E-Book-Markt : Der Umsatz geht trotz steigender Stückzahl weiter zurück

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E-Book-Markt: Der Umsatz geht trotz steigender Stückzahl weiter zurück

Bücherfreunde greifen wieder stärker zum digitalen Lesestoff, was den Verlagen nach einem guten ersten Quartal auch einen steigenden Absatz für das erste Halbjahr 2016 beschert. Grund dafür sind die sinkenden Preise für E-Books, die bei den Verlagshäusern wiederum für sinkende Umsatzzahlen sorgen.

So gibt der Börsenverein des Buchhandels im Kooperation mit GfK Entertainment in seiner aktuellen Erhebung an, dass in den ersten sechs Monaten dieses Jahres am Publikumsmarkt (Schul- und Fachbücher nicht mit eingerechnet) gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2,7 Prozent mehr digitale Bücher abgesetzt werden konnten. Dabei blieb die Zahl der E-Book-Käufer mit rund 2,9 Millionen relativ konstant, die Zahl der durchschnittlich gekauften E-Books stieg dagegen um 2,5 Prozent auf 4,9 Titel pro Leser.

Die Akzeptanz von digitalen Büchern am deutschen Buchmarkt blieb mit einem Anteil von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr ebenfalls unverändert. Wie das Börsenblatt meldet, griffen dabei die Leser mit 83 Prozent vornehmlich zu Titeln aus dem Bereich Belletristik.

Fallender Umsatz und steigender Absatz bei den E-Books im ersten Halbjahr 2016
Fallender Umsatz und steigender Absatz bei den E-Books im ersten Halbjahr 2016 (Bild: Börsenverein des deutschen Buchhandels, CC BY-SA 4.0)

Gleichzeitig sank jedoch der Umsatz aufgrund sinkender Buchpreise im digitalen Bereich gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent, im Quartalsvergleich (April bis Juni) mussten die Verlagshäuser sogar einen Rückgang von 3,4 Prozent verkraften. Der gesamte Umsatz von E-Books am Publikumsmarkt betrug in Zeitraum von Januar bis Juni 2016 5,4 Prozent, was einen Rückgang um 0,2 Prozentpunkte gegenüber 2015 bedeutet.

Informationen zur Erhebung

Für die Hochrechnungen der E-Book-Absätze und -Umsätze der GfK Consumer Panel Media Scope Buch im Auftrag des Börsenverein des Deutschen Buchhandels wurden insgesamt 25.000 Personen ab zehn Jahren befragt. Die Umfrage ist repräsentativ.