Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Hagen_67 schrieb:
Wenn ich jetzt 1025,- entnehme, werden die Steuern dann automatisch abgezogen, oder muss ich das dann im kommenden Jahr bei der Steuererklärung für 2026 extra angeben?
Wenn du einen deutschen Broker hast dann läuft das automatisch. Am besten trägst du zuvor dort auch noch deinen Freibetrag von 1000€ ein oder was du noch im aktuellen Jahr ungenutzt hast dann wird das sofort verrechnet und du musst erst gar keine Steuer abtreten (und später zurückholen).

Die Steuererklärung bzgl der Kapitalerträge wird dann im Prinzip interessant wenn du höhere Gewinne erzielst und dir von den pauschal abgegoltenen 25% in der Endabrechnung etwas zurückholen kannst.
 
und noch zur Info:
Man verkauft immer zuerst die ältesten Anteile.
Wenn du jetzt also für 1000€ Verkaufst, kannst du immer mit dem Einstandskurs Rechnen.
Der 20€ Sparplan spielt also noch keine Rolle.
1100€ Verkauft, bei 55€ Kurs macht 20 Anteile.
die Anteile haben ~800€ Gewinn (55€ -16,8€ *20)
darauf werden die Steuern fällig.

also entweder setzt du ~800€ deines Freistellunsauftrags beim Broker ein, oder der Broker zieht dir direkt die Kapitalertragssteuer ab. ~200€
 
Und wenn dein Freibetrag tatsächlich nie ausgenutzt wird, dann solltest du darüber nachdenken am Jahresende soviel Aktien/ETF zu verkaufen, das er ausgenutzt wird. Und dann gleich wieder neu kaufen. Stichwort Steueroptimierung.
 
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Magellan schrieb:
Schwer zu sagen wie das weiter geht, ich persönlich habe die Finger von Intel gelassen, ist mir zu unklar die Situation und ob die Führung den Konzern selbst langfristig modernisieren kann.
Ich hatte Intel vor einiger Zeit mal bei knapp über 30€ gekauft. Dann ging es ja noch deutlich runter. Verkaufen wollte ich da aber nicht, weil es meiner Meinung nach so mies nun auch nicht aussieht.

Habe dann aber kürzlich nach dem deutlichen Anstieg verkauft. Hatte noch etwas Bayer im Depot dümpeln, wo ich den Verlust noch zur Steuersenkung nutzen konnte.
So konnte ich etwas aufräumen und bei Intel ist mir jetzt zu viel Phantasie drin.

Das Geld habe ich genutzt, um bei Microsoft von einer krummen Stückzahl wegzukommen und habe jeweils eine kleine Position bei IREN und IonQ eröffnet. Mal schauen :)
 
Nachdem ich meine Rheinmetall Position noch rechtzeitig mit fast 600% Gewinn verkauft habe, würde ich das gerne nochmal wiederholen. Aber ich glaube solche nahezu sichere Chancen eröffnen sich nur sehr selten.
 
Hier auf CB (weniger hier im Thread) hört man ja immer wieder die Blasentheorie dass AI ja keine relevanten Einnahmen generieren würde...

Anthropic annualisierte run rate (Umsatz des letzten Monats hochgerechnet auf ein Jahr)
Dez 2024: 1 Mrd
Mitte 2025: 4 Mrd
Ende 2025: 9 Mrd
Feb 2026: 14 Mrd
März 2026: 19 Mrd
April 2026: 30 Mrd

Die bisher wohl schnellste Umsatzskalierung war Google die von 400 Mio auf 6 Mrd in 3 Jahren (2002-2005) kamen, Anthropic wächst bedeutend schneller und stellt damit das am schnellsten skalierende Unternehmen (in diesen Größenordnungen) der Geschichte dar.

Schade, dass die noch nicht public sind (und sobald sie public gehen wird die Bewertung extrem sein).
 
Ich bin sicher, das die Einnahmen generieren können. Ich habe letzten Monat mit 20 Euro Einsatz durch KI eine Software erstellen lassen, die mich beim Softwarehaus mindestens 10.000€ gekostet hätte. Die Frage ist eher: wieviel von diesen 20€ sind Gewinn gewesen? Und wieviele Kunden werden bereit sein für diese Leistung auch noch 200€ oder 2000€ im Monat zu zahlen?
 
Habt ihr schon von Terafab gehört? Musk will in den NL eine neue Chipfabrik bauen.

Das "Terafab"-Projekt ist eine Initiative von Elon Musk (Tesla, SpaceX, xAI) zur Errichtung einer riesigen KI-Chipfabrik, wobei Intel als zentraler Foundry-Partner fungiert. Es handelt sich um kein eigenständiges börsennotiertes Unternehmen, sondern um eine Kooperation, die primär die Aktien von Intel und Tesla beeinflusst.
https://www.xtb.com/de/Marktanalyse...:,News zeigen: Das könnte der Wendepunkt sein.
 
Micha- schrieb:
Und wieviele Kunden werden bereit sein für diese Leistung auch noch 200€ oder 2000€ im Monat zu zahlen?

Im gewerblichen Bereich sehr viele scheinbar, daher explodieren die Umsätze ja derart.
Wir selbst haben pro Entwickler einen Max Plan für 100$ bzw 200$ laufen. Und letztens haben sie veröffentlicht dass es bereits über 1000 Großkunden gibt die im Mio Bereich / Jahr ausgeben.

Und mal ehrlich, bei den Gehaltskosten eines ordentlichen Entwicklers und dem was Claude Code mittlerweile kann wären auch 500$/Monat oder gar 2000$ locker gerechtfertigt.

Dazu skaliert ja auch Claude Cowork entsprechend, da kommen wir dann weg von den reinen Entwicklern hin zu allen möglichen Bürojobs.
 
Über das Thema habe ich kürzlich einen Bericht gelesen. Die KI Tools ersetzen oder ersetzen potentiell ja offenbar die Junior Entwickler.

Nur woher kommen die Senior Entwickler, wenn niemand mehr ausgebildet wird, weil das mit KI ja alles schneller, bequemer und günstiger geht und ohne lästige Arbeitnehmerrechte?

Grundsätzlich finde ich das Potential schon riesig und selbst ohne große Skills kannst du dir mit den Tools und den richtigen Vorgaben ein Programm bzw. ein Software-Projekt umsetzen lassen.
Und das ist nur ein Anwendungsgebiet.

Ich sehe da definitiv auch keine Blase. Man lernt gerade erst, das Potential in allen Bereichen zu erschließen.

Micha- schrieb:
Nachdem ich meine Rheinmetall Position noch rechtzeitig mit fast 600% Gewinn verkauft habe, würde ich das gerne nochmal wiederholen. Aber ich glaube solche nahezu sichere Chancen eröffnen sich nur sehr selten.
Haha, wir hätten sicher alle gerne monatlich so einen Glücksgriff :D
 
Thane schrieb:
Nur woher kommen die Senior Entwickler, wenn niemand mehr ausgebildet wird, weil das mit KI ja alles schneller, bequemer und günstiger geht und ohne lästige Arbeitnehmerrechte?
Die werden dann eben entsprechend ausgebildet. Das muss sich die Lehre an den Unis entsprechend anpassen an die dann benötigten Skills. Doof nur für die, die in der Umbruchzeit stecken. Aber das gab es schon immer, nur nicht in dem Tempo.
 
Thane schrieb:
Nur woher kommen die Senior Entwickler, wenn niemand mehr ausgebildet wird, weil das mit KI ja alles schneller, bequemer und günstiger geht und ohne lästige Arbeitnehmerrechte?
Darüber habe ich auch schon philosophiert ohne auf ein klares Ergebnis zu kommen.

Die großen Konzerne werden weiterhin ihre Ausbildungsprogramme haben (evtl halt in reduziertem Umfang), schwierig wird es in der Breite - der Kleinbetrieb mit 2, 3 Entwicklern kann den Aufwand kaum rechtfertigen.

Zumal Entwickler Ausbildung eh schon ein problematisches Thema war wenn du jetzt nicht gerade ein internationales Top Unternehmen mit einem Sitz in München, Frankfurt... bist dem die besten der besten hinterherlaufen.
Ich war schon bei Mittelständlern für die Ausbildung in dem Bereich zuständig und es war extrem schwer Leute zu finden die einerseits wenigstens das Zeug zu einem brauchbaren Entwickler haben und andrerseits dann aber nicht nach 3 Jahren in eine Metropole zu einem Großkonzern gehen wollen.

Unterm Strich war es da eigentlich immer wirtschaftlicher gleich fertige Entwickler zu holen und die entsprechend zu bezahlen. Ausbildung lohnt sich da erst wenn du mal genug Azubis gleichzeitig ausbilden kannst so dass am Ende auch was für dich hängen bleibt.

Aber am Ende wir das wohl selbstregulierend sein, erstmal haben wir vermutlich ein Überangebot an Entwicklern und weniger Ausbildung, irgendwann werden die Entwickler entsprechend weniger und Ausbildung wird wieder lohnender...
 
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