Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Magellan schrieb:
Ich denke auch dass Trump eigentlich gezwungen ist hier zeitnah einen Ausweg zu finden weil sonst ein Democratic Sweep bei den Midterms droht und das würde seinen autoritären Führungsstil ziemlich einbremsen. Die Frage ist nur ob er dem TACO (Trump always chickens out) Prinzip folgt oder auf stur schaltet und einmarschiert. Einen Deal, der bei ihm ja stets darauf basiert dass die Gegenpartei diesen angesichts der wirtschaftlichen und militärischen Macht der USA als das kleinere Übel sieht, sehe ich mit den Mullahs eher nicht.
Das Problem ist: Er kann nicht (mehr) raus. Der Iran will die Straße von Hormus dauerhaft kontrollieren, von jedem Schiff Maut erheben und sowohl die Maut als auch möglicherweise den Rohstoff in Rial abrechnen lassen. Das wäre das Ende des Petrodollars, der die Grundlage für die enorme Verschuldungspolitik der USA bildet. Ein kleineres Übel gibt es also nicht wirklich.

Allerdings müssen wir auch sagen: Möglicherweise kommt es doch noch zu einer strategischen Wendung zugunsten der USA, die das Ganze „kostengünstig“ beendet. Denn wie schon der größte Stratege aller Zeiten einst sagte:

If you don’t know what you’re doing, neither does your enemy. - Don Tzu

Um wieder zur Ernsthaftigkeit zurückzukehren: Es ist unmöglich, vorauszusagen, wie sich die Kurse tatsächlich entwickeln werden. Es ergibt wenig Sinn, auf ein Allzeittief zu warten, denn man verpasst es ohnehin. Der Rest ist reines Glück.
 
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Ich lass mich nicht beirren.
Ich hatte am Freitag Geld "Übrig" --> MSCI-World mit 2er Hebel gekauft.
Übermorgen ist der 1. --> Sparplan auf den FTSE All-World wird ausgeführt.

Jetzt ist der Einkauf billiger, als vor 1 Monat.
langfristig zählt der durchschnittliche Einstiegs Kurs.
Und nicht, ob es kurzfristig mal 20-30% nach unten ging.
 
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ich will meine MSCI World Position auf einen ca. 1.2er Hebel bringen.
die Strategie hab ich mir vor 6 Monaten gesetzt.
1.2 weil das im 50 Jahre Backtesting vorteilhaft erscheint.

Die Strategie geb ich nicht auf, nur weil es mal kurz rumpelt an der Börse.
 
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Trump ist es halt nicht gewohnt einen Gegner zu haben dem es am Ende des Tages nicht um den wirtschaftlichen Vorteil sondern hauptächlich um Ideologie geht. Der dachte er macht da den Enthauptungsschlag, lässt die Muskeln spielen und dann gibt es einen seiner geliebten Deals - blöd nur wenn der Gegner jeden Verlust hinnimmt und einfach nicht nachgeben möchte.

Würden nicht so viele Menschen und unsere Geldbeutel darunter leiden würde es mich köstlich amüsieren.
 
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florian. schrieb:
Die Strategie geb ich nicht auf, nur weil es mal kurz rumpelt an der Börse.
Ok, dann hast Du dich auch schon mit Pfadabhängigkeit befasst und weißt was auf Dich zukommt, wenn die Kurse nun wirklich über 2-3 Jahre langsam verfallen.
 
Naja ohne das jetzt nachzurechnen aber bei Faktor 1,2 also 80% Standard ETF und 20% 2er Hebel dürfte die Minderperformance verschmerzbar sein. Wenn er 50 Jahre zurück getestet hat dann hat er ja unter anderem Dotcom und Finanzkrise dabei gehabt.
 
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Micha- schrieb:
Ok, dann hast Du dich auch schon mit Pfadabhängigkeit befasst und weißt was auf Dich zukommt

Pfadabhängigkeit ist per-se nichts schlechtes und sollte sich, bei dem leverage, langfristig eher positiv auf die Rendite auswirken.

Bei einem 2er Faktor war der S&P500 beispielsweise im Backtest besser:

1774946512077.png

https://www.reddit.com/r/LETFs/comments/1gfi8ph/historic_outperformance_of_2x_sp_500

Dennoch braucht es ein hartes Nervenkostüm...

Kazuja schrieb:
Daher ist Schlumberger (SLB) ganz interessant, bzw. immer optimistisch denken

Wenn die Krise wieder mal eines zeigt, dann das wir uns unabhängiger machen müssen. Das geht am besten mit Erneuerbaren. Hier könnte wieder etwas mehr Fahrt reinkommen... Hier investiere ich lieber als in Ölkonzerne 😇
 
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BridaX schrieb:
dann das wir uns abhängiger machen müssen
die Mission hat die Reiche ja angenommen
Ergänzung ()

BridaX schrieb:
Bei einem 2er Faktor war der S&P500 beispielsweise im Backtest besser:
dann starte den Backtest mal 1930 und schau Dir das Ergebnis 1960 an
 
Micha- schrieb:
dann starte den Backtest mal 1930
Wir können ja gleich im alten Rom starten. Ich glaube nicht dass es zielführend ist die Investmentstrategie an einem 100 Jahre alten Worst Case Szenario mit Weltwirtschaftskriese und 2. Weltkrieg auszurichten.
Das Ziel ist nicht im schlimsten aller denkbaren Fälle möglichst gut dazustehen (dann lass ich gleich die Finger von Aktien) sondern im Schnitt eine gute Rendite zu erzielen bei einem angemessenen Risiko.
 
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Ich habe den Backtest nicht ins Spiel gebracht.
 
BridaX schrieb:
Bei einem 2er Faktor war der S&P500 beispielsweise im Backtest besser:
War er auch um Faktor 2 besser?
 
@blackshuck Selbstverständlich nicht, dazu müsste (andere Aspekte mal außen vor) der Hebel ja kostenlos zur Verfügung gestellt werden - ich investiere 1000€ und eine selbstlose dritte Partei leiht mir weitere 1000€ völlig umsonst um die doppelte Performance zu erzielen?
Ich weiß nicht recht welche Erwartungen manche Leute an Hebelprodukte haben.
 
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Das sich netterweise das Risiko dann auch nicht verdoppeln würde und man zumindest eine gleich bleibende Sharp-Ratio hätte :)
 
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blackshuck schrieb:
War er auch um Faktor 2 besser?
Ich bezieh mich jetzt einfach mal auf den Graph von BridaX
Das ist ja ne LOG Skala, das übersieht man gerne.
Der 1x Graph endet bei ~3 Milliarden
Der 2x Graph endet bei ~50 Milliarden
Das ist schon ein extremer unterschied.

Faktor 2 suggeriert ja, dass man am ende das doppelte Geld hat.
aber auch hier schlägt der Zinseszins richtig rein, sodass es deutlich mehr als das doppelte Geld werden kann.
 
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Wie sagte Andreas Beck so schön: Finger weg von komplexen Produkten, da sie praktisch nie im Sinne des Anlegers konstruiert sind. Und je komplexer das Produkt, desto weniger ist klar was passiert. Eine Zusatzrendite kann man auf andere Art besser erreichen (Stillhaltergeschäfte).
 
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Ja aber Beck ist die Langeweile in Person ;-) Das kann ich einfach nicht.

Man muss nur bisschen cleverer als die Mehrheit sein. Dann kannste in der richtigen Marktphase mit nem Hebel (-ETF) schön was pushen. Aber freilich hat er Recht - kaufen und Schlaftabletten nehmen und zur Rente wieder reingucken, ist für die Mehrheit besser als irgendwas sonst.
 
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einen gehebelten ETF würde ich nur nutzen, wenn wir ganz klar einen Bullenmarkt haben und nicht in einer Phase wie jetzt. Und dann schnell wieder raus, wenn es kritisch wird. Aber ich bin vermutlich nicht clever genug.
 
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Hin und her macht Taschen leer. Und immer schön Steuern zahlen beim Verkauf.

Ich überlege aber tatsächlich die leichte Erholung zu nutzen um ein bisschen was zu verkaufen, erst mal höhere Cash-Quote und abwarten.
Aber nur Einzelaktien, ETF lasse ich alles laufen, hat ja eh nen längeren Anlagehorizont. Sollte es weiter abwärts gehen kann ich eher die Sparrate erhöhen :D
 
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