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Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus
Tust du das? Mich würde mal interessieren warum jeder, der sich ansatzweise kritisch über die Auswüchse des Neoliberalismus äußert (ist bei Precht ja nicht gerade das Hauptthema), direkt ein geldablehnender Hardcorekommunist sein muss, um überhaupt eine Meinung in diese Richtung haben zu dürfen.
Passt aber natürlich in dein simples Weltbild. Differenzierung sowie das Erkennen und Einordnen von Zusammenhängen war ja noch nie deine Stärke.
Das ist ja auch der einfachste Weg, diese Leute loszuwerden, denn von Luft und Liebe kann im Kapitalismus nunmal niemand lange leben.
Wenn die komplett drauf verzichten, Geld zu nehmen, hat man auch sofort Ruhe.
Ein Buch zu schreiben kostet Zeit, es zu verlegen kostet Geld (weil das nunmal auch ein RDP nicht alleine machen kann).
Informationsvermittlung hängt in funktional entmischten Geellschaften nunmal immer an Menschen, und da die nicht für umme arbeiten wollen (weil man im kapitalismus nunmal zwingend Geld braucht ... egal ob zum drauf rumsitzen oder nur als Durchlaufposten) kostet es nunmal auch Geld ein Buch auf den Markt zu bringen.
Natürlich gäbe es weit weniger dieser Bücher, wenn Linken der Gelderwerb verboten wäre.
Leistung soll sich lohnen, aber Linke sollen bitte auf jedes Entgeld verzichten, wenn sie das Geldsystem und seine (natürlichen) Auswüchse kritisieren?
Das kann doch nur jemand fordern, der das System wirklich so garnicht verstanden hat, oder einfach nicht einsieht, dass wir alle in diesem System leben ... ein kompletter Ausstieg ist faktisch unmöglich, denn der führt nunmal zum baldigen Ableben.
Das sag' mal den Menschen, die bei uns jährlich ca. 120 Milliarden Euro an Steuern hinterziehen. Was wir alles finanzieren könnten, wenn die Steuerbehörden nur die Hälfte davon eintreiben würden.
Natürlich hat der eher ein Problem damit, dass regelmäßig ehrlich arbeitende Leistungsträger durch unterlassene Steuerhinterziehung am Bettelstab landen.
An Bayern kann man doch sehr gut sehen, dass die Anzahl an Steuerprüfern sich umgekehrt Proportional zum Standortvorteil verhält. Je seltener Steuerprüfungen stattfinden, desto attraktiver ist der Standort.
Ist ja auch verständlich, wenn es einzig darum geht, möglichst viel vom erzielten Umsatz behalten zu können.
Ein Satz von Kuddel Schnööf:
"Was brauchen wir denn den Staat? ... ne Räuberbande sind wir selbst!". Er bezog das auf die Friesen und ihre gute alte Tradition, mittels großer Feuer das Aufkommen an Strandgut zu steigern (was zum Glück seit einiger Zeit nicht mehr praktiziert wird).
@Discovery_1
Du solltest schon deine Tomi-Brille aufsetzen.
Es geht dabei um Leistung ... und wer nichts hat, der hat eben einfach auch nichts geleistet, wollte das nie, und ist daher auch nur eine Belastung für die Gesellschaft.
Wer was geleistet hat, dem hat die Welt dankbar zu Füßen zu liegen ... basta.
Erkennen kann man diese Menschen an ihrem Besitzstand (auch wenn das alles nur auf Pump gekauft wurde).
Wie dreist ist es eigentlich, einen Anteil an der Leistung anderer einzufordern? ... aber halt ... das macht Tomi ja nicht anders, wenn er fordert, dass sich Hartzer quasi unentgeltlich (Ehrenamt) um die Drecksarbeiten kümmern sollen, die nicht angemessen oder auskömmlich entlohnt werden dürfen, weil die Frisur sonst teurer würde.
Das ist nicht nur im Kapitalismus so, nach unten treten ist immer leicht und wird gerne so praktiziert in gewissen Kreisen.. ob nun arme Menschen, Flüchtlinge, ...
Niedriglohn gibt eben auch niedrige Preise ... und von denen profitieren auch die Menschen, die problemlos jede Woche 150,- und mehr zum Friseur schleppen könnten, sich aber auch freuen, wenn der Maschinenschnitt eben nur 10% davon kostet.
Aber das geht ja nicht, weil dann die Niedriglöhner aufm Kopp aussehen könnten, wie Krraut und Rüben und nichtmal ein Pfeffersack Vertrauen in die Fähigkeiten eines Friseurs hat, der sich selbst keinen Friseur leisten kann.
Die absolute Krone ist eigentlich, dass die Niedriglöhne auch den Reichen günstige Angebote in Hülle und Fülle sichern. Mehr noch, es wird sogar noch als Argument dafür angeführt, dass der Mindestlohn nicht zu stark steigen darf, da ja sonst die Präkarier in Not geraten.
Eigentlich ganz schön sozial für jemandem, dem die anderen nach ostinater eigener Angabe einfach egal sind.
Ergänzung ()
Nachtrag: Wo wir doch dank Corona schon gelernt haben, mit Zugangsbeschränkungen für einzelne Persnengruppen zu leben, könnten wir doch eigentlich auch darüber nachdenken, den Zugang zu Discountern an den Nachweis eines unterdurchschnittlichen Haushaltseinkommens zu knüpfen. Die reiche SUV-Mutti darf dann halt nur noch in den Dengel (vorrausgesetzt sie ist geimpft, getestet oder gilt noch als genesen).
Damit hat sich dann auch bald die Oberbekleidung als Werbefläche erledigt ... denn da hängen dann eben Klarsichthüllen mit Impfausweis und Gehaltsabrechnung drin, damit man das nicht jedesmal rauskramen muss.
Aber aber ... das würde doch implizieren, dass das im Rheinland besonders ausgeprägt ist.
Dabei wird das an Elbe, Weser, Ruhr und Donau und all ihren Zuflüssen nicht ganz anders gehandhabt.
Wenn Korruption funktioniert, dann findet sie immer im ganzen Land statt.
Was für ein Problem sollte ich mit Steuerhinterziehung haben ?
Steuerhinterziehung ist verboten, die Beurteilung und Verurteilung von Steuerhinterziehern überlasse ich den Gerichten.
Das einzige Problem das ich bei Steuerhinterziehung sehe ist das nicht alle erwischt werden, daran kann ich nichts ändern.
Discovery_1 schrieb:
Auf diejenigen eintreten, die gar nichts haben und bei den Reichen schulterzuckend wegschauen.
Steuerhinterziehung ist gesetzlich verboten, da muss ich nicht wegschauen und nichts ändern.
Ich trete auf niemanden ein, es soll nur jeder arbeiten der kann und sein Geld selber verdienen, keine Lust ist kein Grund um die Gemeinschaft zu belasten.
Ich finde es der Gemeinschaft gegenüber asozial wenn jemand nicht arbeiten geht obwohl er könnte und sich von der Gemeinschaft durchfüttern lässt.
Tomi du redest von einem Bruchteil von Menschen, der easy zu verkraften ist. Warum diese nicht arbeiten wollen oder können ist letztendlich egal. Viele haben psychische Probleme, oder Suchtprobleme, man kann diese Menschen in Ruhe lassen oder versuchen zu fördern, menschlich mit umgehen. Unsozial ist Niedriglöhne zu rechtfertigen, nicht nur unsozial auch moralisch verwerflich.
Es gibt auf jeden Fall kein, mehr Leistung, mehr Gehalt. Das gibt im Wolkenkuckucksheim.
Oftmals werden Überstunden mit Klauseln im Vertrag abgegolten, so läuft das.
Wenn das bei dir so ist dann machst du was falsch, ich habe mir in den letzten Jahrzehnten bis heute kontinuierlich Beförderungen und Gehaltserhöhungen erarbeitet.
Ich weiß nicht wie das in Wolkenkuckucksheim läuft, ich lebe in Meerbusch und arbeite in Düsseldorf und da gibt es Beförderungen und Gehaltserhöhungen.
Godde schrieb:
Unsozial ist Niedriglöhne zu rechtfertigen, nicht nur unsozial auch moralisch verwerflich.
Jeder bekommt was er sich mit seiner Leistung erarbeitet und verdient, du darfst gerne deine Unsozial/Moral Keule schwingen aber das ist einfach die Realität, mach mit oder geh unter.
Wer nach Jahrzehnten der Entwicklung in diese Richtung immer noch nicht kapiert hat das Leistung heutzutage Bildung/Abschlüsse und nicht körperliche Arbeit bedeutet ist selber schuld.
Dann hast du halt Glück gehabt. Bei vielen ist es nicht so. Wenn ich in einer Gewerkschaft bin habe ich auch Gehaltserhöhungen, ohne zutun, einfach weil ich eine bestimmte Zeit im Betrieb bin. Oder aber die Stelle wird neu bewertet und ich werde höher gestuft.
Wir leben in einer Solidargemeinschaft, da gehört es dazu andere zu unterstützen, auch wenn es dir nicht passt. Ich könnte auch Gründe finden, warum ich wen nicht unterstützen möchte, so läuft es aber nicht.