Materialkosten des neuen iPad höher als beim Vorgänger

Patrick Bellmer 57 Kommentare

Die Marktforscher von IHS iSuppli haben anhand der im neuen iPad verbauten Komponenten eine sogenannte Bill of Materials (BOM, Materialkostenübersicht) erstellt. Wenig überraschend: Im Vergleich zum Vorgänger sind die Bauteile in Summe teurer.

An der Spitze soll dabei das neue Retina-Display stehen, welches nach Ansicht von IHS iSuppli mit 87 US-Dollar zu Buche schlägt und direkt von der Touch-Sensorik (40 US-Dollar) gefolgt wird. Der im Vergleich zum iPad 2 deutlich vergrößerte Akku soll 32 US-Dollar kosten, der neue A5X-SoC 23 US-Dollar. In den Mobilfunk-tauglichen Varianten entpuppt sich das entsprechende Modem mit 41,50 US-Dollar als deutlicher Kostentreiber.

Materialkosten des neuen iPads
Materialkosten des neuen iPads (Bild: isuppli.com)

Die Rechnung – sofern die Werte und Relationen zumindest teilweise den Tatsachen entsprechen – zeigt aber auch, dass Apple, wie auch viele andere Tablet-Hersteller, einen stark überzogenen Aufpreis für mehr internen Speicher verlangt. So sollen die im Grundmodell verbauten 16 Gigabyte 16,80 US-Dollar kosten, in den beiden Modellen mit 32 und 64 Gigabyte steckt dementsprechend Speicher im Wert von 33,60 und 67,20 US-Dollar.

Der Aufpreis zwischen 16- und 32-Gigabyte-Variante beträgt allerdings 100 US-Dollar, die Mehrkosten jedoch lediglich 16,80 US-Dollar. Aber auch beim Vergleich zwischen WLAN-only- und 3G/4G-Variante fallen große Unterschiede zwischen Mehrkosten und Aufpreis auf. Dem rund 40 US-Dollar teuren Modem steht ein um 130 US-Dollar höherer Verkaufspreis gegenüber.

In Summe erstaunt es jedoch, dass man die jeweiligen Verkaufspreise im Vergleich zur zweiten Generation beibehalten hat. Denn während das iPad 2 in der Grundausstattung inklusive Fertigungskosten 245,10 US-Dollar kosten soll, sind es beim neuen iPad 316,05 US-Dollar.