Windows 10 vs Linux

Windows 10 vs Linux - wer hat den Umstieg gewagt und ist glücklich mit seiner Entscheidung?


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Captain
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Bei Windows stören mich die Zwangsupdates und die unzähligen Apps, die ich nicht brauche aber trotzdem drauf gebügelt bekomme. Microsoft vergisst, das es sich bei Windows lediglich um ein Betriebssystem für den PC handeln sollte, mehr nicht.
Weißt du was ein Problem von der Verfügbarkeit alter Versionen ist?
Die Softwareentwickler/Admins werden faul und supporten neue Versionen nicht mehr.
Tja, du musst jetzt Ubuntu 16.04 nutzen, weil wir haben keine Lust zu updaten.
Ergebnis: Du hast neben Ubuntu 18.04 noch Ubuntu 16.04 laufen.
Brauchst noch eine andere Software? Ach, läuft nur mit Ubuntu 14.04 ... Damn it.!
Du willst in Ubuntu 14.04 weiterhin C++20/17/14 nutzen? oh no.... google

Gegen Windows sucht man sich natürlich immer nur die Sahnehäubchen raus.
Gerade Linux ist für Diversität bekannt.
Da wo man in Linux diversität hat (Desktop) ist Diversität natürlich gut. :D

Wer sagt das denn?

Das ist doch totaler Blödsinn?!
Das nimmt aber langsam ab und Windows wird immer mehr mit proprietärem MS Krams vollgestopft.
Was für eine sachliche Diskussion.

Ich sag mal ganz salopp: der Otto-normal-User will weder Menüs noch CLIs von seinem OS sehen, er will möglichst einfach seine Anwendungen erreichen und nutzen können. Und dieser User will nicht groß irgendwas neu lernen müssen.
Stimme ich zu.

In einem gewissen Rahmen stimme ich nach deiner Ausführung auch deiner These zu.
Und der Rahmen ist für mich: Du weißt sämtliche Befehle auswendig, samt Benutzung dieser (und abgesehen davon unterscheidet sich Linux und Windows nicht (Annahme)).
Und das ist (zumindest für mich) das Problem (denke ich): Dadurch, dass ich kein Vollzeitlinuxer bin, behält man viel zu wenig im Kopf (mit unter, weil man sich textuelles schwieriger merkt).

Das ist imho aber Hinfällig: Die Effizienz geht quasi flöten, weil du (zumindest nachdem alles läuft) 99.99% der Zeit mit was anderem verbringst.
Ubuntu: Windows Taste + Fire + Enter
Windows: Windows Taste + Fire + Enter
Man kann deshalb quasi auf die Effizienz verzichten, weil der Vorteil dabei gegen 0 läuft.

Aber selbst, wenn man Linux Vollzeit nutzt (hatte ich früher gemacht, weil kostenlos und hobbylos) als OS (nicht als Hobby), kommt IMMER wieder etwas neues, was man noch nicht kennt.

Dagegen stehen zusätzlich:
  • Fehlende Flexibilität (Vergessen durch nicht Hauptbenutzung von Linux -> bindet an Linux (ich hoffe du verstehst, was ich meine))
  • Enormer Einrichtungsaufwand für viele Features, welche in Windows selbstverständlich sind (ja, man kann sich Script schreiben. Diese muss man jedoch warten). Beispiel: SMS-Nachrichten + Bilder vom Handy; sync; OneDrive; automatische Updates/Upgrades im Hintergrund; UAC ohne PW, ...
  • Enorme Einarbeitungszeit
  • Fehlende Kompatibilität zu Windows Software (Qualität - ja, dafür gibts mehr kostenlos) (umgedreht hat man WSL(2))
  • totalen Inkonsistenz: Das meiste meines Alltags ist GUI (schon alleine das Googlen auf StackOverflow jeden Tag, das Web, das meiste meiner Tools).
  • Höhere Fehleranfälligkeit (zumindest meiner Erfahrung nach, man klagt z.B. zwar ständig über Windows Upgrades, aber )
  • Man muss viel manuell (aka die einzelnen Schritte ausführen) machen, was wo anders automatisch (aka in einem Schritt) geht (z.b. eben Desktop Icons erstellen. Hier ist der Klick im Installer dann doch wieder schneller als einen Eintrag in einer Datei zu erstellen (selbst, wenn du es weißt). Von dieser Sorte gibts enorm viel imho.
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Old Knitterhemd

Lt. Commander
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damals musste ich den Kernel noch selbst kompilieren
Und heutzutage klicke ich unter Manjaro per GUI Installer meinen gewünschten Kernel an und der Rest (inklusive Abhängigkeiten wie Nvidia Treiber) wird automatisch mitinstalliert.

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Beide Betriebssysteme haben sich wirklich stark geändert :)

Ein DAU würde sofort an der Linuxinstalltion scheitern.

Wer Windows installieren kann, der kann auch Linux installieren.

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Bei den Updates bietet mir die UI an nur Sicherheitsupdates automatisch zu installieren. Andere werden nur irgendwann angezeigt und ich muss die Installation manuell anstoßen. Dazu gibt es Unattended Upgrades, lässt sich aber auch nur per Konsole konfigurieren. Und dann muss man da auch alle Drittanbieter-Repos manuell mit einpflegen, wenn das mitgemacht werden soll. Irgendwie auch nervig.

Da hat die neue Ubuntu Version aber auch Sprünge gemacht (GPU Repos jetzt auch proprietär enthalten und co).

Allgemein sind das sehr typische Ubuntu Probleme.
Speziell das Sound Ding ist glaube ich eine Gnome Sache.
Ich nutze da übrigens :
https://extensions.gnome.org/extension/858/volume-mixer/

Um schnell Audiogeräte zu wechseln/Pegel anzupassen.




Weißt du was ein Problem von der Verfügbarkeit alter Versionen ist?
Die Softwareentwickler/Admins werden faul und supporten neue Versionen nicht mehr.
Tja, du musst jetzt Ubuntu 16.04 nutzen, weil wir haben keine Lust zu updaten.
Ergebnis: Du hast neben Ubuntu 18.04 noch Ubuntu 16.04 laufen.
Brauchst noch eine andere Software? Ach, läuft nur mit Ubuntu 14.04 ... Damn it.!
Du willst in Ubuntu 14.04 weiterhin C++20/17/14 nutzen? oh no.... google
Hä?!


Gegen Windows sucht man sich natürlich immer nur die Sahnehäubchen raus.
Gerade Linux ist für Diversität bekannt.
Da wo man in Linux diversität hat (Desktop) ist Diversität natürlich gut. :D
Es ging doch um Konsistenz in der GUI und dem Desktop ?!

In Gnome habe ich diese komplett, in KDE habe ich diese komplett, in WindowsDE habe ich die angesprochenen Probleme mit Modern Control Panel und Systemsteuerung und co.
Das gibt es aber auch in manchen Linux Desktops (Stichwort Gnome-Settings und Gnome-tweak-tool).


Enormer Einrichtungsaufwand für viele Features, welche in Windows selbstverständlich sind (ja, man kann sich Script schreiben. Diese muss man jedoch warten). Beispiel: SMS-Nachrichten + Bilder vom Handy; sync;
Ähm:
https://play.google.com/store/apps/details?id=org.kde.kdeconnect_tp&hl=de
in KDE sowieso drin, geht aber auch für gnome:
https://extensions.gnome.org/extension/1319/gsconnect/

790762




totalen Inkonsistenz: Das meiste meines Alltags ist GUI (schon alleine das Googlen auf StackOverflow jeden Tag, das Web, das meiste meiner Tools).
Also bei mir ist der Browser und dessen Inhalt auf jedem OS gleich!?
Wenn es Linux an einem nicht fehlt, dann DEV-Tools...
Dank einheitlicher Themes ist unter Linux jede GUI gleich.

790763



Höhere Fehleranfälligkeit (zumindest meiner Erfahrung nach, man klagt z.B. zwar ständig über Windows Upgrades, aber )
Kann ich jetzt nicht behaupten und ich nutze sogar ein Rolling release (also immer die neusten Pakete).


Man muss viel manuell machen, was wo anders automatisch geht (z.b. eben Desktop Icons erstellen. Hier ist der Klick im Installer dann doch wieder schneller als einen Eintrag in einer Datei zu erstellen (selbst, wenn du es weißt). Von dieser Sorte gibts enorm viel imho.
Also mal davon ab, dass ich Desktop icons verabscheue, sehe ich da eigtl auch das Problem nicht?


Damenschuh
 
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cruse

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Wun Wun

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Bei mir steht im Laufe des Jahres der Umstieg auf neue Hardware an, da wird wahrscheinlich auch noch Win10 als "Backup" mitinstalliert, falls ich doch mal was nicht zum laufen bekomme, auch wenn mir letztens erst wieder bei einer Neuinstallation aufgrund der umfangreichen Möglichkeiten zur Optimierung meiner Privatsphäre schlecht wurde.
 

Toms

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Das VGA-Passthrough ist ebenso ein Krampf, wenn du die Grafikkarte nicht permanent durchreichen willst.
Ich bin seit Jahren glücklich damit. Es sind zwar zwei Grafikkarten im System verbaut, aber im Prinzip genügt eine iGPU für den Host (hatte ich auch ein Zeit lang).
Mehr als die Überschrift hast du wohl nicht gelesen.
mich würde interessieren wer von den 0815 Computerbase Usern von Windows 10 auf Linux umgestiegen ist.
Ich bin zwar nicht von Windows 10 sondern von Windows 7 auf Linux umgestiegen, aber dafür bin ich ein waschechter 0-8-15 User.

Um den Übergang vorzubereiten, habe ich knapp eine Woche lang in einer virtuellen Maschine mit verschiedenen Distributionen experimentiert, mich endgültig für Arch Linux entschieden und dessen Einrichtung entsprechend meiner Wunschvorstellung, geübt. Mittlerweile läuft auf allen Geräten, die ich privat betreue, Arch Linux.
 
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Caedus

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Ich habe mal mit "Ja [...]" abgestimmt, auch wenn es eigentlich nicht ganz passt ...
Angefangen habe ich irgendwann mit Windows 95, dann über 98 und 2000 zu XP - also die Zeit, in der Windows noch ziemlich No-Nonsense war ...
Seit Ubuntu 6.10 immer Dual-Boot und nach ziemlich kurzer Zeit Windows als reinen Spiele-Starter verwendet. Seit ca. nem Jahr oder so ist auch die letzte Windows-Installation weg und es gibt nur noch eine VM, die ich gelegentlich für ein Audacity-Plugin benutze, das unter Linux einfach nicht geht.
Spiele spiele ich entweder nativ oder über Lutris auf Wine oder eben auf der Switch.
Auf der Arbeit gibts auch nur Linux.

Warum?
- Komfort/Usability
Ich habe mir mit früher Gnome+Compiz und jetzt mit KDE einen effizienten Workflow angewöhnt, der woanders einfach nicht funktioniert. An macOS könnte ich mich gewöhnen, muss ich aber nicht.
Außerdem ist die meiste Linux-Software einfach weiterhin nach dem No-Nonsense-Prinzip gebaut und funktioniert einfach für seine Aufgabe, ohne dabei auf sinnvolle Features zu verzichten.

- Looks
Windows ist hässlich, viel zu kontrastarm und verschwendet Unmengen an Platz.
Das 95-Grau war nicht schön, aber wenigstens funktional, ab XP ging es dann mit jeder Version mehr abwärts. 10 hat ja nicht einmal mehr das alte Klassikdesign.
Ich weiß, es gibt alternative Shells und Design-Hacks, aber nichts davon kommt an einen ordentlich eingerichteten Linux-Desktop heran.

- Konfigurierbarkeit
Ich kann auf einem Linux alles so konfigurieren, wie ich es gerne hätte.
Ich kann es so aussehen lassen, wie ich will und Optionen sind idR. auch dort, wo ich sie erwarte. Unter Windows war es immer eine gewisse Auswendiglernerei, wo jetzt welche Option hin versteckt wurde und mit jeder neuen Version wurde irgendetwas sinnlos woanders hin verfrachtet.

- Windows Update ist kacke.
Muss man eigentlich nicht mehr zu sagen, es ist einfach so.
Während unter Linux die gesamte installierte Software auf einmal aktualisiert wird, schafft es Windows in der selben Zeit nicht, auch nur das Betriebssystem zu updaten.
Oft werden drölf Neustarts gebraucht und es dauert einfach ewig. Ganz schlimm ist es nach Neuinstallationen - man stößt das Update an und wartet tlw. Stunden, schaut im Taskmanager und es passiert einfach absolut gar nichts.
Ich verlange nicht, dass es die installierte Software mit updatet, aber wenn es sich selbst wenigstens in wenigen Minuten mit maximal einem Neustart fehlerfrei updaten könnte, wäre das schon etwas.

- Windows ist langsam.
Der einzige Moment, wo ein aktuelles Windows wirklich flüssig läuft, ist wenn man ein Spiel laufen hat.
Der Desktopbetrieb ist immer zäh, man merkt wie viel unnützer Mist im Hintergrund läuft und wie überfrachtet das ganze System ist. Allein der Explorer ... kann der eigentlich inzwischen Stapelumbenennungen?

Zu macOS: Ist mit den Jahren unschöner geworden. Vieles ist zwar sehr einfach gehalten, auch in den Einstellungen, lässt aber auch individuelles vermissen. Einiges ist gar nicht möglich. Sicher ist es die Designentscheidung vom Hersteller, mir ist die Kette ein wenig zu kurz. Dennoch alles in allem aufgeräumt und elegant.
10.6 hat mir bisher am besten gefallen, dann haben sie Exposé und das Desktop-Raster abgeschafft, aber immer noch ist es eigentlich ein gutes Beispiel für "funktioniert einfach" und ich würde es jedem nahelegen, der genau das von seinem Computer erwartet.
Mojave muss ich bei Gelegenheit wirklich mal testen ...
 
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Hunky

Lt. Junior Grade
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Weil ich gerne etwas neues ausprobiere, und so mein inneres Kind befriedigt wird. Außerdem habe ich die besten Spiele (The Final Station, Doom & Destiny und Zombie Night Terror) unter Linux entdeckt. Auf Windows war man mehr mit den AAA-Titeln beschäftigt, und hat selten nach Indie-Sachen geschaut. Aktuell kaufe ich nur Titel welche unter Windows/Linux verkauft werden, um die Studios zu unterstützen.

Linux ist nicht perfekt, und gerade unter Fedora gibt es Sachen die mich ankotzen (Galaxys7 überträgt nur Bilder, keine Videos z. B.) aber es fühlt sich gut an.
 

SE.

Lt. Commander
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Mich würde die Intension interessieren, warum manche von euch auf macOS wechseln? Was ist der Grund? Die Vereinfachung?
In erster Linie, ja.
Der Wechsel steht mir allerdings noch bevor, jedoch erwarte ich schon die bestmögliche Interaktion mit iOS und dem zukünftigem ipadOS.
Meine 2-3 gelegentlich gespielten Desktop-Spiele werde ich in Richtung Linux auslagern können, zukünftig erscheinende plane ich auf der PS4/5 zu nutzen. Für liebgewonnene Anwendungen gibts Alternativen mit ähnlichem Funktionsumfang sowohl für Linux als auch/oder macOS.
Nachdem ich mich jetzt eine Weile mit den Windows-Software-Alternativen (besonders Adobe) beschäftigt habe sollte das gut klappen. Klar, hapert es hier und da noch etwas (Linux) aber ich fummel mich langsam rein, zum Glück ist (fast) alles dokumentiert.
Nach mehr als 20 Jahren und überwiegender Windows-Nutzung wirds für mich Zeit mal andere Gebiete zu erforschen.
 

Phasenschmied

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Moin zusammen

Nutze selbst auch beide Systeme und das schon von Anfang an, also seit ich meinen ersten privaten PC angeschafft habe.
Das war damals ein Dual-Boot-System mit Windows 95 und Suse Linux November 1995.

Einen eigenen Kernel zu kompilieren dauerte damals gut 36 Stunden, daran kann ich mich noch gut erinnern. :cheerlead:

Heute habe ich mehrere Rechner mit unterschiedlichen Betriebssystemen. Bei Suse Linux bin ich geblieben und das nutze ich für alles, was damit halt geht. Besonders aber für Dinge, wo mir Sicherheit wichtig ist, also Homebanking, Depotverwaltung und allgemeine geschäftliche Dinge. Auf einer Thinkstation S30 läuft das wunderbar und völlig problemlos.

Für Audio allgemein, Radio und TV per Satellit nutze ich Windows 7. Das ist der Rechner, der bei mir jeden Tag über Stunden läuft und der mir natürlich auch am wichtigsten ist. Der Wandler, der die Brücke zur Hifi-Anlage bildet, ist ein RME ADi-2 Pro und beinhaltet auch einen hochwertigen A/D-Wandler. Somit kann ich auch analoge Quellen digitalisieren und den PC benutzen wie früher eine Bandmaschine.
Auch dieser Rechner ist eine Thinkstation S30, die ich aber leicht modifiziert habe und die nun noch leiser ist, als sie es ab Werk schon war.

Zum Zocken schließlich läuft ein Windows 10 auf einem selbst gebauten AMD Ryzen-Rechner. Auch der macht seine Sache gut und nervt nicht mehr, seitdem ich die automatischen Updates abgeschaltet habe. Mir reichen die halbjährigen neuen Versionen, die ich dann halt per Hand einspiele.


Im Vergleich zu früher sind alle Systeme wesentlich komplexer geworden, aber dafür auch leichter zu installieren. Linux ist deutlich im Vorteil, wenn man kein System von der Stange will, man installiert sich halt nur genau das, was man wirklich will und braucht, während Windows immer als Monolith daherkommt und garnicht die Möglichkeit bietet Komponenten wegzulassen.

Aber es ist halt wie es ist und solange zB. mein Wavelab von Steinberg nur unter Windows läuft, bleibe ich halt dabei mehrere Rechner zu betreiben.

Gruß
Michael
 

Penman

Lt. Junior Grade
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Spiele spiele ich entweder nativ oder über Lutris auf Wine oder eben auf der Switch.
Auf der Arbeit gibts auch nur Linux.
Du Glücklicher… Hab mich die letzten Wochen auch mehrfach dabei erwischt, wie ich unter Windows gesagt habe: Mal schnell das Spiel wechseln? Erstmal Linux booten. Viele der kleineren Spiele, die ich derzeit gerne spiele laufen einfach unter Linux. Das ist super.

- Komfort/Usability
Ich habe mir mit früher Gnome+Compiz und jetzt mit KDE einen effizienten Workflow angewöhnt, der woanders einfach nicht funktioniert. An macOS könnte ich mich gewöhnen, muss ich aber nicht.
Außerdem ist die meiste Linux-Software einfach weiterhin nach dem No-Nonsense-Prinzip gebaut und funktioniert einfach für seine Aufgabe, ohne dabei auf sinnvolle Features zu verzichten.
Ich persönlich denke nicht, dass ich hocheffizient arbeite, aber inzwischen ist Alt+F2 etwas, das ich einfach der Windows Taste vorziehe.
So manche Linux Anwendungen mit No-Nonsense nehmen es aber auch sehr ernst und dann fehlt mir das eine oder andere. pavucontrol könnte man z.B. noch etwas ausbauen, um z.B. virtuelle Audiostreams anzulegen. Aber das ist auch eher ein besonderer Usecase. Die Basisfunktionalität ist da - Anders als bei vielen neuen Windows Anwendungen. Da wird viel vergraben, teilweise über Gruppenrichtlinien gesteuert, die man erst einmal finden muss, oder man legt einen neuen Schlüssel in der Registry an. Ich frage mich immer wieder, woher Leute so wissen.

- Looks
Windows ist hässlich, viel zu kontrastarm und verschwendet Unmengen an Platz.
Das 95-Grau war nicht schön, aber wenigstens funktional, ab XP ging es dann mit jeder Version mehr abwärts. 10 hat ja nicht einmal mehr das alte Klassikdesign.
Ich weiß, es gibt alternative Shells und Design-Hacks, aber nichts davon kommt an einen ordentlich eingerichteten Linux-Desktop heran.
Es sind viele Kleinigkeiten auf dem Desktop bzw der Taskbar, die sie hilfreich gestalten. Eine gute Uhr, Systray und wichtige Hauptfunktionen direkt zugreifbar. Wie habe ich gestaut, als ich bei meinem ersten Windows 10 nicht wusste, wie ich es herunterfahren konnte. Einfachheit und Flexibilität gehen je nach Desktopumgebung an Linux, auch wenn Windows 10 einige Punkt gut gemacht hat, wie der Rechtsklick auf den Startbutton.

- Konfigurierbarkeit
Ich kann auf einem Linux alles so konfigurieren, wie ich es gerne hätte.
Ich kann es so aussehen lassen, wie ich will und Optionen sind idR. auch dort, wo ich sie erwarte. Unter Windows war es immer eine gewisse Auswendiglernerei, wo jetzt welche Option hin versteckt wurde und mit jeder neuen Version wurde irgendetwas sinnlos woanders hin verfrachtet.
Meistens zumindest… oder wenn man viel Zeit hineinsteckt. Was mich an Windows höllisch stört, ist die Bevormundung und klarer Trend zur Cloud. Windows Defender abschalten? Kein Problem, aber es deaktiviert sich später wieder von selbst. Die Installation von Windows mit einem lokalen Konto? Hat das mal wer versucht? Da muss man auch erst einmal drauf kommen.

- Windows Update ist kacke.
[…]
Oft werden drölf Neustarts gebraucht und es dauert einfach ewig. Ganz schlimm ist es nach Neuinstallationen - man stößt das Update an und wartet tlw. Stunden, schaut im Taskmanager und es passiert einfach absolut gar nichts.
Ich verlange nicht, dass es die installierte Software mit updatet, aber wenn es sich selbst wenigstens in wenigen Minuten mit maximal einem Neustart fehlerfrei updaten könnte, wäre das schon etwas.
Es ist einfach undurchsichtig, was eigentlich passiert. Nach der Installation von Windows kann man sich noch gut 1-2 Stunden darauf einstellen, dass Treber, Updates, Candy Crush und die 100 MB große Foto App installiert bzw geupdated werden.
Zumindest bin ich nicht mehr von den Zwangsneustarts betroffen.

Bei Linux nervt es mich nur, dass ich tatsächlich Rebooten muss, wenn der Kernel geupdated wurde und seine Module nicht mehr findet, wenn ich z.B. einen USB-Sticke mounte. Das liegt einfach daran, dass die laufende Version einfach entsorgt wurde. Nicht ganz glücklich, aber das vermeidet zumindest Aufgaben für später.

- Windows ist langsam.
[…] Allein der Explorer ... kann der eigentlich inzwischen Stapelumbenennungen?
Konnte er seit XP schon. Nur eben, dass er den Namen mit einem "(1)", "(2)" Suffix versehen hat. :D
Scherz beiseite. Der Explorer ist inzwischen dermaßen verranzt und mit irgendwelchen hardcoded Scheiß zu. Bibliotheken, die keinen echten Pfad haben, Hardlinks für die Kompatibilität, One Drive Integration, die man nicht mehr los wird.
Was genau soll dieses Konstrukt darstellen?
791033



Insgesamt habe ich den Eindruck, dass Windows 10 seit dieser Evergreensache ziemliche Probleme hat, das System zusammenzuhalten und zu integrieren. Das, was bei Apple ganz gut funktioniert, fühlt sich bei Microsoft etwas holprig an. Die Vereinheitlichung des Microsoft Kontos für alle möglichen Dienste klappt so lala.

Bei Linux eigentlich kaum ein Thema, außer man bindet sich irgendwie an einen zentralen Anbieter, aber selbst dann hat man mehrere Accounts.
Auch, wenn es dadurch nicht supereinfach ist, kommt das meinem Wunsch nach Datentrennung entgegen.

Linux fühlt sich nicht perfekt an, wie aus einem Guss, man muss teilweise manpages lesen oder Google bedienen können, aber für viele Dinge kann man Linux wunderbar benutzen, auch wenn die nutzerfreundliche, proprietäre Software ihren Weg noch nicht in die Opensource Welt gefunden hat.
 

stummerwinter

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Dann will ich auch mal...

Bin vor etwa 4 Jahren anstelle von W7 zu W10 auf Linux gewechselt...auch wenn MINT nicht bei allen gut angesehen ist, es erleichterte mir ungemein den Wechsel (sogar WINDOWS+E Taste geht)...

Die Installation dauert von USB auf SSD nicht mal eine Stunde inklusive Updates...inzwischen sind alle Rechner im Haushalt auf MINT, auch der meiner besseren Hälfte...das erleichtert die Arbeit, als wenn unterschiedliche Distries laufen...

Sie hat recht wenig Ahnung, kommt aber mittlerweile sehr gut zurecht, überrascht mich sogar immer wieder mit guter Software aus der Anwendungsverwaltung...

Einzig für eine Software hat sie eine VM mit W7 laufen, ich habe meinen Arbeitslaptop im DUAL-Boot mit W10 wg CAD-Software und aktuellem Excel...und mein Benchrechner, aber der läuft mit WXP...

Vll wechsel ich bald mal auf eine andere Distri, aber letztendlich will ich nicht ständig irgendwas machen, die Dinger sollen einfach laufen, und das tun Sie (fast) problemlos...lediglich mein Update auf AMD Ryzen, war nicht ganz so einfach, konnte ich aber lösen...

Was mich mehr schmerzt, ist der Weggang von meinem Windows-Phone, das lief imho mit W10M sehr gut, ich empfinde den Umstieg auf iOS (iPhone SE , aktuell) eher als Rückschritt...und nein, Android ist für mich keine Alternative...schaue mich eher um nach einem Linux-Phone...

Ich bin mittlerweile eher zum 08/15-User verkommen und Zocke garnicht mehr, dafür bietet Linux eine wirkliche Alternative, für mich ohne Einschränkungen (CAD außen vor)...

Wobei ich auch über das W10 nichts schlechtes sagen kann, das macht auch seinen Job...

Tante Edit: habe generell ein kleines Problem zwischen W10 und Linux auf meinem Laptop, und zwar sperrt das W10 eine gemeinsame Partition regelmaßig, dass ich aus Linux nicht mehr drauf schreiben kann, mache dazu aber mal einen eigenen Thread auf...
 

areiland

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...Der Explorer ist inzwischen dermaßen verranzt und mit irgendwelchen hardcoded Scheiß zu. Bibliotheken, die keinen echten Pfad haben, Hardlinks für die Kompatibilität, One Drive Integration, die man nicht mehr los wird...
Da ist nichts hardcoded, es lässt sich alles anpassen - selbst den Onedrive Ordner und den Schnellzugriff kann man ausblenden, wenn man dies will.

PrintScreen.jpg

Ist wie bei Linux auch, wenn man mehr als den Standard möchte, muss man sich informieren und gegebenenfalls tiefer eingreifen.

Erste Zeile meiner Signatur!
 

Old Knitterhemd

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Man muss aber schon sagen, dass das unter Linux eine Sache von ein paar Klicks ist.

Das restriktive und überladene Design des Explorers stört wirklich viele.
Sonst würde es keinen Grund für ein Tool wie deines geben.


Allgemein wird der Unmut um so manches MS Feature tendenziell lauter.

Ich kenne niemanden der die Bibliotheken nutzt.

Ich kotze bis heute über die Standardeinstellungen bezüglich der Navigationsleiste im Explorer.

Das Flat Design mit dieser hässlichen Toolbar ist sowieso eine Zumutung.

Es kann alles so schön schlicht sein.

ubuntu1904-nautilus.png
 

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areiland

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@Old Knitterhemd
Sicher, mich stören ja diese vielen "Ordner" ebenfalls und deshalb hab ich mir die Möglichkeit geschaffen, sie auch aus- bzw. eher benötigte Ordner einblenden zu können. Anders bin ich ja auch bei Linux nie vorgegangen. Wenn mich was störte oder ich was vermisste, dann hab ich mir eine Lösung dafür gesucht.

Man darf aber eben nie vergessen, dass Windows ein System ist, das eigentlich nicht für die eher wissenden konzipiert wurde - sondern, dass das vor allem auch vom grössten DAU noch einigermassen beherrschbar sein soll. Und das erfordert nun mal, dass er im Explorer so wenig als möglich suchen muss und so viel wie irgend machbar im direkten Zugriff haben soll. Dann kommen eben solche Dinge wie die Bibliotheken und virtuelle Ordner zustande.

Dazu kommt, dass Windows seit Vista einen riesigen Rattenschwanz an Kompatibilität zu noch älteren Versionen rumschleppt. Und das hat dazu geführt, dass man eben noch weitere Kompromisse eingegangen ist. MS hätte das alles sicher gerne schon lange entfernt - bloss scheitert man dabei immer wieder an den Softwareherstellern und vor allem auch an den Nutzern.
 
Zuletzt bearbeitet: (Korrektur!)

Penman

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Da ist nichts hardcoded, es lässt sich alles anpassen - selbst den Onedrive Ordner und den Schnellzugriff kann man ausblenden, wenn man dies will.

Anhang 791063 betrachten

Ist wie bei Linux auch, wenn man mehr als den Standard möchte, muss man sich informieren und gegebenenfalls tiefer eingreifen.

Erste Zeile meiner Signatur!
Okay, "hardcoded" war vielleicht etwas extrem. Was ich meinte, sind diese ganzen virtuellen Elemente und dass z.B. der etc Ordner mit der hosts Datei nicht im Dateiauswahldialog aufgelistet werden.

Man kann viele Dinge tun. Ich bin froh, dass du ein solches Tool anbietest. Das sieht extrem hilfreich aus. Warum viele dieser Einstellungen nicht einfach irgendwo verfügbar sind. Vermutlich weils einfach Dinge sind, die Microsoft nicht als "Standard" ansieht und die irgendwann entfernt werden.
Mitunter durch den Einsatz solcher Tools habe ich mir wohl das Betriebssystem derart umkonfiguriert, dass diverse Funktionen nicht mehr liefen.
Die Lösung zu finden, warum irgendetwas nicht mehr startet oder tut… Keine Ahnung. Das ist alles zu integriert.

Vielleicht kenne ich die Tools einfach nicht, aber unter Linux kann ich zu Tools wie strace greifen, wenn die Debugging Session völlig eskaliert. :)
Windows stellt auch viele Informationen bereit, aber durch die ganzen Altlasten aus vergangenen Generationen und Abstraktionsschichten und APIs muss man zum Verstehen womöglich ein paar Bücher lesen. :)
 

areiland

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...Windows stellt auch viele Informationen bereit, aber durch die ganzen Altlasten aus vergangenen Generationen und Abstraktionsschichten und APIs muss man zum Verstehen womöglich ein paar Bücher lesen.
Wenn man ein Tool nicht gerade ebenfalls abwärtskompatibel zu allen möglichen älteren Windows Versionen konzipiert, dann muss man sich da absolut nicht durch Tonnen von Papier lesen.

Ich hab mich alleine noch auf Windows 10 beschränkt und komme mit dem aus, was mir das Internet an Information liefert. NET ist so gut dokumentiert, dass ich da keine Probleme habe. Das einzige ist halt, dass ich speziell bei solchen Sachen wie den Ordnern im Navigationsbereich oft erst mal ausklamüsern muss, ob ich das unbedingt in HKLM anwenden muss, oder ob ich auch in HKCU zum erhofften Ziel komme. In den meisten Fällen lässt es sich in HKCU genauso umsetzen - was dann dazu führt, dass mehrere Benutzerprofile auf dem gleichen Rechner ihre eigenen Einstellungen besitzen können.

Das sind eben solche Sachen, die man dann erst durch probieren herausbekommt.

Ansonsten, was will der gemeine Nutzer auch schon mit der hosts anfangen?

Ich bin ja auch nur ein kleiner Handwerker, der sich sein System eben anpasst, wenn es ihm nicht zusagen möchte. Für mich gab es da nie wirklich einen Unterschied zu Linux.
 
Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung!)

Penman

Lt. Junior Grade
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Ansonsten, was will der gemeine Nutzer auch schon mit der hosts anfangen?
Ich verstehe die Entscheidung ein ungewöhnliches Verhalten extra für diesen Ordner zu implementieren nicht.

Mir gefällt der Kurs einfach nicht, den Nutzern all diese Dinge im Explorer aufzuzwingen. Der Stil von Gnome 3 hat die Leute ja auch dazu gebracht, Gnome 2 zu forken und MATE zu nennen.
Das fördert die Diversität, aber trotzdem funktionieren viele Anwendungen (auch wenn man teilweise die Pakete des jeweiligen Desktopumgebung installieren muss).
Wenn mir der Dateimanager von Gnome nicht zusagt, nehme ich einen anderen. Windows hat den Explorer leider viel zu stark ins System integriert. Den kann man nicht einfach ersetzen.
 
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