Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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DekWizArt schrieb:
Du kannst doch gar nicht beurteilen ob jemand arbeiten möchte oder nicht. Das ist reine Stammtischpolemik, dass es Hartz4 Empfänger gibt die nur auf der faulen Haut liegen.

Also wer behauptet, dass es diesen Typus nicht geben würde, muss entweder blind (was Menschenkenntnis und Lebenserfahrung angeht), ignorant oder einfach dumm sein.

Es ist eine komplett andere Frage, wie viele das sind und ob der Staat sich nicht auch diese Menschen leisten muss (ich denke er soll und muss - aus verschiedenen sozialen und gesellschaftlichen Blickwinkeln), aber weichzeichnen muss man auch nichts.

Zu meinem Arbeitsbereich bei einer KVB gehört auch das Sozialamt - SGB XII (nicht SGB II - "Hartz IV") und AsylbLG. Da ist Klientel dabei, vor allem aus der HLU (Hilfe zum Lebensunterhalt) bei dem ich jedes mal "froh" bin, dass ich denen Geld geben muss. Dumm-ignorante Menschen mit kriminellem Hintergrund, asozialen Umgangsformen, Reichsbürgernähe und gleichzeitig höchst ausgeprägtem Anspruchsdenken. Bei solchen Exemplaren vergeht einem jede Sozialromantik.
 
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milliardo schrieb:
Also wer behauptet, dass es diesen Typus nicht geben würde
Das behauptet hier wirklich niemand.
Es gibt hier aber einige Vertreter, die fest davon überzeugt scheinen, dass es den anderen Typus (der sich redlich um Arbeit bemüht und keine findet) nicht gibt ... oder nicht geben kann, weil es ja angeblich genug Jobs gibt.

Es gibt mehr als genug Jobs für unterbezahlte Facharbeiter ... und das wars.

Wie soll sich ein Fahchmonteur für Anlagentechnik denn nicht verarscht fühlen, wenn er regelmäßig Stundenlöhne auf knapp 60% IGM-Tarif angeboten bekommt, und dann merkt, dass die Dummbirnen, die da festangestellt sind, eigentlich keine Ahnung von der Materie haben, sondern nur eine verdammt starke Gewerkschaft, die sich halt ausschließlich um Festangestellte kümmert.
Den Murks mit den EqualPay-Gesetzen habt ihr sicherlich mitbekommen ... tatsächlich ermöglicht diese Gesetz, Leih- und Zeitarbeiter noch weit länger NICHT gleich zu bezahlen ... und wenn mal einer so lange im Betrieb ist, dass man ihn sogar nach diesem schweizer-Käse-Gesetz gleich bezahlen muss, dann kündigt man ihm eben, und nach drei Wochen kann er seine Stelle dann wieder mit neuem Zeitkonto antreten.

Danke Gewerkschaften, für diese totale Verarsche derer, die eure Branche flexibel machen, und als Dank dafür bekommen die jetzt noch länger keinen gleichen Lohn.
Wenn man Zeit- und Leiharbeit wirklich zurückdrängen wollen würde, dann hätte man sich wohl ein Beispiel an anderen europäischen Ländern genommen, und gesetzlich festgelegt, dass zeit- und Leiharbeiter netto 10% mehr erhalten müssen, als Festangestellte.
Aber scheinbar besteht weder in der deutschen Industrie, noch in Politik oder Gewerkschaften ein echtes Interesse daran, diese Fehlentwicklung zurückzudrängen ... sonst würden die gangbaren Wege doch gegangen, statt ein eigentlich gutes Gesetz zu verabschieden, in dem nur die Details eben Industrie und Gewerkschaft überlassen wurden ... also definitiv NICHT Vertretern der Leih- und Zeitarbeiter, sondern gerade den Profiteuren von non-equal-pay.

Im Gegenzug wird der Sinn von Leih- und Zeitarbeit in deutschland pervertiert ... das schafft nicht Flexibilität bei Auftragsspitzen, sondern wirkt als Sparpotenzial bei den Löhnen. Viele Leiharbeiter sind eigentlich Festangestellte, denen dieser Status einfach verwehrt werden darf.
Das ist eigentlich am besten mit "kriminell" zu umschreiben.
 
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@Discovery_1
Das Thema Frauenarbeit und ihr Verbot helfen dir eventuell weiter.

Wenn Leih- und Zeitarbeiter besser bezahlt werden würden, dann wäre weniger Geld im Topf, aus dem auch die Festangestellten bezahlt werden müssen. Und das funktioniert nur, weil die meisten Firmen Zeit- und Leiharbeiter eben NICHT einsetzen, um Auftragsspitzen abzuarbeiten ... die sind in den meisten Betrieben am operativen Tagesgeschaft mit mit einem wenig schwankenden Anteil beteiligt.

Und das ist mal einfach nicht im Sinne des Erfinders, sondern einzig im Interesse der Profiteure ... Festangestellte (vertreten durch Gewerkschaften) und Unternehmen.

Würde es nur darum gehen, Auftragsspitzen abzuarbeiten, dann gäbe es in Deutschland nicht so viel Z/LAF. Die braucht man in DE nur, damit die Bestandsbelegschaft nicht ganz soviel kostet und man trotzdem behaupten kann, man würde strikt nach Tarifvertrag bezahlen (naja ... die 40, 50 60 oder 70% Festangestellten zumindest).

Mir gehts dabei nicht um kleine Unternehmen, sondern zum Beispiel um die Deimler Benz AG, die bs zu 40% Werkvertragler und Leiharbeiter einsetzt, die eben NICHT nach Tarif bezahlt werden ... sogar bei einem Auftragstief.
 
Es ist aber nicht grundsätzlich so, dass der Leiharbeiter billiger, als der Festangestellte ist. In meinem Ex-Betrieb hat der gleich qualifizierte Leiharbeiter knapp 50€/h die Stunde gekostet, während ich knapp 29€ (IG Tarif) Brutto plus Arbeitgeberanteil gekostet habe.
Dass beim Leiharbeiter von den 50€ Euro aber weniger als die Hälfte ankam, versteht sich von selbst.
 
@DerOlf
Leiharbeit und Co. werden sowieso überwiegend von den großen (Aktien) Unternehmen angewendet. Man hat in solchen Unternehmen ja auch nicht das Wohl der Mitarbeiter im Blick, sondern ausschließlich die maximale Dividendenausschüttung für ihre Aktionäre. Und da sind Lohnkosten ein sehr unangenehmes Übel. Deswegen hasse ich Aktiengesellschaften.
 
Hallo

DerOlf schrieb:
Ich brauche diese überzogene Selbstzufriedenheit nicht, also brauche ich auch die entsprechenden Drogen nicht.
Woher kommt dann dein Hass...

DerOlf schrieb:
Du hast nur Glück, dass du dir ein Hobby ausgesucht hast, welches als Beruf so gut bezahlt wird. Und wenn das mit Glück nichts zu tun hatte, dann war es eben eiskalte Beechnung ... n dem Fall hattest du nur Glück, dass das auch funktioniert hat.
...sogar auf angestellte Handwerker die sich beruflich etwas erarbeitet haben ?
Was soll diese Ausdrucksweise "eiskalte Berechnung" nur weil ich mir einen soliden und zukunftssicheren Beruf ausgesucht habe ?
Was soll das mit dem "Glück", es hat nichts mit Glück zu tun wenn man sich etwas erarbeitet hat, ich hatte auch kein "Vitamin B".
Ich dachte bisher das du Kapitalismus/Konzerne/Politiker/etc. ablehnst, aber du hast sogar einen Hass auf arbeitende Menschen die mehr als Mindestlohn verdienen, was mußt du verbittert sein.

DerOlf schrieb:
Wenn ich mit beidem falsch liege, dann gehörst du einfach zu den verdammt seltenen Menschen mit sehr ausgeprägtem autosuggestiven Talenten.
Ich leiste einfach nur etwas mehr als die durchschnittlich bemühten Arbeitstagabsitzer die nur auf den Feierabend warten und man merkt mir an das ich meine Arbeit gerne mache, das ist alles.

DerOlf schrieb:
Da hast du mal jemanden, der wirklich nicht arbeiten will, und auch alles dafür tut, um nie weder als Angestellter arbeiten zu müssen ... Lohn egal ... Arbeit schändet.
Solange er sich selber finanzieren kann und kein Geld von der Gemeinschaft fordert ist das absolut in Ordnung.

DerOlf schrieb:
Und damit ist der Unterschied zwischen deinem und meinem zufriedenen Leben einfach nur mein weit geringerer Geldbedarf.
Daran will ich nichts ändern, weil ich mir einfach blöd vorkäme, massig Geld erst zu erarbeiten, um es dann für unnützen Müll wieder aus dem Fenster zu werfen. Ich bin eben keine Konsumkuh, die sich automatisch besser fühlt, nur weil mein Fresschen sich nicht alle anderen Konsumkühe auch leisten können.
Und du wunderst dich das dich bei deiner Einstellung absolut niemand in deinem akademischen Beruf eingestellt hat ?
Mich wundert das nicht, so eine geschäftsschädigende Einstellung wie deine würde ich nicht in der Firma haben wollen.

Bennomatico schrieb:
Dass beim Leiharbeiter von den 50€ Euro aber weniger als die Hälfte ankam, versteht sich von selbst.
Selbstverständlich, die Zeit-/Leiharbeiter möchten auch Kranken-/Rentenversicherung, bezahlten Urlaub (24+ Tage), bezahlte Feiertage (ca. 10 Tage) und das bezahlt nicht die Firma die sie ausleiht.

Bennomatico schrieb:
Es ist aber nicht grundsätzlich so, dass der Leiharbeiter billiger, als der Festangestellte ist.
Es ist egal ob Zeit-/Leiharbeiter günstiger oder teurer als Festangestellte sind,...

Discovery_1 schrieb:
Leiharbeit und Co. werden sowieso überwiegend von den großen (Aktien) Unternehmen angewendet.
...der Trick ist das Zeit-/Leiharbeiter in der Buchhaltung...

Discovery_1 schrieb:
Und da sind Lohnkosten ein sehr unangenehmes Übel.
...nicht bei den Lohnkosten unter Personalaufwand auftauchen, Zeit-/Leiharbeiter stehen in der Buchhaltung unter Aufwand/Investition (z.B. Materialaufwand/Fremdleistung/Betrieblicher Aufwand).

Discovery_1 schrieb:
Man hat in solchen Unternehmen ja auch nicht das Wohl der Mitarbeiter im Blick, sondern ausschließlich die maximale Dividendenausschüttung für ihre Aktionäre.
Das gilt für alle Unternehmen/Firmen, jede/s Firma/Unternehmen will Gewinn machen, ob der Gewinn in die Tasche des Eigentümers...

Discovery_1 schrieb:
Deswegen hasse ich Aktiengesellschaften.
...oder in die Taschen der Aktionäre fließt macht keinen großen Unterschied, Gewinnmaximierung wird überall betrieben und nicht nur bei Aktiengesellschaften.
In diesem Fall ist dein Hass unbegründet, Zeit-/Leiharbeiter werden in Konzernen dank Hausverträgen/-tarifen besser bezahlt als vergleichbare Zeit-/Leiharbeiter in kleinen Firmen.

DerOlf schrieb:
Wie soll sich ein Fahchmonteur für Anlagentechnik denn nicht verarscht fühlen, wenn er regelmäßig Stundenlöhne auf knapp 60% IGM-Tarif angeboten bekommt, und dann merkt, dass die Dummbirnen, die da festangestellt sind, eigentlich keine Ahnung von der Materie haben,
Ach so, alle festangestellten IGM Mitarbeiter sind Dummbirnen die keine Ahnung von der Materie haben und dich stört das ich vielen (Jeder einzelne ist einer zuviel) Hartz4 Empfängern Faulheit unterstelle.

DerOlf schrieb:
sondern nur eine verdammt starke Gewerkschaft, die sich halt ausschließlich um Festangestellte kümmert.
Du hast nur Vorurteile und keine Ahnung über Konzerne, die Gewerkschaften sorgen in Konzernen auch dafür das Zeit-/Leiharbeiter für vergleichbare Tätigkeiten mehr Geld bekommen als in kleinen Firmen.

Grüße Tomi
 
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Da spricht ja genau der richtige Über Hass und Vorurteile ... ist aber OK, ich überlasse das sehr gerne einem Experten auf dem Gebiet.
 
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Hallo

DerOlf schrieb:
Da spricht ja genau der richtige Über Hass und Vorurteile ...
Vorurteile mag sein (Vorurteile haben wir alle mehr oder weniger) aber Hass habe ich nicht (gegen nichts und niemanden) und vor allem bin ich nicht verbittert.
Das ich keine Lust habe Hartz4 Empfänger zu finanzieren hat nichts mit Hass zu tun, ich habe auch keine Lust Tomaten und Blumenkohl zu essen, das heißt nicht das ich Tomaten und Blumenkohl hasse.
Auf was/wen sollte ich weswegen Hass haben ? Mir geht es sehr gut, trotz Hartz4 Empfänger und/oder sonstwem, ob ich monatlich 100-200€ mehr oder weniger in der Brieftasche habe spielt keine Rolle.
Hast du vergessen das ich mich saupudelwohl in unserem kapitalistischen System fühle und das ich nicht wirklich was ändern möchte ? Ob ich was ändern möchte hängt von unserer neuen Regierung ab.
Wenn unsere neue Regierung ein BGE beschlossen hätte dann wäre es etwas anderes aber da unsere neue Regierung zum Glück Hartz4 nur umbenannt hat ist für mich die Welt noch absolut in Ordnung.
Ich stehe vor allem wieder auf nachdem ich hingefallen bin, ich bleibe nicht jammernd/meckernd auf dem Boden liegen und gebe anderen mit dem fuchtelnden Zeigefinger die Schuld für mein hinfallen.

Grüße Tomi
 
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Also ich bin ja auch eher kapitalistisch veranlagt, und stimme Tomi in den meisten Sachen die er schreibt zu.
Was das BGE angeht bin ich mir allerdings nicht sicher. Wenn ich es richtig verstanden habe bekommt mit dem BGE jeder Bürger/Bürgerin den selben Betrag. Das hört sich doch so erstmal gerechter an als Hartz4, wo nur die die zu Hause abhängen Knete bekommen. So wie es jetzt ist, gehe ich arbeiten und muss einen Haufen Geld abdrücken und der Hartzer wird belohnt für was auch immer.
Ich habe auch keinen Bock darauf anderen den Lebensunterhalt zu finanzieren, schließlich muss ich meinen eigenen auch schon finanzieren.
Da finde ich es gerechter wenn jeder das selbe bekommt.
Es bleibt nur die Frage wie so ein BGE finanziert werden könnte. Da habe ich keine Ahnung. Wahrscheinlich würde das eh nicht funktionieren.
Ergänzung ()

DerOlf schrieb:
Wie soll sich ein Fahchmonteur für Anlagentechnik denn nicht verarscht fühlen, wenn er regelmäßig Stundenlöhne auf knapp 60% IGM-Tarif angeboten bekommt, und dann merkt, dass die Dummbirnen, die da festangestellt sind, eigentlich keine Ahnung von der Materie haben, sondern nur eine verdammt starke Gewerkschaft, die sich halt ausschließlich um Festangestellte kümmert.
Den Murks mit den EqualPay-Gesetzen habt ihr sicherlich mitbekommen ... tatsächlich ermöglicht diese Gesetz, Leih- und Zeitarbeiter noch weit länger NICHT gleich zu bezahlen ... und wenn mal einer so lange im Betrieb ist, dass man ihn sogar nach diesem schweizer-Käse-Gesetz gleich bezahlen muss, dann kündigt man ihm eben, und nach drei Wochen kann er seine Stelle dann wieder mit neuem Zeitkonto antreten.
Das ist übrigens eine besch… Situation für den LAN und die Festangestellten, da spreche ich aus eigener Erfahrung. Ich bin in einer Buchhaltung in ein und dem selben Unternehmen seit über 21 Jahren fest angestellt.
Ich muss aber wegen den von dir genanntem Grund ständig mit wechselnden LAN herumschlagen die bei mir in der Abteilung meist nur überfordert sind und meist nur Mist machen. Wieso sollten die auch sorgfältig arbeiten wenn sie eh nach ein und halb Jahren abgesägt werden? Und wer muss die Fehler alle ausbügeln? Natürlich wir Festangestellten ☹️
 
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Hallo

Ginnychen schrieb:
Wenn ich es richtig verstanden habe bekommt mit dem BGE jeder Bürger/Bürgerin den selben Betrag. Das hört sich doch so erstmal gerechter an als Hartz4, wo nur die die zu Hause abhängen Knete bekommen. So wie es jetzt ist, gehe ich arbeiten und muss einen Haufen Geld abdrücken und der Hartzer wird belohnt für was auch immer.
Ich habe auch keinen Bock darauf anderen den Lebensunterhalt zu finanzieren, schließlich muss ich meinen eigenen auch schon finanzieren.
Da finde ich es gerechter wenn jeder das selbe bekommt.
Ein BGE finde ich nicht gerechter.
Es würden zwar alle das BGE bekommen, das BGE würden aber genau so wie Hartz4 nur die Steuerzahler erwirtschaften und die Arbeitslosen würden genau so wie bei Hartz4 nur fürs nichtstun kassieren.
Die Steuerzahler wären immer noch die bestraften und diejenigen die nicht arbeiten wollen müssten nicht einmal mehr so tun als ob sie sich um eine Arbeitsstelle bemühen.

Grüße Tomi
 
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Das stimmt auch wieder. Also bleibt nur noch, wenn ein Empfänger sich eindeutig nicht um einen Job bemüht, er aber arbeiten könnte, die Leistungen komplett einstellen.
 
Hallo

Dann wäre es kein BGE und Leistungen komplett einstellen geht leider bei Hartz4 schon nicht (mehr).

Grüße Tomi
 
Ginnychen schrieb:
Das stimmt auch wieder. Also bleibt nur noch, wenn ein Empfänger sich eindeutig nicht um einen Job bemüht, er aber arbeiten könnte, die Leistungen komplett einstellen.
Oder wenn alle Bürger dieses Geld erhalten. Glaubst du etwa, du wirst vom Arbeitgeber noch dein volles Gehalt bekommen. Nein, er wird dir den Anteil vom Bürgergeld abziehen. Und die Kosten steigen für alles, weil ja erstmal mehr Geld durch das BGE da ist. Und am Ende hast du aber weniger, da du draufzahlen musst, aber weniger erhälst.
 
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Ich bekomme so auch schon nicht mein volles Gehalt, aber mit BGE wären die Abzüge mit Sicherheit noch höher. Das System würde sich eventuell bei meinem Mann lohnen, der minijobbt.

Spannend würde es werden wenn alle Arbeitnehmer plötzlich kündigen würden weil ihnen das BGE reicht, dann wäre kaum einer da das Ganze finanzieren würde.

Wie gesagt, ich bin auch nicht generell Pro BGE, ich bin mir halt darüber nicht sicher.
 
Ginnychen schrieb:
Spannend würde es werden wenn alle Arbeitnehmer plötzlich kündigen würden weil ihnen das BGE reicht, dann wäre kaum einer da das Ganze finanzieren würde.

Siehe https://www.computerbase.de/forum/t...en-kapitalismus.346694/page-304#post-26334539

Martin ist AN, Single, 25 Jahre alt und verdient 3.000 € brutto bei einer 40 Stunden Woche. Macht ziemlich genau 2k netto. Nun sagen wir mal ihm bleiben 1000 € nach den Fixkosten.

Wenn die Grundsicherung auch ca. 900 € betragen soll, dann stelle ich mir die Frage wieso Martin und alle anderen die 3.000 € Brutto verdienen, überhaupt noch 160 Stunden im Monat arbeiten gehen sollten, wenn man das gleiche bekommen kann ohne ein Finger krumm zu machen.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Hallo

Dann wäre es kein BGE und Leistungen komplett einstellen geht leider bei Hartz4 schon nicht (mehr).

Grüße Tomi
Also es würde bestimmt gehen bei Hartz4 wenn der Gesetzgeber es wollte.
Allerdings sind auch Dauerhartzer stimmberechtigt bei Bundestagswahlen.
Ergänzung ()

Eldok schrieb:
Sorry das Beispiel habe ich nicht kapiert- im ersten Fall hat er doch 2000 Euro, beim zweiten Fall also mit Grundsicherung ohne Arbeit nur 900 Euro? Die Fixkosten hat er doch so oder so?
 
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Ja richtig, aber das BGE zahlt doch dann auch die Miete, oder sollen die BGE Bezieher von den 900 € ihre Fixkosten decken? Dann können wir auch bei Harz4 bleiben oder habe ich hier einen Denkfehler?

Viele werfen hier mit dem BGE um sich, aber das war's dann auch schon. Hier würden mich mal konkrete Vorschläge interessieren wie das umsetzbar ist und wie man sich das Vorstellt :)
 
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Es wird schon einen unternehmerischen Grund geben, warum Zeitarbeitsfirmen so viele Kunden haben. Selbst wenn ein Leiharbeiter höhere Lohn und -Lohnnebenkosten verursachen sollte, gibts immer noch die Komponente des geringeren Personalaufwandes durch den Wegfall von Rekrutierung und Verwaltung. Ein Anruf des Abteilungsleiters genügt und ein "Neuer" kommt oder geht, das ist komfortabel. Zeitarbeit ist ja ein kleines ökonomisches Wunder, wenn man mal festhält dass 1 Arbeiter Gewinn für 2 Unternehmen erwirtschaften kann.
 
Eldok schrieb:
Ja richtig, aber das BGE zahlt doch dann auch die Miete, oder sollen die BGE Bezieher von den 900 € ihre Fixkosten decken? Dann können wir auch bei Harz4 bleiben oder habe ich hier einen Denkfehler?
Wenn die Miete u. a. Fixkosten zusätzlich bezahlt werden würde, wären es ja 1900,00 Euro pro Person BGE, das wäre ja utopisch. Mit 900,00 Euro kann man natürlich nicht komplett seinen Lebensunterhalt bestreiten, aber es soll sich doch noch lohnen arbeiten zu gehen. Ansonsten wäre das System ja direkt zum scheitern verurteilt.

Und stell dir vor, wenn hier jeder einfach so einen so hohen Betrag bekommen würde, es wäre erst mal überhaupt nicht finanzierbar, denn wer ginge dann noch arbeiten? Dann käme noch dazu, dass wir es strikt vermeiden müssten, dass sich Außenstehende mit in das System reindrängen könnten. Denn dann hätten wir bald statt 83 Millionen Einwohner 830 Millionen oder noch mehr.
 
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