QNAP TS-1635AX: 16-Bay-NAS mit ARM-SoC, 10 GbE, PCIe und M.2

Frank Hüber 30 Kommentare
QNAP TS-1635AX: 16-Bay-NAS mit ARM-SoC, 10 GbE, PCIe und M.2
Bild: QNAP

Mit der TS-1635AX hat QNAP den Nachfolger des Enterprise-Modells TS-1635 vorgestellt. Das NAS-System verfügt über insgesamt 16 Laufwerksschächte – zwölf für 3,5 Zoll und vier für 2,5 Zoll –, einen Marvell Armada 8040 SoC, zwei 10-Gigabit-Ports und zwei M.2-SATA-SSD-Steckplätze.

Beim Marvell Armada 8040 handelt es sich um einen 64-Bit-Quad-Core-Prozessor der ARMv8-Architektur mit vier Cortex-A72-Kernen und einem Takt von 1,60 GHz. Der Vorgänger, die TS-1635 setzte noch auf einen 32-Bit-ARM-Prozessor, den Annapurna Labs AL-514 mit ebenfalls vier Kernen und 1, 70 GHz Taktfrequenz, allerdings handelt es sich beim AL-514 um Cortex-A15-Kerne. 10 GbE wird in Form von zwei 10-GbE-SFP+-Ports unterstützt, zusätzlich bietet das NAS aber auch zwei herkömmliche Gigabit-LAN-Anschlüsse. Bei den M.2-Steckplätzen können SSDs im 2280-Formfaktor eingesetzt werden. Nutzer können die Funktionalität der TS-1635AX darüber hinaus durch die Installation von zwei PCIe-3.0-Steckkarten (1× PCIe 3.0 x2, 1× PCIe 3.0 x1) erweitern. Kompatible PCIe-Karten sind der WLAN-Adapter QWA-AC2600, der M.2-SSD/10GbE-Adapter QM2 und der USB-3.1-Gen2-Adapter für 10 Gigabit/s.

Linux-Virtualisierung nach Update

QNAP sieht die TS-1635AX insbesondere als ideales System für Unternehmen und Organisationen, da sie mit „Snapshots, Qtier und Virtualisierung bei gleichzeitiger Datensicherheit und viele Erweiterungsmöglichkeiten wichtige Geschäftsanforderungen erfüllt“. Die TS-1635AX unterstützt QNAPs proprietäres Qtier 2.0 für automatische Tiered Storage zur Optimierung der Speicherleistung und -auslastung und verfügt über einen Cache-ähnlichen Mechanismus in Volumes und LUNs. Das NAS unterstützt auch virtuelle Maschinen mit containerisierter Virtualisierung wie LXC, Docker und Linux-Befehlszeilenschnittstelle (CLI). Für die Unterstützung der Linux-Virtualisierung wird allerdings ein Software-Update benötigt, dessen genaue Verfügbarkeit QNAP noch nicht bekannt gegeben hat.

RAM erweiterbar auf bis zu 16 Gigabyte

Die TS-1635AX wird in zwei Varianten mit vier und acht Gigabyte Arbeitsspeicher erhältlich sein. Der RAM ist allerdings auf 16 Gigabyte erweiterbar (1× Long-DIMM-Formfaktor). Darüber hinaus bietet das NAS-System drei USB-3.1-Gen-1-Ports mit 5 Gigabit, von denen einer an der Vorderseite platziert ist. Das Netzteil ist mit 250 Watt deklariert.

Die TS-1635AX ist ab sofort für 1.149 Euro in der 4 GB-Variante und 1.249 Euro in der 8 GB-Variante jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer erhältlich, was zu Endkunden-Preisen von rund 1.370 und 1.490 Euro führt.

QNAP TS-1635AX QNAP TS-1635AX (8 GB)
SoC: Marvell Armada 8040
ARMv8
1,60 GHz, 4 Kern(e), 4 Thread(s)
RAM: 4.096 MB 8.192 MB
Festplatteneinschübe: 16
S-ATA-Standard: I/II/III
HDD-Format: 2,5" & 3,5"
RAID-Level: Einzellaufwerk, JBOD, RAID 0, RAID 1
RAID 5, RAID 5 + Hot Spare, RAID 6, RAID 10
I/O-Ports: 4 × LAN
3 × USB 3.0
Audio-Ausgang, PCIe-Slot
Wake on LAN: Ja
Verschlüsselung: AES-256 (ordner- und laufwerksbasiert)
Lüfter: 3 × 92 × 92 × 25 mm
(nicht entkoppelt)
Netzteil: 250 Watt (intern)
Maße (H×B×T): 303,8 × 369,9 × 319,8 mm
Leergewicht: 12,06 kg
Preis: ab 1.288 € ab 1.400 €