Death Stranding – Ein persönliches Erlebnis
Death Stranding war für mich kein gewöhnliches Spiel – es war ein Erlebnis. Ein episches, ungewöhnliches Abenteuer, das vielen anfangs schwerfiel zu greifen. Es war eben kein Mainstream-Spiel wie ein „Moorhuhn-Jagd“-Klicker. Ihr wisst, was ich meine.
Die Meinungen und Bewertungen zu diesem Titel gingen stark auseinander – teils aus rein subjektiven Gründen, teils, weil der Hype im Vorfeld enorm war. Da wird schnell übersehen, worum es wirklich geht.
Genau deshalb möchte ich meine ganz persönliche Sicht schildern – ohne Hype, ohne Erwartungen anderer. Denn jeder empfindet dieses Spiel anders.
Ich bin seit vielen Jahren ein großer Fan von Kojima. Der Mann versteht einfach, wie man Spiele macht – Punkt. Und auch Death Stranding ist ein waschechtes Kojima-Werk: Erzählkunst auf höchstem Niveau, einzigartig, mutig, intensiv. Die Charaktere? Großartig geschrieben und gespielt. Die Spielwelt? Atemberaubend. Still, gefährlich, wunderschön – ein Wechselspiel der Extreme. Und die Musik, die sich wie ein wohltuender Klangteppich unter die Schritte legt – fast schon meditativ. Jeder Weg fühlt sich an wie ein kleiner Wellness-Trip.
Wer aber Action im Sekundentakt erwartet, wie man es von einem Call of Duty kennt, wird hier nicht fündig. Und genau das ist das Problem unserer Zeit: Viele wollen das Dauerfeuer, Explosionen à la Michael Bay. Kaum ein Spiel darf sich heute noch Zeit nehmen.
Doch Death Stranding fordert uns heraus – es zwingt uns zum Nachdenken, zum Innehalten. Und genau das macht es so besonders. Viele wussten schlichtweg nicht, was sie mit so einem Spiel anfangen sollen. Eine seltsame Zeit, eine seltsame Spielergeneration.
Für mich persönlich, ganz subjektiv, ist Death Stranding ein Kunstwerk. Und deshalb bekommt es von mir eine klare Wertung:
9 von 10.
Danke fürs Lesen.