News Alphacool: AIO-Wasserkühlungssets kühlen Server

holdes

Lt. Commander
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Guter Punkt, alleine die RAID Controller brauchen verdammt guten Durchzug. Die meisten WaKüs für Server die ich kenne laufen übrigens extra mit recht warmen Wasser, da gehts weniger drum die Teile möglichst auf 30 grad zu halten sondern eher das man die Wärme direkt anderweitig im Gebäude weiter nutzen kann.

ZB hier wäre so eine komplett Lösung. Ich kann mir niemanden vorstellen seinen Server selbst umzubauen außer man hat die Kiste zuhause.

https://www.aquacomputer.de/rechenzentren.html
 

catch 22

Lt. Commander
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In der Regel werden Server/consumer AIOs auch nicht undicht, bei consumer fällt viel öfter die Pumpe aus oder verliert an Kühlleistung weil das Kühlmittel die Finnen verstopfen over time.
Das verstopfen der Finnen über die Zeit, genauso auch wie das verstopfen in dem Part der die Hitze von der CPU aufnimmt und vor allem auch die Notwendigkeit dass man bei Wasserkühlern (Custom wie auch AiO) etwa alle 2 Jahre die Flüssigkeit austauschen muss, macht in meinen Augen eine Wasserkühlung auf dauer extremst unattraktiv.
Es ist schon nervig genug, dass man regelmäßig mit einem Luftkompressor, Staubsauger, Druckluft Dosen ran muss, aber da muss man wenigstens nicht das komplette System für auseinander schrauben. Zumal man auch das mit einfachen Mitteln minimieren kann (Gehäuse nicht auf den Boden stellen, sondern auf den Tisch / einen Beistelltisch. Staubfilter vor den Einlässen des Gehäuses).
Spätestens seit Flüssigmetall Leitpasten und diesen Metallfolien ist CPU Luftkühlung zum wartungsarmen no-brainer geworden. In meinen Augen muss Flüssigkühlung mit der Kühlflüssigkeit da erstmal nachziehen.
 

Emerald Flint

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Es geht aber nicht um die Abwärmeleistung sondern um die CPU Temperatur. Ein Luftkühler schafft ein Delta von 30 Kelvin und eine Wasserkühlung whs 15 Kelvin (Hausnummer). Insofern könnte man mit einem Wasserkühler entweder eine niedrigere CPU Temperatur erreichen oder man kann die Raumtemperatur erhöhen ohne dass einem die CPU abheizt, was wiederum die Effizienz der Klimaanlage verbessert. Is allerdings sehr hypotethisch... weil die DIMMs, HDDs, Chipsätze, RAID-Controller,... mögen die 32°C Umgebungstemperatur uU auch nicht unbedingt...
👏👏👏
Thermodynamik rulz! 😉
Wobei die HDDs eigentlich auch ruhig 50°C abkönnen müssen (weniger ist natürlich immer besser) und die Chips sogar mehr.
 

Rickmer

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vor allem auch die Notwendigkeit dass man bei Wasserkühlern (Custom wie auch AiO) etwa alle 2 Jahre die Flüssigkeit austauschen muss, macht in meinen Augen eine Wasserkühlung auf dauer extremst unattraktiv.
Nimmste EPDM statt PVC Schläuche, wählst die metallernen Komponenten die Kontakt mit Wasser haben sorgfältig (Kupfer, Messing und vernickeltes Kupfer) und spülst vor dem Aufbau alle Komponenten gründlich durch und verzichtest auf Show-Kühlflüssigkeiten mit Partikeln drin, und dann kannst du dir den Wassertausch auch sparen.

Spätestens seit Flüssigmetall Leitpasten und diesen Metallfolien ist CPU Luftkühlung zum wartungsarmen no-brainer geworden. In meinen Augen muss Flüssigkühlung mit der Kühlflüssigkeit da erstmal nachziehen.
Grade Flüssigmetall ist locker genauso Risiko- und wartungsbehaftet wie WaKü. Nach ca. einem Jahr härtet das auch aus und braucht signifikanten Aufwand, um sauber erneuert zu werden falls man den Kühler mal abnimmt. Schlechtes Beispiel.

Bei LinusTechTips hatten die auch mal einen Laptop der Flüssigmetall bekommen hatte Jahre später auseinander gebaut - das Flüssigmetall hatte nicht gut gealtert. Leider habe ich keine Ahnung mehr welches Video das war, das mit dem Flüssigmetall war nur ein Nebensatz bei einem anderen Thema.

Nicht bei HDDs, unterhalb 40°C wird's wieder schlechter.
 

Mursk

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Macht bei großen Server eigentlich auch nur Sinn. Heutige CPUs und GPUs haben deutlich höhere Verlustleistungsdichten als Heizplatten und idR schmeißt man die ganze Abwärme nur weg. Wenn man da ein paar fette Server stehen hat, die mehrere Kilowatt schlucken und die man sowieso wasserkühlt, dann hat man da im Grunde 'ne große E-Heizung, also warum diese nicht auch als Heizung verwenden?

Für privat wäre das natürlich auch cool, in der Regel hat man in seiner Wohnung aber leider keinen Wasseranschluss für seinen Gaming-PC. ^^
Nicht nur "wegwerfen", die Abwärme muss teuer mit Klimaanlagen umgewandelt werden.
Die ganze Nummer macht also nicht nur aus umweltpolitischen Gesichtspunkten Sinn, sondern auch bzgl des zusätzlichen Strombedarfs der Klimageräte.

Wenn ich bedenke, das unser "Labor-DC" aktuell mit 200 kW Abwärme gesized wird... Muss aber leider aufgrund der Beschaffenheit des Gebäudes mit Klimageräten abgeführt werden.
Und das ist übrigens nur ein DC in einem Bürogebäude. Wir reden da keineswegs von einem professionellem für Outsourcing/Cloud//Kundenbetrieb etc.
 

IBISXI

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fließt mehr Wärme über die Wände, den Boden und die Decke des Raumes nach außen ab.
Da hast Du einen Denkfehler.

Wärme fließt immer vom hohen zum niedrigen Niveau.
Das Wärme über Wände wandert will man in modernen Gebäuden verhindern. (Dämmung)

Falls Wärme durch eine Wand nach außen fließen würde/wollte braucht man keine Klimaanlage mehr.
In diesem Fall wäre es draußen kälter als im Serverraum.

Dann wird FreeCooling verwendet. (Kühlung bzw. Lüftung mit Außenluft)

Das man sich eine höhere Raumtemperatur erlauben kann, bei besserer Kühlung stimmt zwar, die Raumteperatur hat aber Einfluss auf alle Komponenten im Serverraum.

Eine höhere Raumtemperatur könnte schon Geld sparen bei der Klimaanlage.
Einfach deshalb weil die Temperaturdifferenz (innen - außen) die die Anlage bewältigen muss kleiner wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

Salutos

Lt. Junior Grade
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In den Beiträgen werden mir zuviele unterschiedliche Themen vermischt.
Auf den Artikel bezogen, stellt sich doch die Frage, macht es Sinn einen Server für den Preis von >=230,- Euro von Luftkühlung auf WaKü umzustellen. Und bitte nur darum geht es hier.
Ich sage nein. Denn die Abwärme bleibt gleich und sie landet im gleichen Raum. Eine WaKü holt nur mehr Leistung aus einer CPU heraus die ständig am Maximum fährt. Dabei darf man nicht außer Acht lassen, dass die elektronischen Bauteile drumherum auch wärmer werden. Wenn ich dann noch weniger Luftzug im Gehäuse habe - denn die WaKü kümmert sich ja nur um die CPU - dann ist das für alle anderen Bauteile eben schlecht.

Hier wird häufig angeführt man könne damit die Kosten für Klimatisierung senken. Bei einem ordentlich konzipierten Klimasystem geht das eben nicht. Denn es ist schon optimal und effizient zur Situation eingestellt.
Wer den Serverraum bei 16° betreibt der hat ganz andere Möglichkeiten Kosten zu sparen. Dazu gehört bestimmt keine WaKü für die Server-CPU. Oder er hat einen anderen triftigen Grund für die 16°.
 

Schaby

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Gut dann mach ich das mal:

Thema Effizienz:
Nehmen wir an, wir wollen 1 Liter Wasser zum kochen bringen. Dafür haben wir einen Wasserkocher mit 1000W und einen mit 2000W, ansonsten sind die identisch. Mit dem 1000W Kocher benötigen wir 10 Min. und mit dem 2000W benötigen wir 5 Min. Der Verbrauch ist aber Identisch, keiner von den Beiden ist Effizienter. Nur wenn man es schafft, mit weniger Energie die selbe Leistung zu erbringen sprechen wir von Effizienter. Und ja, der 2000W Kocher wird etwas effizienter sein, da die Außentemperatur weniger Einfluss hat, wird aber kaum Messbar sein.

Übertragen wir nun das Ganze auf eine CPU Kühlung:
Ich habe behauptet, wenn eine CPU 250W Abwärme produziert, muss diese auch abgeführt werden. Hier spielt es erstmal keine Rolle wie diese abgeführt wird. Sie wird den Raum um diese 250W erwärmen. Bei Luftgekühlten Systemen haben wir einen Hotspot wo die Wärme abgeführt werden muss. Hierfür wird eine Menge Luft benötigt. Bei einer Wasserkühlung wird die Wärme aber "nur" umgeleitet. Sie wird von der CPU zum Wasser und dann zum Radiator umgeleitet. Je größer die Kontaktfläche zwischen CPU<->Wasser und je größer die Kontaktfläche Wasser<->Radiator, desto schneller wird die Wärme abgeführt. Und klar spielt die Durchflussgeschwindigkeit und die Lüfterdrehzahl eine Rolle. Aber das Ergebnis bleibt das Gleiche, der Raum wird um 250W erwärmt.

Der einzige Knackpunkt hier ist, dass die CPU bei eine WaKü nicht so warm wird:
Physikalisch führt eine geringere Temperatur zu einem niedrigeren Verbrauch.
👍! D.h. je wärmer eine CPU wird desto mehr verbraucht sie auch. Es ist aber schwierig zu ermitteln, wie viel weniger oder mehr eine CPU bei +/-10°C verbraucht.

@Beitrag Auf den Punkt bist du aber nicht eingegangen. Hättest du geschrieben, die CPU produziert aber keine 250W Abwärme weil sie Kälter bleibt, hätte ich gesagt, Man, der Typ hat es geschnallt!

Effizienz die Zweite:
Wie einige schon gesagt haben, besteht ein System ja nicht nur aus der CPU. Man muss hier immer den Verbrauch des gesamten Systems betrachten. Dazu zählen halt auch die Lüfter, Netzteil(e) usw. D.h. schaffe ich bei gleicher Leistung den gesamt Verbrauch zu senken, wird das System Effizienter. Hier muss man aber auf die einzelnen Systeme schauen. Muss z.B. ein Lüfter mit 10 000 U/min drehen oder würde es auch reichen, diesen mit nur 5 000 U/min. zu betreiben?

Das soll es erstmal gewesen sein.
 

Krautmaster

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Ui richtig cool. Ich habe unter meinen 12 HDD Slots nur 1 HE und da läuft aktuell ein Xeon D, der zusammen mit dem Onboard 16x SAS schon heiß werden kann. Gerade auch wenn das ganze System auf Leise getrimmt ist und dazu lenke ich den Airflow eher durch die HDD (die geben am meistens Wärme ab und sind sehr dicht gepackt). Dadurch bekommt das Board weniger Luft. Habe den passiven CPU Kühler deshalb durch nen kleinen aktiven ersetzt.

Wasser kann ich mir aber durchaus auch vorstellen. Wenn ich mehr Leistungsaufnahme hätte als jetzt wäre das fast zwingend.

Zb ein AM4 mit Renoir kann ich mir gut vorstellen, das sollte auch recht sparsam sein idle.
 

Cool Master

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Ein Luftkühler schafft ein Delta von 30 Kelvin und eine Wasserkühlung whs 15 Kelvin (Hausnummer).
Das ist nur der Fall wenn du mehr Kühlfläche (Radiator) hast was dann aber auch kein fairer Vergleich mehr ist. Am Ende wird es genau gleich sein. Die WaKü brauch nur länger bis das Äquilibrium erreicht hat. Sprich die WaKü kann wegen der Trägheit des Wassers länger Wärme aufnehmen als ein Luftkühler. Bei gleicher Kühlfläche (Radiator) wird die Endtemp. genau gleich sein. Mit LuKü wirst du das aber bereits nach wenigen Minuten erreicht haben und mit WaKü sind es entsprechend mehr.

Wie schon gesagt wurde bleiben 250W gleich egal ob LuKü oder WaKü.
 

Rickmer

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Das ist nur der Fall wenn du mehr Kühlfläche (Radiator) hast was dann aber auch kein fairer Vergleich mehr ist.
Alles was in den Server passt ist fair... am Ende zählt für entsprechend große Unternehmen meistens nur Total Cost of Ownership - Anschaffungskosten (inkl. zeitlichem Aufwand für die Inbetriebnahme), Wartungskosten und Energiekosten inkl. der Klimatisierung alle mit einbegriffen.

(Klar, mittelständische und kleine Unternehmen kaufen meistens den Server, den das Systemhaus des Vertrauens empfiehlt.)

Bei gleicher Kühlfläche (Radiator) wird die Endtemp. genau gleich sein.
Nee, da machst du dir das Leben zu einfach. Fläche ist nicht gleich Fläche, die muss auch genutzt werden.

Beispiel (Datenquelle):
  • Fläche NH-D15: 1,29m²
  • Fläche 360x120x30mm Radiator: 0,75m²
und trotzdem erreicht bei ansonsten vergleichbarem Aufbau das Kühlsystem mit 360er Radiator eine niedrigere Temperatur, siehe z.B. diverse AIO-Tests.

Da sind viele Faktoren im Spiel, aber einer der wichtigeren dürfte der Wärmeübergang von den Heatpipes zu den Alu-Lamellen sein. Bei traditionellen CPU-Kühler-Designs ist bei ein paar schmalen Heatpipes einfach ziemlich wenig Kontaktfläche vorhanden. Beim Netzradiator ist diese Kontaktfläche erheblich größer - und als Bonus die Lamellen oftmals sogar aus Kupfer statt Alu mit entsprechend besserer Wärmeleitfähigkeit.

Auch erzeugt ein Netzradiator deutlich weniger Luftwiederstand als ein NH-D15 oder auch ein typischer passiver Alu-Block wie er gerne in Servern eingesetzt wird, für denselben Volumenstrom wird von den Lüftern weniger Energie verbraucht.
 

Narbennarr

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@Rickmer

Du hast eigentlich den wesentlichsten Punk beim D15 vergessen. Der zweite Kühlturm bekommt vorgewärmte Luft vom ersten
 

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Das Wärme über Wände wandert will man in modernen Gebäuden verhindern. (Dämmung)
Gedämmt sind idR die Außenwände. Haben wir nicht gerade einen Supercomputer, ist der Serverraum vmtl. ein Raum von vielen im Gebäude, dementsprechend gibt es viele Innenwände, über die auch Wärme abgeführt wird.
Falls Wärme durch eine Wand nach außen fließen würde/wollte braucht man keine Klimaanlage mehr.
In diesem Fall wäre es draußen kälter als im Serverraum.
Du bekommst über die Wände ja nicht beliebig viel Abwärme weg, je nach Größe des Raumes, Dämmung der Wände und der Temperaturdifferenzen unterschiedlich viel. Auf 'ne Klima verzichten könntest du nur, wenn du bei jeder realistischen Außentemperatur und Volllast des Servers immer noch eine unkritische Raumtemperatur im Serverraum hast. Bei ner größeren Anlage wohl ziemlich unwahrscheinlich.
Dann wird FreeCooling verwendet. (Kühlung bzw. Lüftung mit Außenluft)
Wenn man das macht natürlich nicht, klar.

Eine höhere Raumtemperatur könnte schon Geld sparen bei der Klimaanlage.
Einfach deshalb weil die Temperaturdifferenz (innen - außen) die die Anlage bewältigen muss kleiner wird.
Ich komme nicht aus dem Bereich, daher weiß ich nicht, wie üblich es ist die Raumtemperatur im Serverraum so niedrig einzustellen, gehört habe ich aber schon beides - von eisigen Serverräumen als auch solchen mit deutlich höherer Raumtemperatur. Für letzteren Fall würde gelten, was ich geschrieben habe, aber auch, wenn du den Serverraum kälter als seine Umgebung machst, hilft dir eine bessere Kühlung mit niedrigerem Temperaturdelta, denn
Wärme fließt immer vom hohen zum niedrigen Niveau.
Und wenn dein Serverraum mit besserer Kühlung dann bei 18 °C statt 16 °C läuft, sind das schon mal zwei Grad weniger Temperaturdelta zwischen dem Serverraum und seiner Umgebung - es fließt in dem Fall also weniger ungewollte Wärme über die Wände in den Serverraum hinein.
Also muss deine Klimaanlage auch in diesem Fall weniger Wärme abführen. Wenn die Klimaanlage dadurch zudem einen Arbeitspunkt fahren kann, in dem sie effizienter läuft, ist das doch super.
Was ich dir nicht sagen kann, ist, wie groß die Unterschiede in der von der Klimaanlage abzuführenden Wärmeleistung dabei sind. Das habe ich auch schon in meinem ersten Beitrag geschrieben. Aber es stinkt mir halt, wenn dann jemand wie @Schaby ankommt, meint, ich würde physikalische Gesetze aushebeln wollen und das als falsch abstempelt. Aber vielleicht war das auch einfach nur seine saloppe und missverständliche Art zu sagen, dass er den Effekt für zu klein hält, denn hier sieht man, dass er es ja doch verstanden hat:
Und ja, der 2000W Kocher wird etwas effizienter sein, da die Außentemperatur weniger Einfluss hat, wird aber kaum Messbar sein.
Korrekt, so war das gemeint. Messbar sollte das btw mit Sicherheit sein, denn elektrische Energie lässt sich selbst in winzigsten Mengen noch gut ermitteln. Die Frage ist eher, wie groß der relative Unterschied dabei ist. Wenn du einfach so einen unisolierten Metalltopf auf dem Herd stehe hast, gehen da mit Sicherheit mehrere Watt weg, sobald das Wasser schon etwas heiß geworden ist, darauf kannst du Gift nehmen. Es wird Wärme vom Topf via Konvektion von der Luft abgeführt und es wird über die Herdplatte Wärme in die Umgebung der Platte abgeführt. Wie viel genau? Keine Ahnung. Wie groß dann der Unterschied in der Effizienz der beiden Kocher beim Wasser erhitzen ist? Wer weiß? Vielleicht ca. 1 %.


@Beitrag Auf den Punkt bist du aber nicht eingegangen. Hättest du geschrieben, die CPU produziert aber keine 250W Abwärme weil sie Kälter bleibt, hätte ich gesagt, Man, der Typ hat es geschnallt!
Ne, bin ich auch nicht. Weil es mir um den Punkt gar nicht ging. Aber ich muss schon sagen: Den Effekt durch eine höhere Raumtemperatur hältst du für derart irrelevant, dass du sogar so tust, als existiere er nicht aber die geringeren Leckströme bei kleinerer CPU-Temperatur findest du so wichtig, dass du geradezu begeistert gewesen wärst, hätte ich die erwähnt? Komm schon. Aber egal, jetzt haben wir ja schon einige Möglichkeiten zusammengetragen, wie hier Strom gespart werden könnte durch eine bessere Kühlung:

  • Raumtemperatur kann erhöht werden und so die Klimaanlage in einem effizienterem Arbeitspunkt betrieben werden
  • Raumtemperatur kann erhöht werden und so die über die Umgebung abfließende Wärmeleistung erhöht oder die von der Umgebung hineinfließende Wärmeleistung verringert werden
  • Raumtemperatur kann gleich gelassen werden und so der Stromverbrauch der CPUs durch kleinere Leckströme verringert werden
  • Der zur Kühlung notwendige Luftstrom kann kleiner sein und so der Stromverbrauch durch Lüfter gesenkt werden

Da ich leider keinen Serverraum zum Rumspielen daheim habe, kann ich hier leider nichts nachmessen und die Effekte nach ihrer Größe einordnen. Aber ich würde davon ausgehen, dass deine Leckströme den kleinsten Unterschied machen und der erstgenannte Punkt den größten, denn Klimaanlagen sind richtige Stromfresser und arbeiten immer effizienter, desto kleiner der Temperaturunterschied, den sie bewältigen müssen.
 

Kinman

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@Schaby Du gehst von einem geschlossenen System aus. Dann würde es stimmen, dann müsste immer die gleiche Wärmeenergie mit reingesteckter Kühlenergie weggenommen werden. Jedoch ist es kein geschlossenes System. Die Klimaanlagen bekommen immer die gleiche Zuluft-Temperatur und einmal müssen sie weiter runterkühlen, weil die Luftkühler eine größere Differenz benötigen und einmal weniger. Und somit spart man effektiv bei der Kühlung.
 

Duke711

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Du hast eigentlich den wesentlichsten Punk beim D15 vergessen. Der zweite Kühlturm bekommt vorgewärmte Luft vom ersten
Oder einfach hier reinschauen, hier sind doch eigentlich alle Grundlagen detailliert aufgeführt....

https://www.computerbase.de/forum/t...gleiche-datensaetze-rund-um-kuehlung.1922950/

Alles was man nur noch tuen "muss", sind bezüglich Wakü mit den gewünschten Komponenten den thermalen Gesamtwiderstand zu bilden, sollte eigentlich zu schaffen sein. Man sieht aber schon das der thermale Widerstand eines Wasserkühlkörper schon besser als der einer Heatpipe ist.

Ansonsten nette Diskussion hier man kann es in zwei Sätzen zusammenfassen:

Durch eine Wasserkühlung ist der dT zwischen Kühler und CPU geringer. Da im U Rack immer die CPU Temperatur limitiert, kann nun die Raumtemperatur angehoben werden. Das spart bei einer Klimaanlage erhebliche Kosten ein, da nun mal der Verbrauch einer Klimaanlage stark von der Temperaturdifferenz abhängt. Umso größer die Temperaturdifferenz, umso schlechter der COP der Anlage und umso höher sind die Wärmeverluste an den Wänden.
 
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IBISXI

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Und wenn dein Serverraum mit besserer Kühlung dann bei 18 °C statt 16 °C läuft, sind das schon mal zwei Grad weniger Temperaturdelta zwischen dem Serverraum und seiner Umgebung - es fließt in dem Fall also weniger ungewollte Wärme über die Wände in den Serverraum hinein.
Vergiss die Wände. Das macht in einem Serverraum so gut wie nichts aus.

Was ganz sicher viel Strom spart wenn nur mit Klimaanlage gekühlt wird ist die höhere Raumtemperatur.
Darüber sollte jeder Betreiber mal nachgedacht haben ob es wirklich so kalt sein muss im Serverraum.
Ich bin mir sicher das selbst 2C schon auf der Stromrechnung sieht.

Bei großen Systemen ist das meist gut ausgeknobelt.
Bei kleinen und mittleren Unternehmen gibt es sicher bei vielen Sparpotential.


Die Klimaanlagen bekommen immer die gleiche Zuluft-Temperatur und einmal müssen sie weiter runterkühlen, weil die Luftkühler eine größere Differenz benötigen und einmal weniger. Und somit spart man effektiv bei der Kühlung.
Wenn die Klimaanlage immer die gleiche Zulufttemperatur bekommen würde, wäre sie sinnlos.

Die Klimaanlage arbeitet genau soviel wie nötig ist eine konstante Zulufttemperatur (Raumtemperatur) zu halten.
(Steigt die Raumteperatur schaltet die Klimaanlage ein bzw. regelt hoch.)

Ob die 250W nun von einem kühleren Radiator oder wärmeren Luftkühler kommen, hat keine Auswirkungen auf Raumluft oder die Klimaanlage.
 
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Schaby

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@Kinman und @Beitrag eure Annahme, das die Raumtemperatur sinkt ist falsch. Die produzierte Wärmeenergie wird bei einer Wasserkühlung lediglich umgeleitet. I.d.R. wird die CPU zwar nicht so heiß, das liegt aber nur daran das die Wärme schneller abgeführt und entsprechend schneller an die Raumluft übertragen wird.

Naja, egal, glaubt was ihr wollt.
 

Rickmer

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Kinman

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@Schaby Die Raumtemperatur sinkt nicht.
Folgendes: die CPU sollte auf 70°C gehalten werden. Mit Luftkühlung und den somit kleineren Radiatorflächen ist dazu eine Raumtemperatur von 20°C notwendig. Draußen hat es 25°C. Also muss die Klimanlage in dem vereinfachten Beispiel die Luft um zumindest 5°C runterkühlen, ehe sie durch die Server geblasen wird. Somit muss ich Energie reinstecken, um eine gewisse Menge Luft um 5°C zu kühlen.

Mit der Wasserkühlung und somit der größeren Radiatorfläche und somit dem besseren Wärmeaustausch reibt mir eine Raumtemperatur von 25°C um die CPUs auf 70°C zu halten. Somit muss ich die Luft gar nicht kühlen, sondern nur noch durch die Server blasen. Somit habe ich Energie gespart.

Wie groß der Effekt wirklich ist und was andere Hardware dazu sagt, kann ich nicht einschätzen. Die Klimaanlagen kann man sich definitiv nicht sparen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass sich der Anschaffungspreis amortisieren kann.
 

HighTech-Freak

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@Cool Master Dass der Radiator eben wesentlich größer is als der poplige CPU Kühler in einem 2HE Rackserver ist Teil des Konzepts, was sich aber in dem Fall auch gleich wieder selbst ad absurdum führt, denn man könnte statt einem 2HE Server und 2HE Radiator auch einfach gleich einen 4HE Server nehmen mit vernünftigen Kühlern.
Selbst bei mehreren Servern an einem (tiefen) Radiator habe ich am Ende Zweifel am Nutzen...

Aber wie schon geschrieben... in Wahrheit eh nur fürs Homelab...
 
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