Marktforschung : Der PC-Markt ist so schwach wie zuletzt 2007

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Marktforschung: Der PC-Markt ist so schwach wie zuletzt 2007
Bild: reynermedia (CC BY 2.0)

Nachdem bereits das vierte Quartal 2015 für den PC-Markt schlecht aussah, sind laut den Analysten von Gartner auch im ersten Quartal 2016 Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Über alle Hersteller gemittelt sind 9,6 Prozent weniger Computer und Notebooks abgesetzt worden, so Gartner.

Von den größten fünf PC-Herstellern können lediglich Apple und Asus einen Anstieg der Verkaufszahlen verzeichnen. Mit 1,0 respektive 1,5 Prozent fällt dieser aber in beiden Fällen marginal aus. Bei den fünf größten Herstellern hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur eine Position verändert: Apple belegt nun statt Acer den fünften Platz.

Die kleinen Hersteller verlieren

Die fünf größten Hersteller haben im Vergleich zum Vorjahr alle geringere Einbußen zu verzeichnen als der gesamte Markt. Vor allem die kleineren Hersteller, die unter der Kategorie „Sonstige“ zusammengefasst sind, haben mit –18,4 Prozent zum Vorjahr einen starken Rückgang des Absatzes zu verzeichnen.

Anbieter Absatz Q1 2016 Marktanteil Q1 2016 Absatz Q1 2015 Marktanteil Q1 2015 Änderung Absatz
Lenovo 12.484 19,3% 13.458 18,8% -7,2%
HP 11.408 17,6% 12.537 17,5% -9,0%
Dell 9.145 14,1% 9.182 12,8% -0,4%
Asus 5.365 8,3% 5.288 7,4% 1,5%
Apple 4.611 7,1% 4.563 6,4% 1,0%
Sonstige 21.764 33,6% 26.657 37,2% -18,4%
Gesamt 64.776 100,0% 71.687 100,0% -9,6%
Quelle: Gartner, Absatz in Tausend

Der PC-Markt schrumpft kontinuierlich

In den letzten sechs Quartalen sind die Absatzzahlen des PC-Markts stetig geschrumpft. Mit insgesamt 64,7 Millionen verkauften Computern seien die Verkaufszahlen so niedrig wie zuletzt 2007, so Gartner. Den Grund für das schwache erste Quartal 2016 sehen die Analysten in der Wertminderung lokaler Währungen gegenüber dem US-Dollar. Zudem sorge der niedrige Ölpreis dafür, dass Märkte wie Russland und Lateinamerika, wo 32,4 Prozent weniger Computer als im Vorjahr verkauften wurden, schwächeln.

Im globalen Vergleich schneidet die Region Asien / Pazifik mit einem Rückgang von 5,1 Prozent bei insgesamt 23,3 Millionen abgesetzten Computern am besten ab. Danach folgen die Vereinigten Staaten mit 13,1 Millionen verkauften Rechnern; im Vergleich zum Vorjahr 6,6 Prozent weniger. Der EMEA-Wirtschaftsraum (Europa, Naher Osten und Afrika) kommt auf 19,5 Millionen Einheiten bei einer Rückentwicklung von 10 Prozent. Der deutsche Markt ist dabei laut Gartner stabil.