von selbst...
Aber ja, schon ungerecht sowas...
 
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Fakten sind keine Sachargumente???
 
DerHechtangler schrieb:
Nicht jeder kann Olympiasportler werden. Ist das auch ungerecht?
Für manche schon…

Menschen sind nicht gleich. Jeder hat individuelle Stärken und Schwächen und nicht jeder kann alles oder alles werden.

Das ist eine Realität, die manche nur sehr schwer begreifen, wenn überhaupt. Bis dahin wird dann „gefordert“ und auf „Gleichheit“ gedrängt, die es gar nicht geben kann. Wir sind keine Borg 😉

Man könnte sich zB als schwacher Schüler Unterstützung suchen. Angebote gibts massig. Oder man jammert rum, wie ungerecht alles ist und „verlangt“, dass andere das für einen erledigen, Systeme umbauen und (noch mehr) Rücksicht nehmen.

Man könnte sich „nach oben“ orientieren, statt andere zu nötigen, ständig „nach unten“ zu schauen.

Selbst was tun, aktiv werden, etwas an seiner Situation ändern - das kostet alles Zeit und Energie. Wenn einem das eigene Leben, die eigene Zukunft aber nichtmal das wert ist, sehe ich schwarz für diese Schüler. Egal wie viel Geld man reinpumpt.
 
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Lustigerweise sind ja eher Akademiker-Eltern die Helikoptereltern die wegen jeder Kleinigkeit bei den Lehrern quengeln wenn ihr Sprössling "ungerecht" bewertet wurde.
 
Idon schrieb:
Dann sind die Eltern das Problem
Herzlichen Glückwunsch ... damit hast du die Waschmaschine (für 100 Gummipunkte) schon fast zusammen.

Natürlich sind die Eltern das Problem.
Zum Beispiel diese Eltern, die zu doof waren, Berufe zu erlernen, mit denen man dann auch mit nur einem Einkommen angenehm leben kann (wie hat sich der Arbeitsmarkt eigentlich in diese Richtung entwickelt?).

Zum Beispiel die Eltern, die nach 8 Stunden Arbeit (und zwei Stunden Arbeitsweg) einfach mal eine Stunde Ruhe haben wollen ... und ihre Kinder dann vor Fernseher und Konsole parken ... oder noch besser ... die eine Stunde für sich selbst eben dringend davor hocken wollen.

Oder die Eltern, die sich auf dem Nachhauseweg von der Arbeit dringend ne Flasche Jägi und ein paar Bier reinziehen müssen, um erstmal runter zu kommen ... ich kann zwar nur Spekulieren, aber wahrscheinlich saufen die, um auf ihre beschissenes Leben besser klar zu kommen. Ich saufe nicht und habe auch keine Kinder, also kann ich das nicht beurteilen.

Kinder machen Arbeit und die haben leider keinen "Aus"-Knopf.
Genau das wird in der modernen Kleinstfamilie (Elternteil(e) + 1 Kind) eben etwas kompliziert.
In einer Mehrgenerationenfamilie (wohlmöglich mit mehreren Kindern) ist das kein Problem ... da findet man auch als Kind immer jemanden der gerade ein bisschen Zeit hat.

In der modernen Kleinstfamilie müsste den Kindern irgendwer beibringen, wie sie sich selbst beschäftigen ... aber wer soll das machen, wenn schon die Eltern das nicht so recht wissen?

Dazu kommt noch eine unglaubliche Angst vor all den pösen Dingen, die das Leben für Kinder bereit hält (z.B. Autofahrer, die nur auf den Autoverkehr achten), oder die Perversen, die an jedem Spielplatz lauern ... oder "Kopftuchmädchen und Messertürken" ... die gibts ja in Deutschland an jeder Ecke (was ist an Kopftuchmädchen eigentlich so gefährlich, dass man in der AfD vor denen Angst hat?).

Was sollen Eltern tun, die zwar ihre Ruhe vor den Kindern haben wollen, aber auch Angst haben, sie unbeaufsichtigt zu lassen. Da gibts im Grunde nur eine praktzikable Lösung, und die wird genutzt ... leider hat sie negatve Effekte für die Entwicklung von Kreativität und Eingeninitiative.

Es ist tatsächlich etwas komplizierter, als du dir das vorstellst. Denn die Eltern bedienen mit ihrem Verhalten nur einen Markt ... der sich im Gegenzug über die mangelnde Qualität bei seinen Zulieferern beschwert, die er durch die Forderungen an die Eltern eigentlich selbst erst möglich macht.
Auch die Unternehmen bedienen nur einen Markt.

Einzelne "Schuldige" auszumachen, ist wie so oft ziemlich utopisch und eigentlich nur durch Kurzsicht zu erreichen.
Am ehesten kommt da noch unser Marktfetisch in Frage.
 
Tinkerton schrieb:
Wer etwas will, sucht Wege
Wer etwas nicht will, sucht Gründe
klassisches Eigentor ... :lol:
Auch @Idon sucht nicht Wege, sondern eher Gründe die vor allem dazu dienen, jede Schuldzuweisung von dem fern zu halten, was ihm scheinbar heilig ist.
 
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DerHechtangler schrieb:
Was ist dein Lösungsvorschlag? Die Anforderungen solange senken, bis alle sie erfüllen?

Ich habe auf den letzten beiden Seiten sehr viele Vorschläge geschrieben (und nicht nur ich übrigens!). Aber damit willst du dich nicht auseinandersetzen, stattdessen kommt billige Polemik und Vermeidungsstrategie.
 
Natürlich muss die Allgemeinheit das finanzieren, wie auch sonst? Eine Gesellschaft funktioniert nur gut über Solidarität, alles andere ist doch Bullshit.
 
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Tinkerton schrieb:
Für manche schon…

Menschen sind nicht gleich. Jeder hat individuelle Stärken und Schwächen und möchte jeder kann alles oder alles werden.

Das ist eine Realität, die manche nur sehr schwer begreifen, wenn überhaupt. Bis dahin wird dann „gefordert“ und auf „Gleichheit“ gedrängt, die es gar nicht geben kann.
Aber genau das ist doch das Argument der Kapitalisten.

Jeder kann alles schaffen, wer es nicht schafft ist selbst schuld und soll keine Hilfe erwarten dürfen.

Was spricht denn außer Neid dagegen, die Einkommen/Erträge > 1Mio deutlich stärker zu besteuern und dafür z.B. Pflegekräften eine 20 Stundenwoche bei gleichem Gehalt zu ermöglichen?

Vielleicht sagt dann auch so mancher Büromensch: Bevor ich 40 Stunden vorm PC hocke, pflege ich lieber 20 Stunden Menschen.
 
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Andy8891 schrieb:
Aber genau das ist doch das Argument der Kapitalisten.

Jeder kann alles schaffen, wer es nicht schafft ist selbst schuld und soll keine Hilfe erwarten dürfen.

Und sich obendrein diskriminieren lassen.
 
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Andy8891 schrieb:
Jeder kann alles schaffen, wer es nicht schafft ist selbst schuld und soll keine Hilfe erwarten dürfen.

Und wenn jemand mit Connections zu den "Guten Freunden" nach "oben" etwas nicht schafft, kann man ja mal eine Ausnahme machen ;)
 
Tja ... so läuft das halt in einer Oligarchie.
 
Idon schrieb:
Gehe auf meine einzelnen Punkte ein oder spar's dir halt.

Hier wird doch eh nur das gleiche immer wiederholt.
Höhere Bildung ist nicht für jeden (dumm) und es mangelt an der Motivation (faul). Brauch ich doch jetzt keine seitenlangen Zitate aufführen. Hat jeder auf den letzten Seiten zur Genüge gelesen.

Warum aber ausgerechnet Kinder aus prekären Verhältnissen diese Eigenschaften gehäuft an den Tag legen und warum das in anderen Ländern scheinbar weniger der Fall ist, hat hier hingegen noch niemand erklärt.
 
PeterPlan schrieb:
Fakten sind keine Sachargumente???

Kommentarlos einen Link rein zu werfen, insbesondere unter Ignoranz konkreter zuvor eingebrachter Punkte, ist kein Sachargument; nein. Das ist auf dem Niveau von "unter google.de findest du meine Argumente".

@DerOlf

Ich habe meine Wege gefunden - habe ich doch geschrieben.

Und weitere Wege, die es zu meiner Zeit noch nicht gab, habe ich beschrieben.

Was sind denn deine Antworten darauf?


@Bennomatico

In Deutschland darf eben jeder Kinder bekommen. So viel er möchte.

Natürlich haben Kinder Probleme damit das Konzept "Arbeit" zu erfahren wenn die Eltern nicht (richtig) arbeiten und auch sonst keiner aus der Sozialisierung. Die Lösung wäre z. B. ein Elternführerschein, das ist aber nur umsetzbar, wenn man in einer menschenverachtenden Diktatur á la VR China lebt.
 
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