Ich weiß einfach nicht, warum ihr dauernd auf den H4-Empfängern herumhacken müsst. Mir tun diejenigen leid, die sich täglich für EUCH den Arsch aufreißen, und von ihrem Friseur-, Bäcker- oder Erzieherinnengehalt (die Liste ist noch lange fortsetzbar) kaum eine Familie ernähren können. Das ist ein Skandal, ganz einfach. Und für DIESE Menschen sollte die LINKE eigentlich Politik machen. Von H4 redet doch niemand, das findet allein in eurem Kopf statt! Mein Gefühl sagt mir, dass es euch argumentativ einfach gut in den Kram passt. So müsst ihr euch nicht mit den miesen Gehältern auseinandersetzen, die unsere Gesellschaft den Leuten als Gnadenbrot lässt und könnt euch selbst besser fühlen, bloß weil ihr einen Job habt, in dem ihr mehr verdienen könnt. Es ist eine ganz armselige Nummer, was ihr hier abzieht. Eigentlich habt ihr nur Angst davor, euch nicht mehr so privilegiert fühlen zu können. Und dafür gibt es nur ein einziges Wort: asozial.
Ohne Geld kann man gar nicht tun, was man will. Viele Freizeitaktivitäten sind dermaßen teuer, dass sich ärmere Familien nichts davon leisten können. Ein paar mal Achterbahn fahren auf dem Jahrmarkt oder ein Kinobesuch kostet eine vierköpfige Familie gleich mal 40-60 Euro. Das ist viel Geld! Ein Besuch im Legoland oder Europapark sind 200 Euro aufwärts bei 4 Personen! Gutes und haltbares Spielzeug für Kinder ist sauteuer.
Und das Problem der Linken war von Anbeginn, dass sie das ungebildete Proletariat vertritt, welches das System eben mangels Bildung nicht versteht. Ich kenne dutzende, ach was, hunderte solcher Leute, mit denen ich schon gesprochen habe. Das Argument, dass es uns hier ja so supergut geht, kommt von diesen Leuten gar nicht! Die haben einfach nur längst gefressen, dass sie unten in der Nahrungskette stehen, geben sich selbst die Schuld dafür und finden sich damit ab, weil man es ihnen so beigebracht hat: "Es kann jeder reich werden, aber eben nur wenige".
Und ich hätte echt gerne mal ein sinnvolles Argument von euch gehört, warum wir als Gesellschaft nicht dafür kämpfen sollen, dass es ALLEN Fleißigen gut geht. Das sind doch alles wichtigte Jobs! Ich bin froh, dass wir Reinigungskräfte, Busfahrer, Postboten und Erzieher haben! Die müssen anständig entlohnt werden, so einfach ist das. Das ist für den sozialen Frieden fundamental! In den USA, dem Kernland des ungezügelten Kapitalismus, werden jedes Jahr zigtausend Menschen auf offener Straße erschossen. In Afghanistan nennen wir sowas BÜRGERKRIEG! In den USA ist es NORMALITÄT. Wie kann man so blöd sein, dieses Land als Vorbild zu nehmen?
Die paar faulen Säcke sind nicht das Problem, die könnten wir aus der Portokasse finanzieren. Ihr führt hier ein Scheingefecht mit lauter Nebelkerzen, und zwar von Anfang an.