News Windows Insider Program: Wie Microsoft den Datei-Explorer beschleunigen will

Caramon2 schrieb:
Wenn ich mehrer Verzeichnisse brauche, öffne ich einfach mehrere Fenster und positioniere sie mir dann so
darauf läuft es ja auch beim Dateiexplorer hinaus. Aber nicht nur dass das altbacken ist, es ist auch lästig wenn man noch mehr andere Fenster im Vollbild im Hintergrund nutzen will, oder gar mit dem Desktop arbeiten will. Ja klar... irgendwie geht es... aber gerade dieses irgendwie ist auf Dauer genau der Mist, der einen früher oder später mit Puls auf die Palme treibt!

Mich regt es zum Beispiel nach vielen Jahren in Office auch noch immer tierisch auf, dass ich nicht mehr in einem z.B. Excelfenster zwei oder viel mehr Tabellen (oder die gleiche Tabelle zwei mal) zeitgleich in der Ansicht halten kann (z.B. um Einträge abzugleichen), beim Jonglieren (maximieren / minimieren / verschieben / Größe verändern /...) der Programfenster also ein weiteres anfassen muss. Auch fehlt mir, dass ich die Anordnung innerhalb des Excel Fenster frei anpassen konnte (nebeneinander / übereinander / überlappend / ...). Halt der ganze bunte Strauß der Optionen wie mit unterschiedlichen Fenstern auf dem Desktop, nur halt in dem Programfesnter gruppiert.. Und ja! auch in Opera vermisse ich das sehr, auch wenn das mittlerweile wieder Einzug gehalten hat... also... in vergleichsweise absolut primitiven Grundzügen... das steht in keinem Vergleich zu dem, was möglich war, bevor vor Ewigkeiten die Opera eigene Engine rausgeworfen wurde).
 
catch 22 schrieb:
darauf läuft es ja auch beim Dateiexplorer hinaus. Aber nicht nur dass das altbacken ist, es ist auch lästig wenn man noch mehr andere Fenster im Vollbild im Hintergrund nutzen will, oder gar mit dem Desktop arbeiten will.
Sieh dir das in dem Beitrag verlinkte Beispiel an (einschließlich meiner Beschreibung dazu): Ich nutze Fenster in sinnvoller Größe.

Auf einem Breitbild-Monitor noch maximierte Fenstern zu nutzen finde ich unpraktisch und als nutzlose Platzverschwendung. - Das machte bei 1024*768 noch Sinn, aber inzwischen doch schon lange nicht mehr.

catch 22 schrieb:
das steht in keinem Vergleich zu dem, was möglich war, bevor vor Ewigkeiten die Opera eigene Engine rausgeworfen wurde).
Definitiv!

Ich nutze Opera seit Version 5 und habe es gekauft, bevor es kostenlos wurde, weil ich es unterstützen wollte.

Ich hatte ja auf Vivaldi gehofft, wenn es endlich auch den Mailer integriert hat, aber der war dann leider eine große Enttäuschung und Vivaldi mir sowieso viel zu überladen.

Das hier schreibe ich übrigens mit dem Android Opera. Surfen tue ich aber lieber mit Opera-Mini und der extremen Kompression: Da dann interaktives oder wild animiertes gar nicht möglich ist, empfinde ich es als sehr angenehm.

Mit dem PC surfe ich fast gar nicht: Das Opera dort nutze ich hauptsächlich zum verwalten meiner Lesezeichen.
 
Caramon2 schrieb:
Sowas gibt es schon lange: Nennt sich Wine. - Für ältere Windows-Anwendungen ist das wesentlich kompatibler als Windows selbst: Das kann z. B. schon lange keine win16-Anwendungen mehr ausführen und z. B. Microsoft Works 4.0 funktionierte schon unter XP nicht mehr. Mit Wine ist beides kein Problem.
Wine dient doch dazu, Windows-Anwendungen auch unter Linux auszuführen. Für Windows selbst nützt Wine doch nichts. Die Anzahl der User, die heute noch 16-Bit-Anwendungen oder Works 4.0 benutzen, dürfte sehr überschaubar sein.
 
Seit ich den File Pilot für mich entdeckt habe und gespürt habe, wie schnell es gehen kann im Vergleich zum Explorer muss ich echt sagen: Wird auch Zeit! Bin gespannt was dabei raus kommt, wobei ich durch das Ding nun eigentlich bedient bin ^^
 
nobby_a schrieb:
Wine dient doch dazu, Windows-Anwendungen auch unter Linux auszuführen. Für Windows selbst nützt Wine doch nichts.
Ob man sich für altes ein (wie ursprünglich vorgeschlagen) eine legacy-Windows-Version mit allen ihren Mängeln installiert, oder Linux mit Wine, ist von Aufwand her doch vergleichbar.

Vom Nutzen her würde ich die Linux+Wine-Variante aber bevorzugen, da man damit sehr viel (wirklich sehr sehr viel) mehr Möglichkeiten hat. (zumal man dann auch nicht mehr der Willkür von Microsoft und deren "Zwangsbeglückungen" ausgeliefert ist)

In diesen YouTube-Videos kann sieht man das eindrucksvoll, obwohl das höchstens des Eisbergs Spitze ist:
Caramon2 schrieb:

nobby_a schrieb:
Die Anzahl der User, die heute noch 16-Bit-Anwendungen oder Works 4.0 benutzen, dürfte sehr überschaubar sein.
Das waren ja nur Beispiele für beliebige andere vergleichbare Anwendungen.

Davon abgesehen fand ich es damals sehr schade, dass ich MS Works 4.0 nach dem Umstieg auf XP nicht mehr nutzen konnte:

Da es keine Programmsammlung war, sondern eine große .exe die alles konnte (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, usw.) konnte man selbst auf damaligen Rechnern sehr flüssig damit abeiten, selbst wenn man z. B. in einem Dokument eine Tabelle bearbeiten wollte: Doppelklick in die Tabelle und weiter. Während bei MS Office *) dann erst das komplette Excel nachgeladen werden musste, was elend lange dauerte, weil oft auch noch der Speicher zu knapp wurde und geswappt werden musste.

*) MSO 97 funktionierte übrigens auch nicht mehr mit XP: Microsoft war schon damals nicht mal zu sich selbst kompatibel…
 
Zuletzt bearbeitet: (das mit den Zwangsbeglückungen nachgetragen)
Also...WENN Microsoft schon den XAML-Kram ins Windows einbauen muss, dann sollen sie doch gleich Nägel mit Köpfen machen und das komplette UI-System auf GPU-beschleunigte Vektorgrafik umbauen. Und dann ist das auch aus einem Guss und nicht dauernd zig Baustellen mit unterschiedlichen Technologien.
 
ich benutze seit über 30 jahren den total commander ( früher windows commander ) und kann mir nichts anderes, logisches vorstellen.
 
MeisterGlanz schrieb:
Ich würde es mir tatsächlich mal wünschen, dass Microsoft, ähnlich wie Apple, mal den radikalen Schritt ginge und alte Zöpfe komplett abschneidet.

das gab es 2007, hieß Vista und alle haben gejammert weil Dinge anders waren oder es für alte Drucker/Soundkarten keine neuen Treiber gab.
Ergänzung ()

Weltraumeule schrieb:
Schmeißt den modernen UI/XAML Teil raus und nutzt weiterhin nur Win32 UI! Dass lässt sich immerhin noch von WindowBlinds skinnen was ich gerne verwende!

das kapiert MS leider nicht. Schon 2003 haben sie den Fehler gemacht und den XAML Kram als WPF in den Explorer gestoft und damit Longhorn instabil und lagsam gemacht. Deshalb hat MS dann das alles wieder weggelassen und Vista ohne den XAML Kram gebracht. Die Langsamkeit des Explorers kam mit Win11 23H2 und diesem Gallerie Ding, das nutzt XAML/WinUI.
 
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Weltraumeule schrieb:
Nach all den Jahrzehnten wissen doch auch sämtliche Noobs und Daus wie das gezählt wird und sollten sich nicht aufregen :confused_alt:
leider nein und unwissende sind prinzipbedingt eine nachwachsende ressource ;)
davon abgesehen finde ich es total lästig dass die einheiten bunt gemischt verwendet werden weil man am ende selbst nachgucken muss was nun eigentlich benutzt wird. Oder vielleicht liegt es auch an der rundung.
Selbst unter linux. Eine 1 GiB Datei erstellt, du -h zeigt mit 1,0G an, ls -h 1,1G. Ich muss also am Ende doch in kiB anzeigen lassen und selbst umrechnen wenn ich es genau wissen will da ich erstmal nicht weiß wer nun was, bzw korrekt anzeigt.
Zum Glück ist es nur selten wirklich wichtig dateigrößen exakt zu kennen.
darthbermel schrieb:
Aktuell bin ich mit CachyOS und KDE unterwegs. Dolphin kann mit SMB-Resourcen nicht so gut umgehen.
Afaik liegt das nicht an Dolphin sondern daran wie smb standardmäßig gemountet wird. Nämlich temporär und nicht persistent für die lokale sitzung. Steht auch noch auf meiner todo liste das zu fixen weil es das ansprechen per terminal schwer macht. Will aber das passwort für die Freigabe auch nicht im klartext in der fstab stehen haben.
WulfmanGER schrieb:
Auch keine Glanzleistung: Dateien kopieren … erstmal 10min überlegen was man mit 400.000 1-50kbyte-Dateien macht - statt einfach zu kopieren
Wie schon geschrieben ist das eine designentscheidung. Erstmal gucken wie viel man kopieren muss, dann den tatsächlichen fortschritt anzeigen. Unter Linux kann man sich das ggf. aussuchen und es ist erstmal sehr irritierend wenn der fortschritt bei rsync einfach 'mitwächst' während er von ordner zu ordner wandert und neue dinge findet die kopiert werden müssen. Effektiv ist dann die Anzeige für den Gesamtfortschritt erst beim letzten Ordner korrekt. Würde die meisten tierisch aufregen wenn das die standardeinstellung wäre. Aber einen button für 'kopier einfach und vergiss die fortschrittsanzeige' konnten die wohl nicht einbauen und deshalb kopiert man sehr große Mengen an Dateien besser nicht mit dem explorer sondern z.b. mit robocopy.
Man wollte zumindest früher auch nicht dass der kopierprozess parallel zur erfassung der gesamtmenge startet weil das bei HDDs potentiell noch länger gedauert hätte als beides einzeln hintereinander. Bei SSDs könnte man überlegen das zu ändern.
 
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nobby_a schrieb:
Für Windows selbst nützt Wine doch nichts. Die Anzahl der User, die heute noch 16-Bit-Anwendungen oder Works 4.0 benutzen
ich hab vor einiger Zeit für ein paar alte 16bit Tools und Spiele, die ansonsten nicht mehr ohne weiteres (klassische VM) unter Win11 laufen, dieses Tool aufgetan
https://github.com/otya128/winevdm/releases
bisher hat alles geklappt
 
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Wie hat man es überhaupt geschafft, den Explorer so träge zu bekommen?
Eigentlich seit es Windows gibt, eine der Grundsäulen des Betriebssystems, die (meistens) sang und klanglos funktionierte.

Na gut, es gab früher schon Alternativen welche besser waren, wie der Norton Commander, Speed Commander und Total Commander.
Das man es als Milliardenschwere Firma schafft, so etwas Essentielles zu verkrüppeln statt zu verbessern...
So etwas schafft glaub ich auch wirklich nur Microsoft. Die hassen Windows selbst.
 
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Caramon2 schrieb:
Da es keine Programmsammlung war, sondern eine große .exe die alles konnte (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, usw.) konnte man selbst auf damaligen Rechnern sehr flüssig damit abeiten,
Works war in der Tat keine schlechte all-in-one-Lösung - ich habe sogar noch mit der DOS-Version gearbeitet, später mit der für Windows.
 
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IDontWantAName schrieb:
Mit dem Gallerie Ding
Der Witz ist, ich hab das noch nie verwendet :x. Danke Microsoft, nicht.

Wer übrigens mal so richtig den Unterschied zwischen dem "alten" und neuen Explorer sehen will, der sollte mal Windows 10 und Windows 11 in einer virtuellen Maschine ohne GPU-Beschleunigung installieren und testen. Vlt. noch die Ressourcen auf max. 2 vCores eingrenzen, dann merkt wirklich JEDER den Unterschied (die Leute, die Windows Server mit GUI administrieren, kennen sicherlich den Unterschied zwischen Windows Server 2022 und Server 2025 :x).
 
qiller schrieb:
Der Witz ist, ich hab das noch nie verwendet

installiere mal den Winaero Tweaker und blende den Katalog unter Navigation Pane - Default Items aus.

WinaeroTweakerNavigation.png


Dann sollte der ganze XAML Kram nicht mehr in den Explorer geladen werden.
 
qiller schrieb:
Fettmarkierte Binär-Einheiten wären korrekt. Aber was interessiert das Microsoft...
Leute die wirklich Binär-Einheiten brauchen nutzen bestimmt einen anderen Datei Explorer. Aber den meisten ist es egal, wie mir (die Dezimalstellen auch).

2026-05-12_030212.jpg
 
catch 22 schrieb:
oder mit einer Datei im Drag & Drop drüberzieht und den Datei Explorer dabei erst mal einfriert, wäre schon sehr viel getan!
Das ist bei mir eigentlich nur, weil die Zielfestplatte erst aufwachen muss, also vielleicht eher einer Einstellung im Energie Management geschuldet? Ist bei mir vor allem bei einer Externen am USB.
 
ich meine schon verknüpfte Netzlaufwerke, die aber nicht erreichbar sind, weil z.B. das Gerät ausgeschaltet ist (wird von Windows als Nichtverbundenes Laufwerk definiert, da es beim reconnecten im Rahmen des Hochfahrens des Windows System nicht erreicht werden konnte). So wie Laufwerk R: im Screenshot.
Bei verbundenen Netzlaufwerken, so wie Laufwerk V: passiert das nicht, selbst wenn der Datenträger (egal ob SSD oder HDD) im tiefsten Tal des Energie Management den komatösen Schlaf des ewigen Gerechten und Säufers schläft.
Es ist einfach nur das Verhalten von Windows bei Netzwerkanfragen die ins Nichts führen, dass da frei dreht.

1778559091103.png


Interessant ist dabei noch, dass wenn ich Laufwerk das nicht verbundene Laufwerk R: einfach per Doppelklick öffne (weil z.B. daneben geklickt - ich hab den Doppelklick auf der Mausradtaste, da kann das in extrem seltenen Fällen mal vorkommen), dann friert der Datei Explorer bei mir typischerweise nur 10 Sekunden ein, mit Pech sind es mal 15 Sekunden. Easy. Kein Ding.

Aber wenn ich eine Datei oder einen Ordner im Drag and Drop darüber ziehen, dann friert dieses Datei Explorer Fenster typischerweise für etwa 40 Sekunden ein. Ich hatte aber auch schon extrem Fälle, in denen es an die 60 Sekunden dauerte. (du kannst ja einfach mal ein paar leere Ordner oder Textdateien erstellen und dann damit rumspielen. Mal mit einer einzelnen Datei, oder mehreren im Block selektierten, oder, weil das mein Szenario ist, einzelne spezifische Dateien per CTRL+linker Maustaste aus einem fiktiven Ordner mit sehr viel mehr Dateien und nein, die Auswahl der Dateien erfolgt nicht aufgrund des Names, der Größe, des Datums, ... denn dann könnte man ja über die Suche oder ähnliches vorgehen. Kleiner Hinweis, "es gibt einen Trick", damit man sich das erneute "Drag" erspart, man muss nur in der eigenen Genervtheit richtig reagieren, was natürlich spätestens dann nicht funktioniert, wenn es das x-te Mal am Tag geschieht, so dass es einem noch mehr auf die Nüsse geht...)
 
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