Tomislav2007 schrieb:
Eine gute Arbeitsstelle muss man sich selber suchen, wer sich bei der Arbeitssuche nur auf die Vermittlungsvorschläge von der Arbeitsagentur und/oder dem Jobcenter verläßt hat schon verloren.
Melde dich lieber erst garnicht arbeitslos.
Vom Tag der Meldung (nicht erst vom Tag der bewilligung an) bombardieren die dich mit allem, was sie haben ... obs zum Profil passt oder nicht, ist vollkommen egal.
Und leider bist du verpflichtet, bei jeder dieser Stellen das Bewerbungsverfahren zu durchlaufen.
Drei mal die Woche sinnlos durch die ganze Republik kacheln ... sicher .. mache ich gerne ... auch wenns am ende keinen Job bringt, nur Zeit, Geld und Nerven gekostet hat und nichts weiter ergibt, als den Nachweis, dass man sich beworben hat (das ist aus Gründen der Sanktionsvermeidung ja auch schon bares Geld wert).
Dieses Ganze Hartz4-System gehört einfach in die Tonne ... und vor allem sollte man verhindern, dass man mit Arbeitslosenverarsche auch noch viel Geld verdienen kann (Massnahmen).
Ich denke, dass ganz viele Fort- und Weiterbildungseinrichtungen einige Standorte dicht machen müssten, wenn sie nicht zuverlässig vom JC mit Opfern und Geld versorgt würden (bei der letzten Einrichtung, wo ich war, hing der Umsatz zu gut 50% am JC).
Der Arbeitslose als Ware ... die man zwar nicht einstellt, aber bis über die Ohren mit Beratungen, Coachings und Weiterbildungen für Jobs, in die die eh nicht reinkommen, vollsalbadern kann und dafür vom Staat gut Kohle in den Hintern geblasen kriegt.
Selbst sinnvollere Maßnahmen suchen endet immer gleich ... ist nicht förderfähig, musst du also selbst bezahlen ... nur wovon? von den paar Kröten die du als Hartz4-Empfänger besitzen darfst? Das reicht meist nichtmal für das halbe Zertifikat.
Wenn ich es nicht für Kriminell halten würde, würde ich selbst an diesem Tropf hängen ... niemand beim Jobcenter verlangt, dass Bewerbungscoaches irgendwann mal eine erfolgreiche Bewerbung geschrieben haben. Die meisten sind selbst gescheiterte Existenzen.
Was die bei mir erreicht haben war, dass ich einige Jahre lang keine Bewerbungen rausschicken wollte, ohne vorher das "OK" von irgendjemandem einzuholen. Entweder sind die Coachings bei mir nach hinten losgegangen, oder das muss genau so.
Das ist also eher eine Erziehung zur
Unselbstständigkeit in Bewerbungsfragen.
Wer in diesem System noch "Fördern" entdeckt, der sollte echt mal seine Augen untersuchen lassen.
Allen, die da momentan drin hängen, kann ich nur sagen, nichts wie raus da. Ihr habt rein garnichts davon und findet ohne Jobcenter im Nacken garantiert schneller einen Job.
Das seltsamste ist: Seit ich vom Jobcenter weg bin (ich verdiene netto knapp €50,- weniger, als ich mit Hartz4 zur Verfügung hätte), habe ich irgendwie mehr Geld ... am Monatsende bleibt seltsamerweise öfter was übrig.
Ich verstehe aber auch nicht, warum das so ist ... ich lebe nichtmal wirklich sparsamer, in den letzten 2 Jahren ist alles ein wenig teurer geworden, meine Nebeneinkünfte sind dank Corona komplett weggebrochen und obendrein habe ich ja auch keinen Zugang zu den tollen Vergünstigungen für Hartz4-Empfänger (für einen "Solidartest" oder das sogenannte "Sozialticket" für den ÖPNV müsste ich einen H4-Bescheid vorlegen ... ich habe das nie genutzt, aber das nur so als Beispiel).
Eigentlich müsste ich finanziell doch voll am Stock gehen. Dem ist aber nicht so ... die 6 Jahre im H4-Bezug war das Geld jedenfalls immer knapper.
Falls jemand Kinder aus den sogenannten Hartz4-Dynastien kennt, bitte erzählt denen meine Geschichte ... vielleicht sparen die sich dann ihren Erstantrag.