Wie sieht Eure Altersvorsorge aus?

Du hast recht, ich meinte nicht M, sondern v (=velocity), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, der oft eine viel zu geringe Aufmerksamkeit geschenkt wird. Der monetaristische Flügel aus Bundesbankrichtung in der EZB betont diesen Einfluss immer, und wohl auch nicht ganz zu Unrecht in Zeiten, in denen Kreditkarten für immer mehr Zahlungen verwendet werden. Laut der EZB http://www.ecb.int/pub/pdf/scpops/ecbocp3.pdf fällt diese loglinear signifikant.
Das ist aber wirklich ein anderes Thema. Daher btt: Altervorsorge.
 
Ja bitte back-to-topic und keine Wirtschaftstheoriediskussion. Ich find es ist ein interessantes und weit unterschätztes Thema wo sicher viele uniformierte riesen Geldmengen verbrennen. Es gibt Leute die sich wegen verlorener 5€ ärgern oder ihren gerade neu gekauften Fernseher wegen einem 20€ günstigeren Angebot innerhalb der 14Tage nochmal umtauschen aber sich über soetwas wichtiges kaum Gedanken machen.

Im aktuellen Focus war ein großer Artikel zum Thema Wohneigentum. Ich fand vor allem die Beispielrechnungen interessant:
Fall1: Familie nutzt gespartes Geld für Zinsengewinn und mietet weiter.
Fall2: Familie nutzt gespartes Geld für Hauskauf und wohnt dort.
Fall3: Familie nutzt gespartes Geld für Hauskauf und vermietet dieses. Wohnt weiterhin wo anders zur Miete.
Es hat sich ergeben, dsas die Unterschiede WEIT geringer sind als wahrscheinlich jeder vermuten würde. Denn ein Hauskauf bedeutet durch Zinszahlungen an die Bank immer auch extrem hohe Kosten.
Die Anschaffung von Wohneigentum ist nur Lohnenswert wenn man auch in absehbarer Zeit mit der Finanzierung fertig wird und nicht über die Jahre gesehen in der Summe ein vielfaches des Hauspreises zahlen muss.

Ich persönlich würde daher jedem Raten nichts zu überstürzen beim Thema Haus/Wohnungskauf. Das Argument: "Je früher man kauft desto eher spart man Miete" ist Unsinn und bledet den Gewinn der Banken komplett aus. Ein Kauf mit sehr wenig Eigenkapital und langer Tilgungsphase kann sich unter Umständen nie imLeben rechnen. Außerdem sollte man immer sehen was für Möglichkeiten man verliert wenn man auf einen besser bezahlten Job verzichtet da man nicht mal eben umziehen kann wenn man kauft. Von längeren Phasen mit weniger/keinem Einkommen ganz zu schweigen. Und wer will schon Umziehen und Vermieter sein und wegen jedem tropfendem Wasserhahn angerufen werden.
Ich würde daher jedem Raten erstmal einfach zu sparen. Je nach Risikobereitschaft halt Tagesgeld bis Aktien. Auch Festgeld mit wenigen Jahren Laufzeit finde ich nicht uninteressant. Dort gibts locker 4%, kein Risiko und keine Gebühren.
Was viele bei Aktien/Fonds auch vergessen: Die Rendite (sofern sie überhaupt eintritt) ist immer NACH GEBÜHREN angegeben! Gerade bei normalbürgern aka "Kleinsparern" kann das einen viel zu großen Anteil ausmachen als dass sich Aktiengeschäfte überhaupt lohnen können. Bei Tagesgeld/Festgeld bleibt jeder eingezahlte Euro im eigenen Besitz.

Wer unbedingt mehr Rendite und Aktien will aber auch auf Sicherheit wert legt und keine zu hohe Gebühren zahlen will kann sich ja mal in ETFs einlesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
ein Hauskauf bedeutet durch Zinszahlungen an die Bank immer auch extrem hohe Kosten.

hier darf man aber auch nicht vergessen, dass nach x jahren das haus einem gehört wärend die miete einfach weg ist. das haus selbst stellt einen nicht unerheblichen wert dar.
wenn z. b. ein paar ohne kinder sich ein haus kauft und dann im rentenalter dieses verkauft und dann zur miete wohnt, hat es ein nicht unerhebliches kapital, wärend das gleiche paar, wenn es immer zur miete gewohnt hat, im alter eben nicht dieses kapital hat.
bis dahin aber haben die eigentumskritiker recht, kostet ein eigenheim sicherlich nicht weniger als die miete auch.
 
wenn z. b. ein paar ohne kinder sich ein haus kauft und dann im rentenalter dieses verkauft und dann zur miete wohnt, hat es ein nicht unerhebliches kapital, wärend das gleiche paar, wenn es immer zur miete gewohnt hat, im alter eben nicht dieses kapital hat.
So einfach ist das nicht! Die Aussage kann sogar genau andersherum richtig sein.
Je nach Einkommen/Wohnlage und anderen Faktoren kann das Paar im Alter sogar MEHR Geld haben wenn es nie Wohneigentum erwirbt! Je knapper der Kauf, desto eher tritt dieser Fall ein.

Beim betrachten der eigenen Finanzen darf man nie den Fehler machen die gezahlte Warmmiete mit einer Finanzierung zu vergleichen.
Es bleibt weniger als die Kaltmiete, denn Nebenkosten zahlt man in den eigenen 4 Wänden auch. Dazu kommt sogenanntes "Hausgeld" für Reparaturen/Instanthaltungen die sonst der Vermieter übernimmt.

Hier mal ein fiktives Beispiel:
700 Warmmiete mit 200 NK und 300 Sparrate im Monat. Dh 1000 im Monat für Wohnen+Sparen stehen zur Verfügung.
Wer jetzt sagt "super, da kann ich ja für 1000 auch Hausraten zahlen" rechnet sehr falsch.
Denn: Warmmiete (200) und Hausgeld (zb ca 150) wird im gekauften Haus/Wohnung auch fällig. Dh es können von den zur Verfügung stehenden 1000/Monat gerade mal 650 für die Tilgung eines Kredits benutzt werden. Da wegen der Zinsen bei Immobilienfinanzierung fast das doppelte vom Kaufpreis gezahlt werden muss fließen also im Schnitt nur ca 350€ in den wirklichen Kauf. Die restlichen 300€ bekommt jeden Monat die Bank. Anfangs mehr - später weniger.

Natürlich ist Wohneigentum nicht pauschal verkehrt, Inflationssicherer als Geldanlage und wahrscheinlich auch meistens sinnvoller als Rieser/Rentenversicherung/Lebensversicherung oder ähnliches. Ich wollte nur aus den oben genannten Gründen (Arbeitsplatz-Flexibilität, Familienplanung noch nicht abgeschlossen, Arbeitslosigkeit, etc...) vor einem verfrühten Kauf warnen.
Nicht umsonst machen gerade Banken Werbung für Immobilien und wollen einem Bausparverträge verkaufen.

Der klassische Zeitpunkt ist ja eh wenn die Familie so viele Kinder bekommen hat, dass die bisherige Wohnung einfach nicht mehr ausreicht. Und da Umzüge auch sehr viel Geld kosten kann es sich natürlich auch dann rechnen in dem Moment zu kaufen, obwohl evtl. noch nicht ganz genug Eigenkapital vorhanden ist.

Ich hatte mal versucht einen Rechner zu schreiben um den optimalen Kaufzeitpunkt zu bestimmen aber der ist nie ganz fertig geworden :-/
https://www.computerbase.de/forum/threads/projekt-immobilen-finanzierungsplaner.924693/
Es reicht aber um zu sehen, dass extrem knappe Finanzierungen sich evtl. nie rechnen.
 
Beim Erwerb von Eigentum sollte auch bedacht werden, dass es mit dem Startkapital für eine Finanzierung nicht getan ist. Notar + Grunderwerbssteuer sind auch nochmal ein happiger Batzen die es da zu stämmen gilt.

Gruß Killa
 
Naja wenn es um 10k mehr Kredit geht ist das schon wieder ne Menge, und um es umzurechnen, das ist mal eben eine sehr schicke Küche für das Haus.
Im Vergleich zu den 250k für ein Haus scheint es wenig zu sein, aber wenn man es mal auf das Gehalt umrechnet ist es doch ne Menge
 
natürlich sollte sich auch nur ein haus kaufen, wer es sich auch leisten kann. ich kenne leute, die es ernsthaft ohne startkapital versuchen wollten. allerdings finanzieren die banken sowas (zum glück) nicht, weil die sicherheit > kredit sein muss...

die rechnung geht längst nicht immer auf, aber es ist eine anlageoption, die imho nicht zu unterschätzen ist, zumal sie auch inflations- und währungs- und wirtschaftssicher ist.
ein haus das vor 100 jahren 15.000 mark wert war, wäre heute eben grob 250.000 € wert. stürzen die aktien ins bodenlose, ist mein haus sicher. weltwirtschaftskriese? beeindruckt das haus nicht. inflation wie in den 20ern? dann kostet die miete eben plötzlich 100 milliarden...


als ich das eigenheim vorgeschlagen hab, hab ich extra das hier vom te zitiert:
bin 28 Jahre alt, Ingenieur und ca. 3 Jahre im Beruf

hätte er z. b. geschrieben auszubildender zum einzelhandelskaufmann, hätte ich sicher nicht ein eigenheim vorgeschlagen...
 
Ja ich stimm dir 100% zu Lübke. Ich wollte auch keine Stimmung "gegen" Kaufen machen sondern nur nochmal verdeutlichen, dass viele mieten zu negativ sehen und dadurch zu früh kaufen. Ich hab im Freundeskreis mehrere junge (<35) Pärchen die unbedingt schnellstmöglich Kaufen wollen auch wenn sie kaum 30% Eigenkapital haben.

Was haltet ihr denn davon parallel auch anders Vorzusorgen? Bei meinem letzten Bankbesuch wurde mir natürlich zu Bausparen+Altersvorsorge geraten.... haha hab ich nur gedacht. So verdient die Bank doppelt.
Eine Hausfinanzierung die man "gerade so" sicher schafft (im Notfall durch aufkündigen einer Altersvorsorge auf eigene Kosten) ist für die Bank natürlich das Optimum: Langsame zuverlässige Tilgungsraten.

Würde ich stattdessen ein Haus schneller abzahlen wird ja in der Summe weniger fällig da die Zinsen nicht so stark ins Gewicht fallen. Ich bin also gegen eine parallele zweite Vorsorge.

Das ist vielen beim Verschulden auch nicht wirklich bewusst denke ich. Sie rechnen eh damit "lange" abzuzahlen nach dem Motto "wenn ich mich schon hoch verschulde machen die paar Tausend mehr oder weniger auch nichts mehr aus". Dabei ist ist genau andersherum.
Wenn man eine Immobilie kauft zahlt man nicht nur diese sondern durch Zinsen zB das 1,5fache. Also bei 100.000 dann 150.000.
Entscheide ich mich aber für ein teureres Objekt zahle ich dank Zinsen nicht mehr nur das 1,5fache sondern schnell auch mal das 2 fache, denn ich verdiene ja immernoch gleichviel und durch die längere Tilung werden mehr Zinsen fällig. Dh statt 150.000 müssten dann 300.000 gezahlt werden. Ich muss also für 50.000 mehr Kredit 150.000 mehr zurückzahlen.
 
es gibt nur eine möglichkeit = werdet reich


rister, lebensversicherung, alle geldwerte verlieren durch inflation und die ist höher als die officiele zahl vom bund ( da der warenkorb blödsinn ist ) die wahre inflation ist ca 4-6 % prozent pro jahr. solange ihr das nicht pro jahr ausgleicht verliert ihr dauerhaft geld
 
MKatrix schrieb:
....und die ist höher als die officiele zahl vom bund ( da der warenkorb blödsinn ist ) die wahre inflation ist ca 4-6 % prozent pro jahr....

So einen Schwachsinn kann ich langsam echt nicht mehr lesen. Wie genau sieht denn dein Warenkorb aus, mit dem du auf die 4-6% kommst? Und warum sollte dieser Warenkorb repräsentativer sein als der des statistischen Bundesamtes?

Nur mal mein persönliches Beispiel: Etwa 60% meiner monatlichen Ausgaben gehen für Warmmiete, Telefon/Internet und Handy drauf. Für diese drei Posten zahle ich seit mehr als 2 Jahren exakt das gleiche. Für Lebensmittel und Versicherungen gebe ich auch kaum mehr aus als früher (ich war gestern im Kaufland regelrecht geschockt: 1 Liter H-Milch 1,5% für 0,45 €!). Das einzige was für mich nennenswert teurer geworden ist sind Strom und Bahnfahrten, diese beiden Posten machen aber nur einen sehr geringen Teil meiner gesamten Ausgaben aus. Die ~2% kommen zumindest bei mir also ganz gut hin bzw. sind fast schon etwas zu hoch gegriffen. Also bitte lass doch solche pauschalen Behauptungen ohne auch nur zu versuchen, sie mit Fakten zu untermauern.
 
tja keine ahnung wo du lebst aber hier wo ich wohne ist die miete 30 % gestiegen in 3 jahren
energiekosten auch .

ich mache mal ein einfachen vergleich früher heute ...

der "berliner" auch pfannkuchen manchmal genannt hier ein bild :

http://www.willihats.de/upload/533546_Berliner.jpg

hat zu DM zeiten - 1 mark gekostet !

heute kostet er bei uns 1.20€

einführung des euro 2002 :

seiddem sind 10 jahre vergangen ..

über 100 % preissteigerung.. laut inflation hatten wir ja maximal 20 % :D

wers glaubt

hier lesen :

http://www.welt.de/wirtschaft/article12386944/Die-grosse-Augenwischerei-mit-der-Inflationsrate.html

http://www.artikelmagazin.de/wirtschaft/finanzen/inflationsluege-der-fiktive-warenkorb.html

http://www.pawek.de/Der Inflationsbetrug.html
 
Und der Berliner und deine Miete sind repräsentativer für die Allgemeinheit als der Warenkorb des statistischen Bundesamtes? Das ist doch lächerlich. Wenn wir seit 2002 wirklich 100% Preissteigerung gehabt haben sollten, müsste sich ja beispielsweise auch das Mehrwertsteueraufkommen seit dem in etwa verdoppelt haben. Tatsächlich ist es von 2002 bis 2011 nur um ca. 32% gestiegen, und das obwohl der Satz Anfang 2007 von 16% auf 19% erhöht wurde!

http://de.wikipedia.org/wiki/Steueraufkommen

Wie erklärst du dir das?
 
Zuletzt bearbeitet:
@|MELVIN|
Lass es doch einfach. Das ist vergebene Lebensmüh. Er wird sich mit deinen Argumenten nicht auseinander setzen, dir irgendwann vorhalten, dass du ruhig in deiner Traumwelt weiter leben kannst und sich dann im Thread nicht mehr blicken lassen.
Business as usual.
 
Melvin mal ganz abgesehen wie Aussagekräftig dein Persönliches Beispiel der Preissteigerung ist. Du bezahlst bei dingen gleich viel wie vor 2 Jahren… also gleichbleibend, keine Inflation.
MKatrix bezahlt jedoch 4% mehr… also hohe Inflation.
Macht also Statistisch gesehen unterm Strich 2% Inflation. Oder anders gesagt das was er weniger in der Tasche hat das hast du mehr. Aber auf seinen Aufschrei Antwortest du mit Unfug oder Schwachsinn… Ja ne is klar :D

Das Versicherungs-System Funktioniert nur so lange sich alle Beteiligen.
Doch in Deutschland haben die Ärzte eine eigene Altersversorgung, die Architekten, die Anwälte haben eine eigene, die Beamten aber gar keine, Politiker ebenfalls nicht. Alle die die ein Bisschen mehr verdienen haben sich aus dem System Ausgeklinkt… Das System kann also gar nicht wirklich funktionieren, 27 % der Deutschen Zahlen überhaupt noch ein… Tendenz fallend. Das sagen Noxiel und Melvin aber nicht, warum auch, es soll ja etwas Verkauft werden (Bauernfang, würde jeder Versicherungsheini so machen) :rolleyes:

Zahlen Frau Merkel, Noxiel und Melvin in die gleichen Versicherungs-Systeme ein wie ihre Putzfrau ähm Fachfrau für Oberflächen (?) ;)
 
Species 8472 schrieb:
Melvin mal ganz abgesehen wie Aussagekräftig dein Persönliches Beispiel der Preissteigerung ist. Du bezahlst bei dingen gleich viel wie vor 2 Jahren… also gleichbleibend, keine Inflation.
MKatrix bezahlt jedoch 4% mehr… also hohe Inflation.
Macht also Statistisch gesehen unterm Strich 2% Inflation. Oder anders gesagt das was er weniger in der Tasche hat das hast du mehr. Aber auf seinen Aufschrei Antwortest du mit Unfug oder Schwachsinn… Ja ne is klar :D

Ich habe ja auch nicht behauptet, dass mein Beispiel repräsentativ ist. Das ist es nämlich nicht, genauso wie das Beispiel von MKatrix. Eins steht aber fest: Der Warenkorb des statistischen Bundesamtes ist definitiv repräsentativer für die Allgemeinheit als jedes Einzelbeispiel. Und dass angebliche Inflationsraten von 4-6% in den letzten Jahren Quatsch sind sieht man ja eindeutig am Mehrwertsteueraufkommen.

Edit:
Wie kommst du denn bitte darauf, dass nur 27% der Deutschen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen? Es gibt aktuell über 28 Mio sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Deutschland (Tendenz ist übrigens seit einigen Jahren steigend und nicht fallend), die zahlen allesamt in die Rentenversicherung ein. Und das sind ca. 35% der Gesamtbevölkerung oder aber über 50% der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Und dass Gutverdiener sich ausklinken ist ebenfalls Blödsinn, als Angestellter gibt es keine Möglichkeit die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung zu umgehen. Auch Ärzte, Architekten und Anwälte zahlen indirekt ein. Einmal nämlich den Arbeitgeber-Anteil für ihre Angestellten, und zum zweiten über ihre Steuern (Steuerzuschuss an die Rente aktuell ca. 80 Mrd. € jährlich).
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn dein Beispiel nicht repräsentativ ist warum bringst du es dann als Argument… oder kritisierst es bei MKatrix.

Der Korb setzt sich aus einzelnen Produkten zusammen. Du selbst hast als Beispiel aufgeführt dass es Dinge gibt die kaum im Preis steigen und wenn dem so ist so muss es eben auch Dinge geben die höher gestiegen sind. Sonst stimmt der Statistische Wert des Korbes nicht.
Die Deutschen Einwohner Leben jedoch nicht alle zusammen in einem Gebäude und Konsumieren die gleichen Produkte. Demzufolge kommt es auch Logischer weise zu Subjektiv höheren Inflationsraten. Hinzu kommt noch dass das Einkommen Einzelner Menschen nicht analog zur Inflation angeglichen wird Beziehungsweise erst 1 Jahr später… somit ist im Einzelfall oftmals weniger in der Tasche als in der Statistik angegeben.

Oder anders Formuliert, die Statistik gibt eben nicht den Realen Preisanstieg im Einzelfall wieder. Wie du ja selbst mit deinem Beispiel aufgezeigt hast.
So einen Schwachsinn kann ich langsam echt nicht mehr lesen.
Es gibt also auch kein Grund von Schwachsinn zu reden wenn jemand höhere Inflationsraten hat, oder es ihm als nicht real ausreden zu wollen.
 
OK dann soll er aber auch bitte dazu schreiben, dass er in diesem Zusammenhang von seiner persönlichen Inflationsrate und nicht von der durchschnittlichen spricht. Das kommt so in Post #130 nämlich ganz und gar nicht rüber. Und ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass er es so gemeint hat.
 
|MELVIN| schrieb:
Auch Ärzte, Architekten und Anwälte zahlen indirekt ein. Einmal nämlich den Arbeitgeber-Anteil für ihre Angestellten, und zum zweiten über ihre Steuern (Steuerzuschuss an die Rente aktuell ca. 80 Mrd. € jährlich).

Sorry, aber der erste Teilsatz ist ziemlcher Unsinn: Der Arbeitgeber-Anteil an der Sozialversicherung wird genauso wie der Arbeitnehmer-Anteil vom Arbeitnehmer selbst erwirtschaftet, er taucht nur nicht auf der Gehaltsabrechnung auf. Kein Unternehmer / Freiberufler würde auf die Idee kommen, den Arbeitgeber-Anteil aus seiner Privatschatulle zu bezahlen. Den muss der Arbeitnehmer, wie seinen restlichen Lohn auch, schon mit seiner Arbeitsleistung erwirtschaften, sonst wird er gar nicht erst eingestellt oder irgendwann entlassen, wenn er das nicht kann.

Und den Steuerzuschuss zahlen prinzipiell alle Bürger dieses Landes: Über Einkommens-/Lohnsteuer, Umsatzsteuer ("Mehrwertsteuer") oder die zig anderen Steuerarten. Und im Gegensatz zu Unternehmern / Freiberufler haben "normale" Arbeitnehmer praktisch keinen "Gestaltungspielraum" bei ihren Steuern.

Und noch etwas zur "offiziellen" Inflationsrate: Erstens ist die "hedonisiert", wodurch z.B. ein Computer, der leistungsfähiger als sein Vorgängermodell ist, die Inflationsrate nach unten drückt, OBWOHL er genauso viel kostet wie sein Vorgängermodell. Und Computer sind hier nur ein Beispiel, dies gilt für viele Produkte. Und zweitens hat der Staat ein natürliches Interesse an der Veröffentlichung niedriger Inflationsraten, da diese ein wichtige Grundlage für die Rentenerhöhungen, die Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst und die auf Staatsschulden zu zahlenden Zinssätze bilden. Den Zusammenhang zwischen "offzieller" Inflationsrate und tatsächlicher Inflationsrate kann sich jetzt hoffentlich jeder selber denken...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Ergänzung)
Na dann schreib doch mal konkret, wo du die "tatsächliche " Inflationsrate in etwa siehst. Wie bereits weiter oben geschrieben: Das Mehrwertsteueraufkommen ist von 2002 bis 2011 nur um ca. 32% gestiegen, trotz deutlicher Erhöhung im Jahr 2007. Das deckt sich meiner Meinung nach ganz gut mit der druchschnittlichen offiziellen Inflationsrate von 2% in diesen Jahren.
 
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