NameHere schrieb:
Dann musst du dich mit den Salamischeibchen von Intel anfreunden.
Wenn man nur den Mainstream sieht, so ist schon lange bei 4 Kernen Schluss, für die Enthusiastenplattform gibt es langsam mehr, erst 6, inzwischen 8 und künfig sogar 10, wenn die Gerüchte stimmten. Man kann halt eine Xeon E5 nehmen, aber dann hat man bei so vielen Kernen noch weniger maximalen Takt und damit weniger Singlthread Performance, die aber gerade für Heimanwender sehr wichtig ist. Damit die nicht leidet und weil gleichzeitig viele SW von Heimanwendern gar nicht von mehreren bzw. mehr als 4 Kernen profitiert, sind 4 schon ein guter Kompromiss für die meisten Heinanwender. Außerdem muss man ja auch die Leistungsaufnahme und Kühlung im Auge behalten.
NameHere schrieb:
Den die servieren nur so viel wie sie müssen.
Wieso gibt es dann den Xeon E5-2699 v3 mit 18 Kernen, wenn es vorher weniger gab und AMD nicht einmal einen mit so viele Kerne, geschweigen der gleichen Performance im Angebot hat? Und für die Purley-Plattform (Skylake EX/EP) reden die Gerüchte von bis zu 28 Kernen, während für Broadwell EX/EP von 22 oder 24 Kernen als Maximalausbau die Rede ist, ohne das AMD auch nur eine CPU mit einer ähnlichen Anzahl auch nur angekündigt hat. Auch ohne einen Wettbewerber muss Intel schon deshalb mehr bieten, damit die Unternehmen eine Grund zum Aufrüsten haben und weil es eben einfach mit der neuen Technik möglich ist.
NameHere schrieb:
Bedeutet, das du in den nächsten Jahren kein 16-kerner oder 100% Leistungszuwachs sehen wirst
Mit der Purley-Plattform aber wohl 2017 einen 28 Kerner, Versionen mit 16 Kernen dürfte es aber sicher auch geben

Das sind dann aber eben keine CPUs für Heimanwender, was sollten die auch damit anfangen? Aber wer sowas braucht, der kann sich
schon heuten einen kaufen, der halt nicht für Heimanwender gedacht, kann von ihnen aber trotzdem erworben werden.
NameHere schrieb:
Es sei den AMD bringt etwas wirklich schnelleres als Intel im Angebot hat.
Es ist schon Heute möglich viel schnellere CPU's zu bauen, jedoch steht das nicht in Kosten/Nutzen relation.
Wenn es so einfach wäre und die Hersteller schon die nächsten Generation fertig entwickelt in der Schublade zurückhalten würden, wie es ja von einigen Leuten gerne behauptet wird (übrigens höre ich das seid über 20 Jahren), meinst Du nicht AMD würde in der Kriese in der sie stecken nicht mal so langsam die Schublade aufziehen und Zen auf den Markt bringen um endlich das so dringend benötigte Geld nicht nur mit dem Verkauf von Tafelsilber reinzuholen? Wenn nicht jetzt, wann dann?
NameHere schrieb:
Intel hat definitiv Luft nach oben, nur springen die nur so weit es nötig is, da AMD nicht aus den Puschen kommt
Was heißt Luft nach oben? Noch mehr Kerne auf einem noch größeren Die bringt der Xeon Phi, aber da ist die TDP auch höher, der Takt geringer und die Kerne muss man erst einmal auslasten können, dazu braucht man schon die passenden Anwendungen und selbst die skalieren meist nur eingeschränkt über noch mehr Kerne.
mensch183 schrieb:
Viel öfter bremst der Fluß der Daten eine schnellere Verarbeitung, nicht ein zu langsames Rechenwerk. Der typische modere, teure Skylake-Prozessor verbringt den Großteil seiner Lebenszeit mit dem Warten auf Arbeit.
So ist es und deswegen kommt von der Leistungssteigerung die man in den theoretischen Benchmark nachweisen kann, diese sind ja extra so gemacht nur einen Teil auszulasten um die Einflüsse des restlichen Systems möglichst gering zu halten, dann am Ende bei praktischen Anwendungen kaum etwas merkt. Ebenso ist es bei den SSDs, man schaue sich mal den Review der Samsung 950 Pro ab, die schafft im Benchmark teils über 2500MB/s lesen, aber in den Praxistest kommt davon kaum was an und sie kann sich da bei weiten nicht im den Faktor 4 bis 5 gegenüber SATA SSDs absetzen, eher muss man schon über 4 bis 5% Mehrleistung froh sein. Eben weil andere Dinge wie die CPU Performance dort eine Rolle spielen.
mensch183 schrieb:
Stell dir einfach vor, du hättest eine CPU, die alles 10 mal so schnell wie ein Skylake berechnen könnte. Was genau wäre dann bei deiner täglichen Arbeit fühlbar schneller? Laß mich raten: Fast nichts.
So ist es, die Latenzen bekommt man nicht kleiner, beim RAM hat sich zwar der Durchsatz gewaltig erhöht, aber die Latenzen sind praktisch gleich geblieben.
Hier z.B. für Mehrprozessor Xeon E5 und E7, da geht unter 72ns nichts, selbst bei nur 2 GHz Prozessortakt sind das 144 Zyklen, bei 3 GHz dann 216. Hier wars zur
Latenz der Cachezugriffe von Nehalem bis Haswell, für L1 Zugriffe gehen bei allen mindestens 4 Zyklen drauf, für L2 hat es sich von 10 auf 11 Zyklen erhöht.
CloakingDevice schrieb:
Eventuell kann ich das Problem anders betrachten und einen besser parallelisierbaren Ablauf finden, womöglich aber auch nicht.
Eben, es gibt gar nicht so wenige Algorithmen, die mann einfach nicht parallelisieren kann! Bei anderen lohnt sich der Programmieraufwand einfach nicht, denn das ist ja auch nicht mal eben so getan, zumal ein Rattenschwanz an Validierung und Debugging dazu gehört. Für viele Serveranwendungen ist das aber auch egal, da dort die CPUs an viele verschiedenen Problemen arbeiten, z.B. bei VM-Servern wo auf jeder VM andere Porgramme laufen und dafür aber viele virtuelle Kerne auf jedem realen Kern. Oder bei Datenbanken, Oracle 11R2 (keine Ahnung ob es bei Ora12 noch so ist) nutzt pro Connection immer nur einen Kern, aber in Produktivsystem hat man eben Hunderte oder Tausende von Verbindungen, da skaliert die Performance dann sehr gut mit mehr Kernen, aber wer hat sowas schon als Heimanwender Zuhause stehen?
CloakingDevice schrieb:
Je größer im Vorfeld getönt wird, desto skeptischer werde ich. Wie lange erzählt uns HP schon von ReRAM und Memristors, die Flashspeicher antik aussehen lassen sollen. Geplante Markteinführung 2013.
Ja ich auch. Dann kommt plötzlich Intel und kündigt das mit Micron zusammen entwickelte 3D X-Point an, von dem schon Prototypen gezeigt wurden und welches im nächsten Jahr in fertigen Produkten zu kaufen sein wird. Nicht nur die Purley-Plattform, sondern sogar die 200er Chipsätze für Kaby Lake, also der Mainstream, sollen das unterstützen! Also Vorbereitung hat Intel auch schon vor Jahren angefangen das NVMe Protokoll für PCIe SSDs zu entwerfen und erst jetzt erfährt man, wozu das gemacht wurden und es für die aktuellen NAND Fash SSD gemacht wurde.
