DLSS5 verleiht (in den meisten Beispielen, die im Artikel per Videos angeführt werden) sicherlich mehr Tiefe/Struktur in den Gesichtern/Gesichtszügen, aber dagegen steht, dass das nur noch wenig mit dem ursprünglichen Artwork zu tun hat und dieses u.U. verändert (inwieweit man das als Aufwertung begreift, ist sicherlich Ansichtsache, die gezeigte Echse im Zorah Videobeispiel gewinnt m.E. nicht wirklich an Qualität durch den Einsatz von DLSS5, nur das strukturiertere, aufgehellte Erscheinungsbild hat sich etwas verändert).
Nur was ist, wenn man diese auffällige Struktur oder Überbelichtung (siehe auch
Assassin's Creed: Shadows im Digital Foundry Video zu dieser Thematik) eben in einem Spiele nicht beabsichtigt und DLSS5 fügt sie KI-generiert künstlich (entgegen der Intention der Entwickler) hinzu? Kann das dann ggf. grafisch auch (mehr) gegenteilige Artefakte verursachen?
Da gilt es also abzuwägen, ob man per DLSS5 durch mehr Detailtiefe/Struktur dazugewinnt oder eben durch verfälschte Darstellung im Spiel an Authentizität verliert.
Die Frage ist auch, wie durchoptimiert/perfektioniert man Gaming in Zukunft haben möchte, wenn am Ende das Spielerlebnis zu einem Großteil nur noch KI-generiert wird und sich irgendwann die Frage stellt, ob man noch selber spielt oder die KI (vortäuschend) für einen das lenken/kontrollieren/spielen des Spiels auch übernimmt (was m.E. schon unheimliche Züge annehmen würde).
Für mich hätte das dann eigentlich nur in Hogwart's Legacy eine Auswirkung (da ich keines der anderen gelisteten Beispiele besitze), falls ich das irgendwann dann auf meinem Laptop spielen sollte, obwohl ich befürchte, dass das auch rückwirkend noch viele andere ältere Titel betreffen wird (die damit "aufgewertet" sollen), ähnlich wie zuvor bei RTX Mods (wie z.B. bei
Minecraft,
Quake 2 oder
Need For Speed: Underground 2 als Beispiele).