Amazon : Neuer Video-Streaming-Dienst soll günstiger als Netflix sein

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Amazon: Neuer Video-Streaming-Dienst soll günstiger als Netflix sein
Bild: Amazon

Amazon arbeitet an einem vom aktuellen Streaming-Angebot Prime Instant Video abgegrenzten Service. Bereits Anfang des nächsten Jahres soll der Dienst starten und durch Werbung einen günstigeren Preis als die Konkurrenz bieten.

Die New York Post berichtet unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen von dem Start des neuen Service. „Wenn sie einen werbefinanzierten Service schaffen, werden sie es von Prime entkoppeln und das ist ein Netflix-Killer“, berichtet Michael Pachter, Analyst bei Wedbush Securities.

Noch ist nicht klar, ob der Service komplett werbefinanziert oder lediglich vergünstigt wird, „Es wird keine 99 Dollar im Jahr kosten“, spekuliert Pachter. Der Preis soll damit unter dem aktuellen Monatsbeitrag für Netflix liegen, der bei 7,99 Dollar liegt.

Eine Quelle aus dem Werbeumfeld, die mit Amazons Planungen vertraut ist, berichtet, dass das Angebot einen Köder darstellt, um Kunden zum Abschluss eines Prime-Abonnements zu bewegen. Gleichzeitig soll es der Werbebranche durch eine eventuelle Verknüpfung mit den Kundeninteressen des jeweiligen Zuschauers eine optimale Zielgruppenansprache ermöglichen. Dies stelle den „Heiligen Gral der Zielgruppenansprache“ dar, berichtet die New York Post.

Der Angriff auf die Konkurrenzen wie Netflix und Hulu fällt in einen Zeitraum wachsender Kundenzahlen: Zwar gibt Amazon keine Informationen zur Zahl der Prime-Abonnenten preis, RBC Capital geht jedoch von 50 Millionen Kunden weltweit aus, von denen etwa die Hälfte den enthaltenen Videodienst nutzt. Etwa 25 Millionen Nutzer stehen somit den 33 Millionen Abonnenten von Netflix entgegen. Eine Studie von Sandvine beziffert das Wachstum anhand des Datenverkehrs: Während Netflix in den Abendstunden 34,9 Prozent des nordamerikanischen Downstreams verursacht, konnte Amazon Instant Video diesen innerhalb von 18 Monaten auf 2,6 Prozent verdoppeln. Ein nicht ganz unwesentlicher Grund für dieses Wachstum liegt im erstmaligen Angebot einiger populärer HBO-Serien für nicht-HBO-Abonnenten.