Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
folivora schrieb:
Und wieso siehst du die Schuld da pauschal bei den Azubis? Vielleicht ist der Ausbilder auch einfach eine menschliche Katastrophe oder zahlt zu wenig?

Mein Ausbilder/Chef war der damals der Teufel in Person. Arrogant, herabwertend, 400 € Gehalt, viele viele Drecksarbeiten die gar nichts mit meinem Beruf zu tun hatten. Trotzdem habe ich das durchgezogen. Ausreden kann jeder, durchhalten und kämpfen leider nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Tinkerton
Ich fände es ds angenehmer, wenn man für eine Verbesserung der Bedingungen "kämpft", statt sich ausnutzen zu lassen und mit sich selbst zu kämpfen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bänki0815, OdinHades und PeterPlan
Eldok schrieb:
Mein Ausbilder/Chef war der damals der Teufel in Person. arrogant, herabwertend, 400 € Gehalt, viele viele Drecksarbeiten die gar nichts mit meinem Beruf zu tun hatten. Trotzdem habe ich das durchgezogen. Ausreden kann jeder, durchhalten und kämpfen leider nicht.
Das erklärt wahrscheinlich deine und auch Tomis Einstellung.

Bei mir lief es scheiße, dann soll es bei anderen mindestens genauso scheiße laufen.

Mich wundert es, warum ihr dann gleichzeitig die Erben so wehemment verteidigt.

Während der Hartz4 Empfänger sich wenigstens weigert, Scheiße zu fressen, sind es die Erben die die Scheiße servieren.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bänki0815, Bennomatico und DekWizArt
Eldok schrieb:
Vorschlag, ich erkläre es dir heute Abend im Discord weil ich es absolut anstrengend finde mit dir zu schreiben.

Bevor ich meine Zeit mit Dir unsympathischen Menschen in einem Voicechat verbringe muss wirklich viel passieren. Entweder schaffst Du es Dein geranze in eine zivilisierte Forensprache zu bringen oder läßt es eben sein, landest dann aber vermutlich noch bei weiteren einfach auf ignore.
 
PeterPlan schrieb:
Mach' mal eine Ausbildung als Koch. Die Abbrecherrate ist dort extrem hoch, weil die Arbeitsbedingungen eine Katastrophe sind:

Und das alles erfährt man erst nachdem man den Ausbildungsvertrag unterschrieben hat? Davor hat man sich für den Beruf des Kochs und die Ausbildungsstätte nicht interessiert. Find den Fehler ...

Ich Bewerbe mich als KFZ Mechaniker ... wie ich muss mich dreckig machen und an Autos schrauben? Unfassbar!

Ich bewerbe mich als Bäcker ... wie ich muss um 4 Uhr Nachts anfangen? Konnte ja keiner ahnen :D


Andy8891 schrieb:
Das erklärt wahrscheinlich deine und auch Tomis Einstellung.

Bei mir lief es scheiße, dann soll es bei anderen mindestens genauso scheiße laufen.

Mich wundert es, warum ihr dann gleichzeitig die Erben so wehemment verteidigt.

1. Wie ist denn meine Einstellung?
2. Bei mir lief es nicht scheisse, sondern es war eben nicht leicht.
3. Ich habe noch nie in diesen Thread Erben verteidigt. Im Gegenteil sogar.

DekWizArt schrieb:
Bevor ich meine Zeit mit Dir unsympathischen Menschen in einem Voicechat verbringe muss wirklich viel passieren. Entweder schaffst Du es Dein geranze in eine zivilisierte Forensprache zu bringen oder läßt es eben sein, landest dann aber vermutlich noch bei weiteren einfach auf ignore.

Ich hab's erwartet, das du Angsthase dich drückst. Alles gut :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Eldok schrieb:
Ich hab's erwartet, das du Angsthase dich drückst. Alles gut :)

Netter Versuch, aber ich verbringe den Feierabend lieber mit meiner Frau als mit einem rechtsaußen.
 
folivora schrieb:
Und wieso siehst du die Schuld da pauschal bei den Azubis? Vielleicht ist der Ausbilder auch einfach eine menschliche Katastrophe oder zahlt zu wenig?

Sozialhilfe ist ja auch ein passiver Schutz, der Unternehmen dazu drängen soll angenehme Arbeitsbedingungen zu schaffen.

1) Seltsam, dass dann nicht alle Azubis abbrechen.
2) Manchmal muss eben auch einfach mal durch Herausforderungen durch und nicht weglaufen. Das Ziel im Auge behalten ist die Devise.

@PeterPlan

Klingt für mich nach Ausreden, warum es besser ist nichts zu machen als zu arbeiten.


Ich habe auch eine ganze Zeit lang immer Ausreden und "Gründe" für etwas gehabt. Das hat mich nicht weitergebracht im Leben. Erst die Erkenntnisse, dass ICH machen und tun muss, hat dann dafür gesorgt, dass ich nicht (mehr) im Sozialsystem hing.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: e-ding
Eldok schrieb:
1. Wie ist denn meine Einstellung?
Hab ich doch geschrieben.

Ein anderes einfaches Beispiel sind Studiengebühren.

Als ich studiert habe, gab es diese. Nachdem ich das abgeschlossen hatte, wurden sie 1 oder 2 Semester später abgeschafft.

Natürlich kam ich mir da auch verarscht vor. Ich habe es ja auch trotz Studiengebühren geschafft. Warum sollten es die anderen nicht auf schaffen?

Aber so ist das. Man führt etwas ein, merkt das es "dumm" ist und schafft es wieder ab.
Eldok schrieb:
2. Bei mir lief es nicht scheisse, sondern es war eben nicht leicht.

Liegt doch immer im Auge es Betrachters oder. Jemand der eine easy Ausbildung hatte, wird deine, im Verhältnis zu seiner, als scheiße betrachten.

Vielleicht habt ihr beide im Anschluss den selben Titel. Aber er würde niemals mit dir tauschen wollen.

Eldok schrieb:
3. Ich habe noch nie in diesen Thread Erben verteidigt. Im Gegenteil sogar.
Ah ok. Ich merke mir nicht jeden Post von jedem. Bei dir habe ich mir aber gemerkt, wie du sehr stolz deinen Barkauf eines Mercedes präsentiert hast.
 
Idon schrieb:
Klingt für mich nach Ausreden, warum es besser ist nichts zu machen als zu arbeiten.

Worauf beziehst du dich?

Ich habe eher den Eindruck, dass die allermeisten Menschen ihren Job trotzdem durchziehen, obwohl er beschissen ist, und zwar hauptsächlich, weil es kaum Alternativen gibt oder man sich mal mit seiner Berufswahl verbunden fühlte, was in meinen Augen die beste Art ist, seinen Beruf zu wählen. Oft kriegt man halt auch vermittelt, dass man eine Pfeife ist, wenn man aufgibt, was zwar falscher Stolz ist, aber krieg' das mal aus den Köpfen raus!

Die Quote derer, die nichts tun, ist doch viel geringer als die der arbeitenden Bevölkerung. Wie kommst du also zu diesem Schluss?

Eine neue Ausbildung anzufangen ist für Familien einfach nicht drin, wenn man bereits kleine Kinder hat und hohe Mieten stemmen oder eine Hypothek aufs kleine Häuschen abbezahlen muss. Es kommt für viele Berufstätige aus finanziellen Gründen nicht in Frage, daher quälen sie sich halt weiter.

Und woher willst du abschätzen können, wann du die ersten Berufskrankheiten bekommst? Mit 20 bist du noch fit und belastbar, da hast du sowas gar nicht auf dem Schirm, eine Doppelschicht schüttelst du da locker aus dem Ärmel, aber das kann sich bereits mit 30 oder dem ersten Bandscheibenvorfall ändern. Und im Alter von 40, 50 ist oft der Ofen aus, da kriegst du auch keine Ausbildung mehr hin.

Geh' mal aus Spaß in eine Reha-Klinik, und guck dir mal an, wie alt dort die Patienten sind. Nicht wenige sind unter 40! Und fast alle dort kommen aus Berufen, die sehr einseite Bewegungsmuster erfordern, zum Beispiel langes Stehen, Sitzen oder hohe Gelenkbelastung. Versetze dich mal in solche Menschen, die psychisch und körperlich durch sind, und sag' ihnen, dass sie nochmal die Schulbank drücken sollen. Zusammen mit Jugendlichen, die laut und stressig sind und noch keine Ahnung vom Berufsleben haben.

Weder in der Schule noch in der Ausbildung ist die Gesundheit am Arbeitsplatz ein Thema, auch in den Medien liest du fast nie etwas darüber (zugegeben, in den letzten Jahren hat sich das minimal gebessert, aber eben nur gering). Das ganze Ausmaß darüber erfährst du dann erst, wenn du beim Therapeuten auf der Bank liegst, aber dann ist es oft schon zu spät, weil gerade Gelenkverschleiß irreversibel ist. Das ganze Gesundheitswesen läuft ganz still nebenher, würde man das an die große Glocke hängen, wäre eine Bevölkerungspanik vorprogrammiert. Ich sehe da viele politische Gründe für diesen Zustand. Der ideologische Zwang unserer Leistungsgesellschaft bekämpft effektiv eine realistische Auseinandersetzung mit diesem Thema!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bennomatico
Eldok schrieb:
2. Bei mir lief es nicht scheisse, sondern es war eben nicht leicht.
Eldok schrieb:
[...] viele viele Drecksarbeiten die gar nichts mit meinem Beruf zu tun hatten.

Empfindest du das als nicht leicht, oder scheisse?

Idon schrieb:
1) Seltsam, dass dann nicht alle Azubis abbrechen.
2) Manchmal muss eben auch einfach mal durch Herausforderungen durch und nicht weglaufen. Das Ziel im Auge behalten ist die Devise.

1) Manche Mitarbeiter haben dich auf dem Kieker, weil denen dein Alter/Frisur/Kleidung/Geschlecht was auch immer nicht passt. Zwischenmenschliche Beziehungen in einer Hierarchie sind immer Komplex. Gibt viele Ursachen warum das Betriebsklima im Eimer ist.

2) Da Stimme ich dir zu, das Mindset ist spielt eine wichtige Rolle. Kaffeautomat spielen und andere Drecksarbeit verrichten, sich als Frau sexistische Sprüche anhören müssen, sollte aber kein Azubi mit sich machen lassen müssen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: OdinHades
folivora schrieb:
Empfindest du das als nicht leicht, oder scheisse?

Soll das jetzt witzig sein oder was ist dein Ziel? Steht doch eindeutig da. Und wenn ich geschrieben hätte "doofe Arbeiten" dann hättest du mich gefragt, ob ich das als nicht leicht oder doof empfinde?

Und du bist dir wirklich sicher das du ernst genommen willst? Der Eindruck entsteht zumindest nicht ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

OdinHades schrieb:
Wer wenig Geld hat, muss faul, dumm oder beides sein. Schublade zu. Das Leben ist schön.
Dumm oder faul geht noch, dumm und faul ist die Mischung die ins berufliche Aus führt.

folivora schrieb:
Und wieviele der 6211 Direktkandidaten wollen Grundsicherung/Existenzminimum streichen und Arbeitslose in Zwangsarbeit stecken?
Leider keiner, zumindest nicht in den mir bekannten Parteien über der 5% Hürde.

Andy8891 schrieb:
Das erklärt wahrscheinlich deine und auch Tomis Einstellung.
Ich habe mir meinen aktuellen Lebensstandard selber erarbeitet und ich erwarte von anderen das sie das auch zumindest versuchen.

Andy8891 schrieb:
Bei mir lief es scheiße, dann soll es bei anderen mindestens genauso scheiße laufen.
Bei mir lief es Scheiße als ich noch keine Berufsausbildung hatte und Hilfsarbeiter war, seit meiner Berufsausbildung und erst Recht seit meiner Weiterbildung zum Meister läuft es hervorragend.
Ich habe auch nur gejammert und gemeckert als ich noch keine Berufsausbildung hatte, seitdem ich eingesehen habe das ich das Problem bin und das nur ich was ändern kann geht es aufwärts.

Andy8891 schrieb:
Mich wundert es, warum ihr dann gleichzeitig die Erben so wehemment verteidigt.
Weil ich glücklicher Alleinerbe bin, ich habe von meinen Eltern unter anderem ein Haus in Kroatien geerbt.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: VoAlgdH
Discovery_1 schrieb:
Und wo sind eigentlich die vielen tollen Vollzeit-Arbeitsplätze, wo man sich auch mit einem geringeren Bildungsverlauf (nicht jeder ist halt ein Genie) eine menschenwürdige Existenz aufbauen kann
Bei uns auf dem Land hat so ziemlich jeder Probleme Stellen zu besetzen und das liegt nicht immer an der Bezahlung. Die Löhne für Facharbeiter (insbesondre im Handwerk) sind gut die Mieten sind (noch) Niedrig und trotzdem haben wir hier reichlich Menschen die nix gerissen bekommen. Da scheiterts nicht an der (Aus)Bildung sondern an simplen Dingen wie regelmäßig und pünktlich auf der Arbeit erscheinen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: VoAlgdH
Eldok schrieb:
Und du bist dir wirklich sicher das du ernst genommen willst? Der Eindruck entsteht zumindest nicht

Nö, ich finds einfach richtig und wichtig solche Diskussionsbestandteile hervorzuheben, da sie sonst leicht untergehen ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: DekWizArt
folivora schrieb:
Nö, ich finds einfach richtig und wichtig solche Diskussionsbestandteile hervorzuheben, da sie sonst leicht untergehen ;)

Danke für die Bestätigung das du im Grunde nichts außer dummen Sprüchen zu sagen hast. Ich kann für dich nur hoffen das du so nicht durchs Leben gehst.
Ergänzung ()

Wir drehen uns auch (hier) auch im Kreis. Im Grunde gibt es 2 Fraktionen.

Die einen die sagen man muss was tun/leisten wenn was möchte und ihr Leben selbst in die Hand nehmen.

Und dann gibt es noch die Fraktion die die ganze Welt beschuldigt und bei allen anderen die Schuld sucht außer bei sich selbst und vorzugsweise bei den bösen Kapitalisten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eldok schrieb:
Und dann gibt es noch die Fraktion die die ganze Welt beschuldigt und bei allen anderen die Schuld sucht außer bei sich selbst und vorzugsweise bei den bösen Kapitalisten.

Schwarz / Weiß Denken, perfekt bestätigt. Im übrigen würde ich fast vermuten das den meisten hier, denen du diesen Satz gewidmet hast, recht gut geht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bänki0815, Godde und Bennomatico
Und das Problem des sturen schwarz/weiß-Denkmusters.
Du bist entweder dafür oder dagegen. Links oder ein Nazi...
 
DerHechtangler schrieb:
Links oder ein Nazi...
Nö, eher die Sache Nazi oder kein Nazi. Ansonsten trifft deine Aussage nur für einen Nazi zu. Von dem aus ist natürlich alles links. :> Und manche Sachen sind halt schwarz weiß. Entweder man ist gegen sowas wie Faschismus oder dafür. Ein dazwischen ala ich toleriere es kann es bei so einer Thematik nicht geben....
 
DerHechtangler schrieb:
Und das Problem des sturen schwarz/weiß-Denkmusters.
Du bist entweder dafür oder dagegen. Links oder ein Nazi...

Es existieren tatsächlich auch noch andere Denkmuster links eines Nazis, oder anders recht zwischen links und Nazi.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben