Netflix: Verbesserte Klangkulisse durch Dolby Atmos

Jan Lehmann 93 Kommentare
Netflix: Verbesserte Klangkulisse durch Dolby Atmos
Bild: Netflix

Neben der Optimierung des Bildmaterials in Form von 4K-Auflösungen und HDR will Netflix künftig auch die Klangkulisse verbessern und setzt hierfür auf Dolby Atmos. Zum Start hält das Streaming-Portal fünf Eigenproduktionen mit Dolby Atmos vor. Unter anderem der 90 Millionen Dollar teure Action-Film Bright mit Will Smith.

Bot Netflix bislang lediglich Dolby Digital Plus, soll die neue Klangtechnik künftig zunehmend bereitgestellt werden. Den Anfang machen fünf Netflix-Eigenproduktionen.

  • Okja, Actionkomödie, ab 28. Juni 2017
  • Blame!, Sci-Fi-Anime, ab 28. Juni 2017
  • Death Note, Horrorfilm, ab 25. August 2017
  • Bright, Action-Sci-Fi, ab Dezember 2017
  • Wheelman, Actionkrimi, ab 2017

Zunächst nur für Xbox One und LG OLED TV

Zum Start wird die neue Tontechnik lediglich für Xbox One und Xbox One S verfügbar sein. Jene müssen zudem an einem Dolby Atmos fähigen Heimkinosystem oder Fernseher angeschlossen sein. Ebenfalls unterstützt werden LG OLED-Fernseher, da diese bereits einen entsprechenden Sound-Chip verbaut haben. Weitere Geräte werden in Zukunft folgen. Um Dolby Atmos nutzen zu können, muss der Nutzer zudem über ein Ultra-HD-Abo von Netflix verfügen. Weitere Hilfestellungen, beispielsweise zur Konfiguration der Xbox One, nennt Netflix in einem gesonderten Blog-Eintrag.

Dolby Atmos als neuer Klangstandard

Neu ist Dolby Atmos nicht. Die proprietäre Surround-Technik stammt aus dem Jahr 2012. Zunächst lediglich in Kinosälen angewandt, fand Atmos in den Jahren 2013 und 2014 den Weg in die heimischen Wohnzimmer. Neben einer verbesserten Audio-Qualität und vereinfachten Feinabstimmung der Klangfarben, zeichnet Dolby Atmos vor allem die Einführung der Klangquellen von oben, das heißt von der Decke kommend, aus. Zudem kann Atmos theoretisch eine unbegrenzte Anzahl von Tonspuren verwenden, die aktuelle Generation von Atmos unterstützt bis zu 128 einzelne Tonspuren und bis zu 64 separate Ausgangssignale.