bitte nicht falsch verstehen, das ist gut gedacht, aber meiner Meinung nach nicht nur aus der Ferne eine sehr waghalsige Vermutung
in der Praxis kann man mit einem Digital-Multimeter an "toten Strängen" eine deutliche Spannung (meist keine 230V aber schon im Bereich >100V) messen, die da induktiv eingekoppelt werden.
zum Betrieb einer "Lampe" wie sie in einem Phasenprüfer steckt, reicht es dafür i.d.R. aber schon nicht mehr aus.
und eine kapazitive Kopplung bei 50Hz über die Fläche eines Kabelbruchs soll das Netzteil anlaufen lassen?
wir dürfen ja nicht vergessen, so ein Netzteil heute ist ja kein Längsregler, der (unter Abzug seiner Verluste) alles an Leistung hinten raus pusten kann, was es vorne rein bekommt. Das sind Schalt-Regler, die erstmal sauber anschwingen müssen. Da wird ja auch nicht nur eine Spannung erzeugt.
Ich halte es für nahezu ausgeschlossen, dass man das Netzteil in einen Zustand versetzen kann, in dem es die erforderlichen Spannungen (mit entsprechender Leistung) für den BIOS Beep erzeugt (wobei ich nicht weiß welche Spannung/Leistung dafür nötig ist) und den Rest nicht.
jetzt wo ich darüber nachdenke: da könnte es natürlich sein, dass Board den Bios Beep mit der StandBy Versorgung schafft und der "Hauptteil" tatsächlich nicht anläuft.
jetzt komme ich mal mit einer waghalsigen Vermutung (eigentlich falsch, Strohhalm trifft es besser):
was ist, wenn "Dreck" das Netzteil am korrekten Start hindert? Sowas wie DLAN oder ein starker Funksender in der Nähe?
ok, dagegen spricht, dass das wohl kaum so exakt reproduzierbar wäre.
auf jeden Fall würde ich zum weiteren Vorgehen empfehlen, mal ein anderes Netzteil zu probieren!
dieser PC wird ja kaum auf einen 850W Klopper angewiesen sein und ich hatte schon von Beginn an damit gerechnet, dass sich Leute darüber aufregen