WinXP-Partition retten

goldmoon

Newbie
Dabei seit
Dez. 2006
Beiträge
1
Habe in einem anderen Forum dieses Posting gefunden das genau mein Problem beschreibt. Hatte auch ein Backup vom BS gemacht auf einer anderen FP (leider nicht sektorweise) und XP bleibt kurz vor dem Anmeldescreen hängen. Hatte aber noch zum Glück ein zweites altes BS auf der ersten FP (Bootmanager) das läuft noch, möchte aber das neuere wiederherstellen.
Mit der beschiebenen Lösung komme ich leider nicht weiter.

Ist es mit Testdisk zu lösen und wie gehe ich vor?
-------------------------------------------------------------------------------------------------

Re: Gerettete WinXP-Partition, aber XP bleibt ... hängen - gelöst!

Wenn man eine WinXP-Partition auf eine andere Platte kopiert und diese nicht die einzige Partition ist, die vorher als Laufwerk C: gelaufen ist, kann es passieren, daß Windows nicht mehr korrekt startet, sondern kurz vor dem gewohnten Anmeldebildschirm mit einem blauen Bildschirm mit XP-Logo und beweglicher Maus hängenbleibt.
Das passiert auch, wenn man nach bestem herkömmlichen Wissen vorgeht und auf der neuen Platte eine Partitionsfolge erstellt, die der der alten Platte entspricht.



Ich will versuchen, das Wesentliche möglichst kurz zusammenzufassen:
In der Registry werden unter HKLM\System\MountedDevices Einträge namens DosDevices angelegt. Dort werden den Volumes Laufwerksbuchstaben zugeordnet. Die Volume-IDs, die ebenfalls unter MountedDevices gespeichert sind (\??\Volume{...}), werden nach einem bestimmten Algorithmus, der in Q2 beschrieben ist, berechnet.
In die Berechnung der Volume-ID geht eine ominöse, mir bislang unbekannte "NT serial number" (im MBR an Pos. 01B8h bis 01BBh gespeichert, s.a. Q3) und die LBA der jeweiligen Partition ein. Das ist nachzulesen in Q2.

Wenn man also nur die XP-Partition kopiert, ist darin zwar auch die XP-Registry enthalten, aber im MBR der neuen Platte ist noch keine "NT serial number" gespeichert. XP vergibt beim ersten Start eine neue Nummer, und die Volume ID's der Partitionen werden anhand dieser neuen Nummer neu berechnet. Das hat zur Folge, daß die alten Laufwerksbuchstaben (unter DosDevices) neu zugeordnet werden und XP beim Startprozeß hängenbleibt, weil sich (höchstwahrscheinlich) der Buchstabe der Bootpartition geändert hat.

Da sowohl eine "NT serial number" im MBR der Platte als auch die Lage der Partition in die Volume-ID, die in der Registry gespeichert ist, eingehen, klappt eine Kopie einer XP-Partition in einem komplexeren Partitionsumfeld nur ohne Probleme, wenn man die alte Platte 1:1, also sektorweise auf eine neue Platte kopiert.

Hat man dazu keine Gelegenheit mehr, weil die alte Platte vorher in die Knie gehen würde, kann man die gerettete XP-Partition trotzdem zum Starten bewegen,
wenn man auf der neuen Platte eine Partitionsfolge anlegt, die der auf der alten Platte entspricht. Um eine Neuvergabe der Laufwerksbuchstaben beim Start von XP zu erzwingen, muß man an besagter Position im MBR eine neue "NT serial number" eintragen. XP vergibt dann gemäß einem festgelegten Schema (Q1, Abschnitt "Drive-Letter Assignments") die Laufwerksbuchstaben neu. Hat man alles richtig gemacht, kann man sich auch wieder anmelden.

????

Ist es mit Testdisk zu lösen und wie gehe ich vor?
 
Zuletzt bearbeitet:

Mueli

Admiral
Dabei seit
Aug. 2005
Beiträge
7.533
Ich habe bereits Unmengen an Disks geklont bzw. kopiert und dabei ist noch nie etwas schief gelaufen, selbst mit xcopy (und den richtigen Optionen) plus der Behandlung des MBR (hier darf man allerdings die Partitionstabelle allerdings nicht plätten) mit den Windows-Tools oder auch dd mit dafür nötigen Bytes (also nicht den ganzen Sektor).

Du kannst mal eine Diagnose mit Testdisk durchführen, um zu testen, was auf der Disk an Daten gelandet ist:
Lade Dir dazu Testdisk 6.12.

Nach dem Start von Testdisk beantwortest Du die Frage nach einer Logdatei mit Y. Den Partitionstyp solltest Du mit Intel beantworten. Dann wird Analyse aus dem dann erscheinenden Menü gewählt. Mit Quick Search wird dann der Vorgang fortgeführt (bei Vista mit Y antworten, wenn die Partitionierung unter diesem OS gemacht wurde).

Wichtig:
Wenn jetzt Partitionen gefunden wurden, kannst Du sie jeweils mit den Pfeiltasten anwählen und mit P deren Inhalt sichtbar machen. Mit Q geht es zurück ins Menü. Sollten keine Partitionen in der ersten Suche gefunden worden sein, wird mit Enter weiter gemacht, hier ist dann im Menü [ Quit ] [ Deeper Search ] [ Write ], die tiefere Suche mit Deeper SEARCH auszuwählen (dieser Vorgang kann dann schon eine Weile dauern).

Wenn jetzt Partitionen (sie sollten jetzt u.U. grün dargestellt werden) gefunden werden, solltest Du sie wieder mit den Cursor Tasten auswählen und mittels P deren Inhalt kontrollieren, also ob alle Daten sichtbar werden. Mit den Cursor-Tasten kann gescrolled werden. Aus dem Menü, beim listen des Inhalts kann man mit c Files und ganze Partitionen kopieren.

Nach jedem elementaren Schritt (also nach der ersten Analyse, nach dem Quick Search mit der Abfrage ob die Disk unter Vista eingerichtet wurde oder nicht und nach dem deeper SEARCH) solltest Du einen Screendump (oder Photo) machen und hoch laden, alternativ kann auch die Logdatei gepostet werden.

Bilder und andere Dateien kannst Du unter Anhänge verwalten (unter dem Edit Feld) hochladen.

Der Weg einer Diagnose ist hier recht anschaulich beschrieben.

Fiona hat auch den folgenden Artikel Beratung: Datenrettung mit „TestDisk“ verfasst, um den Usern das Programm etwas näher zu bringen.
 
Top