Wie geplant: AMD Ryzen 4000 „Vermeer“ kommt Ende des Jahres

Volker Rißka
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Wie geplant: AMD Ryzen 4000 „Vermeer“ kommt Ende des Jahres
Bild: AMD

Kurz vor Ostern schießen noch einmal Gerüchte zu AMD Ryzen 4000 „Vermeer“ ins Kraut, die auf den zweiten Blick aber lediglich bereits Bekanntes weiter untermauern. Denn dass AMDs neue Desktop-Prozessoren auf Basis von Zen 3 vermutlich im Herbst auf den Markt kommen, hat sogar AMD schon bestätigt und ist keinesfalls neu.

Tom's Hardware US schreibt mit Verweis auf DigiTimes, dass sich AMD aufgrund der verschobenen Computex von Ende Mai/Anfang Juni auf Ende September ebenfalls zu einem späteren Start von Zen 3 entschlossen hat. Nach ComputerBase-Informationen ist das aber nicht korrekt, die Computex war nie als Startplattform gedacht, höchstens für erste Informationen – also ähnlich wie die CES im Januar 2019, als Matisse zwar gezeigt, als finales Produkt aber erst im Juli 2019 folgte.

Zen 3 sollte schon immer Ende 2020 kommen

Dass „Vermeer“ aber rund um die neu angesetzte Computex 2020 erscheinen könnte, ist folglich eher ein Zufall. Denn den Herbst respektive Ende 2020 nannte AMD bereits im ComputerBase-Interview mit CEO Lisa Su zur CES 2020. Zum Financial Analyst Day im März präzisierte der Hersteller den Termin und erklärte: „AMD plans to introduce the first processors based on its next-generation “Zen 3” core in late 2020.“

Erwartet wird von der CPU-Generation Zen 3 ein ähnlicher Schritt wie zuletzt, IPC-Steigerungen von 10 bis 15 Prozent gepaart mit leichten Taktsteigerungen durch eine optimierte 7-nm-Fertigung bei TSMC.

Präsentation vielleicht nur online

Solch große und wichtige Produktvorstellungen für einen Hersteller werden am Ende aber ohnehin nicht mehr auf Messen abgehalten, sondern auf separaten Events und Terminen, bei denen der Fokus exklusiv auf dem Produkt liegt, damit dieses nicht im Messetrubel untergeht. Inwiefern solche in den kommenden Monaten möglich werden, wird das Coronavirus entscheiden. Bis dahin planen die Hersteller ohne Messen und Events, sondern mit Skype, Webex, Zoom & Co.