Wochenrück- und Ausblick: Eine tolle CPU trifft auf ein tolles Spiel mit vielen Bugs

Wolfgang Andermahr 50 Kommentare
Wochenrück- und Ausblick: Eine tolle CPU trifft auf ein tolles Spiel mit vielen Bugs
Bild: AMD

Wenig verwunderlich war AMDs Consumer-Flaggschiff Ryzen 9 3950X (Test) das Highlight der Woche. Und der 16-Kern-Prozessor von AMD zeigt sich von seiner besten Seite, denn dieser hat schlicht keine Schwächen, dafür aber viele Stärken. Die CPU ist mit 820 Euro zwar nicht günstig, der Preis ist aber angemessen.

Wie zu erwarten war schlägt sich der Ryzen 9 3950X vor allem in den Anwendungs-Benchmarks sehr gut. Das neue Flaggschiff ist um 24 Prozent schneller als der Ryzen 9 3900X und damit gar acht Prozent zügiger unterwegs als der Ryzen Threadripper 2970WX, der acht Kerne mehr hat. Und auch Intels Core i9-9980XE wird um 25 Prozent geschlagen, obwohl dieser 18 Kerne hat. Auch in Spielen macht der Prozessor eine gute Figur und ist gleich flott unterwegs wie die restlichen Ryzen-3000-CPUs.

Ryzen 3000: 6 CPUs, 4 Awards

Auch abseits der Performance macht der Ryzen 9 3950X alles richtig. Die Temperaturentwicklung geht in Ordnung, die Leistungsaufnahme ist erstaunlich niedrig. Denn diese ist nicht höher als beim Ryzen 9 3900X. Die Effizienz ist beeindruckend und auch etwas Übertaktungspotenzial ist noch drin. Der Ryzen 9 3950X hat wie auch schon der Ryzen 5 3600, Ryzen 7 3700X und der Ryzen 9 3900X die ComputerBase-Empfehlung erhalten.

Red Dead Redemption ist wunderschön und nervend zugleich

Auch der Technik-Test zur PC-Version von Red Dead Redemption 2 ist auf viel Interesse gestoßen. Während das Spiel zweifelsohne sehr gut ist und teils wunderschöne Bilder auf den Monitor zaubert, hat die PC-Version aber noch mit zahlreichen, teils schwerwiegenden Bugs zu kämpfen. Das ging so weit, dass an den ersten Tagen das Spiel bei vielen gar nicht erst starten wollte. Die Situation hat sich mittlerweile gebessert, ist aber noch lange nicht gut. Rockstar ist sich aber der Fehler bewusst und hat bereits entsprechende Updates in Aussicht gestellt.

Windows 10 wird offiziell zur Version 1909

Microsoft hat das November-2019-Update für Windows 10 freigegeben. Die entsprechende Nachricht hat es auf den ersten Platz der Meldungen diese Woche geschafft. Windows 10 „19H2“ ist dieses Mal kein primäres Feature-Update geworden, sondern soll in erster Linie Fehler beseitigen. Wer sein Betriebssystem aktualisieren möchte und von Windows 10 1903 kommt, kann mit einer deutlich kürzeren Installationszeit als bisher rechnen. Wer dagegen noch eine ältere Windows-Version nutzt, muss wieder einige Zeit für das Update auf Windows 10 1909 einrechnen.

Auf den zweiten Platz hat es Epic Games geschafft, die das Unternehmen Quixel aufgekauft haben und so die hauseigene Unreal Engine einen Schritt näher in Richtung Fotorealismus bringen möchten. Quixel hat sich auf Photogrammetry-Assets spezialisiert, die durch Scans in der echten Welt optisch realistische Objekte ins Spiel bringen sollen. Die Palette der so genannten „Megascans“ steht künftig über die Unreal Engine frei zur Verfügung. Scans von Quixel wurden bis jetzt sowohl bei der Erstellung prominenter Spiele als auch Filme verwendet.

Star Wars Jedi: Fallen Order ist da

Im Laufe der nächsten Woche wird es auf ComputerBase einen Technik-Test zur PC-Version von Star Wars Jedi: Fallen Order geben. Das Spiel erzielt aktuell gute Kritiken in der Fachpresse. Doch ob das auch für die Technik gilt, wird sich erst in den kommenden Tagen klären.

Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag!