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News Wie gut ist Doom: The Dark Ages?: Neu heißt nicht besser, sagen Tests im Netz

Hab jetzt inzwischen meinen neuen build mit einer RTX 5070TI fertig und endlich The Dark Ages ausprobiert.

Also ich bin ziemlich zwiegespalten.
Bin momentan in Kapitel 10.

Ja stellenweise fetzt es zwar schon und es gibt auch interessante neue Einlagen, wie bspw. Minibosse mit Health / Shield / Ammo Verbesserung.
Neue Waffentypen und Drachenreiten oder Mechnavigieren sind auch ganz nett. Story ist sogar besser als gedacht.

Aber alles in allem ist es dennoch gefühlt ein Downgrade zu Doom 2016 und Eternal.

Dieses OpenWorld Leveldesign raubt jeglichen Spannungsaufbau und wirkt super generisch, weil sich einzelne Elemente innerhalb eines größeren Levels häufig wiederholen. Hat eher was von Tomb Raider.
Fehlen nur noch Nebenquests mit irgendwelchen sinnlosen Belohnungen.

Dieses mittelalterliche spätgotisch-futuristische Setting passt absolut gar nicht zu dem sonst futuristisch-/industriell-/dystopischen Setring der Vorgänger.
Man baut komplett auf den DLCs von Eternal auf. Was auch null passt, sind diese quietschbunten Popups bei den Fights.
Beihnahe schon Rage 2 Niveau.

Allgemein finde ich die Performance angesichts des grafisch Gebotenen eher mäßig. 80 bis 100 FPS auf einer RTX 5070TI (ohne Fake MFG) auf UWQHD und Ultra Nightmare Settings sind eigentlich sogar schon schlecht.

In Doom 2016 hatte ich selbst mit einer popeligen mobilen RTX 4050 (6 Gb VRAM!) bei gleichen Settings über 120 FPS.
Dabei bin ich der Meinung, dass Doom 2016 sogar stellenweise besser aussah (das Gegnerdesign sowieso) und die geschickt eingesetzten Schatten-/Lichteffekte eine viel bessere und düstere Atmosphäre geschaffen hatten.

Das Sounddesign ist in The Dark Ages quasi nicht existent. Der generische und monotone 08/15 Soundtrack überlagert gefühlt einfach alles. Man schafft einfach nicht passend zu den Levels die Spannung musikalisch aufzubauen.
Man vermisst Mick Gordon wirklich schmerzlich.
Das was er damals produziert hatte, war einfach episch. Ich wage sogar zu behaupten, dass Doom ohne Mick damals nicht so einen fulminanten Restart 2016 geschafft hätte.

Was auch schade ist, dass die Waffenmods durch das Zweiwaffentyp-Prinzip ersetzt wurden. Finde ich super schwachsinnig, weil es unnötig das Waffenarsenal aufbläht und damit die Übersicht leidet. Häufig greift man durch Doppeldruck zur falschen Waffe.
Beim Waffenmod konnte man sich einfach spezialisieren und wusste, was man hat.

Generell passt es irgendwie null zu Doom jetzt Waffenverbesserungen mit gefundenem Gold und Rubinsteinen zu bezahlen.
Dann lieber wieder Mods und stattdessen zusätzlich an Herausforderungen analog den Runenprüfungen in 2016 koppeln.

Die Waffen wirken auch sehr unbalanciert. Granatenwerfer und Pfahlgewehr sind immer erste Wahl. Den Rest nutze ich kaum.
Selbst in Doom 2016 hatte man viel abwechslungsreicher die Waffen und Mods genutzt.

Schade ist auch, dass die Gore-Effekte fast komplett rausgenommen wurden. Die Finisher mit dem Morgenstern oder Handschuh oder per Tritt sind mega lame. Es gibt Finisher nur noch bei den (Mini)bossen. Dabei war der Splatter-/Gorefaktor genau das was Doom ausgemacht hatte. In 2016 war es perfekt balanciert gewesen. Man viel zuviel auftischen wollen und hat sich irgendwie bei vielen neuen Elementen verrant. Drachenreiten und Mechnavigieren ist einfach sinnlos vergeudete Entwicklerzeit gewesen, weil es einfach nicht Doom ist. Stattdessen hätte man mehr in die Atmosphäre und Sounddesign investieren sollen.

Irgendwie wirkt das Game stellenweise auch nicht richtig fertig bzw. richtig ausbalanciert als ob es zeitgedrungen fertiggestellt werden musste.

Insgesamt sehr schade aber The Dark Ages hat für mich in dieser Form keinen Wiederspielwert. Dabei habe ich Doom 2016 bereits 5 mal durchgespielt und im Arcade Modus in allen Levels mindestens Bronze.
 
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