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NewsZahlungsprobleme: Cleverbuy meldet Insolvenz an
Die Krise des Re-Commerce-Anbieters Cleverbuy spitzt sich zu. Nach Beschwerden von Kunden über ausbleibende Auszahlungen hat das Unternehmen nun Insolvenzantrag gestellt und den Geschäftsbetrieb eingestellt. Damit erreicht eine Entwicklung ihren vorläufigen Höhepunkt, die sich bereits seit längerem abgezeichnet hatte.
Ich musste gerade erstmal nachschauen, was "Re-Commerce" überhaupt bedeutet: Dahinter steckt "Reverse-Commerce" und das Business-Modell dahinter fußt auf "C2B2C" (Consumer-to-Business-to-Consumer). Vermutlich ist die Kette um ein Glied zu lang, um langfristig erfolgreich zu sein?
Wie kann man denn als Wiederverkäufer überhaupt insolvent gehen? Da muss man sich ja schon ordentlich - und ständig - verrechnen, oder wie passiert das?
Ich kenne davon nur letztgenannte Firma. Ich weiß, was die machen, aber das offizielle Geschäftsmodell "Re-Commerce" höre ich heute zum ersten Mal.
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zeaK schrieb:
Wie kann man denn als Wiederverkäufer überhaupt insolvent gehen? Da muss man sich ja schon ordentlich - und ständig - verrechnen, oder wie passiert das?
Du kaufst erst mal was ein (kostet Geld) und steckst weiteres Geld in die Prüfung bzw. Instandsetzung. Bis hierhin bist du schon mal jede Menge Geld los. Und zum Schluss muss der Erlös höher sein als die Kosten, was anscheinend nicht geklappt hat.
Wie kann man denn als Wiederverkäufer überhaupt insolvent gehen? Da muss man sich ja schon ordentlich - und ständig - verrechnen, oder wie passiert das?
Das ist doch eigentlich recht simpel. Der Markt ist sehr wettbewerbsintensiv und natürlich müssen Personal, Logistik, Werbung usw. bezahlt werden. Wenn man sich verkalkuliert hat, reicht es irgendwann eben nicht mehr. Eigentlich wie bei jedem anderen Unternehmen auch, oder?
Du kaufst erst mal was ein (kostet Geld) und steckst weiteres Geld in die Prüfung bzw. Instandsetzung. Bis hierhin bist du schon mal jede Menge Geld los.
So wahnsinnig viele Markbegleiter scheint es da ja nicht zu geben, oder? Ich kannte bisher nur Refurbed und Rebuy. Wer den längsten Atem hat oder die euphorischsten Investoren besitzt (und somit am Ende des Verdrängungswettbewerbes übrig bleibt), kann dann später die Preise so anpassen, dass sie ordentlich Gewinn machen.
waren oft die mit dem höchsten Ankauf Angebot am Markt, das hat vermutlich die Marge zu klein gemacht. ich hab schon mehrfach überlegt aber aufgrund der schlechten Bewertungen bisher immer bei clevertronic verkauft. Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Medienberichten zufolge mussten sich Verantwortliche von Cleverbuy bereits vor Gericht verantworten. Dabei ging es unter anderem um mutmaßlich gewerbsmäßigen Betrug in 115 Fällen, bei denen Kunden entweder gar nicht oder nur teilweise bezahlt oder auch Ware mit gefälschtem Siegel als neuwertig verkauft worden sein sollen.
Es gibt viele andere, teils spezialisiert auf gewisse Produktkategorien, die aber alle nach dem gleichen Geschäftsmodell arbeiten. Die kennt man typischerweise erst dann, wenn man mal versucht hat, etwas aus deren Geschäftsbereich zu verkaufen.
Man muss halt seine Branche kennen und professionell und seriös sein und guten Service bieten. Das wissen die Leute zu schätzen. Wenn man scheitert, dann eher daran als am Geschäftsmodell als solches.
Wenn du dann aber auch noch der hunderste bist, der Leuten ihre ranzigen Smartphones abkaufen und sie an andere mit Gewinn weiterverscherbeln will, dann hättest du vielleicht vorher mal den Markt checken bzw. die Konkurrenz besser beobachten sollen.
Es gibt viele andere, teils spezialisiert auf gewisse Produktkategorien, die aber alle nach dem gleichen Geschäftsmodell arbeiten. Die kennt man typischerweise erst dann, wenn man mal versucht hat, etwas aus deren Geschäftsbereich zu verkaufen.
Ich dachte, man kann bei den Großen wie Rebuy nahezu alles in puncto Technik und Medien verkaufen? Vom alten Smartphone, über gebrauchte Laptops und PCs, bis hin zu alten DVDs, Blu-rays oder Büchern? Nur gebrauchte Kleidung bekommt man dort nicht los.
Was ein vollkommen normaler Wert ist. Amazon hat die gleichen 1,7. Apple hat 1,6 bis 1,8 je nach Domain. Decathlon hat 1,7. Das war jetzt tatsächlich alles nur zufällig gewählt.
Das einzige was ein hoher Trustpilot Score aussagt ist, wie aggressiv der Händler das gegenüber den Kunden pusht. Ansonsten gehen da nämlich fast nur Leute zum Bewerten hin, die schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Mhh... angenommen, man hat sein Gerät da eingeschickt... dann verbleibt doch das Eigentum an der Sache bis zur Bezahlung beim Einsender. D.h., mindestens das Gerät (wenn schon nicht den versprochenen Geldwert) müssten alle, die jetzt dumm da sitzen, doch auf alle Fälle wieder kriegen. Ganz gleich wie das finanzielle Thema bei Cleverbuy weiter geht - denn das Gerät gehört Cleverbuy ja noch nicht.
Zwar nicht passend zur Frage, aber auf folgender Seite lassen sich bei An- und Verkauf die Preise vergleichen, inkl. Anbieterliste. https://www.bonavendi.de/verkaufen/anbieter/
@AndrewPoison
Prinzipiell hast du schon recht. Dummerweise bleibt die Hardware nicht lange dort, sondern wird recht schnell zu Geld gemacht. Somit wird man in den Lagern der insolventen Firma nur bedingt viel an Hardware finden. Am Ende müsste man seine Hardware vom neuen Besitzer einklagen.
Das ist wie bei den Banken: Dort bringe ich mein Geld hin und die Bank legt es unmittelbar für ihre eigenen "Gewinnerzielungsabsichten" weiter an. Glücklicherweise gibt es bei Banken für den Fall der Fälle aber den Einlagensicherungsfonds.