Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Hallo

Andy8891 schrieb:
Warum schreiben wir hier deutsch?
Dürfen denn deiner Meinung nach Menschen ohne deutschen Pass hier schreiben ?

Andy8891 schrieb:
Möchte ich genauso, nur das für mich dazu auch das Lernen der Sprache bedeutet
Da bin ich bei dir, dafür ist aber kein deutscher Pass notwendig.

Andy8891 schrieb:
Parallel und das heißt hier, wie zig Beispiele aus der Realität zeigen, nebeneinander. Deutsche unter sich, Russen unter sich, Türken unter sich, Muslime unter sich.
Daran ändert auch ein deutscher Pass nichts, sehr viele von denen haben einen deutschen Pass.

Andy8891 schrieb:
In einem Stadtteil leben die Wohlhabenden als perfektes Beispiel für Integration und Respektvollen und Friedlichen Umgang miteinander, und die anderen Stadtteile teilen sich die anderen Kulturen unter sich auf, weil gleiches zu gleichem zieht.
Das klingt nach einer Stadt in der ich nicht tot über dem Zaun hängen will, daran ändert aber auch ein deutscher Pass nichts, sehr viele von denen haben einen deutschen Pass.

Andy8891 schrieb:
Wo hab ich geschrieben, das Ausländer hier arbeiten sollen?
Wenn du nur denen mit deutschem Pass ein BGE zugestehst dann bleibt den Ausländern nichts anderes übrig als zu arbeiten und den Deutschen das BGE mitzufinanzieren.

Andy8891 schrieb:
Ist mir aber wirklich sehr suspekt, wie man die Sprache nicht als Teil eines Landes ansehen kann.
Niemand hat gesagt das eine Sprache nicht Teil eines Landes ist, wieso versuchst du jetzt mit der Sprache abzulenken ? Es ging darum wieso ein BGE an einen deutschen Pass gebunden sein soll.
Ich weiß nicht in was für einseitigen Kreisen du verkehrst, die Menschen die ich kenne können alle Englisch, die deutsche Sprache ist in meinem Umfeld keine zwingend benötigte Voraussetzung.


Grüße Tomi
 
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Discovery_1 schrieb:
Mir ist es egal, aus welchen Land jemand kommt, solange sich jeder an unsere Gesetze hält. Das gilt übrigens auch für die Deutschen.
Das ist eine wichtige Minimalanforderung, aber wenn wir eine funktionale Gesellschaft bleiben wollen, dann benötigt es etwas mehr Kohärenz als das. Die Sprache ist stets am wichtigsten, sonst können verschiedene Bevölkerungsgrippen nichtmal miteinander sprechen und das fatal für eine Demokratie.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Dürfen denn deiner Meinung nach Menschen ohne deutschen Pass hier schreiben ?
Da dieses Forum keine Geo-Sperre hat, kann hier jeder schreiben. Ich kann mir aber vorstellen, das Posts in chinesischer, arabischer oder sonstigen nicht konvetionellen Sprache ins Aquarium verschoben werden.

Tomislav2007 schrieb:
Da bin ich bei dir, dafür ist aber kein deutscher Pass notwendig.
Dann lass das "deutscher" weg, wenn es dir derart Magenschmerzen bereitet.

Wie willst du sonst sicherstellen, das jemand hier nicht herkommt, 1 Jahr arbeitet und dann mit dem BGE in seine Heimat zurückkehrt?

Würde ein BGE für Ausländer an eine Arbeit gekoppelt, wäre das rassistisch oder nicht?
Die Ausländer müssen für ein BGE arbeiten, die Deutschen nicht?

Dh. für nicht in Deutschland geborene Einwanderer, bräuchte es faire Übergangsregelungen.

Tomislav2007 schrieb:
Daran ändert auch ein deutscher Pass nichts, sehr viele von denen haben einen deutschen Pass.
Die sterben ja irgendwann weg. Will man aber diese Entwicklung aufbrechen, müssen für die Folgegenerationen Regeln vorhanden sein, die eine Wiederholung verhindern.

Tomislav2007 schrieb:
Das klingt nach einer Stadt in der ich nicht tot über dem Zaun hängen will, daran ändert aber auch ein deutscher Pass nichts, sehr viele von denen haben einen deutschen Pass.
?? Das dürfte die Regel in den meisten Städten mit unterschiedlichen Aufteilungen sein.

Jede Stadt hat ihre Nobelviertel und ihre Ghettoviertel. Manche Städte mehr von dem einen, manche mehr von dem anderen. Und dazwischen hängt die Mittelschicht, die ja immer kleiner wird.

Dh. in 100 Jahren haben wir bei einer gleichbleibenden Entwicklung Gated Communities.

Tomislav2007 schrieb:
Wenn du nur denen mit deutschem Pass ein BGE zugestehst dann bleibt den Ausländern nichts anderes übrig als zu arbeiten und den Deutschen das BGE mitzufinanzieren.
Das System der Wirtschaftsmigranten (auch Hochqualifizierte) hat absolut nichts positives.
Anstatt das man seine eigenen Leute bildet, wirbt man Leute aus dem Ausland ab?

Stell die das im Familiären vor: Du bekommst Kinder, diese gibst du zur Adoption frei und adoptierst stattdessen andere Kinder.
Klingt ziemlich idiotisch oder nicht?

Tomislav2007 schrieb:
Niemand hat gesagt das eine Sprache nicht Teil eines Landes ist, wieso versuchst du jetzt mit der Sprache abzulenken ?
Du hast doch gesagt, das die Sprache für dich nicht zur Integration gehört? Ich habe gesagt: Jeder bekommt den Pass, der integriert ist.

Tomislav2007 schrieb:
Ich weiß nicht in was für einseitigen Kreisen du verkehrst, die Menschen die ich kenne können alle Englisch, die deutsche Sprache ist in meinem Umfeld keine zwingend benötigte Voraussetzung.
Da wäre eher die Frage in welchen Kreisen du unterwegs bist. Wenn du in einem globalen Unternehmen arbeitest und beruflich mit vielen Sprachen umgehen musst, dann ist das so.

Hast du in deinem Freundeskreis z.B. Chinesen die kein Deutsch/Englisch können, für die du extra Chinesisch gelernt hast? Nein? Wieso nicht? Bist du rassistisch?
 
Andy8891 schrieb:
Das System der Wirtschaftsmigranten (auch Hochqualifizierte) hat absolut nichts positives.
Anstatt das man seine eigenen Leute bildet, wirbt man Leute aus dem Ausland ab?
Hochqualifizierte Wirtschaftsmigration nach Deutschland ist tatsächlich ein großes Problem, aber für die Länder, aus denen massenhaft abgewandert wird, denn die verlieren ihre kompetenten Fachkräfte von denen wir hier dann profitieren. Das ist auch einer der Gründe, warum es in vielen Regionen nicht bergauf geht: Die guten die was drauf haben kommen nach Europa anstatt in ihrem Geburtsland zu bleiben.

Wir kaufen auch viel Strom ein. Und wir verkaufen viel Strom ins Ausland. Und wir produzieren viel Strom. Solche Dinge sind Systeme mit Zu- und Abfluss, wichtig dabei ist, dass ein produktiver dynamischer Zustand erreicht wird und wenn gut ausgebildete Ärzte u.a. herkommen, dass ist ein großes Plus für unsere Gesellschaft im selben Maße wie es schlecht für das Ursprungsland ist.
 
Hallo

Andy8891 schrieb:
Würde ein BGE für Ausländer an eine Arbeit gekoppelt, wäre das rassistisch oder nicht?
Nicht so rassistisch wie deine Idee ein BGE an einen deutschen Pass zu binden und Ausländer komplett auszuklammern.

Andy8891 schrieb:
Die Ausländer müssen für ein BGE arbeiten, die Deutschen nicht?
Ist das jetzt dein neuester Vorschlag um deine rassistische Idee Ausländern kein BGE zu geben abzumildern ?
Ich bin immer noch für meinen nicht rassistischen Vorschlag, alle sollen arbeiten und keiner bekommt ein BGE.

Andy8891 schrieb:
Du hast doch gesagt, das die Sprache für dich nicht zur Integration gehört?
Nein das habe ich nicht, ich schrieb das ein deutscher Pass nicht für eine Integration notwendig ist.

Andy8891 schrieb:
Wie willst du sonst sicherstellen, das jemand hier nicht herkommt, 1 Jahr arbeitet und dann mit dem BGE in seine Heimat zurückkehrt?
Gar nicht weil ich kein BGE möchte, da sollen sich diejenigen Gedanken drüber machen die ein BGE wollen.

Andy8891 schrieb:
Das System der Wirtschaftsmigranten (auch Hochqualifizierte) hat absolut nichts positives.
Qualifizierte Wirtschaftsmigranten haben sehr viel positives, wenn...

Andy8891 schrieb:
Anstatt das man seine eigenen Leute bildet, wirbt man Leute aus dem Ausland ab?
...es nicht genug eigene Leute gibt oder man die eigenen Leute nicht bilden kann weil sie sich nicht bilden lassen wollen oder sie nicht empfänglich für Bildung sind.
Ich bin auch kein Rassist der in eigene Leute und fremde Leute unterteilt, ich unterteile nur in nette Menschen und Arschlöcher, die Nationalität ist uninteressant.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Gar nicht weil ich kein BGE möchte, da sollen sich diejenigen Gedanken drüber machen die ein BGE wollen.
Das war mir eigentlich klar, du bist ja auch meiner vorherigen Frage ausgewichen und hast die Rassismuskeule geschwungen.

Tomislav2007 schrieb:
...es nicht genug eigene Leute gibt oder man die eigenen Leute nicht bilden kann weil sie sich nicht bilden lassen wollen oder sie nicht empfänglich für Bildung sind.
Das stimmt einfach nicht. Der Mensch und damit auch die Unternehmen, da diese von Menschen geführt werden, geht den Weg des geringsten Widerstandes.

Genauso wie Leute gerne fürs nichtstun Geld wollen, wollen Unternehmen Leute die alles tun aber nichts kosten.

In der Realität trifft sich der Großteil irgendwo in der Mitte.

Und wie ich geschrieben habe, soll Arbeitszwang nicht Unternehmen subventionieren, die nicht mehr zahlen wollen.

Und dies kann nur durch ein BGE erreicht werden. Und damit haben wir einen ziemlich großen sinnlosen Kreis gedreht um bei der Anfangsaussage zu landen.

https://de.statista.com/statistik/d...zahl-in-deutschland-jahresdurchschnittswerte/

2,64 Millionen Arbeitslose (die Flüchtlinge sind wahrscheinlich nicht dabei oder)

https://de.statista.com/statistik/d...werte-des-bestands-an-offenen-arbeitsstellen/
700 Tsd offene Stellen. (Die Frage wäre, wie viele davon mehr als den Mindestlohn bezahlen)

Damit hast du mindestens 1,9 Mio Arbeitslose für die es keine Wertschöpfende Arbeit gibt. 1,9 Mio musst du im Grunde ein BGE zahlen.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Nicht so rassistisch wie deine Idee ein BGE an einen deutschen Pass zu binden und Ausländer komplett auszuklammern.
Das ist eindeutig nicht rassistisch und gerade bei so triggerworten sollte man im Zweifelsfall lieber weniger damit um sich werfen.

Tomislav2007 schrieb:
die Nationalität ist uninteressant.
Auf indivudeller Ebene ist das gut und richtig, aber auf gesellschaftlicher oder staatlcher Eben spielt die Nationalität eine große Rolle, sie ist ja quasi das offizielle Dokument dazu, dass ein Mensch an der Gesellschaft hier partizipiert.

PS.:
Andy8891 schrieb:
2,64 Millionen Arbeitslose (die Flüchtlinge sind wahrscheinlich nicht dabei oder)
Ein gewisser Anteil arbeitsloser ist gut und wichtig, auch hier, dynamisches System, Menschen werden arbeitslos, erhalten Arbeit und so weiter. Es ist ganz normal, dass nicht jeder immer Arbeit hat und gerade in unserem Sozialstaat auch gar kein Drama.

Andy8891 schrieb:
https://de.statista.com/statistik/d...werte-des-bestands-an-offenen-arbeitsstellen/
700 Tsd offene Stellen. (Die Frage wäre, wie viele davon mehr als den Mindestlohn bezahlen)

Damit hast du mindestens 1,9 Mio Arbeitslose für die es keine Wertschöpfende Arbeit gibt. 1,9 Mio musst du im Grunde ein BGE zahlen.
PPS.: Das sind verschiedene Datenquellen, die zu den Arbeitslosen dürften gut hinkommen, bei den gemeldeten offenen Stellen, da fehlt gewiss ein großer Anteil. Das sind ja offenbar nur Stellen, welche der Behörden gemeldet werden und zur Vermittlung durch diese freigegeben werden.

Sorry für die vielen Zusätze:
Andy8891 schrieb:
Damit hast du mindestens 1,9 Mio Arbeitslose für die es keine Wertschöpfende Arbeit gibt. 1,9 Mio musst du im Grunde ein BGE zahlen.
Diese erhielten dann ja bereits H4. Bei dem BGE geht es ja darum, dass auch erwerbstätige dieses bekommen. Ich bin kein Verfechter des BGE aber das was du schreibst kommt da im zitierten nicht hin.
 
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BeBur schrieb:
Ein gewisser Anteil arbeitsloser ist gut und wichtig, auch hier, dynamisches System, Menschen werden arbeitslos, erhalten Arbeit und so weiter. Es ist ganz normal, dass nicht jeder immer Arbeit hat und gerade in unserem Sozialstaat auch gar kein Drama.
Würde ich nicht so sehen, bzw in einer DEUTLICH geringeren Höhe.

Der Idealfall wäre, wenn es immer GUTE nachgefragte Arbeitsplätze gäbe auf die sich ein Arbeitsloser direkt im Unternehmen hinbilden könnte.

Stattdessen schreiben die Unternehmen einen Wunschzettel und warten ab, bis derjenige mit der Qualifiaktion auftaucht.

BeBur schrieb:
Das sind verschiedene Datenquellen, die zu den Arbeitslosen dürften gut hinkommen, bei den gemeldeten offenen Stellen, da fehlt gewiss ein großer Anteil. Das sind ja offenbar nur Stellen, welche der Behörden gemeldet werden und zur Vermittlung durch diese freigegeben werden.
Gibt es bessere Quellen dann aber ohne doppelte Stellen?

BeBur schrieb:
Bei dem BGE geht es ja darum, dass auch erwerbstätige dieses bekommen.
Bei den Erwerbstätigen würde es einfach nur die Abzugszusammensetzung verändern.

Die Nettolöhne würden sich danach anhand von Angebot und Nachfrage neu einpendeln.

€Ich bin gespannt ob sich die mittleren Löhne entsprechend dem Mindestlohn erhöhen oder ob gesagt wird:
Wenns dir nicht passt, such dir was anderes.
 
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Die "linke Idee" eines BGE wäre an einem deutschen Wohnort geknüpft.

Das BGE darf man auch nicht wörtlich nehmen, denn selbst ein BGE wäre nicht bedingungslos. Die erste Bedingung wäre ja schon einmal ein deutscher Wohnort.

Ein deutscher Pass wäre nicht nötig und meiner Meinung nach auch verfassungswidrig.

Im Übrigen: DIE LINKE hat kein BGE im Parteiprogramm, das soll nächstes Jahr per Mitgliederentscheid entschieden werden. Auch in der Partei selbst gibt es Befürworter und Gegner.
 
Hallo

BeBur schrieb:
Das ist eindeutig nicht rassistisch und gerade bei so triggerworten sollte man im Zweifelsfall lieber weniger damit um sich werfen.
Sozialleistungen an eine Nationalität zu binden wäre eindeutig rassistisch und würde vom Bundesverfassungsgericht und/oder dem Europäischen Gerichtshof kassiert werden.
Was meinst du wieso so viele hier lebende Ausländer Hartz 4 für sich und sogar Hartz 4 für ihre in der Heimat lebenden Kinder bekommen ?

Mehrheit der Syrer bekommt Hartz IV https://www.faz.net/aktuell/wirtsch...heit-der-syrer-bekommt-hartz-iv-17436764.html

https://www.merkur.de/wirtschaft/ha...uechtling-pass-eu-syrien-berlin-90853428.html
Zitat:
"Hartz-IV-Empfänger besitzen immer seltener einen deutschen Pass. Deutsche machen den größten Teil der Berechtigten aus, doch wie die ausgezahlte Gesamtsumme sinkt ihre Zahl.
Berlin - Verschiebungen bei Hartz IV: Seit 2007 haben sich die Ansprüche für Hartz-IV-Bezieher ohne deutschen Pass fast verdoppelt."

Das wäre bei einem BGE nicht anders, entweder alle in Deutschland lebenden oder keiner, unser Sozialsystem interessiert sich nicht für die/den Nationalität/Pass.

Skaiy schrieb:
Die "linke Idee" eines BGE wäre an einem deutschen Wohnort geknüpft.
Deutscher Wohnort Ja, Deutscher Pass Nein, die Nationalität ist bei Sozialleitungen uninteressant (vor allem bei EU Bürgern).

Skaiy schrieb:
Ein deutscher Pass wäre nicht nötig und meiner Meinung nach auch verfassungswidrig.
Genau das, das wäre bei einem BGE genau so wie bei Hartz 4, ein Ausländer der in Deutschland arbeitet (gearbeitet hat) kann wenn er von seinem Arbeitgeber gekündigt wird Hartz 4 beantragen.

Grüße Tomi
 
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Andy8891 schrieb:
Das System der Wirtschaftsmigranten (auch Hochqualifizierte) hat absolut nichts positives.
Anstatt das man seine eigenen Leute bildet, wirbt man Leute aus dem Ausland ab?
In welcher Zeit oder Gegend lebst du eigentlich?

Einfach Mal einen Blick auf die Wirtschaftsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland werfen und überlegen, ob der Aufschwung und Etablierung ohne Arbeitskräfte mit Migrationshintergrund möglich gewesen wäre.
Nein, wäre er nicht, genauso wenig, wie in fast allen vergleichbaren Staaten/ Gesellschaften.
Was dabei raus kommt, wenn man sich abschottet und fast ausschließlich auf eigene Arbeitskräfte setzt in einem Wettbewerbsumfeld konnte man am gescheiterten Laborversuch mit Namen Deutsche Demokratische Republik beobachten. Von Kuba oder Nordkorea will ich gar nicht reden.

Arbeitsmigration heißt doch nicht zwangsläufig abwerben. Wie kommt man auf so eine absurde Idee? Es heißt bestenfalls auch abwerben. Und Arbeitskräfte, die mit der letzten Flüchtlingswelle ins Land gekommen sind, wurden garantiert nicht abgeworben. Dass Arbeitsmigration ganzen Herkunftsländern das wirtschaftliche Überleben sichert ist auch keine allzu neue Erkenntnis.
Dass ganze Wirtschaftszweige hierzulande ohne Arbeitsmigration schlichtweg tot wären, merkst spätestens, wenn keine Bauvorhaben mehr realisiert werden können, kein Viech mehr geschlachtet wird oder die Angehörigen, die Pflege ihrer Alten und Kranken wieder zu Hause selbst "erledigen dürfen".
 
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@mo schrieb:
In welcher Zeit oder Gegend lebst du eigentlich?
Mir kommt es so vor, als ob Entwicklungen aus der Vergangenheit als Beispiel gezogen werden mit Bedingungen die heute so nicht vorhanden sind.

@mo schrieb:
Einfach Mal einen Blick auf die Wirtschaftsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland werfen und überlegen, ob der Aufschwung und Etablierung ohne Arbeitskräfte mit Migrationshintergrund möglich gewesen wäre.
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Textsammlungen/Ministerium/wirtschaftspolitik-seit-1949.html

Ist damit die Nachkriegszeit gemeint? Falls ja, haben wir gerade die Nachkriegszeit? Oder wird diese Zeit jetzt immer als Paradebeispiel für Wirtschaftsaufschwung genannt?


@mo schrieb:
Dass ganze Wirtschaftszweige hierzulande ohne Arbeitsmigration schlichtweg tot wären, merkst spätestens, wenn keine Bauvorhaben mehr realisiert werden können, kein Viech mehr geschlachtet wird oder die Angehörigen, die Pflege ihrer Alten und Kranken wieder zu Hause selbst "erledigen dürfen".
Also wird indirekt zugegeben, das mit billigen Arbeitskräften die Wirtschaft subventioniert wird?

Ich dachte es wird gefordert, dass das Fleisch teurer wird.
Und qualitative Handwerker müssen bezahlt werden.

€: Ist natürlich sehr geschickt eingefädelt.
Ich sichere mir mit billigen Arbeitskräften die notwendige Nachfrage nach billigen Produkten und hab damit direkt eine Rechtfertigung für billige Arbeitskräfte um die billigen Produkte herzustellen.
 
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Hallo

Andy8891 schrieb:
Und qualitative Handwerker müssen bezahlt werden.
Die Handwerker werden bezahlt, das ist nicht das Problem, das Problem ist das wir viel zu wenige Handwerker haben.
Hast du die letzte Zeit mal versucht einen Handwerker ins Haus zu bekommen ? Da kannst du froh sein wenn einer in 3-6 Monaten kommt.
Die Jugendlichen die was drauf haben gehen zum größten Teil studieren und von denen die übrig bleiben ist ein sehr großer Teil unbrauchbar.
Hauptschüler nehme ich gar nicht mehr, viele haben eine Aufmerksamkeitsspanne von max. 5 Minuten und wenn man denen was zeigt/erklärt ist es wichtiger auf das Smartphone zu starren.
Ich habe keine Lust mehr unter 10 Hauptschülern den einen zu suchen der halbwegs brauchbar ist und bei dem die Ausbildungszeit keine sinnlose Zeitverschwendung darstellt.
Wenn deutsche Jugendliche nicht mehr Handwerker werden wollen oder können dann müssen wir uns Ausländer holen die das machen/wollen, anders geht es leider nicht mehr.
Ein anderes Problem ist auch das in Deutschland viel zu wenig Kinder geboren werden, diese Lücke müssen wir auch mit Ausländern stopfen, anders geht es leider nicht mehr.

Grüße Tomi
 
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Andy8891 schrieb:
Also wird indirekt zugegeben, das mit billigen Arbeitskräften die Wirtschaft subventioniert wird?
Anstatt zu theoretisieren, bezieh doch einfach mal Stellung zu dem Ist-Zustand. Wer also soll dein Haus, Straße etc. bauen, deine Mutter im Heim pflegen oder deine Salami schlachten, wenn es dafür keine nativ deutschen Arbeitskräfte gibt und die auch nicht zu beschaffen sind?
Hat mit "zugeben" jetzt so gar nichts zu tun. Wenn eine Volkswirtschaft nicht lebens- oder konkurrenzfähig ist, muss man sich halt Leute holen, damit sie es ist oder bleibt.
Welchen Pass die haben,ist so was von wurscht. Jeder Arbeitsmigrant, der die simple Tatsache verstanden hat, dass die Arbeit nicht zu ihm kommt, sondern er zur Arbeit gehen muss, ist mir willkommener als jemand, der meint, er hätte als nativ Deutscher ein Anrecht darauf, dass die Arbeit zu ihm kommt und deshalb keine hat.
Andy8891 schrieb:
Ist damit die Nachkriegszeit gemeint? Falls ja, haben wir gerade die Nachkriegszeit? Oder wird diese Zeit jetzt immer als Paradebeispiel für Wirtschaftsaufschwung genannt?
Das war die Basis. Und die Basis hat sich bewährt sodass die gesamte Wirtschaft bis heute davon profitiert bzw. gar nicht mehr anders funktioniert. Und das, ohne zum Selbstzweck zu werden, sondern im Rahmen der Globalisierung systemrelevant.


Andy8891 schrieb:
Ich dachte es wird gefordert, dass das Fleisch teurer wird.
Und qualitative Handwerker müssen bezahlt werden.
Und wenn es das wird, denkst du ernsthaft, das würde an der Besetzung der Arbeitsplätze auch nur das Geringste ändern? Die nativ Deutschen wollen sich dann immer noch nicht die Hände schmutzig machen. Aber maulen werden sie natürlich trotzdem, wenn ihr Schnitzel dann plötzlich einen Euro mehr kostet, da des Deutschen Geiz ja bekanntlich geil ist.
Darüber hinaus werden im Handwerk durchaus ordentliche Löhne bezahlt.


Andy8891 schrieb:
Ich sichere mir mit billigen Arbeitskräften die notwendige Nachfrage nach billigen Produkten und hab damit direkt eine Rechtfertigung für billige Arbeitskräfte um die billigen Produkte herzustellen
Du darfst dich gerne mal selbständig machen und beweisen wie du dich im Wettbewerb behauptest.
 
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Hallo

@mo schrieb:
Anstatt zu theoretisieren,
Das kann @Andy8891 am besten.

@mo schrieb:
Welchen Pass die haben,ist so was von wurscht. Jeder Arbeitsmigrant, der die simple Tatsache verstanden hat, dass die Arbeit nicht zu ihm kommt, sondern er zur Arbeit gehen muss, ist mir willkommener als jemand, der meint, er hätte als nativ Deutscher ein Anrecht darauf, dass die Arbeit zu ihm kommt und deshalb keine hat.
Das kann man nicht dick genug unterstreichen.

@mo schrieb:
Die nativ Deutschen wollen sich dann immer noch nicht die Hände schmutzig machen. Aber maulen werden sie natürlich trotzdem, wenn ihr Schnitzel dann plötzlich einen Euro mehr kostet, da des Deutschen Geiz ja bekanntlich geil ist.
Genau die Erfahrung habe ich auch gemacht.

@mo schrieb:
Darüber hinaus werden im Handwerk durchaus ordentliche Löhne bezahlt.
Absolut richtig.

@mo schrieb:
Du darfst dich gerne mal selbständig machen und beweisen wie du dich im Wettbewerb behauptest.
Das geht aber nicht theoretisch, dafür müsste @Andy8891 sich in die Praxis/Realität begeben.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Die Jugendlichen die was drauf haben gehen zum größten Teil studieren und von denen die übrig bleiben ist ein sehr großer Teil unbrauchbar.
Hauptschüler nehme ich gar nicht mehr, viele haben eine Aufmerksamkeitsspanne von max. 5 Minuten und wenn man denen was zeigt/erklärt ist es wichtiger auf das Smartphone zu starren.
Ich habe keine Lust mehr unter 10 Hauptschülern den einen zu suchen der halbwegs brauchbar ist und bei dem die Ausbildungszeit keine sinnlose Zeitverschwendung darstellt.
Das war doch genau das was jahrelang schwadroniert wurde ... jeder soll studieren gehen.

Jetzt geht jeder der kann studieren und man wundert sich, das wenige eine Ausbildung machen wollen?

Und was passiert mit den ganzen Hauptschülern die keiner haben will und die durch Arbeitsmigranten ersetzt werden? Ein Leben lang Hartz4?

Tomislav2007 schrieb:
Ein anderes Problem ist auch das in Deutschland viel zu wenig Kinder geboren werden, diese Lücke müssen wir auch mit Ausländern stopfen, anders geht es leider nicht mehr.
Kann man so und so sehen. Ich wüsste nicht, welche Nachteile es hätte, wenn Deutschland nur 60 oder 40 Millionen Einwohner hätte.
Dann bräuchte man weniger Wohnungen, weniger Pflegeplätze usw. also einfach alles runterskaliert.

@mo schrieb:
Anstatt zu theoretisieren, bezieh doch einfach mal Stellung zu dem Ist-Zustand. Wer also soll dein Haus, Straße etc. bauen, deine Mutter im Heim pflegen oder deine Salami schlachten, wenn es dafür keine nativ deutschen Arbeitskräfte gibt und die auch nicht zu beschaffen sind?
Ich sehe keinen Grund auf Biegen und Brechen eine hohe Bevölkerungsanzahl zu halten.

@mo schrieb:
Das war die Basis. Und die Basis hat sich bewährt sodass die gesamte Wirtschaft bis heute davon profitiert bzw. gar nicht mehr anders funktioniert.
Sich in die komplette Abhängigkeit zu manüvrieren und damit auch erpressbar zu machen halte ich jetzt für nicht besonders nachhaltig und klug.

@mo schrieb:
Und das, ohne zum Selbstzweck zu werden, sondern im Rahmen der Globalisierung systemrelevant.
Die Grundversorgung sollte unabhängig von der Globalisierung laufen.
Also Ernährung, Energie, Wohnung sollte so aufbegebaut sein, das diese selbst erwirtschaftet/erhalten werden kann.

Der Konsum/Luxus kann gerne global unter Wettbewerb und Spezialisierung laufen.

@mo schrieb:
Und wenn es das wird, denkst du ernsthaft, das würde an der Besetzung der Arbeitsplätze auch nur das Geringste ändern? Die nativ Deutschen wollen sich dann immer noch nicht die Hände schmutzig machen. Aber maulen werden sie natürlich trotzdem, wenn ihr Schnitzel dann plötzlich einen Euro mehr kostet, da des Deutschen Geiz ja bekanntlich geil ist.
Verantwortung für die Konsequenzen übernehmen?

Wenn ich für ein Schnitzel keine 20 € ausgebe und das Lokal macht deswegen zu, dann ist das inwiefern ein Problem?

Ich dachte Markt mit Angebot und Nachfrage?
Wenn ich ein 5 € Schnitzel will und keiner bietet es an, ist das doch mein Problem oder?
Warum soll dann der Staat dafür sorgen, das es Schnitzel für 5 € gibt?

@mo schrieb:
Du darfst dich gerne mal selbständig machen und beweisen wie du dich im Wettbewerb behauptest.
Das Monopolyspiel überlasse ich gerne anderen und übernehme eine normale AN Position und habe keine Chance Millionär/Milliardär zu werden.
 
Andy8891 schrieb:
Kann man so und so sehen. Ich wüsste nicht, welche Nachteile es hätte, wenn Deutschland nur 60 oder 40 Millionen Einwohner hätte.
Dann bräuchte man weniger Wohnungen, weniger Pflegeplätze usw. also einfach alles runterskaliert.
Wie soll Deutschland dann wirtschaftlich und arbeitsmarkttechnisch international wettbewerbsfähig bleiben und sein? Stichwort Export.
 
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