Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Tomislav2007 schrieb:
(...)Eine Berufsausbildung inkl. Weiterbildung oder ein Studium ermöglicht Geringverdienern genau das gleiche was den Kapitalisten ermöglicht wird.(...)
Eine fette Erbschaft toppt alles was Du aufgezählt hast. Mit der Scharte muss Dein Weltbild leben. ;-)

Wo ist die Leistung des Erben?
 
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Tomislav2007 schrieb:
Mit 8€ Haarschnitten kann man Friseurinnen keine 3000€ Brutto monatlich bezahlen.
Mal ganz allgemein was zu den Frisörpreivergleichen.
In meiner direkten Nachbarschaft gibt es einen Frisör ... der bietet einen "Maschinenschnitt" für 10,- an ... hat aber auch Haarschnitte bis 120,- im Angebot.
Der Laden ist auch immer voll, wenn er offen hat.
Was ich sagen wollte ... kein "Billigfrisör" bietet ausschließlich billigfrisuren an, und das könnte sich auch kein Frisör leisten. Am Ende wird auch der Lohn nicht allein aus den billighaarschnitten gezahlt, sondern zu einem großen Teil eben auch aus den teureren Programmen ... bei denen machts halt nur nicht die Masse.
Tomislav2007 schrieb:
Mit 20cent Brötchen kann man Bäckereifachverkäuferinnen keine 3000€ Brutto monatlich bezahlen.
Stimmt ... aber wenn man nur Mindestlohn zahlt und auch ansonsten ziemlich miese Bedingungen durchsetzen kann (weil den leuten z.B. ein Jobcenter im Nacken hängt), dann kann man mit solchen Preisen ganze Backfactory-Ketten betreiben.

Nicht meckern ... die einzige Bedingung, die der Markt stellt, ist nunmal die, dass eine Geschäftsidee funktioniert ... also MINDESTENS kostendeckend arbeitet. Und im Gegensatz zu den verschwindenden Einzelbäckern scheint das Konzept der Billigheimer ja sehr gut zu funktionieren.

Natürlich hat das miese Effekte ... aber was meinst du, welche Produkte und Preise zu Rate gezogen werden, wenn es um die Frage geht, ob Hartz4 ein menschenwürdiges Leben in Deutschland ermöglicht und ob der mindestlohn hoch genug ist.
Natürlich kommen da die billigsten Sachen auf den Tisch und in den Kleiderschrank. Wenn die Aufstocker (auch die haben nicht mehr als den H4-Satz + irgendwas bei €120,-) den lokalen Einzelhandel unterstützen sollen, wie du (ich mache das nebenbei auch soweit mein Budget das hergibt), dann passen die Berechnungen vorne und hinten nicht.
 
Hallo

Binalog schrieb:
Eine fette Erbschaft toppt alles was Du aufgezählt hast.
Entschuldige mein Fehler, ich habe vergessen das alle Reichen ihren Reichtum geerbt haben und das noch niemand ohne zu erben zu Reichtum gekommen ist.
Wo kommt eigentlich dein Neid und deine Missgunst auf Erben her, hast du nichts geerbt bzw. wirst du nichts erben ? Das ist schade, da hast du Pech gehabt.

Binalog schrieb:
Wo ist die Leistung des Erben?
Das geerbte Vermögen zu vermehren und nicht zu verringern, ich z.B. vermiete mein geerbtes Haus in Kroatien am Meer an Urlauber/Touristen.

DerOlf schrieb:
(weil den leuten z.B. ein Jobcenter im Nacken hängt)
Genau deswegen sollte man etwas mehr machen als sich nur um eine neue Arbeitsstelle zu "bemühen", vor allem sollte man mehr als nur die Arbeitsagentur/Jobcenter Pflichtbewerbungen abschicken.

DerOlf schrieb:
Natürlich hat das miese Effekte ... aber was meinst du, welche Produkte und Preise zu Rate gezogen werden, wenn es um die Frage geht, ob Hartz4 ein menschenwürdiges Leben in Deutschland ermöglicht und ob der mindestlohn hoch genug ist.
Natürlich kommen da die billigsten Sachen auf den Tisch und in den Kleiderschrank.
Was ich auch richtig finde, Hartz4 soll das überleben sichern und kein Luxusleben ermöglichen, wer mehr will soll arbeiten gehen.

Grüße Tomi
 
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Meine persönliche Erfahrung?

Wenn es persönlich wird, gehen die Sachargumente aus. ;-)

Man kann sich sachlich über die Diskrepanz zwischen Einkommens- und Erbschaftssteueraufkommen sowie einer steueraufkommensneutralen Anpassung unterhalten. Du willst das nicht? Hab ich verstanden. Du hast keine Sachargumente dagegen? Hab ich gesehen.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Was ich auch richtig finde, Hartz4 soll das überleben sichern und kein Luxusleben ermöglichen, wer mehr will soll arbeiten gehen.
Leider ermöglicht es damit auch das bestehen der Billigläden.
Dafür, dass die allein von den faulen Hartzern leben könnten, gibt es davon etwas zu viele.
Es gibt also sicherlich auch eine große Menge Erfolgreiche, die Geiz einfach Geil finden. und wenn die alle prlötzlich freiwillig draufzahlen (also nicht zur Fleischtheke oder Kühlschrank im Supermarkt, sondern zum richtigen Metzgermeister), dann würden die Billigangebote versxchwinden ... und Hartz4 wäre doch wieder nicht genug.

Das ist aber auch ... ist ja auch egal ... da auch viele Geile Leute auf billig stehen, wird das einfach so weitergehen ... immer billiger ... bis die Chinesen schließlich bei uns fertigen lassen, weil das halt billiger ist.
Ergänzung ()

Tomislav2007 schrieb:
Was ich auch richtig finde, Hartz4 soll das überleben sichern und kein Luxusleben ermöglichen
Was würde dieses Überleben ohne Billigdiscounter und den dazugehörigen Niedriglohnsektor kosten?
Wie niedrig könnten die Löhne dann noch sein ... sicherlich nicht so niedrig, wie sie momentan in einigen Branchen sind.
 
Hallo

Binalog schrieb:
Wenn es persönlich wird, gehen die Sachargumente aus. ;-)
Mit was für Sachargumenten soll man denn jemand kommen der einen so tief sitzenden Hass auf das erben hat ?
Das ist doch genau so erfolglos wie zu versuchen die querdenkerichsten Impfgegner vom Impfen zu überzeugen.

DerOlf schrieb:
Es gibt also sicherlich auch eine große Menge Erfolgreiche, die Geiz einfach Geil finden.
Das weiß ich nicht, ich gehe nicht zu ALDI/LIDL/Netto/Penny und Co.

DerOlf schrieb:
Was würde dieses Überleben ohne Billigdiscounter und den dazugehörigen Niedriglohnsektor kosten?
Wie niedrig könnten die Löhne dann noch sein ... sicherlich nicht so niedrig, wie sie momentan in einigen Branchen sind.
Ich bin tatsächlich gespannt wie sich die 12€ Mindestlohn, den die Ampel auf den Weg bringen will, auf das Preisgefüge auswirken wird.

Grüße Tomi
 
Hartz4 ermöglicht definitiv kein Luxusleben. Wer so etwas denkt und behauptet hat so gar keine Ahnung.
 
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DekWizArt schrieb:
Hartz4 ermöglicht definitiv kein Luxusleben. Wer so etwas denkt und behauptet hat so gar keine Ahnung.
Gleich kommen wieder die ersten, die argumentieren: Aber im Vergleich zu einem Leben in Afrika, ist Hartz4 Luxus :freak:

Tomislav2007 schrieb:
Mit was für Sachargumenten soll man denn jemand kommen der einen so tief sitzenden Hass auf das erben hat ?

Es geht nicht um Hass, sondern um gesamtgesellschaftliche Gerechtigkeit.

Ich hab bisher noch kein Argument gesehen, das ein HOHES Erbe rechtfertigt.

Man kann sich immer auf angemessen einigen z.B. eigengenutzes Haus und Freigrenzen für Bares.

Bei allem anderen könnte gesagt werden: 50% (der Gewinne oder bei Verkauf der Erlöse) gehen an den Staat.

Tomislav2007 schrieb:
Das geerbte Vermögen zu vermehren und nicht zu verringern, ich z.B. vermiete mein geerbtes Haus in Kroatien am Meer an Urlauber/Touristen.
Ich weiß nicht, ob es irgendeine gesetzliche Pflicht zur Vermehrung von gerbtem Vermögen gibt.

Kannst du diese nennen?
 
Hallo

DekWizArt schrieb:
Hartz4 ermöglicht definitiv kein Luxusleben. Wer so etwas denkt und behauptet hat so gar keine Ahnung.
Niemand hat behauptet das Hartz4 ein Leben in Luxus ermöglichen soll, dafür ist Hartz4 nicht gedacht, Hartz4 soll nur beim überwinden einer Notlage helfen (Abgesehen von Alter/Krankheit/Behinderung).

Andy8891 schrieb:
Gleich kommen wieder die ersten, die argumentieren: Aber im Vergleich zu einem Leben in Afrika, ist Hartz4 Luxus
Niemand hat behauptet das Hartz4 ein Leben in Luxus ermöglichen soll, dafür ist Hartz4 nicht gedacht, Hartz4 soll nur beim überwinden einer Notlage helfen (Abgesehen von Alter/Krankheit/Behinderung).

Andy8891 schrieb:
Ich hab bisher noch kein Argument gesehen, das ein HOHES Erbe rechtfertigt.
Ist auch nicht nötig, vor dir muss sich niemand rechtfertigen.
Für wen hälst du dich das du erwartest das sich jemand vor die rechtfertigt ?

Andy8891 schrieb:
Ich weiß nicht, ob es irgendeine gesetzliche Pflicht zur Vermehrung von gerbtem Vermögen gibt.

Kannst du diese nennen?
Was soll diese sinnlose Frage ? Ich kann dir keine gesetzlich Pflicht zur Vermehrung von geerbtem Vermögen nennen, es gibt keine gesetzliche Pflicht zur Vermehrung von geerbtem Vermögen.
Das vermehren von Vermögen ist für uns böse Kapitalisten eine Selbstverständlichkeit, so wie für neidische/missgünstige das jammern/meckern über Vermögende eine Selbstverständlichkeit ist.

Grüße Tomi
 
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Nun da ihr für euch in Anspruch nehmt das sich jemand der Hartz4 bezieht, vor Euch rechtfertigen muss.. könnte man annehmen, dass es auch umgekehrt so sein sollte.
 
Hallo

DekWizArt schrieb:
Nun da ihr für euch in Anspruch nehmt das sich jemand der Hartz4 bezieht, vor Euch rechtfertigen muss..
Wie kommst du auf den Unsinn ?
Ich habe nie erwartet das sich ein Hartz4 Empfänger vor mir rechtfertigt und ich habe auch nie nach einer Rechtfertigung gefragt.
Ich möchte nur nicht Menschen finanzieren die nicht arbeiten wollen, die Rechtfertigung ist mir egal und interessiert mich nicht.

DekWizArt schrieb:
könnte man annehmen, dass es auch umgekehrt so sein sollte.
Dann lass uns mal annehmen das es auch umgekehrt so sein sollte:
Mein Erbe kommt von meinen Eltern und Großeltern, damit hat die Gemeinschaft nicht zu tun und die Gemeinschaft hat mein Erbe nicht finanziert.
Dann könnten wir doch bei Hartz4 analog zum Erbe vorgehen, für Hartz4 Empfänger muss die Familie aufkommen, wenn die Familie nichts hat oder es keine Familie gibt dann gibt es auch kein Hartz4.
Deine Idee das es auch umgekehrt so sein sollte gefällt mir wirklich sehr gut.

Grüße Tomi
 
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Du kannst doch gar nicht beurteilen ob jemand arbeiten möchte oder nicht. Das ist reine Stammtischpolemik, dass es Hartz4 Empfänger gibt die nur auf der faulen Haut liegen.
 
Hallo

Du kannst doch gar nicht beurteilen ob jemand erben möchte oder nicht. Das ist reine Stammtischpolemik, dass es Erben gibt die nur auf der faulen Haut liegen.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Ich möchte nur nicht Menschen finanzieren die nicht arbeiten wollen, die Rechtfertigung ist mir egal und interessiert mich nicht.
Oh, da hat aber jemand mal so gar keine Ahnung und liebt Stammtischparolen für die sich inzwischen sogar die BILD zu schade ist. Wow ...

Du finanzierst die ja auch nicht.

Der Staat, demokratisch gewählt, finanziert "die", weil man sich als Gemeinschaft darauf geeinigt hat, dass alle Menschen, egal wieso, ein Mindestlevel an Grundversorgung besitzen sollen. Dazu gehören ein Dach übern Kopf, Zugang zu Wasser und Nahrung etc.

Die gleiche Argumentation ist auch für das Erbe möglich. Dem Erben muss es ermöglicht werden mit einem gewissen Lebensstandard weiter zu leben ... Mehr aber auch nicht. Selbst wenn man Dinge ignoriert wie der Tatsache, dass die reichsten Menschen nur durch skrupellose und unethische Ausbeutung der Gesellschaft so reich geworden sind, so gibt es eine Obergrenze, oberhalb derer Reichtum nur eine größere Zahl auf dem Konto und eine größere Verschwendung bedeuten, aber effektiv keinen sinnvollen größeren Lebensstandard darstellt.

Noch abgedrehter finde ich hingegen die Rhetorik, dass einem etwas zustehen würde, nur weil die Eltern es zu etwas gebracht haben. Der Erbe hat in diesem Fall nichts geleistet, außer in der Gen-Lotterie zu gewinnen, also warum sollte er pauschal etwas erhalten, für das er nichts getan hat? Wenn die Eltern nicht in der Lage waren den Erben entsprechend über Bildung und Beziehungen in ein gemachtes Nest zu setzen oder der Erbe einfach nicht die hierfür notwendigen Kompetenzen besaß, wieso soll der Erbe ein Anrecht auf etwas haben, das er nicht erwirtschaftet hat?

Man kann sich über die Höhe streiten, die wird mit Sicherheit im Millionenbereich liegen, aber es muss eine Obergrenze geben ab der man sagt "Nee, lass mal Jüngelchen, du hast hier nichts geleistet und somit auch nichts verdient". Ich glaube in den USA war mal angesetzt diese Obergrenze bei 5 Millionen pro Elternteil "steuerfrei" zu ziehen, was mehr als ausreichend ist damit sich der Sprössling ein angenehmes Leben gestallten kann, so er nicht ein Totalversager ist.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Ist auch nicht nötig, vor dir muss sich niemand rechtfertigen.
Für wen hälst du dich das du erwartest das sich jemand vor die rechtfertigt ?
Hängst du dich wieder an einem Wort auf?

Dann nenne es eben begründen :freak:

Tomislav2007 schrieb:
Das vermehren von Vermögen ist für uns böse Kapitalisten eine Selbstverständlichkeit, so wie für neidische/missgünstige das jammern/meckern über Vermögende eine Selbstverständlichkeit ist.
So eine Selbstverständlichkeit wie ETFs?

Ich erbe 100 Millionen, investiere diese in die gängigen ETFs = easy Geldvermehrung?

Tomislav2007 schrieb:
Mein Erbe kommt von meinen Eltern und Großeltern, damit hat die Gemeinschaft nicht zu tun und die Gemeinschaft hat mein Erbe nicht finanziert.

Die Gemeinschaft hatte dahingehend etwas damit zu tun, das du erst durch die löchrigen Regeln der Gemeinschaft, das Haus überhaupt erben konntest.

Tomislav2007 schrieb:
Dann könnten wir doch bei Hartz4 analog zum Erbe vorgehen, für Hartz4 Empfänger muss die Familie aufkommen, wenn die Familie nichts hat oder es keine Familie gibt dann gibt es auch kein Hartz4.

War doch bei der Pflege bereits so. Aber wie du schon sagst, sagt man bei Hartz4: Solange keine Ausbildung vorhanden, müssen die Eltern unterstützen, danach nichtmehr.

Da man hier bereits festgestellt hat, das Nachteile nicht weitergegeben werden sollen, wäre es durchaus konsequent auch die Vorteile nicht in unbegrenztem Maße weiterzugeben.
 
Warum haben wir die Monarchie denn überhaupt abgeschafft?
Das aus ihr übernommene Erbsystem ist jedenfalls noch das gleiche ... die rein männliche Erblinie hat schon die europäischen Monarchien immer mal wieder vor Thronfolgeprobleme gestellt.
Also können wir uns nichtmal auf die Fahne schreiben, dass heute auch Frauen erben können ... denn wir haben das garnicht erfunden ... das waren dynastisch getrimmte alternde Monarchen, die einfach keine männlichen Nachkommen zur Verfügung hatten und auf Töchter setzen MUSSTEN, um die Dynastie fortführen zu können.
Ergänzung ()

Obendrein wäre eine Erbschaftssteuer für ziemlich viele Erben auch einfach irrelevant.

Besteuert wird nämlich der Erbe ... und der bleibt steuerfrei, wenn die Pakete aus Schenkungen und Erbe den für diesen Verwandtschaftsgrad greifenden Freibeträge nicht übersteigen (bei Ehegatten sind das 500k, bei den Kindern 400k ... u.s.w. ... bei Erbe und Schenkung identisch ... aber schenken darf man das alle 10 Jahre).
Ziehst du das mit den Schenkungen konsequent durch, bleibt am ende eventuell nichts mehr zum vererben übrig.

Man sollte also nicht pauschal fragen, ob jemand erbt, sondern eher ob die Eltern dumm genug waren, ihr ganzes Vermögen als Erbe weiterzugeben, wenn es schon so groß ist, dass sogar der deutsche Staat darauf steuern verlangt. Die Zahlen sind doch bekannt ... und wer bei diesen Umgehungsmöglichkeiten alles vererbt, der ist auch irgendwie selbst schuld, wenn seine Erben dann Immobilien verkaufen müssen, um die Steuer zu zahlen.

In meiner Familie sind wir 3 Kinder ... da gehen 1,2 Mio sowieso schonmal steuerfrei über den Tisch. Die beiden Häuser in meiner Familie sind mit Grundstück noch weit unter diesem Betrag. Ich werde erben ... aber ich werde da drauf wohl keine Steuern zahlen müssen, weil mein Erbteil unter den 400k Freibetrag bleibt.
Ich behaupte mal, dass es knapp 90% der Erben so ähnlich gehen wird.
 
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Hallo

Damien White schrieb:
Oh, da hat aber jemand mal so gar keine Ahnung und liebt Stammtischparolen für die sich inzwischen sogar die BILD zu schade ist. Wow ...

Du finanzierst die ja auch nicht.

Der Staat, demokratisch gewählt, finanziert "die",
Zumindest weiß ich woher der Staat sein Geld hat, wir Steuerzahler (Ich bin einer davon) finanzieren mit unseren Steuern und Abgaben den Staat und damit auch die Arbeitslosen.

Damien White schrieb:
Der Erbe hat in diesem Fall nichts geleistet, außer in der Gen-Lotterie zu gewinnen, also warum sollte er pauschal etwas erhalten, für das er nichts getan hat?
Na weil er in der Erb-Lotterie gewonnen hat, genau so wie der Lotto Gewinner mit 6 richtigen seine Million abholt.
Beide Lotterien haben den Vorteil das die Gemeinschaft nicht beisteuern muss, beide Lotterien werden nur von freiwilligen finanziert.

Damien White schrieb:
Man kann sich über die Höhe streiten, die wird mit Sicherheit im Millionenbereich liegen, aber es muss eine Obergrenze geben ab der man sagt "Nee, lass mal Jüngelchen, du hast hier nichts geleistet und somit auch nichts verdient".
Das gleiche gilt für Hartz4:
Man kann sich über die Höhe streiten, die wird mit Sicherheit im 1-2 Jahres Bereich liegen, aber es muss eine Obergrenze geben ab der man sagt "Nee lass mal Jüngelchen, du hast hier nichts geleistet und somit auch nichts verdient".

Nur zur Erinnerung: Hartz4 ist eine Notüberbrückung und kein dauerhafter Lebensentwurf.
Jeder Hartz4 Empfänger hat sich mit seiner Unterschrift unter die Eingliederungsvereinbarung dazu verpflichtet selber aktiv zu versuchen wieder in Arbeit zu kommen.
Wer nicht arbeiten will und noch nicht einmal versucht eine Arbeit zu finden begeht Vertragsbruch und sollte dementsprechend hart bestraft und sanktioniert werden.
Wem das nicht gefällt der muss die Eingliederungsvereinbarung nicht unterschreiben, dazu wird man nicht gezwungen.

Andy8891 schrieb:
So eine Selbstverständlichkeit wie ETFs?

Ich erbe 100 Millionen, investiere diese in die gängigen ETFs = easy Geldvermehrung?
Ja, auch eine Selbstverständlichkeit wie ETF's, da gibt es echt gute mit denen man gutes Geld verdienen kann.

Andy8891 schrieb:
Die Gemeinschaft hatte dahingehend etwas damit zu tun, das du erst durch die löchrigen Regeln der Gemeinschaft, das Haus überhaupt erben konntest.
In meinem Fall war es die kroatische Gesellschaft und nicht die deutsche Gesellschaft und das einzige löchrige an den Regeln ist das du die Regeln löchrig findest.
In Kroatien ist niemand neidisch und missgünstig einem Haus Erben gegenüber, in Kroatien ist es normal Wohneigentum zu haben und auch weiter zu vererben.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Hallo


Zumindest weiß ich woher der Staat sein Geld hat, wir Steuerzahler (Ich bin einer davon) finanzieren mit unseren Steuern und Abgaben den Staat und damit auch die Arbeitslosen.
Nicht direkt und du hast meinen Hinweis auf die Demokratie vergessen, der das egozentrische Individuum absolut egal ist.

Tomislav2007 schrieb:
Na weil er in der Erb-Lotterie gewonnen hat, genau so wie der Lotto Gewinner mit 6 richtigen seine Million abholt.
Beide Lotterien haben den Vorteil das die Gemeinschaft nicht beisteuern muss, beide Lotterien werden nur von freiwilligen finanziert.
Dumme Analogie, die zeigt, dass du nicht verstanden hast, worum es geht, aber versuchst anhand einzelner Wörter ein "Gegenargument" zu bilden ... In diesem Falle das Wort "Lotterie" ...

Also, für dich zu Erklärung: Die Lotterie hier ist eine Analogie. Es gibt keine echte "Gen - Lotterie" analog zur normalen Lotterie. An der normalen Lotterie nimmt jeder bewusst teil und alle haben die gleichen Chancen, in der Gen-Lotterie ist beides nicht der Fall.

Das weist du auch, aber du musst trotzdem krampfhaft dumm spielen ... Warum eigentlich?

Tomislav2007 schrieb:
Das gleiche gilt für Hartz4:
Man kann sich über die Höhe streiten, die wird mit Sicherheit im 1-2 Jahres Bereich liegen, aber es muss eine Obergrenze geben ab der man sagt "Nee lass mal Jüngelchen, du hast hier nichts geleistet und somit auch nichts verdient".
Nicht wirklich ... Du hast tatsächlich keine Ahnung, was Hartz IV ist und wie es historisch entstanden ist. Das finde ich extrem peinlich von deiner Seite, um ehrlich zu sein.

Genau diese Debatte, wie wenig ist "gerade noch genug", gibt es in Bezug auf Arbeitslosenhilfe, Sozialhilfe und Hartz IV seitdem deren Grundkonzepte im 18. Jahrhundert formuliert und in der Erwerbslosenfürsorge Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland eingeführt wurden. Seit Anbeginn der Zivilisation gibt es immer Menschen, die der Meinung sind, dass Notleidende und Arme, egal aus welchem Grund, noch zu viel haben und gefälligst mit "weniger" klar kommen sollen.

Wir als Gesellschaft haben uns vor genommen besser zu sein und ein Mindestmaß an Versorgung zu definieren. Dieses wird regelmäßig, mehrfach pro Jahr, hinterfragt und dann, aufgrund von Inflation, erhöht. Das du dich hierin nicht wieder findest und sogar aggressiv dagegen argumentierst sagt so unglaublich viel über dich als Mensch.

Tomislav2007 schrieb:
Nur zur Erinnerung: Hartz4 ist eine Notüberbrückung und kein dauerhafter Lebensentwurf.
Jeder Hartz4 Empfänger hat sich mit seiner Unterschrift unter die Eingliederungsvereinbarung dazu verpflichtet selber aktiv zu versuchen wieder in Arbeit zu kommen.
Wer nicht arbeiten will und noch nicht einmal versucht eine Arbeit zu finden begeht Vertragsbruch und sollte dementsprechend hart bestraft und sanktioniert werden.
Wem das nicht gefällt der muss die Eingliederungsvereinbarung nicht unterschreiben, dazu wird man nicht gezwungen.
Zur Erinnerung: Du hast keine Ahnung, wie Hartz IV funktioniert.

Und nochmal für dich zum Verständnis:

Du hast keine Ahnung, wie Hartz IV funktioniert.

Diese dümmlichen "Wer sich weigert muss bestraft werden" Parolen abseits jeder Moral gab es ebenfalls lange vor Hartz IV und waren Teil einer langen Schmutzkampagne der BILD direkt vor und um die Einführung von Hartz IV.

Aber ich denke, dass du nicht so dumm bist, wie du tust. Unmoralisch, absolut, aber nicht dumm. Du weist sehr wohl über die Strafmechanismen von Hartz IV, die Tatsache, dass bereits die kleinste Verfehlung eine Kürzung um 10% bedeutet und bis auf 100% gesteigert werden kann. Ich denke ebenfalls, dass du klug genug bist um zu recherchieren, dass diese Sanktionen nichts bringen, da bei einem Großteil der betroffenen Menschen nicht Faulheit sondern diverse Krankheitsbilder die Ursache bilden, die man durch Sanktionen nicht bekämpfen kann.

Und ich nehme spontan an, dass du nicht zu der Art von Mensch gehörst, die schwere Depression mit Faulheit gleich setzt, richtig?

Du scheinst auch einen gravierenden Unterschied zwischen Hartz IV und Menschen mit großem Erbe zu "vergessen". Menschen, die Hartz IV beziehen befinden sich am Existenzminimum und du verlangst, dass sie gezielt unterhalb dieses Existenzminimums getrieben werden sollen. Hier geht es wortwörtlich um Leben und Tot.

Menschen, die extrem reiche Eltern haben befinden sich so weit oberhalb eines theoretischen Existenzmaximums, dass man eine Grenze definieren kann oberhalb derer Reichtum keinen Mehrwert liefert. Hier geht es im Endeffekt darum, wieviele PS der drölfte Lieblingssportwagen besitzen darf. Bei reichen Erben geht es NIE um Leben und Tot.
 
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Damien White schrieb:
Genau diese Debatte, wie wenig ist "gerade noch genug", gibt es in Bezug auf Arbeitslosenhilfe, Sozialhilfe und Hartz IV seitdem deren Grundkonzepte im 18. Jahrhundert formuliert und in der Erwerbslosenfürsorge Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland eingeführt wurden. Seit Anbeginn der Zivilisation gibt es immer Menschen, die der Meinung sind, dass Notleidende und Arme, egal aus welchem Grund, noch zu viel haben und gefälligst mit "weniger" klar kommen sollen.

Wir als Gesellschaft haben uns vor genommen besser zu sein und ein Mindestmaß an Versorgung zu definieren. Dieses wird regelmäßig, mehrfach pro Jahr, hinterfragt und dann, aufgrund von Inflation, erhöht.

Letzteres ist schlicht falsch. Der Regelsatz wird primär an die Lohnentwicklung gekoppelt und wie man die drückt, davon haben unsere Repräsentanten Ahnung.

https://www.mdr.de/nachrichten/deut...rhoehung-verfassungswidrig-gutachten-100.html

Unsere Gesellschaft und Demokratie ist so moralisch, dass das von allen Regierungsparteien in Kauf genommen wird und das hat ebenfalls Tradition. Jeder H4 Empfänger/ Grundsicherungsempfänger im Alter oder aufgrund Erwerbsunfähigkeit der alleine lebt hat bei ca. 2000Kw/h Stromverbrauch derzeit Mehrkosten im Monat von 15 Euro alleine für Strom gegenüber dem letzten Jahr, im Regelsatz sind aber insgesamt nur 38 Euro vorgesehen. Zudem waren die Regelsätze vor Corona schon am untersten Limit dessen was vertretbar ist. Von den gestiegenen Lebensmittelpreisen / fehlender Übernahme von Heizkosten aufgrund von Angemessenheitsgrenzen oder dem generellen Umstand dass die genannten Personengruppen sich von derzeit 5,09 Euro am Tag teils dauerhaft ernähren und trinken müssen ganz zu schweigen.

Ich sehe keine Gesellschaft auf der Straße die dagegen etwas unternimmt.

Damien White schrieb:
Aber ich denke, dass du nicht so dumm bist, wie du tust. Unmoralisch, absolut, aber nicht dumm. Du weist sehr wohl über die Strafmechanismen von Hartz IV, die Tatsache, dass bereits die kleinste Verfehlung eine Kürzung um 10% bedeutet und bis auf 100% gesteigert werden kann.

https://www.dw.com/de/bundesverfass...n-sind-teilweise-verfassungswidrig/a-47801427

Auch das ist falsch. Das betrifft derzeit nur noch die U25 Jährigen. Bei dem Rest ist maximal eine Kürzung um 30% drin. Auch hier gilt, das musste erst wieder ein Gericht entscheiden.

Unabhängig davon gehört das ganze H4 System meiner Auffassung nach in den Müll. Derzeit läuft es nur auf eine Umbenennung hinaus, mitsamt kurzfristiger Sanktionsfreiheit und mehr Hinzuverdienstmöglichkeiten. Angemessene Regelsätze, Fehlanzeige.
 
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