Wie lange darf der erste Start mit neuer CPU dauern?

MarkP

Lieutenant
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Jan. 2016
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[Bitte fülle den folgenden Fragebogen unbedingt vollständig aus, damit andere Nutzer dir effizient helfen können. Danke! :)]

1. Nenne uns bitte deine aktuelle Hardware:
(Bitte tatsächlich hier auflisten und nicht auf Signatur verweisen, da diese von einigen nicht gesehen wird und Hardware sich ändert)
  • Prozessor (CPU): Ryzen 9700X
  • Arbeitsspeicher (RAM): Corsair 2x32GB DDR5-6000
  • Mainboard: MSI B850M Gaming plus WIFI
  • Netzteil: Corsair 1000 Watt 80 Plus Gold
  • Gehäuse: CoolerMaster Miditower
  • Grafikkarte: iGPU
  • HDD / SSD: noch keine angeschlossen
  • Weitere Hardware, die offensichtlich mit dem Problem zu tun hat (Monitormodell, Kühlung usw.):

2. Beschreibe dein Problem. Je genauer und besser du dein Problem beschreibst, desto besser kann dir geholfen werden (zusätzliche Bilder könnten z. B. hilfreich sein):
Ich habe mal wieder meinen ältesten Rechner erneuert und mir einen Ryzen 9700X gegönnt.
Damit haben meine Frau und ich zusammen jetzt 3 komplette Rechner, die alle AM5 Boards und DDR5 Speicher haben, sprich ich kann da zum Testen beliebig hin und her wechseln.
Der neue Rechner mit dem neuen Board (MSI B850M Gaming plus WIFI) läuft mit allen 3 Ram-Kits, von DDR5-5200 bis DDR5-6000, sowohl Trident als auch Corsair, aber nur mit den beiden älteren CPUs, 7700X und 8600G, beim 9700X leuchten die rote und die gelbe Mainboard LED und dann passiert nichts.
Ich weiss von früheren Hardware-Updates, dass das System nach CPU-Wechsel für den ersten Start recht lange brauchen kann, bis zu 15 Minuten habe ich schon erlebt, aber der 9700X zeigt auch nach 30 Minuten immer noch kein Lebenszeichen.
Nachdem dies meine erste CPU aus der 9000er Reihe ist, ist die Frage also wie lange der erste Start beim 9700X dauern kann oder darf.
Ich habe bisher nicht getestet ob die neue CPU auf den beiden anderen Boards läuft, weil das ältere Boards sind für die ich da erst das BIOS updaten müsste, ausserdem will ich natürlich mindestens einen Rechner am Laufen halten, damit ich z.B. hier im Forum Fragen stellen kann.

3. Welche Schritte hast du bereits unternommen/versucht, um das Problem zu lösen und was hat es gebracht?
Mehrfach vor und zurück CPU und Speicher gewechselt, mehrfach BIOS update und BIOS reset, nach dem Einschalten bis zu 35 Minuten gewartet.
7700X und 8600G gehen immer, 9700X geht nie.
 
Aber 35min und nur beim 9700X?
 
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Wenn es am fehlenden Restore liegt (weil abgeschaltet), sollte das Phänomen doch eigentlich mit allen 3 CPUs auftreten und nicht nur mit dem 9700X (der zudem auch andere Status-LEDs leuchten).

Was sagt denn das Handbuch vom Baord zu den Status-LEDs?

Und du hast zwar RAM und CPUs auf dem MSI-Board schon durchgetauscht, aber hast du den 9700X mit dem dafür angedachten RAM auch mal auf einem der anderen beiden Boards getestet, ob er sich dort genauso verhält?

Kann theoretisch auch sein, dass die CPU selbst oder deren Speichercontroller Einen weg hat und nicht durch ungünstigen Anpressdruck nicht sauber mit den Pins im Sockel Kontakt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
MarkP schrieb:
Der neue Rechner mit dem neuen Board (MSI B850M Gaming plus WIFI) läuft mit allen 3 Ram-Kits, von DDR5-5200 bis DDR5-6000, sowohl Trident als auch Corsair, aber nur mit den beiden älteren CPUs, 7700X und 8600G, beim 9700X leuchten die rote und die gelbe Mainboard LED und dann passiert nichts.
Es kann durchaus sein, dass du Pech bei der CPU hattest. Ich habe z.B. mal einen 7950X3D gehabt, der partout nicht mehr als 4800 MT/s haben wollte. Selbst bei 5200 MT/s gab's schon Bootfehler und der Weg ins Windows war ein Ding der Unmöglichkeit.

Wie sieht's aus, wenn du den RAM auf 4800 MT/s stellst?
 
DJMadMax schrieb:
Selbst bei 5200 MT/s gab's schon Bootfehler und der Weg ins Windows war ein Ding der Unmöglichkeit.

So weit komme ich ja gar nicht.
Soweit ich das weiss deaktiviert ein BIOS-Reset alle Speicher-Einstellungen und stellt als Default 4800 MT/s ein.
 
@MarkP
Mit den alten CPUs geht's doch, denke ich? Dann nimmst du dir eine davon, bootest ins BIOS, stellst den RAM-Speed "FEST" auf 4800 MT/s ein, wechselst die CPU und schaust, was passiert.
 
Was passiert den bei einem eingesteckter RAM-Riegel?
Es liegt nahe das man die CPU auch in den anderen Boards testet.
 
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Die übliche Frage bei diesen Boards: Zusatz-Stromstecker unten gesteckt?
 
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Mit nur einem Riegel ist das genauso wie mit 2 Riegeln.
Klar, wenn gar nichts anderes geht muss ich die beiden anderen Rechner auch auseinander nehmen, die BIOS dort auch updaten und den 9700X dort test, würde ich aber echt gerne vermeiden.
Klar habe ich alle Stromversorgung eingesteckt, sonst würde zumindest der 8600G ja auch nicht gehen.
 
Wenn ein CPU Umbau nicht hilft, also der 9700X nicht auf einem anderen Brett startet oder eine andere CPU nicht auf dem MSI B850, hat man Gewissheit. Bei hoher RAM Kompatibilität war ein 9600X Aufbau auf einem MSI B650 Brett nach einer Minute im BIOS und der RAM sogar richtig nach JEDEC Profil eingestellt.

Hat man die Hardware zum Testen, hat man die Wahl und vielleicht sogar den Spaß.;)

Ich habe ja selber für mich mit einer AM5 Anschaffung lange gewartet, bis AMD mit AGESA keine Kopfschmerzen bereitet und dann habe ich gezielt zur ausgereiften 600 Chipsatzserie gegriffen.
 
Aus eigener Erfahrung von zwei AM5-System vor Kurzem waren es ca. 2 Minuten bis der Erststart mit neuem RAM für das Board dann durch war (2x16GB DDR5 6000 CL30). CPUs waren 9700X und 9800X3D.
Board war jeweils ASUS ROG Strix B850-F Gaming WIFI.

35 min kommen mir schon etwas lange vor.
 
35 Min haben bei mir nicht mal 128GB (4x32) gebraucht^^
 
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Würde vor der neuen CPU immer Bios default laden.

Edit: Sry, habe es überlesen.
 
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Der Nachbar schrieb:
Hat man die Hardware zum Testen, hat man die Wahl und vielleicht sogar den Spaß
Spass hat man nur wenn man wenigstens irgendwas sieht, aber die beiden LEDs am Leuchten und dann 35 Minuten gar nichts ist kein Spass mehr.
Ich werde mich wohl oder übel in die Arbeit stürzen müssen die anderen beiden Rechner zu zerlegen.
Melde mich dann wieder, aber das kann halt dauern.

Bios-Update, Bios-Reset und Defaults laden habe ich mehrfach gemacht wenn der 7700X eingebaut war, direkt bevor ich dann den 9700X eingesetzt habe.
 
MarkP schrieb:
Bios-Update, Bios-Reset und Defaults laden habe ich mehrfach gemacht wenn der 7700X eingebaut war, direkt bevor ich dann den 9700X eingesetzt habe.
Dann ist mit 99% Sicherheit der 9700X das Problem. Die 1% lasse ich gerne für die Unwahrscheinlichkeit von Möglichkeiten zu. Nicht das man beim letzten 7700X Umbau den Sockel beschädigt hat, was eine der Möglichkeiten wäre und man bis jetzt nicht ganz genau auf den Sockel geschaut hat.

Das wird schon.
 
Bin schon wieder da und ich gebe es auf.
Auf dem zweiten Mainboard geht der 9700X auch nicht und den dritten Rechner (mit dem ich hier schreibe) auch noch zerlegen spare ich mir.
Ich denke @Der Nachbar hat recht und die CPU ist defekt, darum geht die jetzt an den Händler zurück zum Garantie-Umtausch und bis dahin baue ich den Rechner zurück auf den AM4 der da vorher drin war.

In jedem Fall danke an alle für die rege Beteiligung.
 
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MarkP schrieb:
zurück zum Garantie-Umtausch
Nicht Garantie, sondern Gewährleistung. Wird zwar beides gerne synonym verwendet, sind aber komplett unterschiedliche Dinge.

Die Gewährleistung ist eine gesetzlich vorgeschriebene Pflicht des Händlers, dem Kunden mängelfreie Ware zu liefern und ggf. nachzubessern* (Austausch, Reparatur) und die Garantie nur eine, gesetzlich nicht geregelte, freiwillige Leistung des Herstellers.

Innerhalb der ersten 2 Jahre nach Kauf wendet man sich also erstmal an den Händler. Dem schreibt man dann auch nicht, dass man einen Garantie-Austausch möchte. Stattdessen schreibt man, dass man eine Nachbesserung im Rahmen der Gewährleistung verlangt (weil Ware defekt geliefert).
Der kann dich auch nicht einfach auf die Herstellergarantie verweisen, sondern er muss sich um die Mägnelbeseitigung kümmern. In den ersten 12 Monaten ab Kaufdatum gilt sogar die Beweislastumkehr, der Händler muss also nachweisen, dass der Mangel nicht schon ab Kauf bestanden hat.

Die Garantie kommt eigentlich immer erst dann zum Tragen, wenn die Gewährleistung nicht mehr greift (weil abgelaufen oder Händler existiert nicht mehr).

* die Art der Nachbesserung darf der Kunde übrigens prinzipiell frei wählen, der Händler darf also seinerseits nicht bestimmen, wie er nachbessern will. Außer, die gwünschte Nachbesserung ist nicht praktikabel oder mit unverhältnismäßigen Kosten für den Händler verbunden - dann kann die gewünschte Art der Nachbesserung ablehnen.
 
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