Und du denkst wirklich, WoW hätte auch nur annähernd diese Popularität erreicht, wenn es nicht Hardcores wären, die sich mit Projekten wie mmo-champion, tankspot, maintakadin, wowwiki oder elitist jerks beschäftigten ? Wenn es nicht kommentierte Videoguides zu Bossen, Theorycrafting mit ellenlangen Testreihen zu Klassenmechaniken gäbe ?
Wenn es nicht den Wettkampf der Top-Gilden um Firstkills gäbe, die auf allen Fansites dargestellt werden ? Wenn nicht das der Ansporn für viel mehr Leute wäre, sich ebenfalls mit High-End PvE zu beschäftigen ? Wer
Wer soll das alles für die Community leisten ? Die Casuals wohl kaum....
Du unterschätzt, welche Auswirkungen das ganze auf den Fortbestand der Abo-zahlen hat. Bezeichnenderweise habe ich während BC und Classic ständig von neuen Bestmarken der Abos gehört, seit WOTLK und der "casualisierung", dem Auflösen oder notgedrungener zusammenschliessung der Top-Gilden und der vereinfachung und trivialisierung des Spiels bleiben diese allerdings aus....
MMO's leben davon, dass man Dinge enddecken kann, sei es InGame, oder auch OutGame durch besagte Guides, Theorycraft. Man kann sich immer weiterentwickeln und mit dem Spiel beschäftigen, dass macht die Faszination aus. Man kann immer etwas lernen. Doch wer soll lehren, wenn nicht die Hardcores, die zuvor alles erarbeitet haben ? Hardcores haben ob du willst oder nicht die Vorbildfunktion in WoW, genauso wie Bundesligaprofis dies für Hobbyfussballer sind.....
Damit sage ich nicht, dass ihnen jeder nachstrebt sollte, aber sie halten das Spiel am Leben, selbst wenn es nur die magischen 5% sein sollten, die immer wieder herbeizitiert werden. Normalerweise sind die Hardcores die ersten die kommen und die letzten, die gehen, während der Mob schon längst zum nächsten Titel weitergezogen ist, der mit besserer Grafik lockt. Insofern muss man Blizzard wohl beglückwünschen, dass sie es nach ca. 4 Jahren schaffen, langsam die Hardcores zu vergraulen. Das hat vor ihnen als erwähnenswertes MMO erst SWG geschafft, welches seitdem massiv zusammengeschrumpft ist.
Und am falschesten ist die Aussage, dies würde auch für andere Spiele gelten. Wer hat Half-Life groß gemacht ? Etwa der normale Singlespieler, oder die Leute, die sich hingesetzt haben und Counterstrike programmiert haben ? Das waren sicher keine Casuals. Im Gegenteil, die Hardcores haben einen so großen Einfluss auf die Lebensdauer eines Produkts, dass beinahe jeder Hersteller Editoren, Guides zu Skriptsprachen etc. mitliefert in der Hoffnung, dass es Fans gibt, die etwas großes daraus schaffen. Seien es Ego-Shooter, seien es Rollenspiele (Oblivion, Fallout), seien es Sportspiele (neue Automodelle). Wer kümmert sich um Turniere, Ligen, Onlinegaming ? Die Hardcores, nicht der Casual.
Die Spiele, die von den Hardcores aktzeptiert werden, werden groß gemacht durch die Arbeit der Community, der Rest geht unter und ist nach einigen Monaten kein Gesprächsthema mehr.
Es stinkt mir langsam, dass manche Leute der Community jetzt hingehen und sich selbst auf den Thron erheben und scheinbar schon aus purer Boshaftigkeit in den Foren rumtrollen, nachdem die Hardcores das Spiel 4 Jahre lang interessant und lebendig gehalten haben, als wäre dies alles auf ihrem Mist gewachsen.