Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Rio Tinto ist wirklich ganz gut gelaufen habe ich im letzten 3/4 Jahr 45% gemacht, wenn der Kurs mal wieder unter 50€ sackt kaufe ich wieder was nach, habe sie nur gekauft wegen Dividenden und um in dem Sektor auch Position zu beziehen.

Glencore hat in dem Jahr auch gut performt, die hatte ich aber letztes Jahr ehrlich gesagt noch nicht auf dem Schirm, erst als diese Übernahme Meldungen kamen.

Und mit Novo bin ich auch noch nicht fertig, stocke ich vielleicht auch noch ein wenig auf diesen Monat solange die nicht wieder wegläuft, bin letzten Monat rein habe das Tief zwar nicht ganz erwischt aber da denke ich dann langfristig, ich erwarte moderates Wachstum und die jetzige Dividendenrendite liegt bei 4,75%. Die Aktie wird wieder anspringen, vielleicht kein Turbo aber das wird schon. Mit Pharma habe ich durch GSK und Pfizer schon gelernt was Geduld heißt. Bei AbbVie hatte ich dann den richtigen Riecher die halte ich seit Januar 2021 und die hat mit 136% ganz gut performt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Strahltriebwerk
IMG_7101.png
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Strahltriebwerk und BridaX
Wenn es nur Technologien gäbe, um sich von fossilen und zentralen Energieträgern abzunabeln 🥸

Irgendwann (das mag noch nicht heute sein) kann man nur noch mit den Schultern zucken, wenn aus Krisen immer und immer wieder nicht gelernt wird...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Hypocrisy, Strahltriebwerk und Kazuja
Aber die Dunkelflaute!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Strahltriebwerk und Kazuja
ETF-Sparplan vs. Einmalanlage: Wie große Geldsummen investieren?

Eine der immer wieder auftretenden Fragen.

In dem heutigen Video widmen wir uns der Frage, auf welche Arten man sinnvollerweise einen größeren Geldbetrag in den Aktien-ETF investieren könnte. Insbesondere schauen wir uns dazu drei Strategien im Hinblick auf Rendite, Risiko und Psychologie an: a) Sofortiges Investment b) Schrittweises Investieren c) Regelbasierte Investition gemäß Trendfilter

Für Eilige: das Fazit.

Für noch Eiligere:

Hauptfazit (typisch für solche Videos 2025/2026): Lump-Sum schlägt in den meisten Fällen langfristig den Sparplan – aber viele Menschen fühlen sich mit gestaffeltem Einstieg wohler.

Grüße Kazuja
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Hypocrisy und Strahltriebwerk
Geht nich ums Wohlfühlen - wir sind hier nicht im Büro.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: xpower ashx
Time in the market halt. Wenn ich gleich ne große Summe investiere und die stehen lasse dann ist das logischerweise besser als Häppchenweise zu investieren, um am Ende auf die gleiche investierte Summe zu kommen, nur das ein großer Teil viel weniger Zeit zu wachsen hatte. Außer ich investiere kurz vor einem Crash alles und der Crash braucht Jahrzehnte um wieder aufgeholt zu werden. Das ist dann blöd gelaufen, da wäre man mit dem Sparplan besser bedient worden weil man den Bärenmarkt zu seinem Vorteil nutzen kann. Noch besser natürlich dann alles im Tiefpunkt zu investieren, aber da wären wir wieder beim market timing.

Abgesehen davon kann man keine großen Summen direkt investieren, wenn man diese nicht hat. Den Sparplan macht man ja gerade, weil man diesen aus seinem monatlichen Einkommen bedient. Somit stellt sich die Frage in der Regel gar nicht erst.

Wenn ich erben würde dann würde ich natürlich einen großen Anteil direkt investieren. Leider ist da in meiner Familie absolut nichts zu holen, da kann ich eher froh sein wenn ich nicht die Beerdigungskosten aus eigener Tasche tragen muss.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Strahltriebwerk und Hypocrisy
Jo abstrampeln ist angesagt. Kenne ich auch nur so. Und wenn ich überlege, dass ich für die Pflege meiner Eltern ablatzen werden darf, wenn ich nicht grad selbst nen fetten Kredit abzahlen muss, dann muss ich definitiv ne Bude kaufen. Ist vieles hart ungerecht, auch wenn´s sich vlt nicht so anhört.^^
Zumal meine Eltern resistent sind und selbst immer alles besser wissen, was so Schenkungen etc. angeht. Die glauben Sie fallen einfach tot um und alles ist erledigt. Die wollen nicht glauben, dass sie ihr Haus versilbern müssen und danach ich dran bin mit zahlen für ihre Pflege. Altersheim/Pflegeheim kost locker 5k im Monat....heftig alles.

Da versteh ich schon, dass die Leute Angst haben, das hart ersparte Sümmchen einmalig zu investieren.... Aber wie du sagst - die meisten Leuten haben maximal die monatliche Summe zum investieren. Und wenn man fleißig hodlt, dann definitiv alles auf einmal reindrücken.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kazuja
Hypocrisy schrieb:
Die glauben Sie fallen einfach tot um und alles ist erledigt. Die wollen nicht glauben, dass sie ihr Haus versilbern müssen und danach ich dran bin mit zahlen für ihre Pflege. Altersheim/Pflegeheim kost locker 5k im Monat....heftig alles.
Jup, auch bei uns. Beide Omas waren am Ende übrig. Die eine war in einem kaputten Körper gefangen, geistig aber noch fit, und die andere hat über die letzten Jahre eine Demenz entwickelt, bei gesunden Körper. Beide sind ins Pflegeheim gekommen. Deren Vermögen wurde liquidiert und für die Pflege als Sicherheit hinterlegt. Da ist- und wird nichts übrig bleiben.

Wenn man seinen Lieben etwas hinterlassen möchte: Früh drum kümmern und womöglich eine Pflegeversicherung abschließen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: xpower ashx, Hypocrisy und Kazuja
Marcel55 schrieb:
Außer ich investiere kurz vor einem Crash alles und der Crash braucht Jahrzehnte um wieder aufgeholt zu werden.
Dafür braucht es keine Jahrzehnte sondern nur meinen Blick auf meine Umschichtung von aktiven Fonds in ETFs Ende 2021. Der Kaufkurs war nach 2 Jahren wieder erreicht. Streckung des Betrages über 6 Moante hätte mehr Auswand, dafür aber auch ca. 10% mehr Gesamtrendite gebracht. Waren aber auch nur gut 35% des bis heute in ETFs investieren Geldes.

Marcel55 schrieb:
Wenn ich erben würde dann würde ich natürlich einen großen Anteil direkt investieren.
Keine Ahnung, wie ich die aktuell investieren würde. Bei nur noch 7 Jahren bis zum Entnahmebeginn kann man sich schon überlegen, ob sich das noch lohnt oder ob ich das Geld nicht zum Ausgleich eines potentiellen Kursrückgangs nutze und mir dafür das Umschichten früh genug vor Entnahmebeginn schenke.

BridaX schrieb:
Beide sind ins Pflegeheim gekommen. Deren Vermögen wurde liquidiert und für die Pflege als Sicherheit hinterlegt.
Meine Eltern waren so unsagbar "dämlich", schon 1999 eine pflege-Zusatzversicherung abzuschließen. Das ist halt wie für viele bei der BU. Im Zweifel zahlt man jahrzehnte und bekommt am Ende nichts.

Ich werde meine zwangs Zusatz-PV mit Austritt aus dem Arbeitsleben nicht weiterführen (vorher konnte ich das wegen dem Tarifvertrag nicht verhindern). Für mich als Single ist das Geldverschwendung. Ich spare nicht für andere sondern für mich, und muss ich länger ins Heim, dann geht halt die Immobilie dafür drauf. Diese brauche ich in dem Fall sowieso nicht mehr. Die Frage ist eher, ob ich eine Heimplatz bekomme und nicht, ob ich den finanzieren kann.

Hypocrisy schrieb:
Die wollen nicht glauben, dass sie ihr Haus versilbern müssen und danach ich dran bin mit zahlen für ihre Pflege. Altersheim/Pflegeheim kost locker 5k im Monat
Wenn sie beide im Heim landen, ist das ja noch nahezu egel (sie haben für sich und nicht für die lachenden Erben gespart). In dem Fall würde ich ihnen eher vorrechnen was passiert, wenn nur einer ins Heim muss. Und wenn Du zahlen musst, hast Du zumindest aktuell ein recht gutes Einkommen.

Falls sie nicht nur eine Minirente haben, dann nicht vergessen, spätestens bei Heimunterbringung eine Steuererklärung zu machen. Ich war in den erstern Jahren erstaunt, wieviel von den Heimkosten man als Sonderausgaben absetzen kann.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Hypocrisy
Mit dem Freibetrag für die Pflegekosten der Eltern wird es halt so laufen, dass dieser über Jahrzehnte nicht angepasst wird, bis irgendwann quasi jeder zahlen darf. Freibeträge indexieren kann man ja nicht machen, das wäre ja viel zu kompliziert. Lieber bei jeder Erhöhung, wie bspw. des Grundfreibetrags sich feiern lassen.
Wer Ironie findet darf diese behalten, ganz umsonst sogar.
 
Meine Eltern und ich haben denselben Steuerberater - ich habe den schon mehrfach gebeten meiner Mutter (meinem Dad ist alles egal) bitte mal klar zu sagen, dass sie schon längst hätte klare Verhältnisse schaffen sollen. Mein Bruder wohnt bei denen im Haus und wird sich hoffentlich später auch um sie kümmern - der ist einfach näher dran; ich bin natürlich nicht außen vor, aber soll er mal - er lebt jahrzehnte lang sehr günstig dort - ist halt seine Entscheidung bei den Eltern zu wohnen....
PflegezusatzV haben sie glaub ich beide nicht; jegliche Geldthemen gehen mich nichts an. Meine Mutter ist überwiegend Hausfrau gewesen und Vaddern hat ordentlich verdient. Rente reicht glaub ich ganz gut um das Haus usw am laufen zu halten; die leben sparsam; fahren nie weg.....auch so ne Sache die ich nicht verstehe.
Aber sie ist halt stur und schiebt es solange hinaus, bis der Staat schön abgreifen kann. Das ist so unglaublich blöd. Meine Freundin ist Ergotherapeutin und oft im Heim - die kennt die Kosten und Schicksale und hat das auch schon blumig erklärt....aber bisher kam keine Reaktion auf die Ansätze sich doch bitte wenigstens einmal hinzusetzen und das mit nem Fachmann zu besprechen.
Ich sage da nichts mehr - bin dann immer der Schuldige, der ihnen was wegnehmen will OMG es ist eigentlich ein Post für Reddit>Luftablassen :)

Also kümmer ich mich um mich selbst und schaue, dass ich für später nicht mit nem Erbe oder so rechne.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: milliardo, Strahltriebwerk, florian. und 2 andere
Hypocrisy schrieb:
Also kümmer ich mich um mich selbst und schaue, dass ich für später nicht mit nem Erbe oder so rechne.
Kommt mir alles bekannt vor. Hab meinen Frieden gemacht mit meinen Eltern und seitdem läuft es besser 👍

Klopfer: Nach 20 Jahren, die ich jetzt schon an der Börse anlege. Kommt meine Mutti und sagt: Ich habe 1000 € gespart, die gebe ich dir, die kannst du mit anlegen. 🥰 wusste nicht, ob ich weinen oder lachen soll. Habe ihr dann mein Depot gezeigt.
Seitdem bin ich Muttis Bester. :D
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Strahltriebwerk, Hypocrisy, xpower ashx und 3 andere
Das wird bei uns auch Spannend.
Sehr viele Geschwister und bei keinem passt das riesige Elternhaus so recht in die Lebensplanung.
Eine riesige Erbengemeinschaft kann nur gut werden.

Für mich hab ich das Thema Erbe abgehakt. Meine Eltern sind mir kein Geld schuldig.
Wer sich im Alter um die Eltern kümmert, hat jedes Recht, das Haus zu bekommen.
Schade wäre nur, wenn man das Elternhaus nicht halten könnte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Hypocrisy, Lurandil und Kazuja
Hypocrisy schrieb:
(....)
Zumal meine Eltern resistent sind und selbst immer alles besser wissen, was so Schenkungen etc. angeht. Die glauben Sie fallen einfach tot um und alles ist erledigt. Die wollen nicht glauben, dass sie ihr Haus versilbern müssen und danach ich dran bin mit zahlen für ihre Pflege (...)

Das musst du afaik aber nur, wenn dein Einkommen >100.000 € ist. Und es zählt nur dein Einkommen. Das Einkommen vom Partner wird da nicht hinzugerechnet.

Und es ist schon irgendwie richtig, dass erst das eigene Vermögen der Eltern für deren Versorgung verzehrt wird. Sonst tragen alle anderen die Kosten gemeinsam, damit "du" etwas zu erben hast.

Aber das ist eine andere komplexe Diskussion. Ohne in Thema zu sein, erscheinen mir Heimkosten einerseits extrem teuer, andererseits liest man immer mal wieder, dass Heimbetreiber tatsächlich insolvent gehen.

Aber die Lösung mit deinem Bruder scheint doch ganz gut zu sein. Sie helfen sich gegenseitig: jetzt kann er günstig wohnen und später hilft er euren Eltern, wenn sie Hilfe brauchen. Und für dich ist das insofern auch gut, dass deine Eltern in guter Gesellschaft sind und vermutlich erst vergleichsweise später (wenn überhaupt) ins Heim "müssen", als wenn sie keine familiäre Hilfe vor Ort hätten. Es wird also über einen kürzeren Zeitraum der Vermögensverzehr für Alterskosten stattfinden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: milliardo, Hypocrisy und Kazuja
act_ schrieb:
Aber die Lösung mit deinem Bruder scheint doch ganz gut zu sein.

Das ist solang für alle eine gute Lösung, bis es mal ans Verteilen des Erbes geht.
Habe das im Familienumfeld und Bekanntenumfeld schon erlebt. Kind A wohnt auf dem elterlichen Hof, kümmert sich um alles, Kind B ist z.B. weiter weg gezogen, hat Haus gebaut/Wohnung gekauft und kommt halt 1x im Monat oder so zu Besuch.
Als es dann zum Erbfall kam (und im einen Fall hatten die Eltern einfach nichts regeln wollen) kam das Thema auf, wie nun das verbleibende Vermögen (Immobilie, Barvermögen) geteilt wird. Da wollte im einen Fall Kind B nun garnichts davon wissen, dass Kind A jahrelang die eltern gepflegt und versorgt hat. Kind B hat trotzdem darauf bestanden, das alles 50/50 geteilt wird. Er hat vorgeschlagen, dass er das Barvermögen erhält und Kind A noch den fehlenden Restwert zum GESCHÄTZEN Wert der Immobilie auszahlt und Kind A eben das Haus erhält. Für mich ziemlich unfair, das ganze ging dann auch vors Gericht und Kind B hat noch Recht bekommen. Letzten endes wurde das Haus verkauft, da Kind A nicht die Mittel hatte Kind B auszuzahlen. Die Familienverhältnisse waren danach wohl etwas "angespannt".
Was ich daraus für mich mitnehme: Wenn ich meine Eltern mal pflegen soll. bestehe ich vorab darauf, dass das im Testament so berücksichtigt wird oder vorhandene Vermögensmasse direkt überschrieben wird. Wenn man sich da nicht einig wird, dürfen meine Eltern selbst schauen, wer sie pflegt. Mein Bruder wohnt weit weg, scheidet damit automatisch für Pflegehilfe aus.
Bei uns wird das mittelfristig auch noch ein Thema werden. Bei meinen Schwiegerleuten sind einige Eigentumswohnungen vorhanden - beide gehen stark aufs Rentenalter zu. Natürlich dienen die Wohnungen auch als Altersabsicherung, da beide die meiste Zeit ihres Berufslebens selbstständig waren.
Nichts desto trotz sollten sie im Hinblick auf die Erbschaftssteuern langsam anfangen, die Sachen weiterzugeben (Nutzen und Lasten können ja bei ihnen bleiben) - aber auch da haben wir schon etliche Gespräche geführt, ohne wirkliches Ergebnis. Ich habe das Gefühl, sich mit dem eigenen Vererben zu beschäftigen heißt, sich mit dem eigenen Tod zu beschäftigen. Und das wollen viele einfach überhaupt nicht machen. (Ich pers. habe, seit ich Kinder habe, ein fertiges Testament sowie eine Patientenverfügung machen lassen damit alles geklärt ist - ich bin aber immer wieder überrascht, dass das in meinem Alter und Situation so gut wie niemand hat - Ohne Testament würden meine Frau und die Kinder dann eine Erbengemeinschaft bilden (da unser Haus aktuell nur auf mich läuft)).
Sollte die SPD dazu noch ihre Pläne mit den Lebensfreibetrag umsetzen, wird das ohnehin nichts mehr und man muss etwas vom Bestand verkaufen um die Steuer bezahlen zu können.

Was mir der Staat mit seinen Vorgaben immer wieder deutlich macht: Sparen lohnt sich eigentlich nicht - am Besten einfach alles verleben und am Ende vom Staat leben. Geschweige denn, dass sich Familien etwas über Generationen hinweg aufbauen könnten. Außer man ist Superreich. Dann ist alles möglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Hypocrisy
Khaotik schrieb:
Geschweige denn, dass sich Familien etwas über Generationen hinweg aufbauen könnten.
Das geht schon, aber dazu muss die vererbende Generation eben mitspielen. Und wenn sie das, wie in deinem Beispiel, nicht will, dann... Vielleicht solltest Du das Thema auch entsprechend drehen: nicht Vermögen an die Kinder weiterreichen, die es nicht abwarten können, sondern Vermögen vor dem Staat schützen und über Generationen in der Familie halten.
 
Jaein. Im Moment ist es noch bedingt möglich mit den 400.000€ pro 10 Jahre und pro Kind bzw. pro Elternteil.
Wenn man da früh genug anfängt kann man da schon gewisse Summen in "Sicherheit" bringen.
Wenn aber die "Reduktion" auf die 900.000€ Lebenslang kommt, spielt es keine große Rolle mehr, ob man es früh oder spät übergibt. Mehr als die Summe kannst du dann nicht mehr Steuerfrei weitergeben. (Abgesehen vom Elternhaus)
Dann muss man ja schon langsam in Richtungen wie Sharedeals o.Ä. denken. Das ist eigentlich das, was mich daran wieder massiv stört. Die Menschen mit mittleren Vermögen (vll. zwischen 1-5Mio€) schauen dabei massiv in die Röhre, die mit noch mehr Vermögen werden es aber wieder anders organisieren um es am Fiskus vorbei zu bringen. Grundsätzlich finde ich eine Reform der Erbschaftssteuer ja in Ordnung, die Ausgestaltung und Freibeträge sind im Kontext zu den Immobilienwerten mittlerweile aber einfach zu niedrig.

Themen wie Bargeld oder Edelmetall im Schließfach sind ja kein größeres Problem. Bargeld von Konten kann man in kleinen Tranchen abheben und weitergeben. Aber mal eben größere Summen (6-stellig aufwärts) bar auf einen Schlag vererben ist natürlich nicht möglich bzw. wird dann auch im Hinblick aufs Geldwäsche-Gesetz schwierig, beim Begünstigten zu verbuchen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Hypocrisy
Gut das meine Eltern arm sind. Und ich habe vor alles im Alter zu verprassen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: BridaX, Khaotik, Kazuja und eine weitere Person
Khaotik schrieb:
Das ist solang für alle eine gute Lösung, bis es mal ans Verteilen des Erbes geht.
Habe das im Familienumfeld und Bekanntenumfeld schon erlebt. Kind A wohnt auf dem elterlichen Hof, kümmert sich um alles, Kind B ist z.B. weiter weg gezogen, hat Haus gebaut/Wohnung gekauft und kommt halt 1x im Monat oder so zu Besuch.
Als es dann zum Erbfall kam (und im einen Fall hatten die Eltern einfach nichts regeln wollen) kam das Thema auf, wie nun das verbleibende Vermögen (Immobilie, Barvermögen) geteilt wird. Da wollte im einen Fall Kind B nun garnichts davon wissen, dass Kind A jahrelang die eltern gepflegt und versorgt hat. Kind B hat trotzdem darauf bestanden, das alles 50/50 geteilt wird. Er hat vorgeschlagen, dass er das Barvermögen erhält und Kind A noch den fehlenden Restwert zum GESCHÄTZEN Wert der Immobilie auszahlt und Kind A eben das Haus erhält. Für mich ziemlich unfair, das ganze ging dann auch vors Gericht und Kind B hat noch Recht bekommen. Letzten endes wurde das Haus verkauft, da Kind A nicht die Mittel hatte Kind B auszuzahlen. Die Familienverhältnisse waren danach wohl etwas "angespannt".
Was ich daraus für mich mitnehme: Wenn ich meine Eltern mal pflegen soll. bestehe ich vorab darauf, dass das im Testament so berücksichtigt wird oder vorhandene Vermögensmasse direkt überschrieben wird. Wenn man sich da nicht einig wird, dürfen meine Eltern selbst schauen, wer sie pflegt. Mein Bruder wohnt weit weg, scheidet damit automatisch für Pflegehilfe aus.

Ja, die Pflegeleistung und wie das auf das Erbe angerechnet wird sollte zwingend geklärt und abgesprochen werden.
Khaotik schrieb:
Was mir der Staat mit seinen Vorgaben immer wieder deutlich macht: Sparen lohnt sich eigentlich nicht - am Besten einfach alles verleben und am Ende vom Staat leben. Geschweige denn, dass sich Familien etwas über Generationen hinweg aufbauen könnten. Außer man ist Superreich. Dann ist alles möglich.

Dem möchte ich widersprechen. Erbschaftssteuer bedeutet ja nicht Enteignung. Die 1.000.000,00 € als Lebensfreibetrag stehen die steuerfrei zu. Auf Vermögenswerte dadrüber werden halt 10-15 % Erbschaftssteuer fällig. Finde ich vollkommen in Ordnung und keinesfalls ein Anreiz "nicht zu sparen".

Aber ja:
Die jetzigen Ausnahmen an Steuervermeidung muss in dem Zug natürlich abgeschafft werden zur fairen Behandlung für alle.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Hypocrisy
Zurück
Oben