News : Google übernimmt Gestensteuerungs-App Flutter

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Google hat das auf Gestensteuerung spezialisierte Unternehmen Bot Square übernommen. Dies geht aus einem Eintrag auf der Internetseite des Start-Ups hervor. Mit dieser Akquisition führt der Konzern seine Einkaufstour fort, nachdem dieser vor Kurzem bereits die Datentausch-App Bump gekauft hat.

Das Unternehmen wurde von Mehul Nariyawala und Navneet Dalal, aktueller CEO von Bot Square, sowie mit Hilfe einiger Investoren vor rund drei Jahren ins Leben gerufen und konzentriert sich seither auf die Programmierung der eigenen App namens Flutter. Mit dieser können Nutzer zahlreiche Musik- respektive Videoanwendungen, wie beispielsweise iTunes, Spotify, QuickTime oder den bekannten VLC media player, über einfache Gesten mit der Hand auf dem eigenen Windows- (kostenlos) oder Mac-System (4,49 Euro im App Store) steuern.

Flutter
Flutter (Bild: itunes.apple.com)

Dabei setzt das Unternehmen die in größtenteils allen Computern integrierte Webcam, mit welcher Flutter die Bewegungen des Nutzers erkennt und in entsprechende Befehle umsetzt, ein. Damit können Medien beispielsweise pausiert oder ganze Titel übersprungen werden. Des Weiteren wird für Flutter seit Kurzem eine entsprechende Erweiterung für Googles Chrome angeboten, mit der Nutzer ebenfalls Dienste wie YouTube oder das in den USA erhältliche Netflix per Gesten steuern können. Aber auch die von Apple bekannte Präsentationssoftware Keynote unter OS X wird unterstützt, sodass Nutzer zum Beispiel auch bei Vorträgen auf die Gestensteuerung setzen können.

Abseits dessen werden die Mitarbeiter den Angaben von Navneet Dalal zufolge zukünftig für Google arbeiten und ihre Forschung unter dem Dach des Suchmaschinenbetreibers weiterführen. Die Flutter-App soll jedoch unabhängig von der Übernahme auch weiterhin zum Download zur Verfügung stehen und genutzt werden können.

Wie Google sich die Technologie hinter Flutter auf lange Sicht zunutze machen möchte, ist nicht bekannt. Ebenfalls unklar ist, wie viel Geld Google für das Start-Up-Unternehmen bezahlt hat. Laut einem Bericht von TechCrunch, welcher sich auf nicht näher beschriebene Quellen beruft, soll sich die Akquisitionssumme auf rund 40 Millionen US-Dollar belaufen.