3/3 BN-Plexmaster-G1 im Test : Dieses Gehäuse versteckt die Hardware nicht

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Technik

Noch ein paar Worte zum Plexiglas: Die Platten haben eine Stärke von 6-8mm und sind per Laser mit einer Genauigkeit von 0,001mm zugeschnitten. Gerne wird das Wort "kratzfest" genutzt. Dies sollte man aber nicht auf die Goldwaage legen - auch Plexiglas ist ein empfindliches Material. Allerdings ist es im Gegensatz zum Acryl des letzten Showcase-Tests um einiges unempfindlicher.

An dieser Stelle müssen wir wie beim Acrylgehäuse den Hinweis bringen, dass es sich um ein reines Showcase handelt und der Betrieb wegen der mangelnden Abschirmung der elektromagnetischen Strahlung nur auf Messen etc. gestattet ist. Über das EMVG kann man sich bei pci-card.com / 2. Link informieren, der Gesetzestext liegt bmwi.de zum Download bereit.

Blacknoise selber berichtet von einer teilweisen Abschirmung. Wir möchten hier zitieren:

Unser Plexiglasgehäuse bietet durch sein bis zu 8mm starkes Material eine höhere Strahlungsabschirmung als alle Konkurrenzprodukte mit dünneren Material, es wird dennoch nicht mit jeder Hartware möglich sein ein ein CE konformes System aufzubauen. Die Emmissionspegel liegen im wesentlichen innerhalb des Consumer-Limits ( Klasse B) Einge diskrete Störer ( 101MHz, 135 MHz, 167MHz und 200 MHz ) überschreiten den Grenzwert, halten aber die Klasse A (Nonconsumer) ein. Es muss aber darauf hingewiesen werden das es im Consumerbereich zu Funkstörungen kommen könnte ( Diesbezüglich wurde uns bis heute noch über keinen einzigen Fall berichtet ) Bei Privater Nutzung können Sie daher nach heutigen Stand von einen störungsfreien Betrieb ausgehen.

Beispielsweise strahlt ein geöffnetes Metall PC Gehäuse oder jedes Gehäuse mit WindowKit ( Sichtfenster ) erheblich stärker als das Plexmaster Gehäuse ( nebenbei halten sehr viele Metall Gehäuse, obwohl mit CE gekennzeichnet, die Grenzwerte ebenfalls nicht ein... ). Obwohl das Gehäuse als reines Showgehäuse entwickelt und vertrieben wird, ist der Privatbetrieb also problemlos möglich.

Update

Inzwischen hat Blacknoise auf unsere Kritik reagiert und einige Änderungen vorgenommen. Dazu gehört auch das Problem mit dem verwendeten Netzteil, hier sieht die aktuelle Spezifikation (ATX 2.3) keinen Ausgang für weitere Geräte vor, so dass die Passprobleme bei der Netzteil-Blende wie bereits im Artikel erwähnt sich quasi erledigt haben. Demnächst sollen auch Möglichkeiten für den Einbau von externen 3,5" Geräten geschaffen werden, dann können auch Floppys und ähnliches problemlos im Gehäuse verwendet werden. Unserem Problem mit dem Durchbrechen der zusätzlichen Frontblende will man durch eine Änderung an selbiger verhindern.

Hier das Zitat von Blacknoise:

1.Die Frontblenden zum Nachrüsten werden in der neuen Produktion geändert,so daß nichts mehr bricht. 2. Es werden Floppy-Einbaumöglichkeiten geschaffen. Die Netzteilöffnung ist nur Problem bei ATX 1.x Konformen.(Schaltbarer Stromanschluß ist in der ATX 2.3 Regelung nicht mehr verfügbar)

Fazit


Hardware-HammerWunderschön, ist das was uns beim Betrachten des Plexmaster von Blacknoise öfter durch den Kopf ging. Natürlich ist das Gehäuse in keinster Weise alltagstauglich, allerdings hält das Plexiglas was es verspricht. Es ist wirklich glasklar und durch die Stärke des Materials ist der Tower stabil, allerdings auch nicht gerade günstig. Schön, dass eine Pflegeanleitung beiliegt um die Schönheit des Gehäuses zu erhalten. Für einen Transport ist das Gehäuse zu empfindlich und sollte wenn überhaupt nur gut eingehüllt von A nach B gebracht werden. Wegen der mangelnden Alltagstauglichkeit verzichten wir auch diesmal auf einen Wertung im Rahmen unserer Gehäuse Reviews. Wegen der Güte und Hochwertigkeit des Gehäuses gibt es trotzdem unseren Hardwarehammer für besondere Hardware. Das Gehäuse und passendes Zubehör sind bei Blacknoise erhältlich, bei denen wir uns noch einmal herzlich dafür bedanken möchten, dass uns der Bausatz und das Zubehör zur Verfügung gestellt wurden.


Blacknoise BN-Plexmaster-G1 HighEnd-Showcase
  • Klasse Design
  • Hohe Materialqualität
  • Vier Blowholes
  • Empfindliche Oberfläche
  • Keine Abschirmung

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