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Wer kennt das Gefühl noch ?

Eine entscheidende Frage bei vielen Spielen ist doch auch:
Spiele ich eher eine Person, oder bin ich eher diese Person. Die Atmosphäre spielt da mit rein.
Stirbt man bei COD: so what. Bei Halflife 1 war das anders: Ich wollte da raus, hoch, an die Oberfläche. Klasse auch: Gordon der alte Sack hat keinen Ton gesagt- ein genialer Schachzug damals. Halflife 2 tat sich da schon schwerer- insbesondere Ravenholm hat viel Glaubwürdigkeit zugunsten von Splatter genommen. Bei Baldurs Gate habe ich mit eingezogener Rübe vor dem Computer gesessen und bin durch die Mienen von Nahkell gekrochen- hinter jeder Ecke lauerte Gefahr, die Musik und Geräusche sowie die vereinzelten zweifelnden Kommentare der ängstlichen Mitstreiter haben da unheimlich viel Atmo rübergebracht. Das hatte auch noch eine Story, man wollte doch wissen: Wer bin ich, wie geht es weiter?
Das alles ist heute selten.

Ich Frage mich wirklich woran es liegt, dass dieses Gefühl nicht mehr rüberkommt. Vielleicht sollte ich zum Test mal wieder Baldurs Gate zocken....
 
Da der Thread-Ersteller ja eine PS3 hat, soll er mal über den Tellerrand hinausschauen und Jump'n'Runs spielen :) Zumindestens hat dieses Genre hier noch keiner erwähnt und CB hat leider Jump'n'Runs hier im Forum unter "Actionspiele" eingeordnet, was doch sehr fragwürdig ist und mehr oder weniger untergeht zwischen den ganzen Ballerspielen.

Jak&Daxter, Sly Racoon, Ratchet&Clank - da gibt es HD-Collection's mit jeweils 3 Titeln, die jede menge Unterhaltung bieten, besonders empfehl ich jedem Jak&Daxter. Oder ganz aktuell Rayman Origins, so ein herrliches Spiel, da platzt der HD-Fernseher vor Farbpracht :D

Oder Final Fantasy (nicht direkt ein J'n'R) ist bestimmt auch nicht schlecht für eine Portion Abwechslung.

Wie schon andere hier erwähnt haben, wird ein BF oder Call of Duty mit dem zehnten Aufguss nicht besser oder abwechslungsreicher, irgendwann wird es unweigerlich stumpf werden. Und dass der PC die gleichen Spiele "besser" macht, naja, halte ich für schwachsinn.

Und ein Tipp, damit man mehr Freude am Zocken hat: Bitte andere Hobbys suchen und weniger und seltener spielen. Dann kommt auch mal wieder diese Freude auf. Jeden Tag Käsestulle ist auch nicht so spannend :)
 
Ich habe das Problem, dass ich jahrzehntelang auf ganz andere Bedienung/Steuerung von Spielen "gepolt" wurde, als sie bei heutigen Konsolen üblich ist.

In meiner Kindheit war es der Joystick. Von Pac Man und Breakout über Giana Sisters und R-Type bis X-Wing und Wing Commander. Aber der Joystick ist ja praktisch komplett verschwunden, selbst bei Spielegenres, bei denen er die naheliegendste Steuerung wäre.
Flugzeuge und Raumkreuzer mit Maus und Tastatur steuern? Wirklich...? :freak:

In meiner späteren Jugendzeit war es dann zusätzlich die Maus (Point and Click). Angefangen mit Populous, Lemmings, Civilization und dann die ganzen genialen Rollenspiele und Adventures der 90er und frühen 2000er (Ultima-Reihe, Baldurs Gate, Day of the Tentacle usw.), den Runden- (Panzergeneral) und Echtzeitstrategiespielen (Command and Conquer) usw. ...

Aber moderne Konsolenspiele ticken einfach ganz anders. Die Gamepadsteuerung wird für die PC-Versionen von Konsolenspielen fast immer einfach als kryptische Tastaurbelegung übernommen. Aber ich kann mich einfach nicht an eine Spielesteuerung gewöhnen, bei der ich dutzende Tastaturkombinationen auswendig lernen und blind bedienen muss. Schon sowas wie Skyrim ist für mich grenzwertig.
Ich will/brauche einfach Icons auf die ich klicken kann. :(

Ich habe mir extra eine G13 angeschafft, in der Hoffnung dass mir die die Gewöhnung an diese Tastatursteuerung erleichtert, aber das hat leider nur sehr eingeschränkt funktioniert.
Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht, mir original Spielkonsolencontroller an den PC zu hängen, aber eigentlich interessieren mich vor allem Spiele wie die oben genannten Maus-Beispiele und irgendwie sträubt sich mir alles bei dem Gedanken, die mit einem Gamepad zu steuern.

Wahrscheinlich bin ich einfach schon zu alt um mich umzugewöhnen und damit fallen sehr viele neue Spiele, die vielleicht grundsätzlich wirklich gut sind, für mich weitgehend flach. :rolleyes:

Dieses Schicksal wird vielleicht auch die "Generation Playstation" bald ereilen, wenn in Zukunft fast alle Spiele Handy- und Tablet-Portierungen sind und nur noch per Touchscreen und Bewegungssensor gesteuert werden, bzw. mit irgendeiner vermurksten Umsetzung dieser Steuerung auf Konsolencontroller. :evillol:
 
Schau dir mal DayZ an. Ist mal ein besonderer Shooter ;)
Dafür brauchst du Arma2 + Arma2 Operation Arrowhead. Aber am besten mal ein paar Youtubevids anschauen.
 
Das was PhaTox erwähnt hat finde ich ganz interessant, beziehungsweise geht mir genauso.

Bestes aktuelles Beispiel ist Dragon Age. In DA:O hat man einen stummen Protagonisten gespielt und in DA2 eben Hawke. Im ersten Teil konnte ich mich viel besser reinfühlen. Man hat sich grad bei den Entscheidungen mehr sich selbst gespielt. Das ist einfach ein anderes Gefühl, als wenn man eine Figur durch die Handlung manövriert, die man nicht zwingend sympathisch findet.
 
pampelmuse schrieb:
Sämtliche Blockbuster (BF, CoD, TES, C&C, NFS, GTA etc. blabla) heutzutage sind halt Remakes/Nachfolger, das funktioniert im System konsumieren, konsumieren, konsumieren nicht. Da ist es essentiell Abwechslung, immer Neues zu haben. Sonst ist man ganz schnell übersättigt.

Eigentlich wollte ich schreiben, dass es ja noch genug nicht-Fortsetzungen unter den großen Releases gibt... aber außer Dishonored hab ich nichts neues für 2012 gefunden. :D
Und Watchdogs sieht interessant aus.. auch wenn manche sagen das sieht aus wie Assassins Creed im Sci-Fi Setting.

Und letztes Jahr .. hmm.. es gab Rage, Bulletstorm und Brink z.Bsp - unabhängig davon, dass die alle mehr oder weniger gefloppt sind waren es doch große Titel zum Erscheinungszeitpunkt die mit viel Geld beworben wurden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man bedenkt, wie teuer heute die Entwicklung eines Spiels sein kann, dann kann man verstehen, dass die Studios und Publisher nicht gerne Risiken eingehen.

Statt neuer Spielideen und exotischer Szenarien, setzt man lieber auf Nummer Sicher und bringt den X-ten Nachfolger eines erfolgreichen Titels, von dem man sicher weiß, dass er sein Geld unter allen Umständen wieder einspielen wird.

Früher konnte noch viel mehr experementiert werden.
Besonders damals zu 8- und 16-Bit-Zeiten, als Spiele oft von einer einzelnen Person oder einer kleinen Gruppe in ein paar Tagen/Wochen zusammenprogrammiert wurden. Da entstanden täglich Dutzende innovative Konzepte und ständig wurden neue Genres geboren.
Aber an den ganzen dabei produzierten Schrott, der grandios floppte, erinnert sich heute natürlich keiner mehr. (Außer dem Video-Game-Nerd. ;) ) In Erinnerung sind nur die vergleichweise wenigen zeitlosen Klassiker geblieben.
Damals machte das auch nicht viel aus, wenn ein Spiel floppte. Dann setzte sich der Programmierer halt nochmal ein paar Tage an seinen Computer und versuchte sich an einem anderen Spielkonzept.

Heute bedeutet ein Flop hohe Millionenverluste und sinnlos vergeudete jahrelange Arbeit eines riesigen Teams aus Programmierern, Grafikern, Musikern usw.
 
pampelmuse schrieb:
Also mein Problem zusammengefasst: erwachsen werden, Übersättigung und hohe Ansprüche.

Aus Deinem Post liest man eher, dass die neuen Spiele alle gleich und langweilig sind, da kann ich zustimmen.
Aber mit erwachsen werden hat das nichts zu tun, vor 5 Jahren hatte ich auch mal so eine Phase, dachte nichts mehr kann mir so richtig Spass machen, weil ich alt bin. Aber man muss einfach die guten Spiele wieder anschmeissen, oder neue gute Spiele entdecken.
Klar kann man sich als Kleinkind fuer die Atmosphaere eines Spiels leichter begeistern, dafuer rafft man aber meist das gameplay oder die Story nicht richtig. Ich hab mit vielen Spielen, die mich als Kind fesselten, heute sogar mehr Spass, weil ich das Spiel erst richtig kapiere, Burntime ist so ein Beispiel.
Man muss sich nur darauf einlassen. Ach und kein Fernsehen, das ruiniert langsam die Faehigkeit sich fuer etwas sehr lange zu begeistern.
 
@ AsgardCV
Ich denke der Unterschied zwischen Dragon Age Origins und Dragon Age 2 ist mehr als das Wissen, welche Figur man spielt. Das gesamte Spiel war komplett anders aufgebaut. In DA: O steckt noch so viel Liebe zum Spiel, Frische zum Szenario und eine extrem packende Story, wo es einen wirklich weh tutgewisse Entscheidungen zu treffen. Man ist sich aber auch im Klarem: ICH bin der Held, ICH muss die Entscheidung fällen.
Dagegen ist DA2 einfach nur ein Schlauchlevelklopper, das gar nicht mit dem Vorgänger zu tun hatte. Die Story ist absolut beliebig, die Charaktere zum Großteil uninteressant, Schlauchlevel! und ein Levelresycling das ein die Freude vergeht.

Das ist offenbar das Problem. Die Entwickler wollen nur noch sicheres Geld machen, immer mehr Kunden ansprechen und machen das Game damit total beliebig. DA: O war noch ein richtiger Geniestreich, während DA2 das typische Lizenzspiel war. Ähnlich ist es doch heutzutage mit fast jedem Spiel, nimm dir da nur Half Life 2 (was gut, aber nicht mehr so Spaßig wie Half Life war), Battlefield 2 (*gähn*, irgendwie war das 1942 viel kultiger), Battlefield 2142 (das war wirklich der Boden von Lizenzspielen), CoD2 (der 1. Teil war der HAMMER, das hier und fast alle Nachfolger ist eher langweilig, CoD MW war hingegen richtig gut), ...

Man sieht also, dass frische Ideen durchaus Geld einspielen können. Leider kaufen die Kunden heutzutage selbst die 10. Neuauflage. Warum sollten die Publisher da neue Wege einschlagen?

Ähnlich ist es übrigens mit Diablo 3. Da wurde das Spiel sooo stark vereinfacht und bei der Droprate angepasst, dass es total öde ist. Level 60 (Maximum Level) wird man bereits in Hölle d.h. in Inferno geht es nur noch um die Items. Doof nur, dass eh die gesamte Zeit nichts brauchbares dropt. Es kann nicht sein, dass man seit Alptraum seine Waffen im Auktionshaus kaufen MUSS, damit man nicht aufs übelste wiped. Die Ausrüstung bekommt man "nur" brauchbar zusammen, da man sich innerhalb der Gruppe häufig die Items schenkt. Davon abgesehen sind die meisten Skills total beliebig. Irgendwie macht jeder fast das Gleiche, gefühlt könnte man die Hälfte der Skills inkl. Runen rauskürzen. Der fehlenden Skilltree möchte ich nicht einmal erwähnen, das ist einfach nur zum weinen.
Ich wollte mir D3 wegen dem Onlinezwang, AH und dem fehlenden Skilltree nicht kaufen, hab es kurz vor Release aber einfach nicht ausgehalten ;). Ich muss sagen, dass die 50 Euro einfach nur rausgeworfenes Geld war. Da wundern sich die Hersteller, warum Leute ihre Spiele lieber laden, anstatt sie zu kaufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
andy_0 schrieb:
Ähnlich ist es doch heutzutage mit fast jedem Spiel, nimm dir da nur Half Life 2 (was gut, aber nicht mehr so Spaßig wie Half Life war), Battlefield 2 (*gähn*, irgendwie war das 1942 viel kultiger), Battlefield 2142 (das war wirklich der Boden von Lizenzspielen)
HL² war dennoch zurecht bestens bewertet worden, es macht immernoch Spaß, gerade weil vermehrt nur noch Mist rauskommt.

Bei BF2142 möchte ich auch dezent wiedersprechen, erstens wegem dem Setting und zum zweiten weil man anstatt 2, 3, 4 ... sog. Boosterpacks dann doch dazu überging es mit kostenfreien Updates zu versorgen, die immer einige Karten, Modi usw. enthielten. Aber das war vermutlich der letzte Titel, bei dem EA sowas zuließ (letzte Updates kamen afaik Ende letzten Jahres).
 
Nicht jedes Addon war schlecht- gerade Portal ist ein tolles Beispiel: Da war die Idee nicht mehr frisch und dennoch wurde sie nochmal aufgebohrt. Der zweite Teil war nicht schlechter als der erste. Ich war von beiden begeistert, weil man beiden Teilen anmerkte, dass die Leute, die das gemacht haben einen kreativen Heidenspass hatten (und wohl, wie die Sparkassen-Bande in der Werbung ein paar Kuchen zu viel ;-)
 
Hatte kürzlich mal wieder eine gaming Erfahrung abseits des allüblichen Einheitsbreies.

Alan Wake bei Steam für 13,99 gekauft und beide (spielenswerten) DLCs waren auch mit dabei, kann ich dir nur empfehlen. Das American Nightmare standalone kann man sich sparen.
Ansonsten ists halt sicher so ne Sache mit der Übersättigung ... und da greife ich dann lieber zu Oldschoolperlen als zu dem neuen Gedöns.... und damit stumpft man mMn dann weniger ab.

Als Max Payne Fan der ersten Stunde traue ich mir gar nicht den 3. Teil zu ordern, vielleicht aus gutem Grund?

@Konsolen: Habe sowohl ne PS3 und XBox 360 --> die sind aber für mich aber echt nur Exclusivtitelgrund (Metal Gear Solid 4, Resistance, Killzone Serie, Gears of War Serie, Heavy Rain, Forza 4, Red Dead Redemption) ... ansonsten kann ich nicht verstehen wie man ne "alte" Konsole einem aktuellen gaming PC vorziehen kann/möchte.

Aber die Geschmäcker sind eben verschieden.
 
Max Payne fand ich auch gut, wobei der dritte Teil relativ schlechte Kritiken erhalten hat.
Bei Alan Wake hat mein Kauffinger auch kurz gezuckt ;-)
 
Es ist doch alles Einheitsbrei... um so mehr Masse, desto weniger Klasse. MP3 wird gelobt, obwohl Rockstar ein grobes Foul damit getätigt hat, die originalen Max Payne-Wurzeln zu kappen. Wenn man das Ende von Teil 2 so offen gestaltet, dann trägt man Verantwortung gegenüber den Fans. Aber wen interessierts? Teil 3 ist laut Entwickler trotzdem ein Max Payne, und man hat ja darauf geschaut, zu den Wurzeln zurückzukehren und nichts anders zu machen. Alles Heuchelei. Ein Max Payne alter Schule würde anno 2012 nicht genug Profit einbringen, weil man heute keine speziellen Spiele für eine riesige Zielgruppe machen kann. Spezielle Spiele für eine spezielle Zielgruppe, das funktioniert, ist aber weniger profitabel. Spiele zu programmieren ist also ein ganz normales Metier geworden.
Am schlimmsten ist dann der Hurra-Patriotismus alteingesessener Redakteure, die sich an jeder noch so kleinen Neuerung erlaben (so geschehen bei MP3).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich warte ja imimer noch auf den zweiten Teil von Paradroid ;-)
 
PhaTox schrieb:
Max Payne fand ich auch gut, wobei der dritte Teil relativ schlechte Kritiken erhalten hat.
Bei Alan Wake hat mein Kauffinger auch kurz gezuckt ;-)

Ich bin mal so ketzerisch, MP3 ist auf einem Niveau mit den Vorgängern, teils sogar besser :king:
 
Also, wenn du wirklich ein Spiel suchst was eine Hammer mässige Story hat, kann ich dir nur ALAN WAKE empfehlen.

So ein gutes Spiel habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
 
Eigentlich kann es doch nicht so schwer sein eine gute Buchvorlage zu nehmen und dann daran orientiert ein gutes Spiel zu produzieren (und jetzt kommt mir nicht mit Harry Potter, lol).
 
Ein Spiel auf Basis einer Buchvorlage zu entwickeln ist vermutlich der falsche Weg.

Wie man guten Spielen und Klassikern wie Baldurs Gate, Neverwinter Nights 1&2, Dragon Age: Origins, Freelancer, Half Life, Imperium Galactica, Return to Castle Wolfenstein, Command & Conquer 1&2, Black and White, GTA (2, 3 und Vice City haben mir sehr gefallen), Gothic 1&2, ... erkennen kann, kann man in jedem Genre eine gute Geschichte implementieren, die den Spieler an den PC fesselt. Gewisse Spiele wie Battlefield 1942 benötigen nicht einmal speziell eine Story eine in diesem Fall offensichtliche Hintergrundgeschichte ist ausreichend um sich mit dem Szenario zu identifizieren.

Neben einer glaubhaften und fesselnden Geschichte ist dann die jeweilige Spielqualität sehr wichtig. Es muss weder ein Open World Spiel sein noch zwingend Schlauchlevel, solange das Spiel als ganzes betrachtet wird und sich nicht über weniger Features ("Wir haben ne Open World! oder "Bei uns gibt es die Über-Grafik") identifiziert.
 
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